Kommentare:
"
Überschrift: Dämmerung
Hm - was will uns diese Überschrift sagen? Vielleicht das es schön
langsam in Richtung Weltuntergang geht?"
Kein sonderlich innovativer Kapiteltitel, das stimmt wohl. Wobei ich sagen muss, das Kapitel ist ohnehin so ein Fall für sich. Es ist der einzige halbwegs normale Aufenthalt in einem halbwegs normalen Dorf (Kaldrûn war ja eine Stadt), bevor alles vor die Hunde geht. Allerdings legt es auch diverse Fährten, die in die teils ferne Zukunft führen. Beispiele:
Und wenn du mal einen ultimativen Megaspoiler haben magst:
Erklärung:
Es ist also mehr als nur der Weltuntergang.
"Zweimal hintereinander der selbe Satzanfang? Sowas stoßt mir ziemlich
sauer auf beim lesen - ist aber weiter nicht schlimm.
2. Zitat: »Wie meinen?« fragte Scharneim.
Diese *Wie meinen?* klingt für mich absolut nicht nach Scharneim.
Diese Phrase wirkt irgendwie so als ob ein Türke etwas nicht
verstanden hat aber der deutschen Sprache nicht 100% mächtig ist.
So quasi ein *Was du sagen?*. Und das passt nun so gar nicht zu Scharneim..."
Autsch, sorry.
Wobei "wie meinen?" ja benutzt wurde, um allzu ähnliche Kommentare zu vermeiden. Ich streichs raus...
"Na das nenn ich mal einen Auftritt. So bekommt das Wort eintritt eine
ganz neue Bedeutung."
Wie fandest du denn diese Art des Eintritts? Und die Reaktionen darauf?
(In der alten Fassung kam das nicht vor, da verhandelten sie um Einlass, und Danain musste ordentlich blechen.)
"Och nö - Chandra - muss das sein?"
Sie hatte eben Hunger!
... und nicht damit gerechnet, dass Scharneim von irgendwas (Arkn!) eher als gedacht aus dem Schlaf gerissen wird.
"Der Arme - mich würd es nicht wundern wenn er einen Herzinfarkt bekommt."
Das würde Chandras "unsere Herzen schlagen im Einklang" eine völlig neue Wendung geben

.
"Ah - jetzt kenn ich die Geschichte wieder... zumindest teilweise."
Na ja, auch wenn sie oberflächlich gleich aussieht, der Inhalt und die Darstellung hat sich im Vergleich zur alten Fassung extrem geändert.
Früher erfuhr man von Irsilin nichts, dafür erzählte ihr Vater, wie sie gefunden wurde. Auch berichtete Chandra erst am Anfang von Kapitel 14 von dem, was sie so erfahren hatte. Auch hatte es damals keinen Wächter aus Krajhaden gegeben, der sie empfangen und dorthin gestubst hatte (dafür, was irgendwie unsinnig war, hatten sie den Tip von Genyel bekommen. Der übrigens früher Genyél hieß. Ich habe einige Apostrophe entfernt...)
"Aber das Chandra ausgerechnet Danain mitnimmt um auf sie
aufzupassen... andererseits war Danain die beste Wahl. Scharneim ist
zu lecker und Marak - na das wäre ein Spaß gewesen. "
Gut erkannt.
" Ich fand es nur komisch das Danain zuerst OK sagt und dann gleich wieder über die
Leiter verschwindet... aber er hat recht. Er kann genauso gut oben auf
der Klappe Wache schieben."
Ich hab ja ernsthaft überlegt, ob ich "just because" einfach mal sich irgendwen in den Keller graben lasse.
Aber das wäre dann sogar für mich einen Tick zu skurril gewesen. (Besonders, da die Keller alle von einem Steinfundament umgeben sind.)
"Hm, dieses Eisschwert kommt mir bekannt vor. Sehr schön beschrieben
der ganze Kampfplatz - vor allem die Fleisch-Eiswürfel."
Jain.
Ja, das Schwert gab es schon vorher. Aber nein, vorher sah man das nicht - auch nicht den Kampfplatz. Der kam vormals nur in einer kurzen Rückschau von Danain vor.
Wie schon im vorigen Kapitel (und den Kapiteln davor) habe ich den Roman etwas... näher dran geholt, und zeige solche Ausschnitte, statt nur von ihnen zu berichten.
... was mich persönlich überrascht, dass dennoch die rückblickenden Erzählungen von damals so gut im Gedächtnis geblieben sind. Respekt!
"Aber dieser Elf... wtf - Frecher Kerl. Irgendwie war da in der alten
Fassung mehr über ihn drinnen... kann mich aber nicht mehr erinnern."
Auch nicht mehr als sein Name und ein kryptischer Satz. Bedenkt man die geistige Verfassung* von ihm, halte ich sein gezeigtes Verhalten für nachvollziehbarer.
* =
"Aber diese Mondscheinfeier muss neu sein. Kann mich nicht mehr an eine in der
alten Fassung erinnern."
Meinst du?
"Tja - die Feier selber ist neu, die Geschichte von Chandra aber nicht.
Sie erzählt von ihren drei *Kindern* von denen zwei nicht mehr leben
und einer im Koma liegt."
Ganz ehrlich, ich habe befürchtet (und habe es effektiv auch) nen derben Kontinuitätsfehler im Roman drin zu haben.
Viel, viel später (lies: Ende Band 2 / Anfang Band 3) wird mal gesagt, Chandra habe in Kaldrûn von ihren Kindern berichtet. Ich las nach, und stellte fest, "in der neuen Fassung tut sie das nicht. Verdammt! Das muss nachgeholt werden!"
Inzwischen weiss ich aber, das Gespräch fand in den alten Kapitel 14 und 15 statt (heißt bereits früher war da ein Fehler), wurde entsprechend jetzt vorverlegt. Dennoch darf ich nicht vergessen, irgendwann später die Referenzen von Kaldrûn auf Bresenfurt zu ändern.
"Nur den Schluß versteh ich nicht. Umfallende Stühle?"
Lies: Jemand (rate mal, wer alles) ist aufgesprungen und abgehauen.
"Hähnchen wäre jetzt echt lecker..."
Fragen:
- Wie gefiel dir der Ausflug nach Bresenfurt?
- War es für dich einleuchtend, dass die Gruppe nach Bresenfurt ging?
- Wie fandest du Irsilins Traum? Was, glaubst du, könnte sie bezüglich Chandra gemeint haben?
- Ein Ziel der Überarbeitung ist es, von Anfang an mehr Facetten von Chandra zu zeigen. Wie gelungen fandest du sie entsprechend im Kapitel?
- Wie fandest du das Konzept bzw. die Ideen der verschiedenen Vampirarten, wie man sie hier im Kapitel exemplarisch sieht?
- Blieben dir bei irgendwas Fragen offen?
- Wie fandest du die Stimmung in der Gruppe, bzw. im Kapitel?
Generell, nicht nur auf dieses Kapitel bezogen, sondern auf die Überarbeitung insgesamt:
- Ein Ziel war, mehr aktiv darzustellen statt nur passiv zu berichten. Wie findest du diesen neuen Ansatz?
- Wie empfindest du die erweiterte Dynamik innerhalb der Gruppe?
- Der Dialogstil wurde auch komplett auf den Kopf gestellt. Formals sehr ausschweifend, Leute warfen sich oftmals fünf- bis zehnzeilige Aufsätze um die Ohren, jetzt eher kurz gehalten mit schnellen Wechseln. Wie findest du das?
- Was mir persönlich auffiel, war, dass in der alten Fassung die über die "Gruppenrollen" herausgehende Charakterisierung erst in Band 2 wirklich in Fahrt kam, gerade was z.B. Danain, Marak und Chandra betraf. Aus dem Grund habe ich diesbezüglich versucht, schon vorab mehr einzubauen. Wie gefallen dir die "erweiterten" Darstellungen von Danain, Marak und Chandra?
- Gibt es unabhängig ob im beibehaltenen oder neuen Inhalt etwas, das dich stört?
- Nachdem nun quasi die Halbzeit geschafft ist, wie gelungen findest du bisher die Überarbeitungen?
- Wie fandest du den Wegfall vieler Akzente (z.B. Genyél -> Genyel) und Apostrophe (Allan Ra'uth -> Allan Rauth), so das aufgefallen sein sollte?