Belohnungsprinzip.Zitat von Kelven
Man besiegt diese ganzen nervigen >999.999 HP Endgegner ja schließlich nicht, weil man von einem ATB-Kampfsystem so fasziniert ist, oder weil es einem besondere Freude macht, die richtige Taktik zu finden. Im Gegenteil, in den meisten Fällen frustriert es und laugt erst mal aus. Der Sieg kommt einem vor wie nachlassender Schmerz.
Und wofür das ganze? Damit man endlich sehen kann, wie denn nun die Sache weitergeht, was als nächstes geschieht, wer nun der Böse ist, was sein finsterer Plan beeinhaltet, usw....
Weil man wissen will, wie die Geschichte weitergeht nimmt man diese Kämpfe in Kauf. Weil man Angst hat, dass man ein Stück vom Film verpassen könnte, rennt man schließlich auch so eilig wie möglich zum Klo, vergisst das Händewaschen und rennt wie von der Tarantel gestochen zurück zum Fernseher, obwohl die Werbepause noch mehrere Minuten in Anspruch nimmt. Selbst wenn der Film im Endeffekt nicht mehr Handlung hat als "Godzilla vs. SpaceGodzilla"
Das Belohnungsprinzip durchzieht doch sämtliche RPGs. Du löst ein sinnfreies und absolut nervenaufreibendes Rätsel und bekommst das wichtigste Item für das Dungeon. Du besiegst Heerscharen von Kleinstlebewesen um überhaupt leveltechnisch in der Lage zu sein, den bösen Obermotz zu plätten und wenn du diesen endlich in die Schranken gewiesen hast bleibt dir nur noch ein Ende in dem der Held endlich die Heldin bekommt.
Und natürlich das gute Gefühl das du nach Wochenlanger Qual endlich dieses Spiel geschafft hast. Mann, bist du gut!![]()






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