Eigentlich war es weder explizit auf plot holes, noch auf deine Spiele bezogen. *g*Zitat von Kelven
Ich meinte eher, dass du "objektiv" vielleicht etwas enger siehst als die meisten anderen Leute.
Eigentlich war es weder explizit auf plot holes, noch auf deine Spiele bezogen. *g*Zitat von Kelven
Ich meinte eher, dass du "objektiv" vielleicht etwas enger siehst als die meisten anderen Leute.
--Plots in a Nutshell:
Someone the reader likes overcomes increasingly difficult obstacles to reach an important goal. ~ Author unknown
Du hast aber "deine Geschichte" geschrieben, deswegen hab ich das angenommen.Es stimmt schon, dass Objektivität im Prinzip auch wieder Auslegungssache ist, aber gerade die Leute, die sie als Argument benutzen um ihre Kritikpunkte als allgemeingültig hinzustellen, gehen dann auch davon aus, dass sie für jeden gelten müßten, denke ich.
Das ist leider auch am Thema vorbei.
Mal abgesehen davon sind "böse" Helden lahm. Warum? Weil sie so gut wie nie "böse" dargestellt werden. Ihr Handeln wird glorifiziert, wodurch sie im Prinzip wie ganz normale "gute" Helden wirken. Siehst du ja an deinem eigenen Posting, in dem du Asgar als toll bezeichnest. Wenn das Spiel ernsthaft von einem "bösen" Helden handeln soll, dann müßte man das auch mit allen negativen Konsequenzen, die sein Handeln mit sich bringt verbinden. Ich kenne nur ein Makerspiel, in dem das wirklich gemacht wurde, nämlich Dreamland R.
Das Thema ist übrigens nett und Kelven wenn du mal Zeit hast eröffne maln Thema darüber, nenn es "Zielverfehlung durch mangelnde Selbstreflektion im Charakterdesign", oder so ;-)
Das Prinzip bei bösen Chars ist dasselbe wie mit den üblichen kaltherzigen Schweigetypen die gemein zu ihrenr Umwelt sein sollten.
Meist ist das Ergebnis nicht jemand der wirklich böse oder wirklich gemein ist sondern einfach nur die coolste Sau ever, nicht mehr als ein typischer hart&heftig Char der unglaubwürdig wirkt.
Schade drum.
In den meisten Storys find ich solche Chars eher kontraproduktiv -> Bezug zum Topic.
--CortiWins GitHub DynRPG < Charguide < [2k3] Zahlen und Werte < [2k3] Kurven als Wertetemplates < [2k3] DynRPG Werkstatt
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Hello from the otter side
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Hier kommt aber das zum Tragen, was Fennel mal in den Quatieren gesagt hat. Man sollte Spiele entwickeln, die man auch selber gerne spielen würde. Von daher macht ein ausgefallener Plot nur dann Sinn, wenn einem so etwas auch gefällt. Jemand, der lieber Mainstreamspiele mag, wird dann logischerweise auch solche Plots in seine Spiele einbauen.Zitat
Was du mit Logik ansprichst sehe ich ähnlich. Das ist wohl der fundamentale Unterschied zwischen denen, die eine Story eher auf einer analytischen Ebene sehen und denen, die eine Story eher auf einer emotionalen Ebene sehen. Letzteren ist es häufig egal, ob eine Geschichte Logiklöcher hat oder nicht, weil sie die innere Struktur der Geschichte nicht interessiert.
Zusätzlich kommen auch noch andere Aspekte dazu: Jemand kann den Autor falsch verstanden haben, der Autor kann etwas anders umgesetzt haben, als er es eigentlich auf den Papier stehen hat usw. D.h. etwas kann durchaus für die einen unlogisch wirken und für die anderen nicht.
Also für mich ist das keine feste Regel. Ich bin immer noch der Meinung, dass das alleine von der Art der Geschichte abhängt. Es gibt Geschichten, da müssen die Charaktere glaubwürdig sein und es gibt welche, da ist es nicht so wichtig.Zitat
Waren das nicht die gleichen Leute, die bei jedem einigermaßen erfolgreichen Makerspiel "Das beste Spiel aller Zeiten" rufen? Für mich haben selbst die meisten kommerziellen Action-Adventures bessere Stories als die Makerspiele. Wie gesagt, nur für mich. Nicht objektiv.Zitat
Die kommerziellen Spiele sind Mainstream, ja, aber dennoch sehr gut umgesetzt.
@Topp
Wie schon andere vor dir schilderst du deine Ansicht ab wann eine Geschichte gut ist, bzw. die Ansicht der Literaturwissenschaften, nur ist das nicht in dem Sinne objektiv wie ich das Wort verstehe.
Ob ein Buch handwerklich gut geschrieben ist läßt sich ähnlich wie MagicMagors Beispiel mit den Filmen wohl tatsächlich objektiv bewerten, aber dadurch wird die Geschichte von der das Buch handelt mMn nicht automatisch gut. Ein Buch, das ich nicht verstehe, oder das mich nicht unterhält, hat für mich eine schlechte Geschichte, selbst wenn ich ihm zugestehen kann gut geschrieben zu sein.
Das fundamentale Problem bei der ganzen Thematik ist, dass wir ganz unterschiedliche Maßstäbe für die Qualität einer Geschichte ansetzen. Die einen gehen vor allem vom strukturellen Aufbau der Geschichte aus, die anderen bewerten auf Basis der handwerklichen Qualität des Geschriebenen und wieder andere gehen nach dem Unterhaltungswert der Geschichte. Obwohl sich diese Maßstäbe also stark unterscheiden, sind sie doch Grundlage dafür um zu bestimmen wie gut eine Geschichte ist. Zeigt das letztendlich nicht, dass es also keine objektiv guten oder objektiv schlechten Geschichten gibt?