@Lysandros: wahrscheinlich hast du (wieder ) recht und ich bin genau der Typ, der die Fülle des Gefühls "Liebe" nicht genießen wird, weil er viel zu rational an die Sache rangeht und zuviel darüber nachdenkt. Meine Glaube an eine Illusion hin oder her, am schönsten ist es doch, wenn man sich einfach fallen lässt und einfach nicht drüber nachdenkt, einfach "verliebt" ist ohne überhaupt zu grübeln, ob "Liebe" nun ein Gefühl oder eine Illusion ist.

@Desmond: vielleicht war es ein Anfall von Altroismus und Selbstaufopferung, vielleicht wolltest du auch nur hilfsbereit sein, einem sehr wichtigen Menschen eine Freude machen.
Vielleicht wolltest du auch einfach Stress und Probleme umgehen, vielleicht hattest du Angst vor einer Enttäuschung, vielleicht hast du dir nicht eine real wirkende "Illusion von Liebe" schaffen können. Sehr schwer als Außenstehender deine Entscheidung nachzuvollziehen und alles kann ich auch nicht erklären.
So etwas muss man selber hinterfragen, ich kann nur vermuten wie dort oben mit den ganzen "vielleichts" .

@SA: Selbstmord ist ein sehr ernstes Thema, ich habe eine sehr wichtige Person sehr früh in meinem Leben dadurch verloren.
Ein Lehrer an unserer Schule hat mal etwas Fragwürdiges gesagt "Wer nicht einmal an Selbstmord in seinem Leben gedacht hat, hat nie richtig gelebt."
Genug von mir dazu, das ist ein Punkt, über den ich nicht gerne rede.
Aber die Antworten auf Lysandros Fragen interessieren mich auch.

@vio: ich fange jetzt schon zum 5. Mal an zu schreiben, was ich zu deinem Beitrag sagen möchte. Ich fasse mich jetzt einfach kürzer, weil mir wieder die Worte fehlen: das mit den Eltern, Liebe von Eltern zu Kindern und daraus resultierenden gesteigerten Ansprüchen an die Liebe der Kinder später klingt logisch, davio.
Ich wehre mich zwar immer gegen den Gedanken, dass ich geprägt bin von meinen frühen Erfahrungen und Enttäuschungen (weil es mir die Selbstbestimmung teilweise nimmt), aber realistischer Weise liegt ein Mangel an Vertrauen und meine Einstellung "Liebe ist eine Illusion" usw. wohl auch in der Vergangenheit.
Hart gesagt: wenn deine Eltern nicht Liebe oder die "Illusion von Liebe" glaubhaft aufrecht erhalten können, sucht man wohl noch sensüchtiger nach einer Möglichkeit die absolute Liebe/perfekte Illusion zu finden/schaffen.
Träumen darf man wirklich, auch noch nach den ersten Enttäuschungen und Desillusionierungen.
Ich habe nur schon zuviel hinter mir, zuviel geträumt. Ich bin aufgewacht, mit den eigenen Erfahrungen, und kann einfach nur noch (rational)das Fazit ziehen, dass es Liebe als Gefühl nicht gibt, besonders nicht in dieser reinen, unverfälschten Form: es ist eine Illusion, in der ich gerne lebe.