@ Wolframator

Wenn ich von "der Natur des Menschen" rede, mein ich damit ihre Hormone, Instinkte und Triebe. Dinge, die in uns sind. Aber vom Körper ausgehen, und nicht von der Seele.
Beispiel küssen...
Hn.. ich verstewh nicht ganz, wie du drauf kommst, dass küssen was mit echten Gefühlen zu tun hat.
Ich küsse meinen Freud auch. Aber das heißt doch nicht, dass ich dabei etwas tiefsinniges empfinde.
Ich mach das nur, weil es sich schön anfühlt. Weil ich Nähe such. Was auch wieder so ein menschlicher Zwang ist, der von der Natur bestimmt wurde.

Wenn das von mir immer so klingt, als würde ich rumphilosofieren, liegt das daran, dass ich das, was ich sagen will, nicht richtig beschreiben kann. Also greif ich als Hilfe zu Beispielen. Wenn dabei so was wie "Rummgephilosophiere" herraus kommt, pardon. Geht aber nicht drumrum.

@ Lysandros
Wenn man zuerst selbst lieben muß, um Liebe zu empfangen, dann würde das doch heißen, dass beispielsweise Eltern ihre neugeboreren Kinder gar nicht lieben können, oder irrre ich mich da?
Jetzt nicht gleich wieder aufregen, Eltern. Ist ja nur 'ne Frage, die ich aus dieser Behauptung beantwortet haben wollen würde.

Stimmt leider. Ich tue Sachen, auch wenn ich sie gar nicht tun will. Ich hab nun mal keine Kraft, mich gegen die Natur des Menschen zu wehren. Es zerrt ja schon zu sehr an mir, zu kämpfen, dass mein Geist sich nicht völlig zerstört. Unbd selbst das.. wird immer schwerer.

Was du sagst, hört sich so leicht an. Aber ich habe aufgehört, dem Irrglauben zu folgen, dass Menschen sich wirklich verändern können.
Man kann vielleicht solch banale Sachen leicht beeinflussen, wie Geiz, Freundlichkeit oder so etwas. Aber die wirklich wichtigen Sachen, wie beispilesweise die Einstellung zum Leben, zur Liebe, oder das Verlangen nach der Nähe anderer, dass kann man nur ändern, wenn man sich selbst belügt. Und das will ich nicht.
Für andere das zu spielen, ist zwar leicht. Denn sie sehen immer nur das, was sie gern sehen wollen.
Das sehe ich doch an meinem Umfeld. Ich spiel die Rolle eines fröhlichen, leicht hibbeligem Mädel schon so gut, dass Leute, die mich nicht kennen, sofort denken, dass das mein Ich ist.
Und ich spiel die Rolle nun mal. Dann muß ich mich nicht so sehr mit anderen beschäftigen und mich von jedem, den ich kenne, bemuttern lassen.
Im Net ist es zum Glück etwas anders. Da muß man nicht unbedingt so eine Rolle spielen. Denn man muß sich mit dern LEuten ja nicht wirklich auseinandersetzen.
Hn.. klingt nicht so, wie ich das meine. Will sagen, alles was sich am PC abspielst, ist für die meisten doch nur Spielerei. Wenn man den PC ausschaltet, ist alles vorbei und man macht sich auch keinen Kopf mehr drum, da man die Leute, mit denen man sich im Chat oder Forum unterhält, ja eh nicht kennt. Ist halt nur ein Zeitvertreib.

MAn muß sich nicht selbst mögen, damit andere einen mögen. Das weiß ich spätestens, seit ich verlobt war.
Ich hab diesen Mann auch nur ausgenutzt und in kurz vor der Hochzeit sitzen gelassen. Und heute? Er hat mir alles verziehen. Dass ich ihn sitzengelassen hab und auch meine ständigen Fremdgänge.
Und das, obwohl er doch genau weiß, wie ich denke und dass ich ihn nicht liebe.
Wie kann das dann sein? Das alles, obwohl ich mich selbst verabscheue? Und er ist nicht der einzige, der so ist. Sein Bruder, mein erster Ex, mein derzeitiger Lover.. alle sind nett zu mir und mögen, bzw. behaupten sie "lieben" mich., Du siehst also, dass keine Rolle spielt, ob man sich selbst mag, oder nicht. Haupsache man beherrscht seine Rollen.

Stimmt, wir haben eine andere Definition von Individualität.
Bei mir fängt sie erst an, wenn ich frei entscheiden kann. Ohne Maßstäbe anderer, nach denen ich mich richten muß, und ohne gleich für meine Wahrheit veurteilt und gequält zu werden.
Und insofern.. gibt es sie für mich in dieser Welt einfach nicht.