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Drachentöter
24.07.2003
Annie Lennox singt in Herr der Ringe 3 -
Schöner hätte man es nicht treffen können: Eine feenzarte Stimme, ein elbengleiches Antlitz und ein Timbre, in dem das tiefe Wissen um die ewige Wiederkehr von Tod und Geburt zu wohnen scheint - Annie Lennox hat selbst die Aura eines Fabelwesens aus der Welt des J.R.R. Tolkien.
Entsprechend glücklich wird sich Regisseur Peter Jackson schätzen, dass er die Pop-Diva für den Titelsong zu "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" gewinnen konnte. Nachdem die Eurythmics Frontdame Anfang Juni mit "Bare" ihr erstes Solo-Studio-Album seit 8 Jahren herausgebracht hatte, freut auch sie sich nun auf die neue Herausforderung:
"Ich wurde gefragt, ob ich das Titellied zu 'Die Rückkehr des Königs' singen möchte - und es sieht ganz so aus, als ob das klappen wird. Wir waren vor ein paar Tagen schon gemeinsam im Studio und haben ein bisschen an dem Track gearbeitet. Es ist schön, mal ein bisschen etwas anderes zu machen."
Dabei ist es für Annie Lennox mitnichten das erste Mal, dass sie mit ihrem Goldkehlchen große Gefühle auf die Leinwand zaubert: In "Bram Stoker's Dracula" übte sie mit "Love Song for A Vampire" einen großartigen Abgesang auf die unsterbliche Liebe zwischen Prinz Vlad (Gary Oldman) und seiner Braut Mina (Winona Ryder). Wem bei diesem Klangjuwel während der Closing Credits nicht das Blut in den Adern gefror, den kann man nur als Zombie bezeichnen.
Die Chancen stehen also gut, dass der Höhepunkt der Tolkien-Saga auch musikalisch einen würdigen Abschluss findet, und die Fans von Hobbits und Zauberern nach Filmende ein begeistertes 'Da Capo!' Richtung Kinovorhang skandieren.
Dogville-Sequel ohne Kidman -
Obwohl Nicole Kidman in Cannes vor laufenden Kameras noch zusicherte, auch in "Manderlay", der Fortsetzung von "Dogville", mitzuspielen, stieg sie nun offiziell aus dem Projekt aus.
Als ob es Lars von Trier geahnt hätte! Der Regisseur von "Dogville" nahm Nicole Kidmans Zusage für das Sequel des hitzig diskutierten Cannes-Beitrages betont gelassen. Nun verkündete die Australierin ihren Ausstieg aus dem Projekt.
Der Grund sei der allzu volle Terminkalender der Schauspielerin, weswegen sie schon ihr Engagement bei Doug Limans "Mr. and Mrs. Smith" aufgekündigt hat. Dabei scheint Frau Kidman momentan so viele Absagen zu verteilen, dass es schwer fällt, überhaupt an Terminstress zu glauben.
Insider halten es auch für möglich, dass die Oscar-Gewinnerin schlicht und einfach genug davon hat, auf einer 50 Quadratmeter-Bühne in Dänemark herumzuturnen.
Und auch die politischen Verwerfungen, zu denen "Dogville" führte - "Variety" zerriss den Film ob seines angeblichen Antiamerikanismus in der Luft - passen so gar nicht zum Image der stromlinienförmigen Leinwand-Göttin. Dabei ist sogar von Trier selbst der Überzeugung, dass "Manderlay", der in den Südstaaten zur Zeit der Sklaverei spielt, die Gemüter noch erheblich mehr erhitzen wird als "Dogville". Zuviel für Kidman?
Wer nun die Rolle der Grace in der Fortsetzung übernehmen wird, ist völlig offen. Doch da von Trier den Film erst bis zum 1 Juli nächsten Jahres abdrehen muss, hat er auch noch genügend Zeit.
"Dogville" startet am 23. Oktober in den deutschen Kinos.
Quelle Kino.de
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