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  1. #1
    Zitat Zitat von Lucian
    Wieso? Kann sein, dass ich mich hierfür mit Religionen zu wenig auskenne, aber für mich ist das irgendwie etwas ganz Schlechtes.
    Dazu kann ich ein klein wenig was erzählen.

    Ein Verwandter von mir ist Missionar in Südafrika, der Gegend um Botswana. Der Begriff Missionar klingt nun, aufgrund diverser geschichtlicher Ereignisse nun nicht besonders schön und lässt einen Schlimmes vermuten, und auch sonst ist deine Frage "Wieso?" nicht unberechtigt.

    Nun ist es so, dass in Afrika noch viele Naturreligionen vertreten sind, wo es unter Anderem immer noch rituelle Menschenopferungen gibt (besonders Kinder).
    Missionar dort zu sein ist nun nicht die Aufgabe, Relligionen zu zerschlagen, alle zu taufen, und sie von der eigenen Sichtweise zu überzeugen.
    Es ist vielmehr so, dass man anderen die Augen öffnet. Das klingt jetzt mehr wie eine schöne Formulierung für eine verachtenswerte Handlung, deswegen will ich es etwas genauer beschreiben:
    Viele haben in diesem Gruppenzwang dieser Glaubensgemeinschaften einfach Angst. Die Mütter haben Angst, das ihre Kinder geopfert werden, die Alten haben Angst, aufgrund ihrer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit umgebracht zu werden... kurz, es herrschen Zustände, die niemand wirklich miterleben will (und ich denke, dass man sich in diesem Punkt einig ist).
    Die Aufgabe des Missionars besteht nun darin, den Leuten zu zeigen, dass es ein anderes Leben gibt. Ein Leben in einer Gesellschaft, die diese Ritualmorde ablehnt, die diese Dinge anders sieht. Und vielerorts ist das Handeln über die Glaubensrichtung begründet. Und das ist gerade dort auch so entscheident, denn während nach den Naturrelligionen von den blutdurstigen Gestalten geredet wird, die Opfer verlangen, erzählen die Christen von dem vergebenden Gott, demjenigen, der die Menschen nicht bestrafen will, oder sie Leiden sehen will, sondern der sie so annimmt wie sie sind.
    Was für viele jetzt wahrscheinlich eher scheinheilig klingt, ist heutzutage tatsächlich ein wesentliches Element im christlichen Glauben (muss dazu sagen, dass ich Lutheraner bin, mit den katholischen Feinheiten beschäftige ich mich jetz nich), nämlich die Lehre vom vergebenden, liebenden Gott. Für Atheisten ist sowas möglicherweise purer Schwachsinn, aber für die Leute dort, die eben in Angst leben, die um ihr Leben fürchten müssen, für die ist es eine Erleichterung, davon zu erfahren. Und das ganze geschieht auch nicht zwangsweise, sondern es ist wirklich so, dass die Menschen von diesem Gott hören wollen, der sie nicht in ewigem Leid leben lassen will.
    Missionare sollen nicht die Leute auf Gedeih und Verderb bekehren und sie aus ihren Wurzeln reißen, sondern sie sollen denen Hoffnung geben, und ihnen andere Wege zeigen, die in Angst und Furcht leben, aufgrund ihrer Relligion. Die ein anders Leben wählen wollen.
    Inwiefern das richtig oder falsch ist, das hängt von dem eigenen Standpunkt ab, aber ich kann versichern, dass eben dies ein Aspekt dieses Missionierens ist, den man bedenken sollte, eben dass es auch Leute gibt, die unter ihrer Religion oder deren Einstellung leiden.
    Und es ist nicht alles kommerziell, zumal viele dieser Orte, wo man missioniert, viel zu arm sind, als dass dies ein Grund sein könnte, man will tatsächlich Menschen helfen.
    Ich weiß natürlich, für viele auf dieser Welt sind Dinge wie Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe ein Ding der Unmöglichkeit, weil jeder Mensch gleich ist.

    Zitat Zitat von Don
    Beim Buddhismus... muss ich ehrlich zugeben, dass ich nur von einzelnen Schulen (Nichiren/Soka Gakkai, Jodo Shinshu) bisher negatives gehört habe.
    Soweit ich weiß ist der Buddhismus eher eine Anleitung zu einem Lebensweg, der zum Nirvana führen soll. Solche Dinge wie übermenschliches Wesen, Ideale usw. soll es dort nich geben (hab ich zumindest soweit gelernt)
    Geändert von Diomedes (08.07.2006 um 14:31 Uhr)

  2. #2
    Zum Thema Sekten gibt es ein sehr gutes Spiel,Die Sekte (von Kamikaze).
    Geändert von SkullRaven (08.07.2006 um 19:16 Uhr)


  3. #3
    @Diomedes: Gut, das klingt überzeugend positiv (man könnte sich hier zwar fragen, inwieweit eine Glaubensüberzeugung auf Basis eines nicht beweisbaren Gott, der als Tatsache verkauft wird, gerechtfertigt ist, aber diesen Aspekt lass ich mal außen vor) - wobei ich da auch eher an Bekehrung in unserer zivilisierten Welt gedacht habe, in der die christliche Kirche zu Seminaren und Jugendveranstaltungen lädt (und dort natürlich kräftig propergiert wird), von den Methoden der Scientology o.ä. ganz zu schweigen.
    Mir ist generell irgendwie aufgefallen, dass Christen sehr gerne versuchen, Leute wie mich, die keinen Glauben haben, auf ihre Seite zu ziehen - à la "Komm doch mal mit in die Kirche, dann wirst du sehen, wie toll das ist!" u.ä. Und da frage ich mich wirklich, was die davon haben.

    Zitat Zitat von Diomedes
    Soweit ich weiß ist der Buddhismus eher eine Anleitung zu einem Lebensweg, der zum Nirvana führen soll. Solche Dinge wie übermenschliches Wesen, Ideale usw. soll es dort nich geben (hab ich zumindest soweit gelernt)
    Richtig, der Buddhismus ist eine atheistische Religion (Buddha war ja ganz einfach eine historische Person, die keinerlei Wunder vollbracht hat, sondern nur einige Ideen über das Leben hatte - einer der ersten bekannten Philosophen, sozusagen) und beschreibt, wie du schon richtig sagst, primär eine Lebensweise und deren Ziele (bin hier aber kein Experte).

  4. #4
    Zitat Zitat von Lucian
    Richtig, der Buddhismus ist eine atheistische Religion (Buddha war ja ganz einfach eine historische Person, die keinerlei Wunder vollbracht hat, sondern nur einige Ideen über das Leben hatte - einer der ersten bekannten Philosophen, sozusagen) und beschreibt, wie du schon richtig sagst, primär eine Lebensweise und deren Ziele (bin hier aber kein Experte).
    Welche Variante von Buddhismus? Das große und das diamantene Fahrzeug als atheistisch zu bezeichnen ist ein Witz und in Japan verbreitete sich die Religion nicht, weil sie atheistisch im modernen Sinne, sondern weil sie deistisch im weitesten Sinne geworden ist. Ihr Erfolg beruht darauf, dass sie eine Reihe von Regeln und Methoden anbat, mit denen die Welt der Illusionen zu unterwerfen und zu kontrollieren sei. Die Existenz von Göttern verneinte Buddha nie, er weigerte sich nur über sie zu reden, da sie unwesentlich für seine Lehren und deren erfolgreiche Umsetzung seien.

    Wenn ich das in einer Weise sagen darf, wie es vermutlich die Zeitgenossen verstanden haben: Mit den Gesetzen Buddhas macht man sich sogar die Götter Untertan, kein Kriechen und Betteln ist mehr notwendig. Die Methoden dazu kamen aber aus den hinduistischen Geheimlehren, die gemeinsam mit dem Glauben verbreitet wurden und beruhen auf den Askesetechniken, Gesten und Worten, wie sie schon in den indischen Legenden beschrieben werden.

  5. #5
    Zitat Zitat von Ianus
    Welche Variante von Buddhismus? Das große und das diamantene Fahrzeug als atheistisch zu bezeichnen ist ein Witz und in Japan verbreitete sich die Religion nicht, weil sie atheistisch im modernen Sinne, sondern weil sie deistisch im weitesten Sinne geworden ist. Ihr Erfolg beruht darauf, dass sie eine Reihe von Regeln und Methoden anbat, mit denen die Welt der Illusionen zu unterwerfen und zu kontrollieren sei. Die Existenz von Göttern verneinte Buddha nie, er weigerte sich nur über sie zu reden, da sie unwesentlich für seine Lehren und deren erfolgreiche Umsetzung seien.

    Wenn ich das in einer Weise sagen darf, wie es vermutlich die Zeitgenossen verstanden haben: Mit den Gesetzen Buddhas macht man sich sogar die Götter Untertan, kein Kriechen und Betteln ist mehr notwendig. Die Methoden dazu kamen aber aus den hinduistischen Geheimlehren, die gemeinsam mit dem Glauben verbreitet wurden und beruhen auf den Askesetechniken, Gesten und Worten, wie sie schon in den indischen Legenden beschrieben werden.
    Naja, ich meinte eigentlich nur, dass der Urheber der Religion nicht wie z.B. im Falle Christi oder Mohammed göttlich war bzw. von einem Gott geschickt wurde, sondern es sich um eine rein weltliche Person gehandelt hat und diese dann natürlich auch nicht angebetet wird.
    Inwiefern der heutige Buddhismus jetzt theistisch ist bzw. dass die Lehren Buddhas durchaus etwas mit Göttern und Glauben zu tun haben, weiß ich nicht - da wirst du schon Recht haben.

  6. #6
    Zitat Zitat von Lucian
    Naja, ich meinte eigentlich nur, dass der Urheber der Religion nicht wie z.B. im Falle Christi oder Mohammed göttlich war bzw. von einem Gott geschickt wurde, sondern es sich um eine rein weltliche Person gehandelt hat und diese dann natürlich auch nicht angebetet wird.
    Inwiefern der heutige Buddhismus jetzt theistisch ist bzw. dass die Lehren Buddhas durchaus etwas mit Göttern und Glauben zu tun haben, weiß ich nicht - da wirst du schon Recht haben.
    Mohamed war Ehemann einer erfolgreichen Händlerin, dem von einem Engel geboten wurde, ein Diktat niederzuschreiben, Jesus hat man die göttliche Abstammung über die unbefleckte Empfängnis angedichtet. Ob es glaubwürdiger ist, dass er aus dem Hause David stammt, sei dahingestellt. Kontakt mit Gott selbst hatte Mohamed erst während seiner ersten Himmelfahrt, wenn ich mich recht entsinne. Aber das hat ehrlich gesagt wenig mit Atheistisch/Monotheistisch/deistisch zu tun.

  7. #7
    Hm, zum Thema Zeugen Jehovas kann ich euch von meiner Seite immerhin ein Statement abgeben, da meine Eltern dieser Religion zugehörig sind. Als Kind war ich zwar auch dort, habe mich dann aber als ich älter wurde nicht mehr damit befasst und wollte auch nicht mehr dort hingehen, wa für meine Eltern okay war. Auch sonst habe ich mit meinen Eltern nie Probleme, sie sind sehr tolerant und haben mir viel über menschliche Werte beigebracht, als ich noch ein Kind war, d.h. Toleranz, Bescheidenheit, Rücksichtsnahme und so weiter.

    Man sollte erwähnen, das ich sicher nicht gerade wie ein vorzeige ZJ aussehe, soll heißen lange haare, bandshirts usw. Das war jedoch für meine Eltern damals auch kein Problem.

    So kann man eigentlich sagen das ich schon viel Erfahrung mit diesen Leuten gehabt habe. Es gibt aber wirklich hin und wieder ziemliche Idioten, ich kenne auch viele von denen.
    Aber das kann man der Religion an sich nicht vorwerfen.

    Und das die ZJ im 2. Weltkrieg nicht tätig waren, sondern sich lieber vergasen ließen, spricht wohl für sich.

    Immerhin tun sie genau das, was sie Bibel sagt, und das empfinde ich nicht als sehr radikal o.o.
    Mirage In The Water.

  8. #8
    Zitat Zitat von Desmond
    Immerhin tun sie genau das, was sie Bibel sagt, und das empfinde ich nicht als sehr radikal o.o.
    Naja, wenn man bedenkt dass da Dinge drinstehen wie dass man Homosexuelle töten und Ungläubige verstoßen soll, halte ich ein direktes Übernehmen der Bibellehren für nicht ungefährlich.

  9. #9
    @ Dhan:
    Du hast die "Kinder Gottes" vergessen.
    Und die gehören mitunter zu den schlimmsten Sekten überhaupt.
    Wer zu denen frewillig geht muss doch nich mehr alle Tassen im Schrank haben.

    Gruß
    Dave-d






  10. #10
    Zitat Zitat von Lucian
    Naja, wenn man bedenkt dass da Dinge drinstehen wie dass man Homosexuelle töten und Ungläubige verstoßen soll, halte ich ein direktes Übernehmen der Bibellehren für nicht ungefährlich.
    Klingt nach altem Testament. Das ist übrigens in den Augen des wahren Christens nicht mehr so recht gültig (kA obs wirklich aus altem stammt, muss ich mal alles genauer lesen, meine Hauptinhaltsquelle ist das Brick Testament ^^ klingt jedenfalls nach altem)
    Zitat Zitat von Don Cuan
    Auge um Auge, Zahn um Zahn
    !?
    Also bitte, ein wenig mehr informiert könnte man schon sein.
    Gerade das hat good old J-Dawg doch abgeschafft.
    Zitat Zitat von Ianus
    Seid wann haben wissenschaft und Religion irgend etwas miteinander zu tun? Wissenschaft kann und darf nicht als moralische Richtlinie dienen, allein schon da es ihr Ziel ist, abseits aller Menschlichkeit eine Form von Wahrheit zu finden, die überhaupt nichts mehr mit dem alltäglichen Leben zu tun hat.
    Sie ist aus Religion entstanden


    Dat mit dem anderen Zeuch les ich mir jetz dann durch, ma schaun, ich edite sicher noch ^^

    class Dog { //(...)
    boolean getBuddha() { throw NullPointerException; } }
    Spielt Hero-Chan!

  11. #11
    Zitat Zitat von Dhan
    Sie ist aus Religion entstanden
    Ya ryyly?

    Dann weißt du mehr als alle Geisteswissenschaftler von heute zusammen. Denn es wird nur vermutet und geglaubt, dass die Philosophie des Sokrates aus dem Schamanentum hervorging. Manche Vor- und Nachsokratiker verwendeten ziemlich eindeutig schamanistische Techniken für ihre naturwissenschaftlichen Untersuchungen aber ihr Ziel war ein anderes. Es hängt alles mit dem Ideen von "Erkenne dich Sebst" und "Sorge um dich selbst" zusammen.

  12. #12
    Zitat Zitat von Dhan
    Klingt nach altem Testament. Das ist übrigens in den Augen des wahren Christens nicht mehr so recht gültig (kA obs wirklich aus altem stammt, muss ich mal alles genauer lesen, meine Hauptinhaltsquelle ist das Brick Testament ^^ klingt jedenfalls nach altem)
    Es geht aber nicht um Christen sondern um Zeugen Jehovas, die die Bibel laut Desmond wörtlich nehmen.

  13. #13
    Zitat Zitat von Desmond
    Immerhin tun sie genau das, was sie Bibel sagt, und das empfinde ich nicht als sehr radikal o.o.
    Auge um Auge, Zahn um Zahn
    Ungeachtet dessen, das dies zu seiner Entstehungszeit sicher reformatorisch war, erscheint es in der heutigen Zeit verkommen.
    Und in der heutigen Zeit werden die Kontroversen innerhalb der Bibel immer schärfer, was sicher nicht zur Glaubhaftigkeit der Zeugen beiträgt. Zumal sie auf ihre ganz eigenen Interpretationen des Bibelinhalts schwören.

    Zitat Zitat
    > >I don't really regard bible-kjv-text [die englische Bibelfassung König James V.] as a technical document, but...
    > It's a manual -- for living.
    But it hasn't been updated in a long time, many would say that it's sadly out of date, and the upstream maintainer doesn't respond to his email.
    -- Branden Robinson, Oliver Elphick, and Chris Waters in a message to debian-policy

  14. #14
    Zitat Zitat
    Naja, wenn man bedenkt dass da Dinge drinstehen wie dass man Homosexuelle töten und Ungläubige verstoßen soll, halte ich ein direktes Übernehmen der Bibellehren für nicht ungefährlich.
    Natürlich muss man das alles in die heutige Zeit setzen. Früher waren einige Dinge einfach üblich, die heute undenkbar waren. o.o. Natürlich muss man ein gewissen Unterscheidungsvermögen haben, immerhin ist die Bibel mehr als 1000 Jahre alt.

    Aber im Grunde habe ich damit eh nicht viel zu tun. Ich emfpinde diese Religion eben als nicht
    "gefährlich" oder sonst was. ZJ sind sicherlich die letzten, die irgendjemanden Gewalt antun.

    Für mich persöhnlich ist Religion irgendwie nichts ... ich hab irgendwie viel zu viel im Kopf, als das ich mir darüber noch Gedanken machen muss.
    Mirage In The Water.

  15. #15
    Bibel... ich bin sowieso der Meinung, dass die mal überarbeitet gehört. Ich finde es irrwitzig ein derart altes Buch als Grundlage für die heutige Lebensweise zu nehmen. Es ist ja nicht so, dass wir durch die Wissenschaft nicht neue Erkenntnisse haben. Außerdem gab es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Persönlichkeiten, die als Vorbilder gesehen werden können. Es gibt so etwas wie Entwicklung, das kann niemand abstreiten und der christliche Gott wird wohl kaum eine sich entwickelnde Welt geschaffen haben, damit man diese Veränderungen nicht beachtet.
    The tabula of human nature was never rasa and it is now being read.
    -- William D. Hamilton, 1997

  16. #16
    Zitat Zitat von Lysandros
    Es ist ja nicht so, dass wir durch die Wissenschaft nicht neue Erkenntnisse haben.
    Seid wann haben wissenschaft und Religion irgend etwas miteinander zu tun? Wissenschaft kann und darf nicht als moralische Richtlinie dienen, allein schon da es ihr Ziel ist, abseits aller Menschlichkeit eine Form von Wahrheit zu finden, die überhaupt nichts mehr mit dem alltäglichen Leben zu tun hat.

    Zitat Zitat
    Kritisch kann man sich mit den Fehltritten auch nicht auseinandersetzen, denn das würde eine Korruption der höheren Geistlichkeit, des von Gott gewählten Stellvertreters auf Erden beweisen und damit Gotts Unfehlbarkeit in Frage stellen. Auf gut deutsch müsste man sämtliche Gebote und Überzeugungen über den Haufen werfen. Und das käme der Zerstörung der Religion gleich, außerdem würde es kurzfristig erstma ne Menge Anhänger kosten.
    Kritisch kann man sagen: Natürlich geht alles schief, wenn sich die Leute nicht an die Gebote der Religion halten. Religon macht nicht automatisch selig, wie es Luther uns einreden wollte und das Rettungsversprechen bezieht sich nur auf die Zeit nach dem irdischen Tod und ist keine Freikarte, sich wie eine Sau zu benehmen sondern sollte eigentlich Ansporn und Quelle der Kraft sein um sein eigenes Leben im Sinne seiner Religion zu organisieren.

    Der Konflikt, den wie momentan haben besteht zwischen der Religion und den Menschenrechten. Denn das Gebot "Du sollst anderen nicht antun, was sie dir nicht antun sollen" kommt zwar in jedem Kanon jeder Religion vor, wird aber immer für andere, kleinlichere Regelungen ignoriert. Da Glaube so oft benutzt wird, um die Gleichheit aller zu verneinen, wird sie zu Konfliktmaterial.

    Natürlich, selbst die Gleichheit aller ist nur eine Phrase, aus der sich jeder halbwegs geübte Rethoriker Schwert, Speer und Napalmbomben basteln kann um jeden Scheiß zu rechtfertigen.

  17. #17
    Zitat Zitat von Ianus
    Seid wann haben wissenschaft und Religion irgend etwas miteinander zu tun? Wissenschaft kann und darf nicht als moralische Richtlinie dienen, allein schon da es ihr Ziel ist, abseits aller Menschlichkeit eine Form von Wahrheit zu finden, die überhaupt nichts mehr mit dem alltäglichen Leben zu tun hat.
    Da bin ich anderer Meinung, Wissenschaft gibt uns zwar nicht vor, wie wir handeln sollen, aber wir erhalten neue Erkenntnisse. Ich bin sogar der Meinung, dass diese die Entscheidungsfindung beeinflussen. Als Entscheidungsgrundlage würde ich sie jedoch auch nicht nehmen. Und ich würde auch nicht Religion als moralische Richtlinie verwenden, da sie meist auf veralterte Konzepte aufbaut. Gesellschaftsmodelle vor 2000 Jahren unterscheiden sich nunmal von jetzigen. Religiöse Richtlinien könnten durch neues Wissen und Gegebenheiten aktualisiert werden.
    Andererseits sollte man Moral nicht von der Wissenschaft trennen. Ethische Richtlinien sind eine wichtige Grundlage jeder Forschungstätigkeit. So ganz einfach ist es mit der Trennung von Wissenschaft und Religion nicht...
    The tabula of human nature was never rasa and it is now being read.
    -- William D. Hamilton, 1997

  18. #18
    Du hast ja Recht, aber das Problem, das sich ergibt, ist die Tatsache, dass man zu den Ereignissen vor 2000 Jahren nicht allzu viel (!) sagen kann, während sich die Chronisten für heute schon was besonderes einfallen lassen müssten. Natürlich kann man über die lieben Mönche im Mittelalter sprechen, aber ohne die Inquisition wäre es nicht wirklich komplett und würde nur verlacht werden. Kritisch kann man sich mit den Fehltritten auch nicht auseinandersetzen, denn das würde eine Korruption der höheren Geistlichkeit, des von Gott gewählten Stellvertreters auf Erden beweisen und damit Gotts Unfehlbarkeit in Frage stellen. Auf gut deutsch müsste man sämtliche Gebote und Überzeugungen über den Haufen werfen. Und das käme der Zerstörung der Religion gleich, außerdem würde es kurzfristig erstma ne Menge Anhänger kosten.


    Mein zweites Spiel, jetzt auf Steam erhältlich! =D

  19. #19
    Zitat Zitat von Ianus
    Der Konflikt, den wir momentan haben besteht zwischen der Religion und den Menschenrechten. Denn das Gebot "Du sollst anderen nicht antun, was sie dir nicht antun sollen" kommt zwar in jedem Kanon jeder Religion vor, wird aber immer für andere, kleinlichere Regelungen ignoriert. Da Glaube so oft benutzt wird, um die Gleichheit aller zu verneinen, wird sie zu Konfliktmaterial.

    Natürlich, selbst die Gleichheit aller ist nur eine Phrase, aus der sich jeder halbwegs geübte Rethoriker Schwert, Speer und Napalmbomben basteln kann um jeden Scheiß zu rechtfertigen.
    Yep!
    z.B: im Koran steht n Riesenhaufen barmherziges Zeugs.
    Gilt eben aber nur für andere Moslems.
    Aber hey!
    Der Islam ist ja gar keine Sekte...
    Also back 2 topic

    Die Scientologen sind, von den großen VEreinigungen, die gefährlichste Sekte.
    Warum:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Scientology
    Durchgeknallert:http://de.wikipedia.org/wiki/Xenu
    Darum!
    Jaja, L Ron Hubbard war nicht umsonst Sci-Fi-Autor.

    Und die Zeugen Jehovas...
    Lediglich Hausierer
    Das beste Mittel dagegen ist eine extreme Zufriedenheit auszustrahlen, um zu signalisieren, dass sie keine Chance haben.

    Divine Light Mission/Elan Vital:
    Prem Rawat/Maharaji schwingt coole Reden.
    Klingt vorerst logisch und atheistenkonform, mein Miißtrauen ist stark Angeschlagen.
    Weiß sonst aber nix drüber.

    Hare Krishna:
    Sieht lustig aus...

    Find ich eigenartig, dass die letzten noch nicht genannt worden sind.
    Naja... fallen euch noch welche ein?
    Ein schwaches Gift, das langsam wirkt,
    ein Schmerz, der leise Zweifel nährt,
    hat sich im Kreislauf eingeschlichen
    und still von mir Besitzt ergriffen...

    Kante - Schwaches Gift

  20. #20
    @Ianus:
    Pfff was is Philosophie anderes als reflexive Religion.
    Ne ich mein, Religionen sind doch geschaffen, um zu erklären, warum etwas so ist, wie es ist.
    Damals gabs halt noch nicht moderne Wissenschaft nach Newton wie wir sie heute ham

    @Lucian:
    Ich weiß nicht, aber ich hab bisher noch nicht gehört, dass Zeugen Leute steinigen. Bedenkt man, dass sie Hölle zu fürchten haben, wenn sie sich nicht an ihre Regeln halten, nehme ich einfach mal an, steinigen usw gehört nicht zu ihrem Aufgabenbereich. Steinigen steht im AT.
    (zumal das AT in vielen Punkten dem widerspricht, was Jesus so sagt, man kann es einfach nicht gleichzeitig befolgen)



    Hab mir dann ein bisserl was über Scientology durchgelesen... Boah die sind echt abgedreht... wie kommt man eigentlich auf so nen Scheiss? Xenu, der universale Herrscher? Lest euch ma Xenu durch, ich frag mich, wann die Kerle anfangen, Marvel-Comics als heilige Bücher zu benutzen O.o

    class Dog { //(...)
    boolean getBuddha() { throw NullPointerException; } }
    Spielt Hero-Chan!

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