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  1. #1
    Zitat Zitat von Ianus
    Welche Variante von Buddhismus? Das große und das diamantene Fahrzeug als atheistisch zu bezeichnen ist ein Witz und in Japan verbreitete sich die Religion nicht, weil sie atheistisch im modernen Sinne, sondern weil sie deistisch im weitesten Sinne geworden ist. Ihr Erfolg beruht darauf, dass sie eine Reihe von Regeln und Methoden anbat, mit denen die Welt der Illusionen zu unterwerfen und zu kontrollieren sei. Die Existenz von Göttern verneinte Buddha nie, er weigerte sich nur über sie zu reden, da sie unwesentlich für seine Lehren und deren erfolgreiche Umsetzung seien.

    Wenn ich das in einer Weise sagen darf, wie es vermutlich die Zeitgenossen verstanden haben: Mit den Gesetzen Buddhas macht man sich sogar die Götter Untertan, kein Kriechen und Betteln ist mehr notwendig. Die Methoden dazu kamen aber aus den hinduistischen Geheimlehren, die gemeinsam mit dem Glauben verbreitet wurden und beruhen auf den Askesetechniken, Gesten und Worten, wie sie schon in den indischen Legenden beschrieben werden.
    Naja, ich meinte eigentlich nur, dass der Urheber der Religion nicht wie z.B. im Falle Christi oder Mohammed göttlich war bzw. von einem Gott geschickt wurde, sondern es sich um eine rein weltliche Person gehandelt hat und diese dann natürlich auch nicht angebetet wird.
    Inwiefern der heutige Buddhismus jetzt theistisch ist bzw. dass die Lehren Buddhas durchaus etwas mit Göttern und Glauben zu tun haben, weiß ich nicht - da wirst du schon Recht haben.

  2. #2
    Zitat Zitat von Lucian
    Naja, ich meinte eigentlich nur, dass der Urheber der Religion nicht wie z.B. im Falle Christi oder Mohammed göttlich war bzw. von einem Gott geschickt wurde, sondern es sich um eine rein weltliche Person gehandelt hat und diese dann natürlich auch nicht angebetet wird.
    Inwiefern der heutige Buddhismus jetzt theistisch ist bzw. dass die Lehren Buddhas durchaus etwas mit Göttern und Glauben zu tun haben, weiß ich nicht - da wirst du schon Recht haben.
    Mohamed war Ehemann einer erfolgreichen Händlerin, dem von einem Engel geboten wurde, ein Diktat niederzuschreiben, Jesus hat man die göttliche Abstammung über die unbefleckte Empfängnis angedichtet. Ob es glaubwürdiger ist, dass er aus dem Hause David stammt, sei dahingestellt. Kontakt mit Gott selbst hatte Mohamed erst während seiner ersten Himmelfahrt, wenn ich mich recht entsinne. Aber das hat ehrlich gesagt wenig mit Atheistisch/Monotheistisch/deistisch zu tun.

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