Naja, mir ist ironischerweise aufgefallen, dass die meisten Gruppen oder Szenen sich wirklich nur über Kleidung (oder besser gesagt aussehen) und Musik definieren. Heißt, wenn man den Ottonormalpunk rasiert und taub macht, passt er auch gut in die örtliche Naziszene, denn die ist auch nur zum Saufen und Vögeln da. Ich rede jetzt nicht von denen, die wirklich noch Ideale haben, und die auch nur nicht nur auf jugendlichem Trotz begründen, die sind eine Ausnahme und leider wesentlich seltener als man denken würde. Ironischerweise sind es oft gerade die, die am punkigsten aussehen, denen die Ideale der Bewegung vollkommen egal sind, gäbs keinen Alkohol, würden sie alle Glatze haben oder schwarz tragen.

Der Witz ist aber nun der: Ich sage, Goths gehen solange in Ordnung, wie sie nur den Stil, also Kleidung und Musik mögen (tu ich ja auch), wer aber von "schwarzem Lebensgefühl" labert, ist bei mir unten durch und macht sich was vor. Nun aber mal eine Überlegung: Ist es bei einem Nazi, der in der Szene ist, weil all seine Freunde da sind, nicht genau so? Dass er einfach nur Gemeinschaft sucht und einen Scheißdreck auf die "Ideologie" gibt? Streng genommen müsste man die Mitläuferidioten genau so tolerieren... Und wenn ein Punk tatsächlich Anarchie als wahre Regierungsform ansieht und nicht nur als Übergangszustand zu etwas besseren (Wo sie mMn vertretbar ist), der hat auch noch nicht weit genug gedacht.

Gruppenangehörigkeit ist doch normal, man muss ja wenigstens bewusst nicht mitmachen und kann sihc zu denen ordnen, die keiner angehören.