Eine automatische Schwierigkeitsanpassung halte ich für eine schlechte Idee.

Zum einen fixiert man damit die Differenz zwischen Schwierigkeit des Spiels und Können des Spielers. Jeder Spieler hat aber unterschiedliche Präferenzen was den "Schwierigkeitsgrad" des Spieles angeht. Der eine möchte locker flockig durchspielen, der andere möchte möglichst an jeder Ecke gefordert werden. Während bei einstellbaren Schwierigkeitsgraden der Spieler da noch einen direkten Einfluss darauf hat, wird bei einer automatischen Anpassung ihm der Schwierigkeitsgrad im Grunde genommen vorgeschrieben.
Im Grunde genommen ist es wie ein Spiel mit einem festen Schwierigkeitsgrad, einge werden es zu leicht empfinden, andere zu schwer. Es wird dennoch eine Streuung bei den Spielern geben und der Aufwand ist den Gewinn mMn nicht wert, vor allem da die Gefahr besteht aufgrund der Komplexität dieser Mechanismen die eigentliche Schwierigkeitskurve aus den Augen zu verlieren und unausgewogen zu machen. Selbst bei einem fixen Schwierigkeitsgrad ist es schwierig eine perfekte Kurve zu erreichen, wie soll das bitte bei einem solch dynamischen System geschehen? Und vermurkster Schwierigkeitsgrad ist schlimmer als "zu leicht" oder "zu schwer". Wer den Schwierigkeitsgrad dynamisch halten will, sollte die Möglichkeit der Anpassung zwar einbauen aber dem Spieler überlassen und nicht automatisieren. Entfernt einen Haufen der möglichen Probleme läßt aber immer noch die Möglichkeit, daß jeder Spieler das Spiel so spielen kann wie er es möchte.

Außerdem, wenn die Schwierigkeitsanpassung mit steigendem Spielerkönnen automatisch erfolgt, erfolgt sie kaum so, daß der Spieler es bemerkt. Die Erkentniss "Ich bin besser geworden" tritt nicht auf, wie bei einem Spiel wo man merkt, daß man auch mit einer schwierigeren Einstellung gewinnen kann. Ein zusätzlicher Motivationsfaktor fällt damit unter den Tisch.