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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Miaka86
    Sie forderten härtere Strafen? Also wenn ich mal rumfrage was diese Eltern fordern würden, ich glaube ich würde des öfteren zu hören kriegen, das sie am liebsten diesen Kerlen den Schwanz abraspeln würden, nicht nur betroffenen sondern auch Menschen die selber Eltern sind und angst haben das ihren eigenen Kindern soetwas zustößt.
    Also das mit der Selbstjustiz und dem Schwanz Abraspeln stelle ich mir wieder ähnlich vor wie bei der Chipstüte. Das Problem ist nur, wenn man nach Tagen oder Wochen merkt, dass man davon nicht mehr als eine schon längst verflogene Befriedigung hat und einem wieder nur die Trauer bleibt, ist der Schwanz schon ab und es bleibt einem nichts anderes übrig als den Schmerz in sich reinzufressen.

    Ich will damit die Opfer jetzt überhaupt nicht irgendwie lächerlich machen und ich will auch nicht bestreiten, dass Rachegelüste sehr menschliche Regungen sind.
    Aber ich bin der festen Überzeugung, dass Rache schlussendlich nichts bringt, und deshalb verstehe ich nicht, wie man sich so sehr dafür einsetzen kann. Verständnis für die Opfer, die von Hass und Schmerz erfüllt sind, bringe ich jederzeit auf, aber ich lasse mich dadurch nicht dazu verführen dem Täter unrecht zu tun.


    edit:
    Zitat Zitat
    Aber welche Täter ich hier meine sind wirklich diese, die kein bisschen verstehen was sie falsch gemacht haben und ohne mit der Wimper zuzucken später eine neue "Chipstüte" brauchen
    Und wie erkennt man diesen Typ Mensch? Keine Reue zu zeigen hat ja immer negative Auswirkungen auf die Straflänge und zumindest in der Schweiz kann man Menschen auch nach Ablauf der eigentlichen Hafstrafe noch "verwahren", wenn das Rückfallrisiko zu gross ist. Das Problem ist, dass man Reue und Einsicht auch heucheln kann. Aber ich bin dagegen, dass aufrichtig bereuende Menschen schlechtere Bedingungen ertragen müssen, bloss weil man den Uneinsichtigen eins auswischen will.


    edit2:
    @Zordan: Sühne, Prävention und Heilung sind zwar die klassischen drei Grundziele, aber ist nicht der Schutz der Gesellschaft (indem man ein gefährliches Element für gewisse Zeit wegschliesst) auch noch ein wichtiger Faktor?

    Was mich auch etwas irritiert: Zur Prävention zählt nur die Abschreckung? Was ist den mit der Erziehung (z.B. in der Schule)? Ich finde es jedenfalls viel wichtiger, dass ein Mensch lernt moralisch zu handeln, als dass er nur seinen Trieben und Ängsten (Angst vor Strafe) nachgibt.

    Zu deinen Fragen: Vielleicht beantworte ich sie später mal.
    Geändert von Pyrus (27.05.2006 um 16:50 Uhr)

  2. #2
    Zitat Zitat von Pyrus
    ist nicht der Schutz der Gesellschaft (indem man ein gefährliches Element für gewisse Zeit wegschliesst) auch noch ein wichtiger Faktor?
    Ja, richtig. Das hab ich vergessen.

    Zitat Zitat von Pyrus
    Was mich auch etwas irritiert: Zur Prävention zählt nur die Abschreckung? Was ist den mit der Erziehung (z.B. in der Schule)? Ich finde es jedenfalls viel wichtiger, dass ein Mensch lernt moralisch zu handeln, als dass er nur seinen Trieben und Ängsten (Angst vor Strafe) nachgibt.
    Ich meine Prävention als Teil von Bestrafung durch postive Vorschriften (Gesetze).

    Zitat Zitat von Miaka86
    Ja ich stelle den täter bewusst auf eine Gewinner-Stufe, denn er hat seinen Trieb auf kosten anderer befridigt wurde eventuell dabei gefasst und sitzt da wirklich nur seine Jährchen ab. Gut es kann sein das einige Täter nicht dieses langanhaltende Glücksgefühl haben, nein im gegenteil am liebsten würden sie nochmal ran, weil es ihnen nicht reicht.
    Du setzt jedoch voraus, das es da draußen Menschen gibt die "böse" sind.
    Menschen die dir unterlegen sind.
    Menschen die
    1. Gefallen daran finden anderen Leid zu zufügen und
    2. Auch noch sagen: Ich kann mich zurück halten, ich möchte es aber nicht.

    Aber die Idee, das manche Mensche schlechter sind als andere ist grundsätzlich schon gegen alle Menschenrechtlichen Grundsätze.

    Nehmen wir mal an es gibt solche Menschen.
    Dann sehen wir es mal so: Du wirt geboren und bist zufrieden, wenn du etwas zu Essen, ein Dach über deinem Kopf und einen Partner in deinem Leben hast. Dann kannst du ruhig schlafen und hast Freude, auch wenn mal nicht alles so läuft wie du möchtest.

    Dann gibt es einen Menschen: Der wird geboren, arbeitet hart, aber egal was er tut er kann niemals auf die selbe Stufe kommen wie du. Um seinen Schmerz zu lindern, *muss* er anderen Schaden.

    Gibt ihm das das recht andere Menschen zu töten? Nein, natürlich nicht.
    Ist es die richtige Lösund ihn einfach standrechtlich zu erschießen, weil er den einzigen Weg ging den es für ihn gab? Wohl auch eher nicht. Das wäre aber wahrscheinlich der bequemste Weg.

    Ich möchte mich hier gar nicht groß hervortun, denn ich kenne auch keine Lösung.
    Kein Mensch auf Erden kennt sie.

    Was ich sicher weiß: Einen Menschen zu töten, macht einen anderen nicht wieder lebendig.
    Geändert von Zordan (27.05.2006 um 17:20 Uhr)

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