Na auf jeden Fall ist es so, dass Fälle, in denen Eltern ihr Kind verloren haben (auf welche schrecklichen Weisen auch immer) eben nicht zu randalierenden Mördern wurden, zwar oft härtere Strafen forderten, aber kaum einmal so etwas wie Folter oder Schmerz forderten.
Diese Leute sind meist völlig zerbrochen innerlich, weil ihr Kind tot ist, weil es gelitten hat und weil das Leben oft seine zentrale Bedeutung dadurch verloren hat.
Aber gerade diese Menschen denken in den seltensten Fällen an Vergeltung, Rache, Blut und Verderben.
Weil sie in tiefer Trauer leben, völlig leer sind.
Wir leben in keinem Hollywood wo der Vater der toten Tochter neuen Lebensmut daraus schöpft ihren Peinigern die Haut abzuziehen.
Es führt zu nichts außer mehr Leid und Verzweiflung.
Also frage ich: Wenn die vernünftigen, besonnen Menschen die Gefahr und die Menschenverachtung in den Forderungen nach Qual und Folter sehen, und auch die Betroffenen am ehesten von allen Menschen wissen dass es um Verlust und Verzweiflung, nicht um Rache und Gewalt geht, wer will dann diese Folterungen überhaupt?
Der aufgebrachte Volksgeist, der die Schlagzeilen gelsesen hat, der durch die Überpräsenz der Medien jeden Nachbraschaftsstreit als Krieg vor der eigenen Haustür empfindet?
Dann kann ich darauf verzichten, denn alles was diese Menschen damit bewirken wollen ist die Befriedigung IHRES Rechtsempfindens.