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Thema: MSD#1 - Der News-Thread

  1. #521
    Das ist so ein abgedroschener Witz mit den arabischen Zahlen, dass in 2017 noch jemand darauf reinfällt ist surreal.

  2. #522
    Naja, Postillon und Partei machen beide Satire, also nicht ganz weit weg voneinander entfernt...
    Ich bin auch für ein Comeback der römischen Zahlen, endlich muss man wieder denken beim Benutzen!

  3. #523
    Türkei gibt Reisewarnung für Deutschland heraus
    Zum Totlachen. Man könntes fast meinen bei denen wär auch Wahlkampf - dass Erdogan sich profilieren müsste gegenüber dem Volk, als harter Hund.
    Ich finde man sollte so langsam darüber nachdenken die Regierung dort als "nicht zurechnungsfähig" bzw. "nicht geschäftsfähig" einzustufen - und jegliche diplomatische Interaktion einstellen, bis sich das geändert hat.
    Einreise von türkischen Bürgern die nich auch gleichzeitig noch die dt. Staatsbürgerschaft haben komplett verweigern (auch wenn sie nur 1 Tag zu Besuch wollen). Botschafter ausweisen. Und Ruhe ist.
    Scheinbar scheint man es ja drauf anzulegen.

  4. #524
    lol
    Entschuldigung. Ich weiß, es ist eigentlich nicht witzig. Aber irgendwie schon tragikkomisch in seiner Lächerlichkeit.

    Was hat die Welt bloß immer mit diesen kleinen, teigigen Männern mit Schnauzbart? Das ist doch nicht normal.

  5. #525
    https://www.welt.de/kultur/medien/ar...i-der-ARD.html
    Sehr unschön. Alle Welt meckert über hohe Managergehälter in der freien Wirtschaft. Bei der freien Wirtschaft find ich das okay.
    ÖR sollte sich aber eher am Staat/Beamten orientieren. Was manche Intendanten da verdienen ist recht krass.

    Das schlägt ja bei weitem das was hohe Richter oder Beamte (so zwischen 10.000 und 20.000 glaub ich bei den höchsten Besoldungen) verdienen, wenn hier manche auf über 30.000 monatlich kommen. Auch Sportkommentatoren müssen nicht so viel verdienen. Die 9900 oder was das da warn ... für besondere außertarifliche Mitarbeiter - das find ich aber dann durchaus okay. Wenn es sich um namhafte Leute handelt die hohe Qualität liefern. Die Intendanten sollten halt maximal 15.000 (was nach Besoldungsordnung B ist das glaub - die höchsten Beamten auch kriegen können).

    Irgendwo sollte man da auch wirtschaftlich handeln müssen - wenn einem schon der Markt nich dazu zwingen kann (wie es bei freien Unternehmen der Fall ist), dann müssten da Gesetze her - wenn schon bei Bürgern der Beitrag zwangseingetrieben wird.
    (Wobei das wirtschaftliche Handeln ja auch in andern Bereichen so ein bisschen ein Problem ist bei den ÖR - nicht nur beim Personal. )

  6. #526
    https://www.welt.de/debatte/kommenta...ttenstaat.html
    Spanien und das Referendum in Katalonien.

    Ich frag mich ja ob es nich klüger gewesen wär erst mal abzuwarten und die abstimmen zu lassen. Wenn sie sich dann tatsächlich für Abspaltung hätten entschieden hätte man noch immer vorgehen können, wenn sie dem hätten Tagen folgen lassen.
    Es wäre dann auf der andern Seite nämlich auch die Möglichkeit offen geblieten, dass die einfach dagegen abstimmen. Dann hätte man alles ohne Gewalt gelöst gehabt.

    So gibt es halt grad wohl Gewalt - das bestärkt sicher andere noch im Gedanken, sich abspalten zu wollen. Vielleicht gibs da bald nen richtigen Bürgerkrieg. Mal gucken wie dann die EU damit umgeht bzw. umgehen muss. Das kann man ja nich einfach unkommentiert so lassen und ohne darauf zu reagieren,

  7. #527
    Ich weiß, es ist nicht das Sportforum. Aber was mich tatsächlich am Meisten bei diesem Sachverhalt interessieren würde ist, ob dann Vereine wie FC Barcelona oder andere katalonische Vereine noch in der spanischen Primera Division spielen. Ich weiß nur, dass Andorra bei allen spanischen Wettbewerben mitspielen kann. Ich denke, die madrilenische Politik wird nicht vor haben, für die "Rebellen" ein Gesetz zu erlassen...

  8. #528
    Zitat Zitat
    Ich weiß, es ist nicht das Sportforum. Aber was mich tatsächlich am Meisten bei diesem Sachverhalt interessieren würde ist, ob dann Vereine wie FC Barcelona oder andere katalonische Vereine noch in der spanischen Primera Division spielen.
    Es geht ja schon los!

  9. #529
    Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich aktuell mit dem Numerus Clausus beim Medizinstudium. Dieser bringt unterschiedlichste Probleme mit sich. Die Vergleichbarkeit unter den Bundesländern sehe ich persönlich als Problem (in manchen ist es leichter 1,0 zu bekommen, in andern schwerer). Andere führen hier zum Beispiel auch noch an, dass es Kinder aus Arbeiterfamilien viel schwerer hätten 1,0 im Abi zu bekommen - da diese viel ausgleichen müssen (zum Beispiel sprachlich, ein anderer Artikel meinte Akadamiker-Kinder übernehmen von da schon "Professorensprech" ausm Elternhaus - haben dadurch Vorteile).

    Sehe ich hier ein bisschen problematisch. Gewisse Grundbildung sollte man mitbringen - klar. Dass die Abitur-Note das nich exakt abbilden kann: Auch klar. Aber wenn jetzt eventuell es in die Richtung geht, dass dann plötzlich jeder - auch mit 4,0 studieren könnte ...
    Das hängt aber dann auch wieder davon ab, inwiefern andere Auswahlmethoden da aussieben können (die eventuell einen viel besseren Einblick geben als die Abiturnote). Mal sehen wie das BVerfG entscheidet.

    http://www.zeit.de/campus/2017-10/nu...medizinstudium
    (Die Anzahl der Wartesemester ist immer weiter gestiegen. Vermutlich weil immer mehr warten. Einige auch mit 1,x aber halt nich 1,0 dabei in den Beispielen. Mehr Studienplätze sollte man da vielleicht auch schaffen. Dann hätte man am Ende auch mehr Ärztem, die man vielleicht braucht. An studierwilligen Abiturienten mangelt es jednefalls nich.)
    http://www.zeit.de/2017/40/numerus-c...fassungswidrig

  10. #530
    Es reicht praktisch ein Lehrer, der deine Nase nicht mag und man kriegt seine 1.0 niemals zusammen.

  11. #531
    Zitat Zitat von Corti Beitrag anzeigen
    Es reicht praktisch ein Lehrer, der deine Nase nicht mag und man kriegt seine 1.0 niemals zusammen.
    Davon ab, dass ich nie ganz verstanden habe, was die Sport- oder Kunstnote, die ja nunmal auch mit in den Schnitt einfließt, nun für eine Bewandnis für die Medizinerkarriere hat. So oft müssen Ärzte denke ich nicht ballspielen oder Ausdauerlauf machen.

    Generell finde ich das NC- und Wartesemesterkonzept inhaltlich irgendwie sehr bizarr. Ich bin ja auch nicht qualifizierter, weil ich jetzt x Jahre aus dem Lernen raus bin.

  12. #532
    Ich hab während meines Studiums (Wirtschaftswissenschaften) festgestellt, dass ein guter Abiturschnitt kaum Aussagekraft hatte, wer das Studium letzendlich bestanden hat.

    Der Klassiker, die Statistikklausur im ersten Semester hat auch keine geringe Anzahl an 1.x Abiturienten scheitern lassen.

    Im Medizinstudium gibt es bestimmt auch Klausuren, die Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen testen.

    Ich sehe den NC ähnlich wie BDraw auch verbesserungswürdig. Es entgehen einem vielleicht gute und talentierte Ärzte nur weil sie in Kunst oder Sport oder Religion nur ne 3 oder 4 haben.

  13. #533
    Schließe mich an, NC ist fürn Arsch. Und ja, von mir aus lasst jeden 4,0 Kandidaten studieren. Lieber durch Methoden aussieben, die nicht völliger Willkür unterliegen.

  14. #534
    Wer soll das denn alles bezahlen! (Und die sächsischen Kultus so: "Na, wenn das durchgeht, machen wir einfach alle medizinischen Fakultäten zu und Einstellungsstopp in allen medizinischen Einrichtungen. Kömmer alles in ein paar Jahren mit Seiteneinsteigern von der Abendschule aufstocken.")

  15. #535
    Zitat Zitat
    Umstrittene Pkw-Maut - Österreich will gegen Deutschland klagen

    Von Anfang an hatte Österreich die geplante Pkw-Maut auf deutschen Straßen kritisiert, nun will die Regierung Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einreichen. Die Gebühr diskriminiere ausländische Autofahrer. Das Bundesverkehrsministerium stellte bereits klar: "Die Maut kommt."

    Österreich will im Streit um die von Deutschland beschlossene Pkw-Maut vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) Klage einreichen. Diesen Schritt hatte die Regierung bereits Ende des vergangenen Jahres angekündigt.

    Die Gebühr sei diskriminierend, sagte der österreichische Verkehrsminister Jörg Leichtfried: "Das ist eine reine Ausländer-Maut." Und diese, so hatte es Leichtfried auch in der Vergangenheit schon mehrfach betont, sei nicht mit der Grundwerten der EU vereinbar.

    Steuersenkungen heben Kosten für Deutsche auf
    Die Maut, die ab 2019 auf deutschen Straßen gelten soll, sieht vor, dass deutsche Autobesitzer für die Fahrt auf allen Straßen zahlen. Je nach Wagen-Typ und Schadstoffausstoß kann sie bis zu 130 Euro kosten. Autofahrer aus dem Ausland müssen nur für die Nutzung der deutschen Autobahnen zahlen. Aber - und das ist Österreichs großer Kritikpunkt - dem deutschen Autofahrer sollen seine Kosten durch Steuersenkungen quasi ersetzt werden. Besonders umweltschonende Autotypen werden sogar besonders begünstigt. Die deutsche Regierung rechnet durch die Maut mit Einnahmen von bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr. Das Geld soll zweckgebunden in die deutsche Infrastruktur investiert werden.

    Auch in anderen Nachbarländern Deutschlands war die Maut auf immense Kritik gestoßen. Die Niederlande hatten ebenfalls eine Klage angedroht. Ein anderes Szenario sah ein Bündnis aus Österreich, den Niederlanden und Belgien vor, um gemeinsam gegen die Abgabe vorzugehen.

    EU äußert erst Kritik, gibt dann grünes Licht
    Und auch von der EU kam Widerspruch. Die Kommission sah durch das ursprünglich von der deutschen Regierung geplante Gesetz EU-Recht verletzt und drohte mit einem Verfahren gegen Deutschland. Doch nach einigen Änderungen im Maut-Gesetz, etwa der differenzierten Preisstaffelung für die Vignetten, die Fahrer aus dem Ausland kaufen müssen, ließ die EU ihre Bedenken fallen.

    Damit war der Weg frei und im März dieses Jahres gaben sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat grünes Licht für die Maut. Eigentlich war geplant, die Gebühr bereits ab 2015 zu erheben.

    Klage schiebt Maut nicht auf
    Die EU-Kommission habe die Augen bei der deutschen Pkw-Maut "fest zugedrückt" und es versäumt, für "Recht und Fairness" zu sorgen, kritisierte Verkehrsminister Leichtfried. Diese Aufgabe müsse nun Österreich übernehmen: "Ich kämpfe auch für eine Europäische Union, die eine Solidargemeinschaft ist."

    Daran, dass die Maut ab 2019 kommen soll, ändert sich aber erst einmal nichts. Doch Österreich zeigt sich überzeugt, mit seiner Klage Recht zu behalten. Ein Gutachten, das die österreichische Regierung in Auftrag gegeben hatte, stellte dem Rechtsverfahren gute Erfolgschancen in Aussicht.

    Noch ist offen, ob sich andere EU-Staaten der Klage anschließen. Tschechien entschied sich gegen eine Beteiligung, teilte das Verkehrsministerium in Prag mit. Zwar hatte auch Tschechien die Maut in der Vergangenheit als "nicht ganz fair" kritisiert, befürchtet jedoch zu sehr einen Einbruch des deutsch-tschechischen Verhältnisses. Deutschland ist Tschechiens wichtigster Handelspartner.

    Bundesverkehrsministerium: "Maut ist rechtmäßig"
    Das Bundesverkehrsministerium wies die Einwände gegen die Maut zurück. Die Gebühr sei rechtmäßig, betonte ein Ministeriumssprecher und verwies auf die Einwilligung vonseiten der EU. "Die Ausschreibungen für das Mautsystem laufen. Die Maut kommt." Daran ändere die Klage Österreichs nichts.

    Die SPD forderte hingegen, dass die Vorbereitungen für die Maut gestoppt werden sollen. Die Bundesregierung hatte bereits zwei Verfahren gestartet, in denen sich private Betreiberfirmen darum bewerben können, die Gebühr zu erheben und deren Zahlung zu kontrollieren. "Die Gefahr ist zu groß, dass ansonsten Millionen Steuergelder verbrannt werden", kritisierte nun der SPD-Fraktionsvize Sören Bartol.

    Quelle
    Genau, Deutschland soll sich mal ein Beispiel an Österreich nehmen, die haben schließlich auch keine Maut!
    Ich bin zwar auch gegen die Maut, aber die Begründung ist doch an den Haaren herbeigezogen. Oder wollen die Österreicher ernsthaft behaupten, dass sie nicht auch eine höhere KFZ-Steuer verlangen würden (oder sich meinetwegen das Geld auf irgendeine andere Art holen würden), wenn sie ihr "Pickerl" nicht hätten?

  16. #536
    Also als ausgesprochener Vielfahrer bin ich wirklich mal gespannt, ob das konstengünstiger ist oder wenigstens die Ausgaben im gleichen Bereich anzusiedeln sind. Glaub ich erst, wenn ich es wirklich erlebe. Würde mich nicht wundern. wenn dem autofahrenden Bürger dann noch mehr Geld aus der Tasche geleiert wird. Ohne Auto bist Du heutzutage ein Nichts. Das ist einfach so. Du bist dann vom ÖPNV und so vielen Faktoren des ÖPNV abhängig und selbst die bescheißen ja die Fahrgäste, die am Ende wirklich auf sie angewiesen sind mit sporadisch erhöhten Ticketpreisen...

    Und nein, die Bahnpreise, wenn ich mit Schu Schu oder Tuff Tuff fahren will, sind heute auch bei weitem nicht mehr normal. Mir wollte mal ein ehemaliger Kollege das Gegenteil weiß machen. Er gehört aber auch zu denen, die regelmäßig Erste Klasse fahren und sich Fernzüge für 30 km leisten können.

  17. #537
    Dass eine Autobahnmaut für deutsche Fahrer nicht teurer wird als das bisherige Modell fällt mir schwer zu glauben.

  18. #538
    Aktuell gehts mal nicht um die Wurst - sondern um den Döner:
    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...n-koennte.html
    Grüne und Sozialdemokraten auf EU-Ebene wollen einen Zusatzstoff verbieten (wegen Gesundheitsgefahren) der aktuell unbedingt benötigt wird zur Produktion der Dönerspieße.
    (Langfristig könnten sich vielleicht Alternativen finden, wer weiß.)

    Ich hoffe es wird nicht verboten oder mit langer Frist - aber auch dass die Dönerindustrie sich von sich aus um eine Alternative bemüht. Damit man bis irgendwann falls doch ein Verbot kommen sollte dne Stoff nicht mehr braucht.
    Wirkt ja lustig. Man könnte eigentlich unterstellen dass die Leute rechts wärn, weil es die Dönerproduktion trifft die nun mal von Muslimen betrieben wird meist. Immer witzig wenn solche Sachen dann mit Umweltschutz usw. was linksgrün auch ist zusammenfällt und es zu so komischen Sachen dann kommt dass Linksgrüne dann fast ein bissl rechts wirken.

  19. #539

    Lässt seine Sig im QFRAT an
    stars5
    Ich werf mal diesen Spiegelartikel zur Bevölkerungsentwicklung hier rein:

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1181018.html

  20. #540
    Das Jahr nähert sich dem Ende, also ist es mal wieder "XXX des Jahres"-Zeit:

    Zitat Zitat
    Das Wort des Jahres 2017 ist Jamaika-Aus. Diese Entscheidung traf am Mittwoch eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden. Sie thematisiert damit nicht nur die besonderen Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung, die sich nach der Bundestagswahl 2017 ergaben, sondern lenkt den Blick auch auf eine interessante Wortbildung: Nicht nur hat der Landesname Jamaika eine neue Bedeutung angenommen, sondern auch die Aussprache wurde eingedeutscht: Nachdem die englische Lautung »Dschamäika« bereits seit langem zu »Dschamaika« geworden war, hört man am Wortanfang anstelle von »Dsch« heute zunehmend auch ein »J« wie in »Jahr«. – Mit der Substantivierung das Aus wird umgangssprachlich auf das Ende, das Scheitern von etwas verwiesen; die Zusammensetzung Jamaika-Aus bringt somit prägnant den komplexen Sachverhalt ›Abbruch der Sondierungsgespräche für eine schwarz-gelb-grüne Koalition‹ zum Ausdruck.

    Auf Platz 2 wählte die Jury Ehe für alle. Nach einem Bundestagsbeschluss vom 30. Juni gilt seit 1. Oktober 2017 die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Die verkürzende und daher leicht falsch zu interpretierende Formulierung für alle deutet an, dass nach jahrelanger öffentlicher Debatte nun die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen in Deutschland erreicht ist. Das Wort Ehe hat dadurch eine Bedeutungserweiterung erfahren: Es bedeutet nicht mehr nur ›gesetzlich anerkannter Lebensbund zwischen Mann und Frau‹, sondern überhaupt ›gesetzlich anerkannter Lebensbund zwischen zwei Menschen‹.

    Das englische me too heißt auf Deutsch ›ich auch‹. Unter dem Hashtag #MeToo (Platz 3) lief ab Oktober 2017 eine Kampagne zur Anprangerung sexueller Übergriffe. Millionen von Frauen berichten seither unter diesem Schlagwort – ein Hashtag ist eine Markierung durch ein Doppelkreuz, die in sozialen Netzwerken dazu dient, bestimmte Inhalte leichter auffindbar zu machen – über eigene derartige Erlebnisse. Dadurch soll auf das Ausmaß des Problems aufmerksam gemacht werden.

    Mit der kryptischen Wortbildung covfefe (Platz 4) erregte Donald Trump Aufmerksamkeit. »Trotz der konstant negativen Pressemeldungen covfefe«, twitterte er im Mai 2017. Der 45. US-Präsident, der für politische Statements besonders gern den Kurznachrichtendienst nutzt und sich schon öfter dem Verdacht aussetzte, schneller tippen als denken zu können, hat sich dabei vermutlich einfach nur vertippt. Er erntete jedoch weltweit Hohn und Spott. Was er tatsächlich gemeint haben könnte, blieb ein Rätsel, das auch er selbst nicht auflöste. Die GfdS-Jury sah in covfefe das Symbol für den populistischen Politikstil dieser Tage: neumedial gestützte Informationsverknappung.

    Der Ausdruck Echokammer (Platz 5), auch Filterblase, Informationsblase, Informationskokon oder kommunikative Inzucht, steht für die Tatsache, dass leistungsfähige Algorithmen in den sozialen Netzwerken genauestens Bescheid wissen über alle von jemandem jemals geäußerten Vorlieben und Abneigungen und ihn auf dieser Grundlage gezielt mit einer Auswahl von Informationen versehen, inhaltlich anderes jedoch unterdrücken. Dadurch können Meinungen bestärkt und Ideologien verfestigt werden, weil man letztlich vor allem das zu hören oder lesen bekommt, was man selbst bereits gut und richtig findet.

    Platz 6 belegt der Ausdruck Obergrenze, mit dem die CSU monatelang die asylpolitische Debatte befeuert hatte. Sie forderte, maximal 200.000 Flüchtlinge pro Jahr aufzunehmen. Am Ende stand ein Kompromiss mit der Schwesterpartei CDU, wonach diese Zahl je nach Bedarf unter- oder auch überschritten werden kann: die flexible Obergrenze, auch atmender Deckel genannt.

    Mit dem Diesel-Gipfel (Platz 7) unternahm die Bundesregierung den Versuch, drohende Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu vermeiden. Diese sind besonders umweltbelastend. Auf zwei Spitzentreffen von Vertretern des Bundes, der Länder und der Kommunen wurde vereinbart, mehrere Milliarden Euro für die Investition in sauberere Dieselmotoren zur Verfügung zu stellen.

    Der Videobeweis (Rang 8), den es in anderen Sportarten schon seit langem gibt, wurde 2017 in die Fußball-Bundesliga eingeführt. Ein vierter Offizieller, der Videoassistent, kann aufgrund dessen per Funk mit dem Schiedsrichter Kontakt aufnehmen und seine Entscheidungen korrigieren. Doch die Regelung stieß auf Kritik, weil auch mit der neuen Technik Objektivität nicht zu erzielen ist.

    Als »Denkmal der Schande« (Platz 9) hat der AfD-Politiker Björn Höcke im Januar 2017 das Berliner Holocaust-Mahnmal bezeichnet. Die GfdS-Jury unterstützt mit dieser Wahl unter die Wörter des Jahres die öffentliche Debatte um rechtspopulistischen Sprachgebrauch, der mit gezielten Provokationen und Tabubrüchen die Grenzen des in der Politik Sagbaren systematisch zu verschieben versucht. Die Anführungszeichen sollen kenntlich machen, dass es sich um ein kritisches Zitat, nicht um eine zustimmende Übernahme des Ausdrucks handelt.

    Platz 10 belegt das aus dem Dänischen eingedeutschte hyggelig (dänisch hygge ›gemütlich, angenehm, nett‹), das ursprünglich im Zusammenhang mit skandinavischer Lebensart steht und in Deutschland mittlerweile für ein Lebensgefühl verwendet wird; es kann als Beleg dafür dienen, dass auch aus anderen Sprachen als aus dem Englischen Wörter ins Deutsche übernommen werden.

    Quelle
    Würde jetzt nicht sagen, dass das Dschamaika-Aus jetzt eine besondere Bedeutung für das Jahr hat (gescheiterte KoalitionsverhandlungenSondierungen über Koalitionsverhandlungen (so weit waren unsere Herren Politiker dann doch noch nicht) sind keine Erfindung des Jahres 2017), aber das könnte ich über die restlichen Plätze eigentlich auch sagen .

    Geändert von Liferipper (08.12.2017 um 11:30 Uhr)

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