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Thema: MSD#1 - Der News-Thread

  1. #261
    Es war schon unten irgendwo dort ein Link genannt zu einem Blog dieser Leute, auf dem die selber den Text veröffentlicht hatten, der diese Wörter enthielt.


    Aber mal was anderes:
    http://www.stern.de/digital/online/w...o-2106070.html

    Schon lustig, was der Händler da probiert. Vermutlich gehts ihm nur um Aufmerksamkeit. Dass er so viel Geld nicht kriegen sollte, müsste ja eigentlich klar sein. Selbst wenn er vom Gericht das alles zugesprochen bekäme hätte er noch Anwaltskosten und müsste das erst mal eintreiben lassen und es ist gar nicht klar ob der andere so viel Geld überhaupt hat.

    Aber dazu kommts sicher nicht. Wie in diversen Kommentaren auf verschiedenen Newsseiten einige schon anmerkten - aus den News auch ersichtlich - war die Bewertung des Käufers ja nicht beleidigend oder sonst irgendwie mit geschäftsschädigender Absicht. Er hat einfach seine Meinung gesagt. Und dass das Amazon-Konto des Verkäufers gesperrt wurde lag ja nicht bei ihm - das liegt ja an Amazon.

  2. #262
    Schon lustig, was so mancher Kriminalbeamter auf Twitter so von sich gibt:
    http://blog.fefe.de/?ts=ada1b56f

  3. #263
    Ach du Scheiße:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-12956858.html

    Und sowas von der SPD. Zum Glück entnimmt man den Kommentaren(und auch Kommentaren anderer Leser auf anderen Newsseiten die darüber berichten) dass es genügend Bürger gibt, die nicht so dämlich sind. Aber die SPD will wohl die nächste Partei sein, die ausm Bundestag fliegt - nach der FDP.

    Wenn man der Meinung, dass es keine Belastung für einkommensschwächere Haushalte darstellt - nur weil auf Einnahmen- und Ausgabenseite im Ende keine Mehreinnahmen rauskämen, dann sollte man sich überlegen, ob es nicht vielleicht an der Zeit wäre, sich aus der Politik zurückzuziehen.

    Schon peinlich wenn jemand aus der SPD so wenig sozial ist - vergisst man doch, dass die ach so billigen Lebensmittel("gigantisch billig") den größten Teil der Ausgaben bei den einkommensschwächeren Haushalten ausmachen. Mag im Schnitt vielleicht nicht so scheinen. Aber wer grad so mit dem Geld auskommt und damit hauptsächlich Lebensmittel kauft, die momentan vergünstigt sind bei der Mehrwertsteuer, der merkt halt dann nix von der Einsparung 19->16 sondern zahlt mehr weil die meisten Sachen dann 16 wären, vorher aber ermäßigt waren.

    Lieber mal sinnvoll die Ausnamen anpassen - die FDP hatte da mal vor Ewigkeiten drüber diskutiert, aber interessierte niemanden(Tiernahrung ermäßigt, irgendwelche Babyprodukte nicht - oder ähnlicher Schwachsinn).

  4. #264
    Ich weiß nicht, wo ich's sonst reinpacke, deshalb tu ich's hierhin.

    Die News: Ein m.E. ausgesprochen gutes und in seiner Darstellung differenziertes Interview ist erschienen im SPIEGEL. (Ja, ich konnte es anfangs selbst nicht glauben; und es geht auch noch um muslimischen Fundamentalismus!)

    Deutscher Rettungswagenfahrer in Saudi-Arabien: "Hör mal, dein Kind stirbt jetzt", Rainer Leurs für SPIEGELonline vom 10.06.2014, Ressort PANORAMA > Gesellschaft.
    Zitat Zitat
    Ein Jahr lang arbeitete Stefan Bauer als Rettungsassistent für den Roten Halbmond in Saudi-Arabien. Viele der Geschichten, die der Deutsche über diese Zeit erzählt, sind kaum zu ertragen - und bieten einen seltenen Einblick in eine abgeschottete Gesellschaft.
    Das Interview ist massiv interessant und informiert angemessen und differenziert. Ich glaubte schon fast, die Spiegel-Keule ausholen zu müssen, aber dann konnte ich nicht mal den Kursiv-Text diskreditieren, der eine sehr ausgewogene Diskussion der Aussagen vornimmt. Man hätte allein schon den guten Mann einfach reden lassen können, der sagt nämlich viel kluges Zeug in reflektierter, dabei aber genauso emotionalen Art und Weise, das allein hätte schon nen guten Beitrag gemacht; so erhält er noch sein Sahnehäubchen. Man sieht mich beeindruckt.

  5. #265
    Also die Saudis haben ihr Geld mit der ISIS gut angelegt.

    Numbers for 2013; 7681 operations, 4465 bombs/IED's planted, 1083 assassinations, 1047 kills by sniper, 537 car bombs, 160 suicide bombers.



  6. #266
    Zitat Zitat
    EuGH: Türken dürfen auch ohne Deutschtest einreisen

    Ausländer aus Staaten außerhalb der EU müssen Deutsch-Grundkenntnisse nachweisen, um zu ihrem Ehepartner in Deutschland ziehen zu können. Dagegen hat eine türkische Analphabetin geklagt. Jetzt hat ihr der Europäische Gerichtshof Recht gegeben.

    Türken, die zu ihrem Ehepartner nach Deutschland ziehen wollen, können dies künftig auch ohne Nachweis von Deutschkenntnissen tun. Der 2007 eingeführte Deutschtest als Voraussetzung des Ehegattenzuzugs sei nicht mit einem früheren Abkommen mit der Türkei vereinbar und erschwere die Familienzusammenführung. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem an diesem Donnerstag in Luxemburg verkündeten Urteil. (Az. C-138/13).

    Der in Frage stehende Deutsch-Sprachtest erschwerte seit Jahren den Nachzug ausländischer Ehepartner nach Deutschland. Denn Deutschland verlangt von Ausländern aus Nicht-EU-Staaten, die zu ihrem Ehepartner nach Deutschland ziehen wollen, den Nachweis „einfacher Deutschkenntnisse“.

    Seit 2007 erteilt Deutschland Visa für den Ehegattennachzug von sogenannten Drittstaatsangehörigen nur, wenn der nachzugswillige Ehegatte sich auf einfache Art mündlich und schriftlich auf Deutsch verständigen kann. Bei Drittstaatsangehörigen handelt es sich um Ausländer aus Staaten außerhalb der EU. Mit dem Sprachtest sollen Schein- und Zwangsehen erschwert und die Integration in Deutschland erleichtert werden. Damit der ausländische Ehepartner überhaupt nach Deutschland kommen kann, verlangt die Deutsche Botschaft für die Visaerteilung in der Regel ein Zertifikat des Goethe-Instituts über die Sprachprüfung A1 „Start Deutsch“.

    Unter schwierigen Umständen
    Doch der deutsche Sprachtest ist schon aus rein praktischen Gründen nicht einfach zu absolvieren. In vielen Staaten gibt es nur in der Hauptstadt ein Goethe-Institut, so dass nachzugswillige Ehepartner für den Deutsch-Kurs und den anschließenden Test dort erst einmal eine Unterkunft suchen und manchmal sogar ihre Arbeit aufgeben müssen“, sagt Hiltrud Stöcker-Zafari, Bundesgeschäftsführerin des Verbands binationaler Familien- und Partnerschaften. Bis dann der Sprachtest gemacht werden kann, vergingen oft Monate.

    „Ein Sprachtest im Ausland darf keine zwingende Voraussetzung für den Familiennachzug nach Deutschland sein“, forderte Stöcker-Zafari. Es sei sinnvoller und einfacher, dass erst in Deutschland die deutschen Sprachkenntnisse erworben und dann getestet werden. „Man will wohl auf diese Weise die finanzschwachen Ehegatten aus anderen Ländern von Deutschland fernhalten“, vermutet Stöcker-Zafari.

    Denn gerade bildungsferne oder finanzschwache, nachzugswillige Ausländer hätten häufig große Probleme, den Sprachtest zu bestehen. „Er ist gerade für Ausländer aus ganz anderen Kulturkreisen schwierig, da auch Begriffe abgefragt werden, die in dem Heimatland fremd oder unbekannt sind“, so Stöcker-Zafari.

    Analphabetin scheiterte am Test
    Im konkreten, vom EuGH nun entschiedenen Fall hatte eine Türkin geklagt, die zu ihrem in Deutschland lebenden Ehemann ziehen wollte. Die Deutsche Botschaft in Ankara hatte ihr ein Visum verweigert, weil sie als Analphabetin nicht über einfache deutsche Sprachkenntnisse verfügt. Die Frau sah damit ihr Recht auf Familienzusammenführung verletzt.

    Das Bundesverfassungsgericht hatte am 19. April 2011 noch entschieden, dass der Gesetzgeber für den Familiennachzug durchaus ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verlangen kann (AZ: 2 BvR 1413/10). Er habe hier einen weiten Gestaltungsspielraum. Selbst wenn die betroffenen Ausländer mit Hilfe eines Kurses nur rudimentäre Sprachkenntnisse erlangen, stelle dies einen „ersten Beitrag zur erwünschten Integration in Deutschland dar“.

    Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte ein gutes Jahr später, am 4. September 2012, im Fall einer Afghanin den Nachzug zum deutschen Ehepartner erleichtert (AZ: 10 C 12.12). Ausländische Ehepartner könnten nach einem Jahr auch ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse zu ihrem deutschen Ehepartner ziehen. Um dann dauerhaft in Deutschland bleiben zu dürfen, müssten sie allerdings nach ihrer Einreise Deutsch lernen, denn es gebe ein öffentliches Interesse, dass der nach Deutschland ziehende Ausländer über einfache Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. Dies diene der Integration, aber auch der Verhinderung von Zwangsehen.

    Quelle
    Wird langsam Zeit, an deutschen Schulen Deutsch als erste Fremdsprache einzuführen...

  7. #267
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Wird langsam Zeit, an deutschen Schulen Deutsch als erste Fremdsprache einzuführen...
    Deutschland könnte ja das damalgie Assoziationsabkommen auflösen und quasi de-ratifizeren. In jedem völkerrechtlichem Vertrag gibts ja auch Klauseln zum Auflösen des Vertages. Hätte das anderweitige Nachteile? (Mal abgesehen von diplomatischen^^)

  8. #268
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/po.../10229256.html
    Zitat Zitat
    Die Polizei hat am Wochenende neben der Parole "Jude, Jude, feiges Schwein" auch die Rufe "Kindermörder Israel" und "Kindermörder Netanjahu" rechtlich bei der Staatsanwaltschaft prüfen lassen. Ergebnis: Diese seien nicht einmal eine Beleidigung.

  9. #269
    Zitat Zitat
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  10. #270
    Paying Ransoms, Europe Bankrolls Qaeda Terror

    Zitat Zitat
    BAMAKO, Mali — The cash filled three suitcases: 5 million euros.

    The German official charged with delivering this cargo arrived here aboard a nearly empty military plane and was whisked away to a secret meeting with the president of Mali, who had offered Europe a face-saving solution to a vexing problem.

    Officially, Germany had budgeted the money as humanitarian aid for the poor, landlocked nation of Mali.

    In truth, all sides understood that the cash was bound for an obscure group of Islamic extremists who were holding 32 European hostages, according to six senior diplomats directly involved in the exchange.

    The suitcases were loaded onto pickup trucks and driven hundreds of miles north into the Sahara, where the bearded fighters, who would soon become an official arm of Al Qaeda, counted the money on a blanket thrown on the sand. The 2003 episode was a learning experience for both sides. Eleven years later, the handoff in Bamako has become a well-rehearsed ritual, one of dozens of such transactions repeated all over the world.

    Kidnapping Europeans for ransom has become a global business for Al Qaeda, bankrolling its operations across the globe.

    While European governments deny paying ransoms, an investigation by The New York Times found that Al Qaeda and its direct affiliates have taken in at least $125 million in revenue from kidnappings since 2008, of which $66 million was paid just last year.

    In news releases and statements, the United States Treasury Department has cited ransom amounts that, taken together, put the total at around $165 million over the same period.

    These payments were made almost exclusively by European governments, who funneled the money through a network of proxies, sometimes masking it as development aid, according to interviews conducted for this article with former hostages, negotiators, diplomats and government officials in 10 countries in Europe, Africa and the Middle East. The inner workings of the kidnapping business were also revealed in thousands of pages of internal Qaeda documents found by this reporter while on assignment for The Associated Press in northern Mali last year.

    In its early years, Al Qaeda received most of its money from deep-pocketed donors, but counterterrorism officials now believe the group finances the bulk of its recruitment, training and arms purchases from ransoms paid to free Europeans.

    Put more bluntly, Europe has become an inadvertent underwriter of Al Qaeda.

    The foreign ministries of Austria, France, Germany, Italy and Switzerland denied in emails or telephone interviews that they had paid the terrorists. “The French authorities have repeatedly stated that France does not pay ransoms,” said Vincent Floreani, deputy director of communication for France’s Ministry of Foreign Affairs.

    Several senior diplomats involved in past negotiations have described the decision to pay ransom for their countries’ citizens as an agonizing calculation: Accede to the terrorists’ demand, or allow innocent people to be killed, often in a gruesome, public way?

    Yet the fact that Europe and its intermediaries continue to pay has set off a vicious cycle.

    “Kidnapping for ransom has become today’s most significant source of terrorist financing,” said David S. Cohen, the Treasury Department’s under secretary for terrorism and financial intelligence, in a 2012 speech. “Each transaction encourages another transaction.”

    And business is booming: While in 2003 the kidnappers received around $200,000 per hostage, now they are netting up to $10 million, money that the second in command of Al Qaeda’s central leadership recently described as accounting for as much as half of his operating revenue.

    “Kidnapping hostages is an easy spoil,” wrote Nasser al-Wuhayshi, the leader of Al Qaeda in the Arabian Peninsula, “which I may describe as a profitable trade and a precious treasure.”

    The stream of income generated is so significant that internal documents show that as long as five years ago, Al Qaeda’s central command in Pakistan was overseeing negotiations for hostages grabbed as far afield as Africa. Moreover, the accounts of survivors held thousands of miles apart show that the three main affiliates of the terrorist group — Al Qaeda in the Islamic Maghreb, in northern Africa; Al Qaeda in the Arabian Peninsula, in Yemen; and the Shabab, in Somalia — are coordinating their efforts and abiding by a common kidnapping protocol.

    To minimize the risk to their fighters, the terror affiliates have outsourced the seizing of hostages to criminal groups who work on commission. Negotiators take a reported 10 percent of the ransom, creating an incentive on both sides of the Mediterranean to increase the overall payout, according to former hostages and senior counterterrorism officials.

    Their business plan includes a step-by-step process for negotiating, starting with long periods of silence aimed at creating panic back home. Hostages are then shown on videos begging their government to negotiate.

    Although the kidnappers threaten to kill their victims, a review of the known cases revealed that only a small percentage of hostages held by Qaeda affiliates have been executed in the past five years, a marked turnaround from a decade ago, when videos showing beheadings of foreigners held by the group’s franchise in Iraq would regularly turn up online. Now the group has realized it can advance the cause of jihad by keeping hostages alive and trading them for prisoners and suitcases of cash.

    Only a handful of countries have resisted paying, led by the United States and Britain. Although both these countries have negotiated with extremist groups — evidenced most recently by the United States’ trade of Taliban prisoners for Sgt. Bowe Bergdahl — they have drawn the line when it comes to ransoms.

    It is a decision that has had dire consequences. While dozens of Europeans have been released unharmed, few American or British nationals have gotten out alive. A lucky few ran away or were rescued by special forces. The rest were executed or are being held indefinitely.

    “The Europeans have a lot to answer for,” said Vicki Huddleston, the former United States deputy assistant secretary of defense for African affairs, who was the ambassador to Mali in 2003 when Germany paid the first ransom. “It’s a completely two-faced policy. They pay ransoms and then deny any was paid.” She added, “The danger of this is not just that it grows the terrorist movement, but it makes all of our citizens vulnerable.”

    A Letter Under a Rock

    On Feb. 23, 2003, a group of four Swiss tourists, including two 19-year-old women, woke up in their sleeping bags in southern Algeria to the shouts of armed men. The men told the young women to cover their hair with towels, then commandeered their camper van and took off with them.

    Over the coming weeks, another seven tour groups traveling in the same corner of the desert vanished. European governments scrambled to find their missing citizens.

    Weeks passed before a German reconnaissance plane sent to scan the desert floor returned with images of their abandoned vehicles. More weeks passed before a scout sent on foot spotted something white through his binoculars.

    It was a letter left under a rock.

    In messy handwriting, it laid out the demands of a little-known jihadist group calling itself the Salafist Group for Preaching and Combat.

    Armed with a few hunting rifles and old AK-47s, the kidnappers succeeded in sweeping up dozens of tourists over several consecutive weeks, mostly from Germany, but also from Austria, the Netherlands, Sweden and Switzerland. Though they planned the first few ambushes, they appear to have grabbed others by chance, like a pair of hapless 26-year-olds from Innsbruck, Austria, who were spotted because of the campfire they had lit to cook spaghetti.

    Beyond the initial grab, the kidnappers did not seem to have a plan. The only food they had was the canned goods the tourists had brought with them. The only fuel was what was in each gas tank. They abandoned the cars one by one as they ran out of fuel, forcing their hostages to continue on foot.

    A 47-year-old Swedish hostage, Harald Ickler, remembers being so hungry that when he found a few leftover Danish butter cookie crumbs, he carefully scooped them into the palm of his hand and then let them melt in his mouth.

    “Once they had us, they didn’t seem to know what to do with us,” said Reto Walther of Untersiggenthal, Switzerland, who was in one of the first groups to be grabbed. “They were improvising.”

    Despite the operation’s amateur nature, the jihadists had hit a soft spot. Almost none of the hostages had resisted, simply putting up their hands when they saw the gunmen. And although the Europeans outnumbered their captors, the hostages never tried to run away during what turned into a six-month captivity for some of them, and described the foreboding desert surrounding them as an “open-air prison.”

    Crucially, although the European nations had firepower superior to that of the scrappy mujahedeen, they deemed a rescue mission too dangerous.

    The jihadists asked for weapons. Then for impossible-to-meet political demands, like the removal of the Algerian government. When a 45-year-old German woman died of dehydration, panicked European officials began considering a ransom concealed as an aid payment as the least-bad option.

    “The Americans told us over and over not to pay a ransom. And we said to them: ‘We don’t want to pay. But we can’t lose our people,’” said a European ambassador posted in Algeria at the time, who was one of six senior Western officials with direct knowledge of the 2003 kidnapping who confirmed details for this article. All spoke on the condition of anonymity because the information remains classified.

    “It was a very difficult situation,” he said, “but in the end we are talking about human life.”

    ‘Not Just Normal Criminals’

    The exploits of the band of fighters in the Sahara did not go unnoticed.

    A year later, in 2004, a Qaeda operative, Abdelaziz al-Muqrin, published a how-to guide to kidnapping, in which he highlighted the successful ransom negotiation of “our brothers in Algeria.” Yet at the same time, he also praised the execution of the Wall Street Journal reporter Daniel Pearl, who was grabbed in Pakistan in 2002 and beheaded nine days later by Khalid Shaikh Mohammed, a senior Qaeda member believed to be one of the architects of the Sept. 11 attacks.

    Within a few years, there was a split within Al Qaeda, with the group’s affiliate in Iraq grabbing foreigners specifically to kill them.

    In Algeria, the kidnappers of the European tourists followed a different path.They used the €5 million as the seed money for their movement, recruiting and training fighters who staged a series of devastating attacks. They grew into a regional force and were accepted as an official branch of the Qaeda network, which baptized them Al Qaeda in the Islamic Maghreb. As kidnapping revenue became their main lifeline, they honed and perfected the process.

    By Feb. 2, 2011, when their lookouts in southern Algeria spotted a 53-year-old Italian tourist, Mariasandra Mariani, admiring the rolling dunes through a pair of binoculars, they were running a sleek operation.

    Her tour guide was the first to spot them, and screamed at her to run. As their cars sped toward her, she chugged cock to her nearby desert bungalow and locked herself inside. She could do nothing but sit frozen on the mattress as they broke down the door. They threw her in a waiting car, handcuffing her to the dashboard. Before they sped off, they made sure to place a rolled-up blanket next to her, so that the jihadist sitting next to her would not accidentally make contact with a woman.

    “Who are you?” she asked them.

    “We are Al Qaeda,” they replied.

    If previous kidnapping missions did not seem to have a thought-out plan, the gunmen who seized Ms. Mariani drove for days on what appeared to be a clearly delineated route. Whenever they were low on fuel, they would make their way to a spot that to her looked no different in the otherwise identical lunar landscape.

    Under a thorn bush, they would find a drum full of gasoline. Or a stack of tires to replace a punctured one. They never ran out of food.

    Ms. Mariani would later learn they had an infrastructure of supplies buried in the sand and marked with GPS coordinates.

    One afternoon they stopped just above the lip of a dune. The fighters got down and unfastened a shovel. Then she heard the sound of a car engine. Suddenly a pickup truck roared out. They had buried an entire vehicle in the mountain of sand.

    “It was then that I realized, these aren’t just normal criminals,” Ms. Mariani said.

    The Sounds of Silence

    Weeks passed before Ms. Mariani’s captors announced that they were going to allow her to make a phone call. They drove for hours until they reached a plateau, a flat white pan of dirt.

    Years earlier, their strategy for broadcasting their demands had been to leave a letter under a rock. Now they had satellite phones and a list of numbers. They handed her a script and dialed the number for Al Jazeera.

    “My name is Mariasandra Mariani. I am the Italian who was kidnapped,” she said. “I am still being detained by Al Qaeda in the Islamic Maghreb.”

    The Italian government scrambled to create a crisis unit, including a 24-hour hotline for the kidnappers.

    During her 14-month captivity, whenever the kidnappers felt that attention had flagged, they erected a tent in the desert and forced Ms. Mariani to record a video message, showing her surrounded by her armed captors.

    A total of 11 former hostages grabbed by Qaeda units in Algeria, Mali, Niger, Syria and Yemen who agreed to be interviewed for this article reported a similar set of steps in the negotiations, beginning with an imposed period of silence. Video messages and telephone calls were infrequent, often months apart. The silence appeared purposeful, intended to terrorize the families of the captives, who in turn pressured their respective governments.

    In the Italian village of San Casciano in Val di Pesa, Ms. Mariani’s 80-year-old mother stopped sleeping in her bedroom, moving permanently to the couch in front of the television. Her aging father would burst into tears for no reason. In France, the frantic brother of a hostage held for a year in Syria developed an ulcer.

    All over Europe, families rallied, pressuring governments to pay. Ms. Mariani was ultimately released, along with two Spanish hostages, for a ransom that a negotiator involved in her case said was close to €8 million.

    Qaeda Supervision

    The bulk of the kidnappings-for-ransom carried out in Al Qaeda’s name have occurred in Africa, and more recently in Syria and Yemen. These regions are thousands of miles from the terror network’s central command in Pakistan.

    Yet audio messages released by the group, as well as confidential letters between commanders, indicate the organization’s senior leaders are directly involved in the negotiations.

    As early as 2008, a commander holding two Canadian diplomats angered his leaders by negotiating a ransom on his own.

    In a letter discovered by this reporter in buildings abandoned by the jihadists in Mali last year, Al Qaeda in the Islamic Maghreb blamed the commander, Mokhtar Belmokhtar, for securing only the “meager sum” of €700,000 — around $1 million — saying the low amount was a result of his unwillingness to follow the instructions of the group’s leadership in Pakistan.

    In his last broadcast before his death in 2011, Osama bin Laden spoke at length about the case of four French citizens held by Al Qaeda in Mali, making clear that he was keeping close tabs on individual kidnappings.

    Hostages held as recently as last year in Yemen say it was clear the negotiations were being handled by a distant leadership.

    Atte and Leila Kaleva, a Finnish couple held for five months by Al Qaeda in the Arabian Peninsula in 2013, deduced this from the voluminous correspondence they saw being delivered to their captors.

    “There were lots of letters back and forth,” Mr. Kaleva said. “It was clear that they had a hierarchy, and they were consulting their leaders about what to do with us.”

    A Valuable Commodity

    In the dozens of kidnappings that Al Qaeda has carried out, the threat of execution has hung over each hostage, reinforced in videos showing the victim next to armed and menacing jihadist guards.

    In fact, only a minority of hostages — 15 percent, according to an analysis by The Times — have been executed or have died since 2008, several of them in botched rescue operations.

    The potential income hostages represent has made them too valuable to the movement. In a 2012 letter to his fellow jihadists in Africa, the man who was once Bin Laden’s personal secretary, and who is now the second in command of Al Qaeda, wrote that at least half of his budget in Yemen was funded by ransoms.

    “Thanks to Allah, most of the battle costs, if not all, were paid from through the spoils,” wrote Nasser al-Wuhayshi, the leader of Al Qaeda in the Arabian Peninsula. “Almost half the spoils came from hostages.”

    Mr. Kaleva realized his captors did not intend to kill him when he became ill with what he feared was a giardia infection, and his worried kidnappers immediately brought him medicine.

    When Ms. Mariani fell ill from violent dysentery in the burning sands of the Malian desert, a jihadist doctor hooked her up to an IV, nursing her back to health.

    Elsewhere in the Sahara, the jihadists trucked in specialized medication for a 62-year-old Frenchwoman who had breast cancer.

    “It was clear to us,” Mr. Kaleva said, “that we are more valuable to them alive than dead.”

    But hostages from countries that do not pay ransoms face a harsh fate.

    In 2009, four tourists were returning to Niger from a music festival in Mali when kidnappers overtook their cars, shooting out their tires. The hostages included a German woman, a Swiss couple and a British man, Edwin Dyer, 61.

    From the start of the negotiations, the British government made clear it would not pay for Mr. Dyer’s release. Al Qaeda’s North African branch issued a deadline, then a 15-day extension.

    “The British wanted me to send a message saying one last time that they wouldn’t pay,” said a negotiator in Burkina Faso, who acted as the go-between. “I warned them, ‘Don’t do this.’ They sent the message anyway.”

    Sometime after, the public information office of Al Qaeda in the Islamic Maghreb published a communiqué: “On Sunday, May 31, 2009, at half past seven p.m. local time, the British captive, Edwin Dyer, was killed,” it said. “It seems Britain gives little importance to its citizens.”

    The Swiss and German nationals held alongside Mr. Dyer were released after a reported ransom of €8 million was paid, according to one of the Swiss negotiators who helped win their release. The same year, lawmakers in Bern, the Swiss capital, voted on a national budget that “suddenly had an extra line for humanitarian aid for Mali,” the official said.

    Mr. Dyer was a British citizen, but he had spent the last four decades of his life in Austria, a country that pays ransoms. In his early 20s, he settled in the mountain village of Attnang-Puchheim, a one-hour drive from the home of an Austrian couple who were released in Mali a few months before Mr. Dyer was killed. Austria paid €2 million to the couple’s Qaeda captors, according to Ibrahim Ag Assaleh, a Malian parliamentarian who negotiated their release.

    In England, Mr. Dyer’s grieving brother, Hans, said his brother’s citizenship had cost him his life.

    “A U.K. passport is essentially a death certificate,” he said.

    Europe’s Outsize Role

    Negotiators believe that the Qaeda branches have now determined which governments pay.

    Of the 53 hostages known to have been taken by Qaeda’s official branches in the past five years, a third were French. And small nations like Austria, Spain and Switzerland, which do not have large expatriate communities in the countries where the kidnappings occur, account for over 20 percent of the victims.

    By contrast, only three Americans are known to have been kidnapped by Al Qaeda or its direct affiliates, representing just 5 percent of the total.

    “For me, it’s obvious that Al Qaeda is targeting them by nationality,” said Jean-Paul Rouiller, the director of the Geneva Center for Training and Analysis of Terrorism, who helped set up Switzerland’s counterterrorism program. “Hostages are an investment, and you are not going to invest unless you are pretty sure of a payout.”

    Mr. Cohen, the United States under secretary for terrorism and financial intelligence, said information gathered by the Treasury Department suggested that Al Qaeda may no longer want to kidnap Americans, a tectonic shift from a decade ago.“We know that hostage takers looking for ransoms distinguish between those governments that pay ransoms and those that do not, and make a point of not taking hostages from those countries that do not pay,” he said in a 2012 speech to the Chatham House think tank in London. “And recent kidnapping-for-ransom trends appear to indicate that hostage takers prefer not to take U.S. or U.K. hostages, almost certainly because they understand that they will not receive ransoms.”

    Western countries have signed numerous agreements calling for an end to ransom paying, including as recently as last year at a G8 summit, where some of the biggest ransom payers in Europe signed a declaration agreeing to stamp out the practice. Yet according to hostages released this year and veteran negotiators, governments in Europe — especially France, Spain and Switzerland — continue to be responsible for some of the largest payments, including a ransom of €30 million — about $40 million — paid last fall to free four Frenchmen held in Mali.

    A presidential adviser in Burkina Faso who has helped secure the release of several of the Westerners held in the Sahara said he routinely dealt with aggressive Western diplomats who demanded the release of Qaeda fighters held in local prisons in an effort to win the release of their hostages, often one of the additional demands kidnappers make.

    “You would not believe the pressure that the West brings to bear on African countries,” he said. “It’s you, the West, who is their lifeblood,” he said. “It’s you who finances them.”

    The suitcases of cash are now no longer dropped off in the capital of the respective country, he said.

    The official, who spoke on the condition of anonymity for security reasons, went on to describe how the money was transferred. European governments send an escort, he said, who travels with the money several hundred miles into the desert until the last safe outpost, usually leaving from Ouagadougou, the capital of Burkina Faso, or Niamey in Niger. The negotiator and his driver then continue driving all day, and sometimes all night, traversing a roller coaster of undulating dunes.

    Once the negotiator arrives at the meeting point, he waits until his satellite phone beeps with a text message. In the message is a pair of GPS coordinates.

    He drives another five to six hours until he reaches the new address in the sand and waits for the next text, containing another set of coordinates. The process is repeated a minimum of three times before the jihadists finally show themselves.

    The money is counted on a blanket on which the fighters sit cross-legged, their guns at their sides, the official said. The millions are then divided into stashes, wrapped in plastic and buried in holes hundreds of miles apart, a detail he was able to glean after repeated meetings with the terrorist cell. They mark the location on their GPS, keeping track of it just as they track their buried cars and fuel drums.

    The money is written off by European governments as an aid payment, or else delivered through intermediaries, like the French nuclear giant Areva, a state-controlled company that a senior negotiator said paid €12.5 million in 2011 and €30 million in 2013 to free five French citizens. (A spokesman for Areva denied in an email that a ransom had been paid.)

    In Yemen, the intermediaries are Oman and Qatar, which pay the ransoms on behalf of European governments, including more than $20 million for two groups of hostages released in the past year, according to European and Yemeni officials.

    Almost a year into her captivity in 2012, Mariasandra Mariani thought she could not take it anymore. Her captors were holding her in a landscape of black granite in northern Mali, which amplified the suffocating heat. When the wind blew, it felt as if someone were holding a blow dryer inches from her skin. She spent all day next to a bucket of water, sponging herself to try to keep cool.

    She told her guard that her modest family, which grows olives in the hills above Florence, did not have the money, and that her government refused to pay ransoms. Her captor reassured her.

    “Your governments always say they don’t pay,” he told Ms. Mariani. “When you go back, I want you to tell your people that your government does pay. They always pay.”
    Scheint billiger als Reisewarnungen zu sein.

  11. #271
    Zitat Zitat
    Das BKA will Zugriff auf die Mautdaten

    Wenn die Pkw-Maut eingeführt wird, entsteht auch eine riesige Datensammlung. BKA-Chef Ziercke fordert, die Daten für die Verbrechensbekämpfung zu nutzen. Der Datenschutz könnte zum Problem werden.

    Das Konzept für die Pkw-Maut ist da, und es will den Autofahrern das Leben leicht machen: Statt einer Vignette für die Windschutzscheibe soll die Mautgebühr elektronisch verbucht werden. Für die Kontrollen plant Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) – ähnlich wie bei der Lkw-Maut –, die Kennzeichen der Autofahrer elektronisch zu erfassen.

    So entsteht eine Datensammlung, die für Sicherheitsbehörden wertvoll sein kann. Nun fordert der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, die Nutzung von Mautdaten für die Verbrechensbekämpfung. "In besonderen Ausnahmefällen der Schwerstkriminalität halte ich es für sinnvoll, wenn wir Mautdaten für Ermittlungen nutzen könnten", sagte Ziercke der "Welt am Sonntag".

    Er sei sich sicher, "dass dies in bestimmten Fallkonstellationen zu einer schnelleren Täterermittlung führen würde". Das habe beispielsweise der Erfolg bei der Ermittlung des jahrelang gesuchten Autobahnschützen gezeigt. Der Lkw-Fahrer Michael K. war am vergangenen Donnerstag vom Landgericht Würzburg unter anderem wegen versuchten Mordes zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

    Erst kürzlich hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig das automatische Scannen von Autokennzeichen in Bayern für rechtens erklärt. Damit darf die Polizei dort mit stationären und mobilen Kameras weiter etwa acht Millionen Nummernschilder im Monat erfassen und abgleichen. Auch dieses Beispiel verdeutlicht, wie sehr die Daten von Verkehrsteilnehmern für Sicherheitsbehörden an Bedeutung gewinnen.

    Bedenken meldet der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz (VMK), Schleswig-Holsteins Ressortchef Reinhard Meyer (SPD), an. "Der Datenschutz bei Dobrindts Maut-Plänen ist ein großes Problem", sagte er der "Welt am Sonntag". Hier gebe es bisher kein Konzept. Wenn die Daten der Autofahrer auf den Fernstraßen erfasst werden, müsse klar sein, ob sie möglicherweise für andere Zwecke gespeichert werden. Meyer warnte: "Wenn die Daten nicht nur für die Abrechnung der Maut genutzt werden, werden das Autofahrer wohl kaum akzeptieren."

    Ab 2016 soll die sogenannte "Infrastrukturabgabe" für Pkw und Wohnmobile erhoben werden, nicht aber für Motorräder. Höchstens 130 Euro werden pro Jahr fällig, im Durchschnitt 74 Euro. Deutsche Fahrzeughalter sollen im Gegenzug zur Mautgebühr in gleicher Höhe bei der Kfz-Steuer entlastet werden, sodass die Einnahmen letztlich allein von ausländischen Fahrzeughaltern kommen würden.

    In der Frage, ob die EU-Kommission in Brüssel die Pläne akzeptieren muss, meldet sich erstmals der Autor eines bisher unveröffentlichten Gutachtens für das Bundesverkehrsministerium zu Wort: Der Bonner Staatsrechtler Christian Hillgruber begründet, warum er die Maut-Pläne für vollständig vereinbar mit dem EU-Recht hält. In einem Gastbeitrag für die "Welt" schreibt Hillgruber, dass EU-Ausländer in Dobrindts Konzept "nicht gegenüber inländischen Nutzern schlechtergestellt und mithin nicht diskriminiert" werden. Vielmehr werde nur der bisherige Vorteil eines Ausländers etwas gemindert.

    Quelle
    Tsk, tsk, tsk, wie ein Elefant im Porzellanladen... Nur weil jeder, der auch nur für fünf Minuten darüber nachdenkt, warum z.B. die Maut exklusiv für Deutsche auch auf Bundesstraßen gelten soll, obwohl die ja eh keine Mehrkosten durch die Maut haben sollen, es sich selbst erschließen kann, muss man die restlichen Idioten nicht auch noch mit Gewalt darauf aufmerksam machen, was der eigentliche Zweck dieser "Maut" ist...

  12. #272
    Zitat Zitat
    Notfallverhütung: EU-Kommission befreit Pille danach von der Rezeptpflicht

    In Zukunft können Frauen in Deutschland die Pille danach direkt in der Apotheke abholen - die EU-Kommission hat das Medikament Ellaone freigegeben. Ihre Entscheidung gilt europaweit.

    Lange hat sich die deutsche Bundesregierung dagegen gesträubt, die Pille danach von der Rezeptpflicht zu befreien. Jetzt hat die EU-Kommission ihr die Entscheidung abgenommen: In Zukunft können Frauen das Medikament Ellaone in der EU ohne ein Rezept in der Apotheke kaufen. Mit der Freigabe folgt die Kommission einer Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde (Ema) vom November. Das bestätigte eine Sprecherin der EU-Kommission gegenüber SPIEGEL ONLINE.

    Ellaone (Wirkstoff Ulipristalacetat) ist die neuere von zwei Pillen danach, die in Europa auf dem Markt sind. Nachdem sie 2009 zugelassen wurde, unterlag sie bislang in der EU der Verschreibungspflicht. Die Vorsichtsmaßnahme diente dazu, noch unbekannte Nebenwirkungen so gut wie möglich zu dokumentieren. Dieser Prozess ist aus Sicht der Ema abgeschlossen. Da Ellaone auf einen Schlag in der EU zugelassen wurde, gilt die Freigabe ebenfalls EU-weit.

    Anders ist es bei der Verschreibungspflicht der zweiten Pille danach auf dem europäischen Markt, der seit längerem etablierten Pidana mit dem Wirkstoff Levonorgestrel. Da sie in den EU-Ländern separat zugelassen wurde, obliegt es bei ihr auch den einzelnen Ländern, über die Rezeptfreigabe zu entscheiden. Während Frauen das Medikament etwa in Frankreich seit 1999 direkt in der Apotheke kaufen können, stemmte sich das zuständige Bundesgesundheitsministerium um CDU-Minister Hermann Gröhe bis zuletzt gegen die Freigabe. Auch das könnte die EU-Entscheidung jetzt ändern.

    Ellaone knapp doppelt so teuer wie Pidana
    Die von der Kommission freigegebene Ellaone ist fast doppelt so teuer wie die unter deutscher Rezeptpflicht stehende Pidana. Auch sonst haben beide Präparate Vor- und Nachteile: Während die Pidana spätestens 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr geschluckt werden muss, kann Ellaone bis zu 120 Stunden später eingenommen werden. Außerdem scheint Ellaone bei Frauen, die mehr als 75 Kilo wiegen, besser zu wirken als das ältere Präparat. Dafür existieren für sie weniger Daten zur Sicherheit.

    Beharrt das Gesundheitsministerium darauf, Pidana nicht freizugeben, hätten Frauen in der Apotheke keine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Präparaten. Für die deutlich länger etablierte Pidana bräuchten sie nach wie vor ein Rezept vom Arzt, während sie die neuere Ellaone vom Apotheker erhalten könnten. Ein paradoxer Zustand. Gröhe deutete jedoch bereits an, dass es so weit nicht kommen werde.

    "Unser Ziel ist es, auch weiterhin eine gute Beratung für beide Präparate aus einer Hand sicherzustellen. Wenn diese Beratung aufgrund einer Brüssler Entscheidung zukünftig nicht mehr zwingend durch einen Arzt vorgenommen werden muss, ist eine intensive Beratung auch in den Apotheken der richtige Weg", erklärte er im Hinblick auf die Ema-Empfehlungen zur Aufhebung der Rezeptpflicht von Ellaone. Eine Sprecherin erklärte jetzt gegenüber SPIEGEL ONLINE, dass der Inhalt der Äußerung noch immer Bestand habe.

    Das spricht für die Freigabe beider Pillen danach in Deutschland - und dagegen, dass die Bundesregierung mithilfe einer speziellen Richtlinie versuchen wird, sich über die Entscheidung der EU-Kommission hinwegzusetzen. Jetzt muss Gröhe Worten Taten folgen lassen, denn bei beiden Präparaten kommt es vor allem auf eines an: Dass sie nach der Verhütungspanne so schnell wie möglich geschluckt werden. Dies war auch einer der Hauptgründe der Ema, für eine Freigabe zu plädieren.

    Quelle

  13. #273

  14. #274
    Zitat Zitat
    Studie: Linksextreme Einstellungen sind weit verbreitet

    Wissenschaftler der Freien Universität Berlin präsentieren Ergebnisse eines Forschungsprojektes zu demokratiegefährdenden Potenzialen des Linksextremismus

    Linksextreme Einstellungen sind einer Studie von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin zufolge in Deutschland weit verbreitet. So kam in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Forschungsverbunds SED-Staat der Universität, bei der die Befragten Aussagen über Demokratie und Gesellschaft bewerten sollten, häufig eine kritische Haltung gegenüber der praktizierten Demokratie in Deutschland zum Ausdruck. In der Untersuchung wurden die Teilnehmer befragt, in wieweit sie verschiedenen Dimensionen eines linksextremen Einstellungsmusters zustimmten oder diese ablehnten. Das Muster und dessen Dimensionen hatten die Wissenschaftler zuvor herausgearbeitet. Die Forscher ermittelten auf dieser Basis, dass ein Sechstel der Gesamtbevölkerung (Westdeutschland: 14 Prozent; Ostdeutschland: 28 Prozent) eine linksradikale/linksextreme Grundhaltung hat. Dabei weisen vier Prozent ein nahezu geschlossenes linksextremes Welt- und Gesellschaftsbild auf, 13 Prozent stimmen überwiegend den jeweiligen Facetten eines linksextremen Einstellungsmusters zu.

    Die durchschnittliche Zustimmung zum Einsatz politisch motivierter Gewalt – sei es gegen Personen oder Sachen oder als Gegengewalt – gegen die als strukturell empfundene Gewalt „des Systems“ – lag in der Umfrage bei sieben Prozent. Von den als linksextrem eingestuften Personen befürworteten 14 Prozent Gewaltanwendung. Das für die Wissenschaftler erstaunlichste und für sie nicht zu erklärende Ergebnis ergab sich bei der Frage nach dem staatlichen Gewaltmonopol. Nur knapp die Hälfte sprach sich für seine Beibehaltung aus; 46 Prozent waren für seine Abschaffung.

    In der Umfrage hielten mehr als 60 Prozent der Befragten die Demokratie nicht für eine echte Demokratie, da die Wirtschaft und nicht die Wähler das Sagen hätten. Nahezu 50 Prozent konstatierten eine zunehmende Überwachung linker Systemkritiker durch Staat und Polizei, etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) befürchteten der Studie zufolge, dass Deutschland durch eine zunehmende Überwachung von Bürgern auf dem Weg in eine neue Diktatur sei.

    In dem mehrjährigen Forschungsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Initiative Demokratie Stärken“ ermittelten die Wissenschaftler des Forschungsverbundes SED-Staat unter anderem, was den heutigen Linksextremismus auszeichnet. Sie analysierten, in welcher Tradition er steht, über welche Themen linksextreme Aktivisten neue, jüngere Anhänger anwerben und wie verbreitet linksextreme Einstellungen in der Bevölkerung sind. Darüber hinaus ging es um die Einstellung zu politisch motivierter Gewalt, die nach Einschätzung von Experten für Linksextremisten eine besondere Rolle spielt. Für die repräsentative Umfrage wurden knapp 1400 Personen durch das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap befragt.

    Auf Basis der Auswertung von Selbstdarstellungen und Programmatiken typischer linksextremer Gruppen entwickelten die Wissenschaftler eine Skala des Linksextremismus, die die zentralen Dimensionen eines linksextremen Weltbildes misst. Die Trennlinie zwischen links, linksradikal und linksextrem ziehen die Wissenschaftler in dem Grad der Ablehnung der pluralistischen Demokratie. Während Linksradikale den Kapitalismus überwinden wollen, streben Linksextremisten an, die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören und den Staat zu zerschlagen; sie wollen die Revolution.

    Weitere Einzelergebnisse der Studie:

    • Ebenfalls weit verbreitet ist den Wissenschaftlern zufolge eine fundamentale Kritik an der Wirtschaftsordnung in Deutschland. Jeder Dritte stimmte der Auffassung zu, der Kapitalismus führe zwangsläufig zu Armut und Hunger. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) assoziierte Kapitalismus mit kriegerischen Auseinandersetzungen.
    • Die von Linksextremisten aufgestellte Behauptung, „Kapitalismus führt letztlich zu Faschismus“, bejahte etwa ein Sechstel (16 Prozent) der Bevölkerung; ein ähnlich großer Anteil der Befragten (18 Prozent) sah die Gefahr eines neuen Faschismus‘ in Deutschland. Knapp 30 Prozent (Ostdeutschland 35 Prozent; Westdeutschland: 28 Prozent) gaben an, sie könnten sich eine wirkliche Demokratie nur ohne Kapitalismus vorstellen.
    • Ein Fünftel der Bevölkerung (Ostdeutschland: 24 Prozent; Westdeutschland: 19 Prozent) hielt eine Verbesserung der Lebensbedingungen durch Reformen nicht für möglich und plädierte für eine Revolution.
    • Knapp 60 Prozent der Ostdeutschen und 37 Prozent der Westdeutschen hielten den Sozialismus/Kommunismus für eine gute Idee, die bisher nur schlecht ausgeführt worden sei, und 42 Prozent gaben an, dass für sie soziale Gleichheit aller Menschen wichtiger sei als die Freiheit des Einzelnen.


    Die von Linksextremisten verübten Gewalttaten haben nach Einschätzung der Wissenschaftler in den vergangenen Jahren stark zugenommen, insbesondere die Konfrontationsgewalt gegen tatsächliche oder vermeintliche Rechtsextremisten. Von den Sicherheitsbehörden veröffentlichte Daten ergeben eine für die Forscher erstaunliche Differenz zwischen politisch „links“ und politisch „linksextrem“ motivierten Gewalttaten. Etwa 30 bis 40 Prozent der Gewalttaten werden von sogenannten nichtextremistischen Linken verübt, darunter zahlreiche Brand- und Sprengstoffdelikte und Körperverletzungen. Die Wissenschaftler plädieren dafür, bei den Gewalttaten nicht mehr zwischen politisch „links“ und politisch „linksextrem“ zu differenzieren, sondern die Gewalttaten – anders als bisher geschehen – insgesamt darzustellen und aufzuschlüsseln.

    In jüngster Zeit zugenommen hat nach Einschätzung der Forscher das Wechselspiel zwischen radikaler demokratischer und extremer Linker; das Kräfteparallelogramm habe sich zugunsten der relativ gemäßigten, wenn auch radikalen Linken verschoben. Radikalen Linken gelang es demnach, in einigen Politikfeldern maßgeblichen Einfluss auf den linken Flügel und zum Teil auch auf die linke Mitte der Parteien und der Medien zu gewinnen. Wie Interviews mit ehemaligen Linksradikalen/Linksextremisten und linksaffinen Jugendlichen sowie die Ergebnisse der repräsentativen Befragung gezeigt hätten, sind – so die Forscher – die Trennlinien zwischen radikaler und extremer Linker schwer zu ziehen. Das linke Milieu biete gleichermaßen Schutz und Projektionsfläche für die extreme Linke.

    Der Begriff des Extremismus zur Kennzeichnung von politischen Strömungen jenseits des Verfassungskonsenses ist in Politik und Wissenschaft umstritten. Kritiker bemängeln eine politische Instrumentalisierung, die „links“ und „rechts“ gleichsetze und die die politische Mitte als alternativlos darstelle. Die Argumente für diese Position sind den Autoren der Studie zufolge weniger wissenschaftlich als politisch motiviert und begründet. Trotz einiger berechtigter Einwände gegen den Begriff Extremismus halten die Forscher an ihm in modifizierter Form fest, weil er aus Sicht einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft die Feinde von Freiheit und Demokratie unabhängig von ihren jeweils unterschiedlichen Inhalten und Zielen bestimme.

    Die Wissenschaftler plädieren nachdrücklich dafür, die linke Szene differenziert zu betrachten und nicht zu pauschalisieren, wie es ihrer Meinung nach häufig beim politischen und wissenschaftlichen Blick auf den Rechtsradikalismus/Rechtsextremismus geschehe. Die radikale Linke sei Teil des demokratischen Systems, die extreme Linke wolle hingegen den gegebenen Pluralismus und die demokratischen Grundrechte abschaffen und stelle sich bewusst außerhalb des Verfassungskonsenses. Ihre erklärten Ziele seien die Zerschlagung des freiheitlichen Rechtsstaates und die Überwindung der bürgerlichen Gesellschaft, konstatieren die Wissenschaftler.

    Die Ergebnisse des Projektes erscheinen am 23. Februar 2015 als Buch.

    Quelle
    Irgendjemand überrascht?

  15. #275
    Für mich zeigt das allem voran, dass Links und Rechts überholte Beschreibungskonstrukte sind, die vom essentiellen Punkt - nämlich der Unzufriedenheit durch wahrgenommene Missstände - ablenken. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Hälfte der Leute, die in der Studie als links klassifiziert werden, ebenso "gut" in einem Rechts-Test abgeschnitten hätten. Die Hälfte der im Artikel erwähnten Aspekte jedenfalls kannst du als Rechtsradikaler ähnlich beantworten.

  16. #276
    @ Cipo
    Witzig das wollte ich auch gerade schreiben. Wenn man die gleiche Studie in Richtung rechts durchgeführt hat, wird man so einige ideologische Überschneidungen bei den radikalen und den extramistischen linken und rechten finden können. Die Ablehnung des Kapitalismus bspw. ist nämlich beiden Gruppen eigen. Nur die zugrunde liegenden Denkmuster sind dann andere. Generell muss man aber sagen, dass die Ablehnung des Kapitalismus inzwischen kaum mehr als Identifikationsmerkmal von links und rechts taugt sondern schon in der Gesellschaft selbst angekommen ist. Wobei ich auch glaube, dass die meisten Menschen den Kapitalismus auch nicht primär als eine gute Sache verstehen, sondern als ein bisher noch alternativlos effizientes System, das auch seinen Nutzen hat. Bietet ihnen eine bessere Version davon an oder bietet ihnen eine genauso bekömmliche Alternative und das System ist erledigt.

    Allerdings halte ich die Teilung nach wie vor für sinnvoll, denn schließlich sind die jeweiligen Zielvorstellungen und Erklärungsmuster nicht dieselben.

  17. #277
    Ich würde links und rechts nicht unbedingt an Idealvorstellungen festmachen (die sind im Prinzip gleich: alle sind happy, alles läuft bestens, halt je nach Verständnis der Begriffe auf andere Art) sondern auf die jeweilige Problematik beziehen. Bei jedem Problem wird es einen gefühlten linken und einen gefühlten rechten Weg geben, der jeweils andere Interessensgruppen/Wertvorstellungen begünstigt. Diese können auch wieder variieren und es kann durchaus sein, dass die rechten auf einmal eine Methode unterstützen, die traditionell links ist und umgekehrt. Ist durchaus sinnvoll, die Probleme von mindestens zwei Perspektiven zu betrachten aber ob es unbedingt immer die aufgeladenen Wörter links und rechts sein müssen kann man mMn durchaus hinterfragen.

    Zum Kapitalismus noch: er wird zwar (bei den extremeren Ausprägungen) von beiden mit Skepsis betrachtet aber aus unterschiedlichen Gründen. Von den linken, weil er sich gefühlt gegen die Bedürfnisse der Menschen (oder eher ihrem Verständnis davon) stellt und von den rechten, weil gefühlt die Chefetage für's andere Team spielt. Letztere verfolgen damit einen etwas existenzialistischen Ansatz.

  18. #278
    Theorie:
    Menschen mit gehobenem Wohlstand haben keine größeren Sorgen als den möglichen Verlust ihres Wohlstandes, weshalb der etwas dümmere Anteil der wohlhabenden Bevölkerung das Wirtschaftssystem verteufelt, dem wir es zu verdanken haben zu den paar % Menschen mit dem größten Wohlstand zu gehören.

  19. #279
    Zitat Zitat
    Knapp 60 Prozent der Ostdeutschen und 37 Prozent der Westdeutschen hielten den Sozialismus/Kommunismus für eine gute Idee, die bisher nur schlecht ausgeführt worden sei, und 42 Prozent gaben an, dass für sie soziale Gleichheit aller Menschen wichtiger sei als die Freiheit des Einzelnen.
    Woah. Da bekommt man ja Angst.Ich will nicht bestreiten,dass es Ausbeuter auf der Welt gibt,welche vor allem in Drittweltländern die Perspektivlosigkeit der Leute ausnutzen um sie für einen Hungerlohn arbeiten zu lassen. Aber,dass bei uns jeder die Chance auf eine ausreichend Ausbildung hat um einen Beruf zu erlernen von dem er leben kann, gehört ebenfalls zur Wahrheit. Wer diese Chance wegwirft und deshalb nur eine Wirtschaftsleistung von 3 € die Stunde hat, darf nicht flennen,dass das hier unfair wäre und die bösen Leute,die viel verdienen,weil sie sich angestrengt haben, schuld sind. Für mich zeigt die Studie,dass viele Leute nicht erkannt haben,wie hoch eigentlich hier ihr Lebensstandart ist und das man sich auch den erstmal erarbeiten muss. Und wer sich permament weniger anstrengt der kann eben nicht das gleiche haben,wie einer der sich permanent viel anstrengt. Ich glaube da haben viele Leute mit durchschittlichen oder geringem Gehalt mitgemacht,die die Schuld für ihre Situation bei den Leuten suchen die mehr verdienen und dem System. Und jetzt wollen sie halt auch mehr haben,aber ohne mehr dafür zu leisten.
    Ich hab zu jedem der Anfang 20 ist und meckert immer gesagt:"Ja dann bilde dich doch fort oder mach dein Abi und studier auch wie ich etc.", da kam immer nur ,"Nee.Es ist alles ne riesen Verarschung. Die Reichen zocken uns ab."

    Wenn mir überlege,dass es eine Lebensaufgabe ist ein scheiss Reihenhäusschen mir 5x3.5 Meter Garten abzuzahlen, in dem man nicht mal beliebig Bäume fällen darf und auf welches das Kind noch Steuer zahlen soll,obwohl ich eigentlich mit meinem Eigentum machen kann was ich will,da stellen sich mit die Nackenhaare auf,wenn die Leute in dieser Studie sagen,dass ihnen die Gleichheit vor der Freiheit geht. Was ein Albtraum. Würd ich nicht meine Heimat mögen,wär ich in den USA. Aber wenns so weiter geht und sich diese kommunistischen Horrorvisionen verwicklichen,dann überleg ich mir echt hier abzuhauen.

  20. #280
    Zitat Zitat von noRkia Beitrag anzeigen
    Und wer sich permament weniger anstrengt der kann eben nicht das gleiche haben,wie einer der sich permanent viel anstrengt.
    Ich finde jemand, der sich in Deutschland nicht anstreng hat verglichen mit anderen Ländern schon verdammt viel. Aber es geht ja nicht um Ungleichheit, es geht darum, dass die Spitze der Einkommenpyramide zu spitz ist. Die Menschen wünschen sich, dass die Form global gesehen so bleibt und Deutschland weiter hin sehr wohlhabend ist und vom Konsumkapitalismus auf Kosten der ärmeren Länder profitiert, wollen aber mehr von dem was die noch Reicheren haben.

    Das ist ungefähr so wie eine Piratencrew, die plündert, raubt und brandschatzt und alle finden das cool, nur dass der Kapitän ein bischen mehr bekommt ist unmoralisch!

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