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  1. #1
    Für mich selber wäre eine Abtreibung nie in Frage gekommen, allerdings hätte ich auch von der Elternseite her Unterstützung gehabt und wäre daher nie allein im Regen gestanden. Bei mir ist es eher umgekehrt: Ich hätte ganz gern eins gehabt, aber leider ist daraus nichts geworden.

    Abtreibung ist mit Sicherheit ein äußerst belastender Eingriff, den die meisten Frauen (außer ganz gefühlskalte) wohl nicht so leicht wegstecken. Das mit dem Mord ist für mich so eine relative Sache: An hat sich ja auf die 3 Monatsfrist geeinigt, eben WEIL der kleine Mansch da noch in einem Entwicklungsstadium ist, bei dem man annimmt, dass es erst an der Grenze zum Menschlichen ist. Die philosophische Grundsatzdiskussion zu diesem Thema ist ja allseits bekannt, ich werde sie hier nicht lösen können, neige aber eher zu der Ansicht, dass die Seele des Kindes noch nicht so eng mit dem Körper verbunden ist, dass sie allzu großen Schaden erleidet.

    Ein Aspekt ist für mich sehr wichtig zu diesem Thema:
    Er betrifft die Abtreibung an sich, die es schon immer gegeben hat, seit es Menschen gibt und die es auch immer geben wird, solange sich die menschliche Zivilisation nicht grundlegend ändert (daran wird kein auch noch so missionarischer Abtreibungsgegner etwas ändern können).
    Es stellt sich für mich daher nicht die Frage: Abtreibung ja oder nein? Sondern die Frage, ob man Frauen, die sich für eine Abtreibung entscheiden als Kriminelle behandeln will, oder nicht.
    Im ersten Fall verbiete man Abtreibungen gänzlich und überlasse diese Frauen ihrem Schicksal, denn sie sind ja selbst schuld, wenn sie entweder mit einem Kind, für das sie sich nicht reif genug fühlen, verelenden oder aber mit großer Wahrscheinlichkeit verbluten, oder aber Schaden davontragen in dem verbrecherischen Versuch, die ungewollte Frucht in ihrem Leibe zu beseitigen.
    Die Väter bleiben bei dieser Frage ganz außen vor, die können ihren Begierden zu oft folgenlos nachgeben, weil sich viele Frauen nicht in zusätzliche Schande begeben wollen, indem sie den Kindsvater zur Unterhaltspflicht heranzuziehen versuchen.

    Hat man im zweiten Fall Verständnis für diese Frauen, wird man versuchen, den Schaden zu begrenzen, die Verzweifelten seelisch aufzufangen und denjenigen, die keine andere Lösung für sich sehen, als das Kind abzutreiben, diesen Vorgang wenigstens soweit erleichtern, dass keine Gefahr für Leib und Leben besteht. Auf diese Weise ergibt sich auch der Nebeneffekt, dass sich einige Frauen, die im Untergrund einsam zum Kleiderbügel gegriffen hätten, die Ruhe zum Nachdenken finden und sich vielleicht mit ein bisschen Hilfe von außen doch für ihr Kind entscheiden, oder es zumindestens austragen wollen.

    Es ist vollkommen klar, dass es in unserer Gesellschaft nicht nötig sein sollte ein Kind abzutreiben.
    Dass dem nicht so ist, kann man meiner Meinung nach nicht einfach leichtfertig allein den betroffenen Frauen anlasten, da sollte die gesamte Gesellschaft in die Pflicht genommen werden, die trotz gegenteiliger Beteuerungen in den Kindern eine lästige Bürde sieht und nicht eine Bereicherung für die Zukunft, für die sich alle gleichermaßen mit Freude einsetzen.

  2. #2
    Zitat Zitat von Tigerlily
    Es stellt sich für mich daher nicht die Frage: Abtreibung ja oder nein? Sondern die Frage, ob man Frauen, die sich für eine Abtreibung entscheiden als Kriminelle behandeln will, oder nicht.
    Ich würde eine Frau die ihr Kind abtreibt niemals als Kriminelle hinstellen.
    Auch wenn sie über 35 ist und nur abtreibt weil sie lieber karriere machen will. denn ist sie für mich keine kriminelle sondern eine karrieregeile bitch, die auch noch mit ihrem chef ins bett geht, weil es ihrer karriere sicherlich nich schaden kann. solche frauen würde ich zutiefst verurteilen.
    aber ich veurteile keine, die unter 18 ist und noch in der schule oder lehre ist. weil die jenige hat für mich in meinen augen, denn schon einen wirklichen grund und zwar den, dass sie ihrem kind kaum etwas bis garnichts bieten kann und sie von anderen leuten abhängig ist, von denen sie nicht mehr länger abhängig sein möchte.

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