Nun, ich bin in der Frage auch sehr unentschieden. Ich lehne Abtreibungen generell eher ab, da sie eine recht willkürliche Reaktion auf oft selbstverschuldete "Probleme" sind. Dennoch sind sie zu ambivalent, um sie pauschal zu verurteilen oder gutzuheißen.
Das Recht auf Selbstbestimmung gestehe ich z.B. gerne ein, aber wenn man durch mangelnde Verhütung eine ungewollte Schwangerschaft auslöst, hat man selbst schon im voraus versagt und kein wirkliches Vorrecht, sich durch die Tötung ungeborenen Lebens wieder der Verantwortung zu entziehen. Bei einer Vergewaltigung könnte ich seelische Belastungen ja verstehen, die mit dem Austragen und Aufziehen eines Kindes verbunden sind, aber aus rein egoistischen Gründen (Finanzen, Vorrang für Ausbildung, Freizeit etc.) verachte ich Abtreibende zutiefst.
Eine gesetzliche Ächtung ist absolut impraktikabel, aber ich hätte keinerlei Probleme, die betroffene Person bei erwiesenermaßen eigennützigen Motiven und mangelnder Vorsorge gesellschaftlich zu "brandmarken". Sorry, aber ich verachte nun mal Menschen, sie sich aus einer solchen Situation durch Abwägung nur für das eigene Wohl entscheiden.

Und wegen der Insektenproblematik Dhans, die durch Erntemaschinen getöteten Insekten werden nicht gezielt getötet, sondern ihr Tod hingenommen, um einem mehr oder weniger höheren Ziel zu dienen. Selbst wenn wir die Insekten konsequent bei der Ernte schützen würden, würden wir immer noch die Pflanzen töten (weswegen ich Vegetarier BTW als Heuchler empfinde, denn zu töten ist unausweichlich).
Ein abgetriebenes Kind wird jedoch ohne einen direkten Nutzen getötet, die Rechtfertigung besteht immer nur darin, dass es für die Abtreibende Person oder ihr Umfeld aus seelischen, sozialen etc. Gründen besser wäre. Die Abtreibung hätte sich jedoch vermeiden lassen, das Töten für Nahrung ist Teil eines Grundbedürfnisses.