Der Dritte leblose Soldatenkörper sank wie ein nasser Sack zu Boden und bildete unter sich eine Lache aus Blut; der Kampf hatte nicht lange gedauert und keiner der Soldaten war in der Lage gewesen, auch nur einen Schuss abzufeuern, um enventuell vielleicht noch die restlichen Verfolger zur Hilfe zu rufen.
Das Blut war am schwarzen, flammenförmigen Stahl abgeperlt und hatte eine kleine Pfütze am Boden hinterlassen, wohin er die Spitze der Klinge gerichtet hatte. Mit einem kurzen Hieb in die Luft nahm das Schwert wieder seine ursprüngliche Form an und glitt lautlos und geschmeidig in die Schwertscheide zurück, die dann unter dem schwarzen Mantel verschwand.
Drei waren nun ausgeschaltet, fehlten eigentlich nur noch 2; eigentlich, denn während des kurzen Kampfes war DJ n aufgefallen, dass weitere Personen das Gebäude betreten hatten und es somit wieder mehr geworden waren. Anscheinend hatte irgendjemand ihnen seine volle Aufmerksamkeit geschenkt; eine Ehre, die der Blondschopf lieber zweifelnd ablehnte und über eine rasche Flucht nachdachte. Dieser Junge - Phil war sein Name, so glaubte sich DJ n zu erinnern - war eindeutig ein Rebell, denn sonst hätte die Dark Ministry keinen Grund gehabt, ihn in die Luft zu jagen. Vielleicht kannte er einen Unterschlupf der Rebellen, in dem sie sich verbergen konnten, bis sich die ganze Lage zumindest etwas entspannt hatte; obwohl selbst dieses "etwas entspannt" eher utopisch, denn realistisch war. In der Stadt tobte ein Krieg, den es so bald wie möglich zu beenden galt. DJ n spürte, wie mit jedem Moment ein Leben nach dem Anderen erlosch.
Wütend ballte er die Faust und ein kleiner Staubwirbel bildete sich um ihn; er musste endlich lernen, seine Gefühle nicht gleich in Energieausbrüche zu entladen, das würde ihn irgendwann noch einmal in große Schwierigkeiten bringen, dessen war er sich sicher.
Mit einem Sprung durch das Loch in der Decke war er wieder in dem Loft in der Etage über ihm und rannte durch die dunklen Gänge zum Raum, in dem er den Jungen Mann zurück gelassen hatte.
Gerade, als DJ n die Tür öffnete, vernahm er gleich das scharfe Geräusch, das eine Waffe beim Durchladen von sich gab; ein Blick auf Phil sagte dann schließlich, dass diese Waffe in der Hand des Rebellen lag und auf ihn zielte. "Jetzt unterhalten wir uns mal, denke ich..." brummte der junge Mann und bedeutete dem Blondschopf mit dem Katana unter dem Mantel, sich zu setzen...