-
Moderator
Ich hab mich jetzt auch in die Platte reingehört. Ich kann nicht sagen, dass ich enttäuscht bin, die Lieder sind großartig, das gleich vorweg. Aber das Album an sich zeigt einige Schwächen, wie ich finde.
Erst einmal der Anfang - "Ich sang die ganze Zeit von dir" ist die erste Single, ich mag es nicht, wenn diese dann auch noch der erste Track auf der CD ist. Zudem ist es meiner Meinung nach kein Song, mit dem man dieses Album beginnen sollte, da würden einige andere Songs auf der Platte besser passen, zum Beispiel "Was den Himmel erhellte" oder "Norden der Welt".
Dann die Lieder - sie haben alle recht wenig Text, sind ungefähr gleich schnell, sind irgendwie von der Art her recht ähnlich. Wie gesagt, das bedeutet für die Songs im Einzelnen nichts Schlechtes, allerdings hätte es dem Gesamtbild irgendwie besser getan, wenn da mehr Abwechslung wäre. Wenn man das ganze Album auf einmal hört, kommt es einem vor, als hörte man eine Hymne nach der anderen, so viel "New Yoooohrk" und "das lustiger wäääär" irgendwie.
Dazu kommt noch, dass für mich bisher noch diese gewissen Stellen fehlen, für die man das Album dann einfach liebt. Ich habe "Hinter all diesen Fenstern" nicht wegen dem Ende von "Die Schönheit der Chance" geliebt, sondern wegen dem "fahfahfah fafafa fahfah" in "Von Gott verbrüht". Oder den Aussagen "das war eine Mischung aus Angst und Bier, die dich trieb weiterzugehn" und "damals als wir Chancen hatten
blieben wir für Jahrzehnte stehen".
"Eine sonnige Nacht" liebe ich nicht so sehr wegen den Texten, obwohl diese genauso toll sind wie gewohnt (auch die Texte vom neuen Album sind großartig). Da waren es die Instrumente, verrückterweise, obwohl Tomte ja eigentlich immer mehr Wert auf die Musik legen, wie Thees betont. Trotzdem, beim vorletzten Album waren zwischendurch kleine Gitarrenparts, keine Soli, aber gewisse Melodien, die man nicht mehr aus dem Kopf gekriegt hat - oder ein elektronischer Ton bei "Passt zu meinem Kalender" (wenn ich mich recht erinnere), der unglaublich gut in die Stimmung des Liedes gepasst hat. Oder natürlich das großartige "Mit dem Mofa nach England", das ruhige und schnelle Instrumental-Teile hervorragend mit leisem und wildem Gesang verbunden hat.
Um mal zu einem Ende zu kommen...
Fazit: Das neue Album ist ein Haufen großartiger Songs mit einer positiven Grundstimmung, dem der richtige Aufbau zwar nicht unbedingt fehlt, aber dessen Aufbau besser hätte sein können. Einige der Lieder sind definitiv größer als jemals zuvor.
Berechtigungen
- Neue Themen erstellen: Nein
- Themen beantworten: Nein
- Anhänge hochladen: Nein
- Beiträge bearbeiten: Nein
-
Foren-Regeln