Das ist schon misslich, wenn irgendetwas das Konzept über den Haufen zu werfen droht. Ist es denn zwingend notwendig, dass sich Dein Spiel absolut akkurat an den bisherigen (teils widersprüchlichen) archäologischen Funden orientiert? Und kannst Du Fund- und Überlieferungslücken nicht einfach mit eigener Fantasie zukleistern?
Ein Spiel vor historischem Hintergrund anzusiedeln, ist an sich eine sehr schöne Möglichkeit, eine glaubwürdige Atmosphäre an das eigene Projekt zu binden. Falls man aber beginnt, vor jedem einzelnen kleinen Spielschritt erst einmal alles auf unbedingteste Stichhaltigkeit und Quellennähe zu überprüfen, läuft man Gefahr, sein Spiel mit einer Hausarbeit zu verwechseln.
Mach doch einfach kein Lernprogramm, sondern stattdessen ein schönes, abwechslungsreiches Unterhaltungsspiel. Der Keltenhintergrund wird ganz sicher seine Anhänger finden. Und ich glaube, wenn Du überlegst, wie man ein paar Druidenzauber realisieren könnte, macht Dir das Ende auch mehr Spaß, als über späteisenzeitliche Siedlungs- und Kultverhältnisse in Irland zu räsonieren.
Ich bin übrigens sehr neugierig auf "Keltenrabe" geworden. Und lass den Namen bloß, wie er ist. Er hat Klang.