wow, hatte ganz vergessen wieviel spaß das macht

hier is schon wieder eins, und nicht dass ihr auf falsche gedanken kommt ich habe das ding noch nicht fertig und werfe euch immer nur ein paar bröckchen vor, nein ich schreibe gerade wieder, so wie früher eben


19

Vincent schloss die Tür hinter sich und lehnte seinen erschöpften Körper mit dem Rücken an die Tür. Er atmete tief ein und wieder aus. Er musste hier weg, das wusste er. Er hatte zu oft die Blicke von Hojo auf sich gezogen, doch was sollte er tun? Er musste Nell hier raus bekommen. Nachdem er ihre Akte durchforscht hatte, wusste er wo sie wohnte und die Vergangenheit ihrer Eltern war ihm nun auch bekannt.
Dass sie tot waren, war ihm zwar nicht klar, doch er vermutete es. Die Augen der Kleinen sprachen für ihn Bände. Er öffnete die Tür noch einmal und sah durch einen Spalt auf Nell. Sie lag ganz ruhig da und schlief. Vielleicht könnte er ihr ihre Eltern nicht ersetzen doch er wollte sie zu sich nehmen. Nicht aus reiner Menschenliebe, er hatte ein schrecklich schlechtes Gewissen. Er arbeitete auch in dieser Tötungsmaschinerie und belieferte Hojo wie ein Hund mit allem was er wollte. Das musste aufhören, dessen war er sich sicher.
Er schloss die Tür wieder und verschloss sie mit seiner Karte.
Nachdenklich wandelte er den Flur entlang und überlegte wie er es schaffen sollte sich selbst und eine traumatisiertes Mädchen aus diesem Hochsicherheitstrakt herauszubekommen, noch dazu waren sie direkt in Midgar und es würde nicht leicht werden die Stadt zu verlassen. Doch er war ein Turk und würde es sicherlich schaffen... mit etwas Glück versteht sich.
An der nächsten Gabelung ging er links. Es war ihm gar nicht klar wo er hinging, er ging eben und dachte dabei nach. Wieder eine Gabelung und wieder links. Wenn er so weitermachen würde, ginge er im Kreis also die Nächste rechts. Es wurde mit einem Mal dunkel, er blieb stehen. Der Korridor in dem er sich befand ging leicht bergab und es waren keine Lichtquellen zu sehen. Der Fußboden war nun auch nicht mehr so klinisch rein wie sonst im Labor. Vincent spürte, dass er hier noch nie war und dass es gerade jetzt für ihn wichtig war, diesen Weg zu Ende zu gehen. Es war kein Zufall, dass er hier angelangt war.
Für gewöhnlich glaubte er nicht an solches Zeug wie Schicksal oder Vorsehung... es gab einfach Momente in denen sein Glaube keine Rolle mehr spielte und sich seine Gefühle verselbstständigten. In solch einer Phase hatte er auch diesen Mann getötet. Er hatte es sehr clever angestellt ihn mit einer Substanz zu töten, so hinterließ er keine Spuren. Das war wirklich klug von ihm gewesen.
Erschrocken über seine kühlen Gedanken versuchte er nicht mehr daran zu denken und fuhr mit der Erkundung des unbekannten Abschnittes fort.
Sein Fuß stieß gegen eine Wand. Schon wieder eine Abzweigung? Doch diesmal ging es nur nach rechts. Es ging nun steiler bergab.
„Mittlerweile bin ich schon 5 Minuten nur in eine Richtung gegangen.... Und ich bin nun 5 Jahre bei den Turks. Ich habe 5 Jahre lang mein Leben der Vernichtung anderer Leben gewidmet. Wieso fällt mir das erst jetzt auf?“
Jetzt konnte er gar nichts mehr sehen. Das Licht von oben war verschwunden. Er nahm eine kleine grüne Kugel aus der Tasche, verschloss die Hand um sie und säuselte „Blitz!“. Er öffnete die Hand wieder und der gesamte Gang war wieder hellerleuchtet. Ein Surren hallte durch den Korridor. Eine kleine blau-weiße Kugel tanzte um ihn herum.
Wirklich glücklich konnte er darüber aber nicht sein. Die Wände waren nun nicht mehr von Metall verdeckt sondern man sah Steine und Erde. Auf dem Boden lag noch eine Platte die den Weg wohl leichter begehbarer machen sollte.
Vincent beschlich das Gefühl, dass er nicht hier sein sollte und durfte, jedenfalls würde es genug hohe Tiere geben, denen das hier nicht gefallen würde. Sein Gefühl, dass er das tun müsse wurde nur noch dadurch bestärkt.
Trotz des Kugelblitzes konnte er das Ende des Ganges immer noch nicht sehen, er würde wohl noch ein ganzes Stückchen laufen müssen. Aber das war es ihm wert.
Sein Gang war nun schneller. Er vergaß darauf zu achten, dass man seine Schritte nicht hörte. Sein Poltern hallte auch einige Meter hinter ihm noch, es war ihm egal.
Vincent spürte, dass er nicht mehr weit weg war.
Der Weg bog wieder ab. Die dunkle Gestalt im Anzug rannte um die Ecke..... allerdings nicht unbemerkt.
An der Decke bewegte sich etwas, das Vincent nicht sofort erkannte. Es nahm ihn ins Visier – und schoss. Einmal, zweimal, dreimal. Die Schüsse waren kaum zu hören, ein Schalldämpfer blitzte im Licht des Kugelblitzes. Drei Kugeln flogen aus einem kalten schwarze Lauf durch die Luft.
Vincent Pupillen erweiterten sich ruckartig. Er drehte sich um sich selbst und machte einen Schritt nach rechts. Weitere Schüsse folgten: Wieder drei. Vincent sprang nach Vorne und vollführte eine Luftrolle. Die surren der Kugeln erreichte sein Ohr. Die Selbstschussanlage musste sich neu justieren. Kaum gelandet drehte sich Vincent und zog seine Waffe. Er richtete sie nach oben. Sie zielte wieder auf ihn, sie bewegte sich nicht mehr. Er konnte in den Lauf sehen. Er krümmte seinen Finger. In diesem Moment bewegte sich die Kugel in den Lauf. #

Ein Schuss.