So, ich sitze gerade leicht gelangweilt asn einem PC in der Schule und versuche einen kleinen Film zu machen. Das gute ist, er braucht kein wirkliches Thema. Das schlechte ist, ich will ein Thema.

Seltsam wie leicht es immer ausschaut, wenn man sich die Dokumentatioonen über diverse Filme oder Lieder ansieht. Man denkt sich automatisch, die Ideen müssen den Machern ja nur so um die Ohren fliegen und dass sie asich kaum noch retten könnten vor genialen Einfällen. "Hehe, so schwer kann das ja nicht sein..." dachte ich mir und schnappte die Kamera, wild entschlossen, einen Streifen zu machen, der gut und gerne als genial tituliert werden kann.

Draussen waren es angenehme +5 Grad, der Schnee entdeckte gerade die Innenseite meiner Stoefel und der Himmel war blau, als ich bemerkte, dass ich komplett Ideenlos irgendwo im nirgendwo stand und mich nur noch gut eine Woche von einer weiteren 6 in dem Fach trennten. -.-

Wo zum Teufel bleiben die Ideen? >_>

Nun, ich hatte Ideen, ziemlich gute sogar. Nur ohne das nötige Budgee und die eine oder andere Wundermaschiene aus Hollywood und etwas mehr Zeit, waren sie schlecht, bis gar nicht zu machen. Also fing ich an, Vogelhäuser und Bäume aufzunehmen. Hab ich schon erwähnt, dass ich am Arsch der Welt wohne und hier nur eine Strasse ist, die erwähnt werden muss? >_> Der nächste Ort ist 8 km entfernt und besteht zu 90% aus alten Menschen, die man hier aufgrund des fehlens eines besseren Ausdrucks einfach mal als Rentner und Senioren genannt werden. Wenn man die Strasse in die entgegensetzte Richtung fährt, findet man erstmal gar nichts. Nach einer Weile findet man immernoch nichts und irgendwann bemerkt man, dass man ebensogut in der sybirischen Tundra sein könnte und es würde dich kaum überraschen.

Doch plötzlich findet man sich in einer kleinen "Stadt" wieder, die, im gegensatz zu meinem Wohnort, das blühende Leben verkörpert. Oder naders: während Bidalite (da wohne ich) gerade versucht den Urschlamm der Evolution von den Stiefeln zu kratzen und zu scheuern, wird in Torsås (das blühende Leben) die Entdeckung des Wiederverschliessbarengefrierbeutels gefeiert.

Und jetzt versucht einen monumentalen Film zu drehen, der die gesammtheit des Chaos in der menschlichen Psyche auf eindrucksvolle Weise widerspiegelt in Relation mit dem unweigerlichen Kapitalismus im Hinblick auf die horrenden Preise des Benzins und des daraus resultierenden erruptiven Wahns der Ottonormalverbraucher.

Genau, man filmt einige Teelichter und Kerzen im Wind und nimmt dazu die mitreissende Stimme von Sir Elton John, wie er in die Tasten haut und einen weiteren Megahit geschickt bei der Beerdigung der Prinzessin der Herzen vermarktet. Man mixe alles auf der Stufe "Feinpüriert" und giesse es in eine lauwarme Form aus Gusseisen. Bei Umluft und 250 Grad 3 min 51 sek backen lassen und fertig. Mein Film...

Sowas nenn ich Brainstorming und stimulation der geistigen Stimuli. >_>