mascot
pointer pointer pointer pointer

Ergebnis 1 bis 20 von 54

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Zitat Zitat
    Mh es handelt sich wohl weniger um Gefährten deiner subversiven Geisteshaltung.
    Das Problem ist, dass man bei übermässigem Konsum sehr passiv wird und irgendwie eine Menge vom Leben verpasst. Und mit diesem "Verpassten" sind nicht mal unbedingt gesellschaftliche Pflichten gemeint, sondern ganz einfach Dinge, die man selber gern mal gemacht hätte.
    aber dagegen sage ich doch gar nichts!
    ich hab immer das gefühl, überlesen zu werden;_; *needs a big hug*

    Die Droge ist doch nicht daran schuld, das sie übermässig konsumiert wird, schuld ist der, der sie übermäßig nimmt. darum bin ich doch gerade für eine bessere aufklärung, aber ich bin ebena uch der meinung, das drogen einem durchaus gutes tun können (der meinung muss man nicht sein, ich hab die erfahrung gemacht, deshalb seh ich das so). und gerade canabis wird zu schnell verteufelt, nur weil ein paar kids sich nicht zurückhalten können (weil sie nicht darüber aufgeklärt worden oder eifnach nicht gelernt haben, sich zurückzuhalten.)

    Wenn sich jemand umbringt, ist niemals die droge schuld. das ist immer eine sache, an der derjenige selber schuld ist. wenn jemand denkt er könnte fliegen, es aber nicht testet, bevor er aus dem fenster springt ist er ein verdammter idiot, sorry.
    wer weiß, ob die psychose nicht doch ausgebrochen wäre? genug menschen haben psychosen, die sie in den tot treiben, das hat in den seltensten fällen was mit drogen zu tun, das kann ja wohl nun niemand abstreiten. und zu sagen "Er hat gekifft, das hat ne psychose ausgelöst, darum hat er sich umgebracht" ist ein jämmerlicher erklärungsversuch, weil einem selber nichts mehr einfällt.


    ich habe einen freund gehabt, der an heroin gestorben ist. aber - er war vorher bereits auf dem besten weg, sich fertig zu machen, hat sein zimmer zu hause angezündet und solche dinge, ist dann nach berlin abgehauen, hat auf der strasse gelebt, kam mit drogen in kontakt. am ende hat er sich ne überdosis gesetzt. seine eltern fande gedichte und zeichnungen von ihm, die bevor er starke drogen nahm geschrieben wurden, und die bereits darauf hingewiesen hätten, hätte er sie jemandem gezeigt. in diesem fall war heroin ein weiter schritt in den abstieg,oder eine konsequenz desselben. aber kann man nun sagen, heroin hätte ihn umgebracht? seine mutter (die die beste freundin meiner mutter ist) sagt "ja". ich sage "nein". ich bin keinesfalls für eine verharmlosung von drogennebenwirkungen, aber ich bin genauso gegen eine überspitzende "aufklärung".

  2. #2

    Amaurosis fugax Gast
    Zitat Zitat von es
    cannabis ansich ist nicht gefährlich, sondern der konsum in der falschen umgebung und der falschen verfassung. [...]
    Die Droge ist doch nicht daran schuld, das sie übermässig konsumiert wird, schuld ist der, der sie übermäßig nimmt. [...]
    Wenn sich jemand umbringt, ist niemals die droge schuld. das ist immer eine sache, an der derjenige selber schuld ist. darum bin ich doch gerade für eine bessere aufklärung, und gerade canabis wird zu schnell verteufelt, nur weil ein paar kids sich nicht zurückhalten können (weil sie nicht darüber aufgeklärt worden oder eifnach nicht gelernt haben, sich zurückzuhalten.)
    Du meinst, dass die Droge an sich nicht schuldig ist, sondern sich in einem bestimmten Wirkungsgeflecht negativ auswirken kann. In einem anderen Wirkungsgeflecht kann sie sich möglicherweise auch positiv auswirken. Deshalb kann man nicht behaupten, dass die Droge schuld ist.

    Aber wenn man "schuldig sein" nur noch auf Sachen anwenden kann, die an sich schuldig sind, dann verliert das Wort seine Bedeutung. Der Satz "der Tsunami ist schuld daran, dass ich meine ganze Familie verloren habe" wäre dann auch nicht mehr zulässig, da der Tsunami an sich ja nicht schuldig ist, der entsteht einfach im Meer irgendwo und hat nicht die böse Absicht, eine Familie zu töten. Was kann man dann überhaupt noch als "schuldig" bezeichnen? Also, was ist schon an sich schuldig?

    Die Frage läuft darauf hinaus, ob nur handelnde Subjekte (also z.B. derjenige, die sich für die Droge entschieden hat) als "schuldig" bezeichnet werden dürfen. Ich glaube nicht, denn tatsächlich wird das Wort "schuldig" nun einmal auch für die wichtigsten Teile im Wirkungsgeflecht gebraucht, die zum Resultat beigetragen haben - so wird der Tsunami und im andern Fall auch das Cannabis halt als (mit)schuldig bezeichnet. Dies ist der alltägliche Gebrauch des Wortes, und diesen Gebrauch sollte man bei der Definition des Wortes berücksichtigen.

    Du sagst weiter, dass die staatliche Drogenaufklärung besser informieren sollte, damit man auch genau weiss, wofür man sich entscheidet. Die Drogenaufklärung soll weniger einseitig sein, denn einseitige Information wirkt nicht glaubwürdig. Damit bin ich einverstanden.
    Zitat Zitat
    aber ich bin ebena uch der meinung, das drogen einem durchaus gutes tun können (der meinung muss man nicht sein, ich hab die erfahrung gemacht, deshalb seh ich das so).
    Du sagst ja selbst, Drogen können einem Gutes tun. In einer solchen Situation kann man ja auf jeden Fall behaupten, dass es unter anderem der Droge zu verdanken ist, dass es mir jetzt besser geht.

    Andererseits können Drogen einem auch Schlechtes tun. Und in einer solchen Situation kann man parallel dazu auf jeden Fall behaupten, dass es unter anderem der Droge zuzuschreiben ist, dass es mir jetzt schlechter geht.

    Verstehst du? Natürlich hat sich der Drogenkonsument selber für die Droge entschieden und ist deswegen auf jeden Fall schuldig, und trotzdem kann die Droge zumindest als mitschuldig bezeichnet werden - auch wenn sie an sich nur da ist. Und zwar, weil sie in einem negativen Wirkungsgeflecht wesentlich mitgewirkt hat, das zur Psychose und schlussendlich zum Selbstmord geführt hat.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •