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Thema: Ein depressive Gedicht

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  1. #1
    Es bietet aber guten Diskussionsstoff, denn ich muss dir leider widersprechen: Du gehst davon aus, das die physischen Schmerzen schlimmer sind als die seelischen. Ich denke oft ist die psychische Pein die größere, doch in keinem Fall sollte ein Freitod zugelassen werden. Der Betroffene ist durch den plötzlichen Schmerz sicher verwirrt und verzweifelt, gerade deswegen sollte er nicht die volle Entscheidungsgewalt haben. Selbst wenn man die Schmerzen nicht heilen kann, so kann man lernen mit ihnen zu leben.

    Nebenbei gesagt bin ich zwar religiös veranlagt, trotzdem ist das Denken für mich bloß ein Ablauf chemischer Prozesse. An eine Seele im religiösen Sinne glaube ich nicht. Für mich ist der Tod etwas endgültiges. Gerade deshalb sollte man die einem gegebene Zeit nutzen.

  2. #2
    Zitat Zitat von Cyberwoolf
    Es bietet aber guten Diskussionsstoff, denn ich muss dir leider widersprechen: Du gehst davon aus, das die physischen Schmerzen schlimmer sind als die seelischen. Ich denke oft ist die psychische Pein die größere, doch in keinem Fall sollte ein Freitod zugelassen werden. Der Betroffene ist durch den plötzlichen Schmerz sicher verwirrt und verzweifelt, gerade deswegen sollte er nicht die volle Entscheidungsgewalt haben. Selbst wenn man die Schmerzen nicht heilen kann, so kann man lernen mit ihnen zu leben.

    Nebenbei gesagt bin ich zwar religiös veranlagt, trotzdem ist das Denken für mich bloß ein Ablauf chemischer Prozesse. An eine Seele im religiösen Sinne glaube ich nicht. Für mich ist der Tod etwas endgültiges. Gerade deshalb sollte man die einem gegebene Zeit nutzen.
    gings dir eigentlich schonmal so richtig schlecht? und damit mein ich keine erkaeltung, auch keine kleine beule nein so schlecht das dus kaum ausgehalten hast? mir ging es fuer einen sehr kurzen zeitraum so und wenn ich daran denke das es leute geben soll, die sowas ihr leben lang aushalten muessen, dann sind in meinen augen alle, die dieser person das sterben verwehren, ahnungslose idioten die aber dann wenn es ihnen genausogeht vermutlich auch um den tod betteln.

    du bist doch sicher auch der meinung, dass man das leben geniessen soll. denk mal dran was fuer einen genuss solche menschen am leben haben.

    Geändert von nudelsalat (07.11.2005 um 22:50 Uhr)

  3. #3
    Zitat Zitat von Cyberwoolf
    Es bietet aber guten Diskussionsstoff, denn ich muss dir leider widersprechen: Du gehst davon aus, das die physischen Schmerzen schlimmer sind als die seelischen. Ich denke oft ist die psychische Pein die größere, doch in keinem Fall sollte ein Freitod zugelassen werden. Der Betroffene ist durch den plötzlichen Schmerz sicher verwirrt und verzweifelt, gerade deswegen sollte er nicht die volle Entscheidungsgewalt haben. Selbst wenn man die Schmerzen nicht heilen kann, so kann man lernen mit ihnen zu leben.
    Und was soll das bringen? Künstliches Am-Leben-Gehalten-Werden nur um des Lebens willen, obwohl es für den Patienten doch viel angenehmer wäre, zu sterben? Versteh mich nicht falsch, ich stimme dir zu, dass man nicht allzu leichtsinnig mit dem Leben umgehen soll, aber wenn jemand bis an sein Lebensende an's Krankenbett gefesselt ist und jeden Tag schreckliche (physische) Qualen leidet - was hat das Leben dann noch für einen Sinn? Eigentlich nur noch den, möglichst schnell den Schmerzen ein Ende zu bereiten, und das geht nunmal am besten mit Euthanasie. Und ich denke dass es durchaus genug Menschen gibt, die sich dessen, was sie damit vorhaben, bewusst sind und einsehen dass es das Beste für sie ist.

  4. #4
    Zitat Zitat von Cyberwoolf
    Du gehst davon aus, das die physischen Schmerzen schlimmer sind als die seelischen. Ich denke oft ist die psychische Pein die größere, doch in keinem Fall sollte ein Freitod zugelassen werden.
    Sag das mal, wenn Du ein Krebsgeschwür im Körper hast, was Dir Jahre lang dermaßen Schmerzen bereitet, daß Du ohne Morphium nicht mehr in der Lage bist zu schlafen. Du kannst nicht mehr aus dem Krankenhausbett aufstehen, weil Laufen viel zu schwierig geworden ist und selbst um auf die Toilette zu gehen mußt Du jedes Mal eine Schwester rufen. Ja, ich hab so einen Fall aus nächster Nähe miterlebt und seither halte ich Euthanasie zwar immer noch für falsch, aber nicht mehr für verwerflich, wenn es um so eine Situation geht und kann Menschen, die derart leiden und dem ein Ende setzen wollen, vollends verstehen.

    Der Unterschied zwischen psychischen Schmerzen und physischen Schmerzen ist nämlich immer noch, daß psychische Schmerzen in erster Linie im Kopf stattfinden (ich könnte auch "in der Einbildung" sagen, aber das klingt so abwertend) und geheilt werden können, wenn man es selber nur will. Im Klartext: man kommt über alles hinweg mit der Zeit. Physische Schmerzen, die aber wissenschaftlich gesehen niemals mehr aufhören werden, sind folglich das entschieden größere Leid.

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