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Thema: Ein depressive Gedicht

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Gut, vom Inhalt selber vielleicht nicht das Gelbe vom Ei, aber was man im übertragenden Sinne und auf der pragmatischen Ebene aus dem Ding rausholen kann, ist schon interessanter.
    Betrachtet man mal viele Gedichte, die von Amateuren im Internet geschrieben werden, so findet man natürlich in so gut wie allen die unerfüllte Liebe als primäres Thema. Warum, sei dahingestellt. In letzter Zeit (wobei, eigentlich schon recht lange) kristallisiert sich jedoch diese depressive Art heraus, die im seichten Fall Hoffnungslosigkeit und Vereinsamung als Lösung des Problems anbietet, bei den Extremfällen mündet es in Selbstmord. Diese Tendenz zu Depressivität ist meiner Meinung nach total zum Kotzen. Entschuldigt die Ausdrucksweise, aber so sehe ich das. Gerade da sticht der Hintergedanke von diesem Gedicht überraschend hervor. Denn mal abgesehen davon, daß es letzendlich eine andere Schiene fährt, wie auch der Titel "Choose Leben" schon sagt, ist die Ironie, mit der an der Thema herangegangen wird, sehr erfrischend.

    Wenn man sich mal die klassische Romantik vornimmt, beziehungsweise die Thematik dieser, dann erkennt man ähnliche Ideale. Verlorene Liebe, Sehnsucht und den ganzen Kauderwelsch. Wenn man sich etwa Heinrich Heine als Beispiel nimmt, der durchaus ironisch an das Thema Romantik herangegangen ist (ich empfehle jedem, "Das Fräulein stand am Meere" zu lesen), erkennt man vom Hintergedanken hier bei N3ck etwas ähnliches. Mir würde nie einfallen, ihn mit Heine gleichzusetzen, da fehlt noch eine ganze Menge, aber vor allem die Idee ist die selbe. Und ob der extremem Depriwelle, die in der Internetgedichtszene herrscht, finde ich die ironische Abhandlung des Themas ziemlich gut.

    Zitat Zitat von Mopry
    @Ne3ck
    Ich erkenne da kein Gedicht drin.
    Kanns sein das du dich damit etwas geirrt hast?
    Weil's sich nicht reimt? Weil die Verse ungleichlang sind? Moderne Lyrik achtet nunmehr aufs Versmaß. Und wenn man N3cks Gedicht mal durchgeht, dann erkennt man da einen Trochäus.

  2. #2
    Zitat Zitat von Ranmaru-kun
    Gut, vom Inhalt selber vielleicht nicht das Gelbe vom Ei, aber was man im übertragenden Sinne und auf der pragmatischen Ebene aus dem Ding rausholen kann, ist schon interessanter.
    Allein dieser ironische Wechsel der Anwendung der Rasierklinge (=razor blade) vom möglichen Mittel des Selbstmords (=suicide) zu einem völlig regulären Alltagsgegenstand mit dem sich der Protagonist lediglich rasiert führt den unaufmerksamen Leser galant in die Irre. Der Übergang von der depressiven Stimmung in die Bejahung zum Leben gelingt mit dieser raffinierten Taktitk nahezu perfekt.

    Nur schade, das du durch deinen Sprachstil das ganze in den Sand setzst!

    Zitat Zitat von M-P 5
    dein schreibstil mag zwar ...uhm... anders sein, aber nicht gut.
    Waite nur up! In einigen few zehn years wird jeder so speaken!

    Daher mein Tipp:
    Lass dich in darauf spezialisierten Instituten einfrieren und in fünfzig Jahren wieder auftauen, wenn die Welt für diese Sprachanwendung weit genug entwickelt ist um dann mit deinen Literarischen Meisterleistungen Weltruhm zu erlangen

    Creativity has you!

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