Mit diesem Thema wurden wir gerade heute konfrontiert. Einer unserer Lehrer ist gestern über Nacht von einem Herzanfall dahingerafft worden. Hinzu kommt, dass er erst 47 Jahre alt und an der ganzen Schule sehr beliebt wegen seiner offenen Art war. Kein Wunder, dass die Schule und vor allem das Lehrerkollegium sehr geschockt über diesen Verlust waren.

Es wurde sich natürlich gefragt, wie man den nun damit umgehen sollte. Vor dem Sekretariat wurde ein Kondolenzbuch aufgestellt, in das sich jeder der wollte eintragen konnte, die Unterstufenklassen haben reihenweise Bilder von ihm gemalt, mit Abschiedsgrüßen darauf, die SMV hat die Schülersprecher herumgeschickt um Spenden für eine gemeinsame Todesanzeige und einen großen Kranz zu sammeln.

Heute Morgen haben dann die Religionslehrer zusammen mit einigen Schülern eine Trauerfeier auf die Beine gestellt, mit Zitaten des Lehrers und einigen Bibelpassagen, anschließend hat jede Klasse Tulpenzwiebeln in ein Beet gesetzt, als Zeichen dafür, dass aus dem Tod (in Form einer verrunzelten Zwiebel, so die Lehrer) auch neues Leben erblüht.

Wenn solche Rituale dem Willen des Verstorbenen gerecht werden, bin ich auf jeden Fall dafür. Aber das wichtigste was in meinen Augen zählt, ist dass man an den Verstorbenen denkt. Das man es zeigt ist wichtiger, als wie man es zeigt.