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Thema: [ALT] Alter Kram

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Ich hette da mal ne frage kann man auch dinge posten die nicht im Vorbesprechungs raum waren? Vielicht sowas wie der Post von baumlentin in der Abwesenheitsliste (ich konnte erst nach er halben stunde aufhoren zu lachen). Oder das Smashen und Bashen?

  2. #2
    du kannst alles hier reinsetzen, was du denkst, dass es würdig ist, reingesetzt zu werden .

    Deshalb ist er ja erstellt worden.

  3. #3
    Zitat Zitat
    Post von Red Dragon
    Eine mysteriöse Gestalt wanderte durch ein steiniges Tal. Diese Gestalt war so groß wie ein normaler Mensch, doch bewegte sie sich leicht anders. In der hellen Sonne konnte man das weissilbrige Haar erkennen und die anderen Körperstellen, die nicht von seinem schwarzen mantelähnlichen Umhang umhüllt waren, wurden auch von diesem silbrigen Fell überzogen. Zwei Schwingen, die an Feldermäuse erinnerten, hinten an seinen Rücken schlaff zu Boden.

    Dieses Wesen schleppte sich müde fort und die mehreren Rücksäcke baumelten an seinem Körper. Nach einer weile lies er sich erschöpft an einer Felswand nieder und legte sein schweres Gepäck ab. Die Person stöhne auf und blickte zum Himmel empor.

    „Wir lange bin ich schon unterwegs? Sind es Wochen… Monate?“

    fragte sich das tierähnliche Wesen und griff in eines seiner Taschen. Er holte einen schon leicht schrumpligen Apfel hervor. Er zuckte mit den Schultern und biss hinein. Dabei dachte noch mal über seine Vergangenheit nach.

    Es war schon eine weile her bis er andere seiner Art gesehen hatte, seid dem er den „Verbotenden Weg“ einschlug. Viele sagten ihm, dass es dort nichts zu holen gab, dass er dort nicht das finden würde, nach dem er suchte. Nur, dass dort der Tot lauerte und noch viel schlimmere Sachen. Doch er musste diesen Weg gehen, er hatte nichts mehr zu suchen in seinem Heimatland, nichts was ihn festhielt, nichts was ihn interessierte, nur dort im Unbekannten und Ungewissen würde er das finden, was er sich so ersehnt. Diese Gestalt holte noch etwas aus seinem Rucksack hervor. Es war eine alte Karte, die sein altes Heimatland zeigte. Er schüttelte den Kopf und murmelte,

    „Laut meinen Berechnungen müsste ich schon längst von der Karte gefallen sein.“

    leise lachte die unbekannte Gestalt. Er lies die Karte los und überließ sie dem Wind. Das alte Papier flatterte durch die Luft und wurde von dem Wind fortgetragen. Nach dem das Wesen seinen Apfel gegessen hatte, richtete er sich wieder auf und hob einen nach dem anderen seine Taschen und Rücksäcke auf. Nun schlenderte er weiter sein Pfand entlang. Doch plötzlich endete der Pfad. Das Wesen konnte seinen Augen nicht trauen. Er stand vor einem tiefen Abhang und unter ihm erstreckte sich ein grünes fruchtbares Land. Er konnte von dort oben sogar Städte sehen und er war sich sicher, dass er dort auch Bewohner finden wird. Er wusste nicht, was ihn erwarten würde. Wie man ihn behandeln würde, wie die Gesetze dort waren. Doch er musste weitergehen, es gab kein zurück mehr.

    Nun stand er dort, hoch oben auf einem recht steilen Abhang und vor im erstreckte sich eine neue Welt voller Hoffnung, voller Leidenschaft, voller Arbeit, voller Geheimnissen und Herausforderungen.

    „Ja… was jetzt?“

    sprach er vor sich hin. Er wusste nicht, wie er am besten den steilen Abhang überwinden sollte. Zwar kommt man natürlich immer runter, doch ihm war es sehr wichtig möglichst heil hinab zu kommen und vor allen Dings lebend. Das Wesen beugte sich vorsichtig über den Abhang, doch er konnte keine wirkliche Stell finden sich dran fest zu halten oder eine andere Klettermöglichkeit zu finden.

    „Ach! Ich will nicht Aszgardt heißen, wenn ich es nicht schaffe dort hinunter zu kommen. Ich bin so weit gekommen, die kleine Hürde schaff ich auch noch!“

    Aszgardt schaute sich gründlich um. Doch er konnte auf dem ersten Blick nur kalten starren Felsen erblicken. Als er ein Felsen erblickte, der so flach wie ein Brett geformt war, kam ihm eine Idee. Er nahm diesen Felsen fest in die Hand und blickte mutigen Blickes den Tal hinab. Das fremdartige Wesen überprüfte noch mal all seine Taschen, ob sie auch wirklich fest sitzen und nicht einfach so davon fliegen würden. Nach einem kurzen nicken, sprach er sich noch den letzten Mut zu den er brauche für dieses Trip.

    „Ok, los die wilde Fahrt!”

    Mit einem kräftigen Sprung stieß er sich von Boden ab und sprang über die Klippe. Im Flug legte er dann sein Steinbrett unter die Füße und landete mit diesem Untersatz auf der steilen Klippe und schlitterte den Abhang hinab. Der Anfang war recht holprig und Aszgardt musste aufpassen, nicht sein Gleichgewicht zu verlieren aber als er sich erst mal daran gewöhnt hatte, stand er sehr sicher auf sein Steinbrett. Nun raste er mit fast Fallgeschwindigkeit hinab in das Tal und schrie,

    „Woah… verdammt… geht ja schneller als ich dachte.“

    Asgardt biss die Zähne zusammen und versuchte nur nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Doch kaum fühlte er sich sicher, kam schon eine neue Gefahr auf ihm zu. Ein paar recht spitze Steine ragten aus der Felswand hervor und rasten auf ihn zu.

    „AH! Verdammt! Wie lenkt man so was?!“

    schrie der Stonboarder und breitete instinkttief einen seiner Flügel aus und verlagerte sein Gewicht ein wenig. Mit Erfolg konnte er seinen Kurz noch rechzeitig ändern und der gefährliche Felsen sauste an ihm vorbei. Aszgardt war erleichtert, über seinen Geistesblitz und dem Zusammenstoß knapp entkommen zu sein. Dabei atmete er leicht auf. Die kurze Unachtsamkeit wurde ihm zum Verhängnis. Er sah einen heranschnellenden Felsen zu spät und er rammte in das harte Hindernis. Der Boarder kam ins schleudern und einer seiner Taschen wurde von seinem Gewand gerissen. Mit lauten Klirren wurde die Tasche in tausend Fetzten gerissen und der Inhalt zerschellte auf dem harten Fels. Aszgardt hatte Müh und Not wieder ins Gleichgewicht zu kommen, denn sein Steinbrett drehte sich unkontrolliert und lies seinen Fahrer ins Taumeln kommen.

    Dann Krachte er wieder in einer der steinigen Vorsprünge hinein und weitere Taschen wurden zerrissen. Endlich schaffte es der Boarder wieder die Kontrolle über sein Gefährt zurück zu bekommen. Schmerzend hielt er sich den Arm und blickte auf das zu, was ihn noch alles erwartete. Es war nicht mehr viel, nur noch ein paar Meter, doch jetzt bekam er andere sorgen.

    „Wo sind hier die Breeeeemseeeeeen?!“

    schrie er verzweifelt und die hohen Bäume rückten immer näher. Aszgardt breitete beide Flügel aus so weit es ging um eine Art Fallschirm zu bekommen. Dies bremste zwar das Tempo ein wenig aber längst nicht genug, um eine sanfte und sichere Landung zu garantieren. In letzten Moment griff er nach seinem langen schweren Schwert und rammte es im Boden. Die Waffe war wie ein Anker und bremste den Boarder immer mehr ab und die holprige Fahrt mit dem Stoneboard fand immer mehr ein langsames Ende. Nun war die fahrt ganz beendet und das Schwert steckte fest verankert in der Felswand aber leider fünf Meter zu hoch über den Boden. Überglücklich schrie er,

    „ja!!! Juhu, ich lebe, ich LEBE noch… … Und jetzt?“

    Da baumelte nun der Fremde fünf Meter über den Boden an seinem geliebten Schwert hängend. Jetzt musste aber der Unbekannte feststellen, dass die Fahrt noch längst nicht vorüber war. Das schwere Schwert löste sich langsam von dem harten Gestein und lies seinen Besitzer in die tiefe plumpsen. Aszgardt landete mit einem lauten Geschepper auf den harten Boden. Er blieb eine weile mit schmerzverzerrten Gesicht dort liegen bis er endlich erleichtert aufatmete.

    „Es… es ist endlich vorbei…“

    Dong… dong… DONG… ZACK! Zu guter Letzt landete eine alte kaputte Kanne auf seinen Gesicht, die er kurz vorher noch verloren hatte. Enttäuscht murmelte er weiter,

    „warum… warum müsste ich es erwähnen?“

    Langsam richtete sich der Fremde auf und klopfte sich den sandigen Staub aus seinen Klamotten. Danach sammelte und sortierte er seine letzten Gegenständen und Wahrensachen aus und es blieb nicht besonders viel mehr viel übrig, was heil war. Nichts mehr als ein Rucksack voller alter Papiere, Schriftrollen und seine paar Waffen blieb ihm übrig. Enttäuscht schüttelte er den Kopf und schnallte sich den letzten Rücksack, der er noch einigermaßen heil war, auf den Rücken.

    „Nja… dann wollen wir doch mal die neue Welt hier erkunden. Ich hab hier weiter östlich eine große Stadt gesehen, ich glaub ich sollte dort hin gehen…“
    Ich fand' das echt geil, besonders deswegen, weil's Red's erster Post war. ^^

  4. #4
    Sry für Doppelpost, aber dieses Meisterwerk ist mehr als würdig, um in diese Hallen des Ruhmes verewigt zu werden! Nur wenige Posts erreichen solch´ einen Status.
    Haben Konsum und Mäxchen ihre Nachfolger gefunden?
    Zitat Zitat von Iscariah
    Severin stand noch eine Weile allein an dem Ort, an dem er zum letzten mal mit Araq-Tze gesprochen hat. Viele Dinge gingen ihm durch den Kopf; die plötzliche völlige Einsamkeit deprimierte ihn und er fühlte sich innerlich schwach. Er zweifelte an seiner eigenen Kraft und ob er bereit für diese Reise ist. Die Angst nagte an seinem Willen die Welt zu erkunden. Doch Severin fasste wieder Mut als er an seinen Vater dachte.

    Severin: Ich werde diesen Weg gehen und wo immer du jetzt auch bist Vater... Du wirst stolz auf mich sein!

    Mit diesen Worten brach Severin auf. Er verließ die Ruinen und wandelte in den Tälern Ikanas. Die gewaltigen Mauern aus Sand, die riesigen Canyons ragten über ihn hinweg und nahmen das Sonnenlicht. Der Wind pfiff durch die kantigen Steine und spielte eine traurige Melodie. Sand wehte durch die Kleidung Severins doch er war längst daran gewöhnt. Seinen Gitarrenkoffer fest in der Hand haltend, ging er vorbei an erstarrten Bäumen, vertrockneten Flussläufen und vom Wind rund geschliffenen Felsen und die Sonne zog ihre Bahn über die Canyons. Als es Mittag war rastete Severin im Schatten einer Wölbung innerhalb der Canyonmauern. Er nahm ein wenig Wasser zu sich, welches er aus dem Bach genommen hatte, der in der Nähe des Hauses des Geistes dahinplätscherte. Wie lange würde es noch dauern bis er aus dieser Einöde raus ist? Bei dieser Hitze wird er es nicht lange ohne fließendes Wasser aushalten. Der Schweiß ronn über Severins Stirn. Severin wusste das er im östlichsten Teil Ikanas gewohnt hatte, was bedeutete das er noch einen langen Marsch vor sich hatte. Die ganze Zeit die er hier verbrachte, hatte er nie die Täler Ikanas verlassen. Der Geist meinte das ein normal Sterblicher fast zwei Tage bräuchte um von Unruhstadt bis in die östlichsten Regionen Ikanas zu gelangen. Aber da Severin ein Kind dieser Reiche ist, dürfte er nur knapp einen Tag brauchen. Severin griff in den kleinen Beutel den ihm Araq-Tze hinterlassen hat. Er nahm ein paar glitzernde Steine heraus. Sie funkelten grün, rot und blau. Einer blitze sogar silbern. Der Geist hatte ihm erklärt das dies die Währung in Hyrule und Termina wäre, jedoch hatte Severin schon wieder vergessen wieviel jeder dieser Steine wert war. Ihm kam das ganze suspekt vor.

    Severin: Mit Steinen handeln... Was sind das nur für Völker? Diese Steine bringen doch gar nichts. Ich frage mich was die wohl damit anfangen? Hm... Sie sind nicht mal scharf genug um sie als Waffe zu benutzen. Naja andere Länder, andere Sitten.

    Severin legte die Rubine zurück und setzte seine Reise fort. Auf seinem Weg begneten ihm einige Ratten und Sandwürmer. Die Ratten hielten sich fern von ihm, da sie wussten was sie erwarten würde wenn sie sich ihm zu sehr nähern. Ab und zu griff jedoch einer der Sandwürmer an, der in Severin wohl einen schmackhaften Happen Fleisch gesehen hatte. Und obwohl sich diese Biester immer im Sand versteckten und versuchten genau unter Severin aufzutauchen, konnte er dies nur müde Belächeln. Er blieb einfach stehen und wartete bis sich der Sandboden unter ihm regte. Kurz bevor der Sandwurm auftauchte, rammte Severin sein Schwert in den Boden und borte es tief in den Rachen des Monsters noch bevor es an die Oberfläche kam.

    Severin: Du kannst froh sein das du auf diese Weise stirbst. Da hast du immerhin ein schnelles Begräbnis und dein lebloser Körper wird wenigstens nicht im Sandsturm zerrissen. Außerdem muss niemand deinen verrottenden Kadaver sehen.

    Nach mehreren Stunden Fußmarsch bemerkte Severin, dass der Wind abnahm und auch der Sand der in der Luft lag wurde weniger. Mit jedem Schritt wurde die Luft klarer und Severin fühlte sich plötzlich viel leichter. Der Druck der sonst immer mit dem Wind auf ihn wirkte, war nun ebenfalls weg und es kam ihm vor, als könnte er viel schneller laufen als sonst.

    ???: Ikana hat dich stark gemacht Severin! Deine Feinde werden den einsamen Krieger aus dem Reich der Geister fürchten! Du trägst das Erbe der einst so mächtigen Soldaten Ikanas!

    Die Stimme schien aus dem Nichts zu kommen. Severin drehte sich umher, er konnte aber nichts erkennen.

    Severin: Wer... Wer spricht da? Woher...?

    ???: Ich bin es, Araq-Tze. Solange du noch in den Winden Ikanas wandelst, kann ich dich erreichen. Doch wenn du erst einmal außerhalb des Reiches der Geister bist, kannst du mich nur kontaktieren indem du die "Melodie der einsamen Seelen" spielst.

    Severin: Ich kann dir nur für alles danken. Ich hoffe wir bleiben nicht zulange voneinander getrennt. Irgendwann komme ich wieder und dann revanchiere ich mich für alles was du für mich getan hast!

    Araq-Tze: Deine bloße Anwesenheit hat mich glücklich gemacht! ich freue mich auf unser Wiedersehen. Bis bald!

    Und so verschwand die Stimme wieder und Severin richtete seinen Blick wieder gen Westen. Mehrere hundert Meter vor sich sah er plötzlich einen Abgrund. Er lief darauf zu und blickte hinab. Ungefähr 50 Meter tiefer unten führte ein breiter Fluss entlang und an dessen Ufer ging der Weg weiter. So viel Wasser hatte Severin in seinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Araq-Tze hatte ihn nie von einem solchen Fluss erzählt. Er hätte diesen Fluss erwähnen müssen! Denn wie sollte er darüber kommen? Schwimmen konnte er nicht und auf die andere Seite könnte er niemals springen, aber irgendwie musste er darunter kommen. Er schaute sich um und rechts von ihm sah er einen alten verknöcherten Baum dessen tote Zweige sich über den Fluss erstreckten. Selbst die Länge dieser Äste hätte nicht gereicht um auf die andere Seite zu kommen, hätte da nicht noch ein Baum auf der gegenüberliegenden Seite gestanden. Dieser stand in hohem Gras und überhaupt sah dieser Baum sehr gesund und prächtig aus. Das saftige Grün der Blätter schimmerte im Sonnenlicht und die feinen Zweige schwebten mit dem Wind der über dem Fluss zog. Die Äste der beiden Bäume ragten sich entgegen, als würden sie versuchen sich zu berühren, als würden sie zusammen gehören. Das Bild war schmerzlich. Sicher waren einst beide Bäume sehr schön und gesund, aber sie wurden durch die Macht des Wassers getrennt und der eine Baum musste mit ansehen wie sein Freund auf dem verfluchten Boden Ikanas verrottete und nun steht er einsam und verlassen. Doch Severin hörte auf darüber nachzudenken bevor der Schmerz auch ihn ergreifen würde und er machte sich daran den Fluss zu überqueren.

    Severin: Dieser Fluss muss die Grenze zum Reich von Ikana sein. Wenn ich erst einmal auf der anderen Seite bin, dürfte es nicht mehr allzu schwierig werden. Hm... Warum hat mir Araq-Tze nichts von diesen Bäumen gesagt? Soll das eine Prüfung sein? Oder... oder hat er eine Beziehung zu diesen Bäumen und der Gedanke an sie schmerzt ihn? Naja wie auch immer...

    Severin kletterte an dem verdörrten Stamm des Baumes herauf und stellte sich auf den großen Ast der sich über den Fluss erstreckte. So langsam pumpte das Blut in seinen Adern schneller, denn unter ihm tobten die reißenden Fluten eines Flusses der seinen sicheren Tod bedeuten würde.

    Severin: Diese Reise könnte zu Ende sein bevor sie angefangen hat...

    Er setzte einen Fuß vor den anderen und balancierte mit den Armen. Severin bemerkte das er sehr wohl eine hohe Geschicklichkeit aufweisen konnte und er ging gekonnt über den großen Ast. Als er fast am Ende des Astes angekommen war, erkannte er, dass er noch ein ganzes Stück springen musste um auf den anderen Ast zu gelangen.

    Severin: Das könnte verdammt knapp werden... Und mit dem Koffer wird's auch nicht gerade einfacher...

    Severin ging wenige Schritt zurück, machte einen großen Schritt nach vorn und sprang aus voller Kraft. Er streckte seinen rechten Arm aus und seinen Gitarrenkoffer hielt er nach hinten in seiner linken Hand. Er war nun völlig waagerecht in der Luft. Das Tosen des Flusses drang an sein Ohr. Mit den Fingerspitzen berührte er bereits einige Blätter. Er hatte noch nie so saftige Blätter gespürt, denn er kannte nur die trockenen Früchte Ikanas. Die ersten Zweige streiften seine Hand und Severin packte zu. Er hing an einem großen Ast. Sein Gitarrenkoffer baumelte in der Luft. Er winkelte die Beine an und schloss sie um den großen Ast und schob sich an diesem entlang bis zum Stamm. Dort lies er sich fallen und er landete weich auf dem Rücken inmitten langer Grashalme die seine Wange streichelten. Sein Herz raste immer noch doch nun eher vor Freude. Der Geruch des Grases war ihm völlig neu. Er war so frisch und beruhigend. Severin hätte noch viel länger hier bleiben können. Doch er wusste das er noch nicht in Sicherheit war. Er musste noch nach unten klettern um auf den Weg zu gelangen, schließlich stand der Baum auf den er gelangt ist nur auf einem kleinen Vorsprung über dem Flusstal. Langsam kletterte er den Abhang hinunter. Dieser war zum Glück nicht so steil und so war es ein leichtes für Severin auf den Weg zu gelangen. Der Boden war hier völlig anders. Er war nicht trocken und hart, sondern feucht und weich. Ein normaler Mensch hätte den Unterschied wohl nicht bemerkt aber für Severin war es etwas völlig anderes. Er wusste nun das er nicht mehr in Ikana war. Ein letztes Mal wandte er seinen Blick Richtung Ikana; danach ging er den Weg entlang nach unten, raus aus dem verfluchten Reich der Geister, welches er trotzdem so sehr liebte.
    Der Wind war nun völlig verschwunden. Es wehte nur ein laues Lüftchen und der Boden auch nicht mehr sandig. Es war kein karger Grund, sondern starke braune Erde. Der Weg schlängelte sich weiter und noch immer ragten links und rechts Wände in die Höhe. Jedoch war der Weg noch viel breiter und es schien mehr Sonnenlicht hinein. Hier und da standen Pflänzchen am Wegesrand und manchmal musste Severin sogar halt machen, da gewaltige Bäume seinen Weg kreuzten. Severin konnte ja gar nicht ahnen das diese Bäume noch recht mickrig waren im Vergleich zu wirklichen Bäumen. Jedoch war es bereits später Nachmittag und Severin wollte keine Zeit verlieren indem er sich unter einem solchen Baum ausruhte.
    Es dämmerte schon langsam als Severin etwas erblickte, das er schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Er ging gerade noch mit gesenktem Kopf um eine Kurve in der Schlucht als die Luft plötzlich ungewohnt frisch und mild wurde. Seltsame Geräusche drangen an sein Ohr. Sie kamen ihm bekannt vor, doch er hatte sie nie in solcher Schönheit gehört. Sie erinnerten ihn an die Krähen und Raben aus Ikana aber diese Geräusche klangen viel bezaubernder. Da richtete er seinen Kopf auf und er wusste nicht was er sagen sollte. Tränen traten in seine Augen und längst vergessene Erinnerungsfetzen schossen durch seinen Kopf. Er streckte seine Hand aus und versuchte alles was er sah mit seinen Fingerspitzen zu berühren.

    Da war sie: Die grüne Ebene von Termina
    Wer solch´ eine Schreibkunst beherrscht, hat vor Villon nichts zu befürchten! ^^

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