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Kämpfer
Soooo:
Die Größe des Aquariums solltest du davon abhängig machen, wie viel Platz und Geld du hast. Du solltest dir aber das für dich größtmögliche Becken holen, denn große Becken sind besser für Anfänger geeignet als kleine. 80-100 cm Frontlänge sollte es schon haben, ein 60er oder gar noch kleiner kann ich nicht empfehlen.
Natürlich brauchst du dann auch einen entsprechend leistungsstarken Filter und eine Beleuchtung, die aber in der Regel schon beim Aquarium dabei ist. Für Anfänger empfehle ich einen Außenfilter, da diese leichter zu säubern und auch in der Handhabung unkomplizierter sind.
Dann brauchst du einen Heizstab, der das Wasser im Becken auf die für die Tropenfische geeignete Temperatur bringt(idR 25°).
Als Bodengrund solltest du mittelgroben Kies nehmen, der nicht zu hell sein sollte(also nicht weiß oder so!), da alle Fische dunklen Untergrund bevorzugen. Auch ganz normaler Flusskies eignet, sofern er nicht scharfkantig ist. Diesen musst du vorher allerdings gründlichst auswaschen, da das Becken sonst bald wie eine Klärgrube aussieht. Für Welse solltest du noch eine mit größeren Steinen abgegrenzte Sandfläche einräumen, da diese dort sehr gerne wühlen. Grenzt du den Sand nicht vom Kies ab, so verschwindet Ersterer bald unter Zweiterem.
Was Pflanzen angeht, solltest du dich in Sachen Anfängertauglichkeit von einem Fachverkäufer beraten lassen. Unter den geeigneten Pflanzen suchst du dir dann einfach die aus, die dir am besten gefallen. Doch hier gilt es, Maß zu halten. Die meißten Wasserpflanzen wachsen sehr schnell und bekommen sehr schnell Ableger. Das heißt, nicht gleich das ganze Becken vollpflanzen, sonst musst du bald schon wieder ausmisten, außerdem brauchen die Fische ja auch Platz zum schwimmen.
So, nun zum Wichtigsten, den Fischen:
Als Anfänger solltest du auf jeden Fall mit Fischen aus der Art der "lebendgebärenden Zahnkarpfen" anfangen. Diese sind sehr ausdauernd, hübsch anzusehen und vorallem sehr leicht zu pflegen. Zu empfehlen wären vor allem
-Guppy (Poecilia reticulata)
-Schwertträger (Xiphophorus helleri)
-Platy (Xiphophorus maculatus)
Diese stellen alle weder besondere Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit noch an das angebotene Futter. Außerdem lassen sie sich sehr leicht vermehren und sehen wie gesagt mit ihren bunten Farben auch toll aus.
Es reicht aus, sie einmal am Tag mit handelsüblichem Flockenfutter zu füttern. Dabei nur soviel geben, wie die Fische in fünf Minuten fressen können. Bei zu viel Futter ist die Gefahr von Algen und Boden- sowie Wasserverschmutzung sehr hoch.
Tubifex oder Mückenlarven solltest du nur manchmal füttern, da die Fische bei regelmäßiger Fütterung zur Verfettung neigen und dann recht schnell eingehen. Auch Wasserflöhe eignen sich gut, allerdings nicht als Hauptfutter, da sie zu wenig Nährstoffe bieten.
desweiteren solltest du für das Sauberhalten des Bodengrunds sowie der Aquarienscheiben unbedingt noch einige Welse anschaffen.
Hier zu empfehlen:
-Blauer Antennenwels (Ancistrus dolichopterus)
Dieser Wels ist sehr leicht zu pflegen und ist ein guter Algenvertilger, auch an den Scheiben. Für diese Welse solltest du eine oder mehrere Morkienholz-Wurzeln im Becken haben, da sie sich gern unter diesen Verstecken und auch Material(inkl. Nährstoffe) abraspeln.
Auch Panzerwelse sind für Anfänger sehr geeignet:
Vorallem Marmorierter (Corydoras paleatus) und Metallpanzerwels (Corydoras aeneus)
Diese sehen sehr putzig aus und halten den Bodengrund und vorallem die Sandecke sauber. Man sollte sie immer im kleinen Schwarm halten. Dabei immer eine ungerade Zahl wählen. Am Anfang 5 oder 7. Der Kies und Sand sollte allerdings nicht zu grobkörnig sein, da die Tiere sich sonst verletzen könnten.
Entgegen der landläufigen Meinung reicht es aber nicht aus, den Welsen nur die herunterfallenden Flockenfutterreste und die Algen im Aquarium zu überlassen. Du solltest sie zusätzlich noch mit Futtertabletten(in jedem Fachgeschäft zu kaufen) versorgen, die alle Welse gerne annehmen.
Das Licht des Aquariums solltest du übrigens an eine Zeitschaltuhr anschließen und dafür sorgen, dass es nachts aus ist und erst früh wieder angeht. Das freut nicht nur die meist nachtaktiven Welse, sondern kommt auch den Ruhephasen der anderen Fische und vorallem auch den Pflanzen zugute.
Es gibt natürlich auch in allen anderen Arten von Süßwasserfischen anfängertaugliche Exemplare, da solltest du dich aber besser von einem kompetenten Fachhändler beraten lassen.
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