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  1. #1
    Hm. heftiges Thema.
    Ich habe schon als Kind viel darüber nachgedacht. Ich habe früher viele Filme geschaut, die ich lieber hätte nicht anschauen sollen, dann hätte ich auch nicht mi 7 oder 8 ständig über den Tod nachgedacht.

    Ein bisschen wahnsinnig hat es mich schon gemacht, aber ich bin für mich selbst, nachdem ich mich immer wieder gefragt habe was wohl kommt, zu dem Entschluss gekommen, das der Tod das Ende ist. Es ist als würdest du schlafen und nicht mehr aufwachen...nur ohne zu träumen. Ihr kennt das ja sicher, dass ihr euch manchmal nicht mehr an eure Träume erinnern könnt oder? vielleicht könnt ihr euch dann im in etwa vorstellen, wie ich es meine.

    Ich glaube nicht an Gott etc. Für mich sind Kirchen und Religion an sich sowieso zwei verschiedene Dinge...ausserdem habe ich angst vor Kirchen und ja auch vor dem Tod. Auch wenn ich mir vielleicht manchmal wünsche dieses Leben nicht mehr führen zu müssen, so habe ich trotzdem angst.

    Naja man wird imho nie herausfinden können, was der Tod eigentlich genau ist, was passiert. Deswegen muss dies jeder für sich selbst herausfinden. Jeder hat denke ich seine eigene Wahrheit.

    Ein Mensch der einen anderen tötet, weiss nicht was er dem anderen damit antut, geschweigedenn den angehörigen des toten. Er weiss nur was er selbst fühlt wenn er das tut. in dem Moment in dem er den anderen Menschen sein Leben nimmt, weiss er was er für SICH tut. Er befriedigt sein Gefühl damit, diesem Menschen etwas zu nehmen.
    Man muss auch bedenken, dass diese Menschen oft psychisch krank sind...unzurechnungsfähig. Sie leben maybe in einer anderen Welt und fühlen nicht das, was wir fühlen würden, wenn wir einen toten Menschen sehen würden.

    Ich glaube, wenn man sich wochenlang nur damit beschäftigt was der Tod eigentlich ist, dass man dann wirklich einen "Knacks" im Kopf bekommen könnte. Aber na gut, dass kann durch vieles hervorgerufen werden ^^...

  2. #2
    Zitat Zitat von Yuna
    Ein bisschen wahnsinnig hat es mich schon gemacht, aber ich bin für mich selbst, nachdem ich mich immer wieder gefragt habe was wohl kommt, zu dem Entschluss gekommen, das der Tod das Ende ist. Es ist als würdest du schlafen und nicht mehr aufwachen...nur ohne zu träumen. Ihr kennt das ja sicher, dass ihr euch manchmal nicht mehr an eure Träume erinnern könnt oder? vielleicht könnt ihr euch dann im in etwa vorstellen, wie ich es meine.
    Genau so stelle ich es mir auch vor. Ich mein, im Schlaf hat man kein Bewusstsein, man kann gar nichts machen. Man ist einfach nicht existent. Aber genau dieses "Nichts" macht mir Angst.
    Als ich vielleicht 8, 9 oder 10 war, lief mal ein Film im TV. Jedenfalls ging es da um einen Mord. Irgendwie machte es bei mir während dem schauen irgendwie "klick". Jedenfalls begann ich da, über den Tod und was danach sein könnte, nach zu denken und geriet zunehmend in regelrechte Panik Attacken. Wochenlang konnte ich z.B. kaum mehr was im TV schauen, was irgendwie düster war, oder mich nur im Entferntesten an den Tod erinnert hat. Geschweige denn ruhig schlafen. Erst langsam und mit viel Zeit kam ich da wieder raus. Jedoch kommt es immer wieder vor, das ich den Panik Attacken Verfalle und ich mich da nur mit viel Ablenkung wieder raus reißen kann.
    Ein weiterer Aspekt ist das Endgültige am Tod. Man kann nichts dagegen tun, man ist hilflos. Sicher ist der Tod notwendig. Eigentlich überlebensnotwendig. Wenn schließlich kein Lebewesen mehr sterben würde, gäbe es keinen Platz für neue. Auch dient der Tod des einen dem Überleben des anderen (Pflanze => Pflanzenfresser => Fleischfresser etc.).


    Im Fall von meinem Opa (er ist ca. 86 Jahre alt geworden, meine anderen Großeltern waren schon gestorben, wo ich noch nicht geboren, oder noch zu klein war), fand ich es irgendwo auch als eine Art Erlösung vom Leben für ihn, als er starb. Er konnte ohne fremde Hilfe gar nicht mehr Leben und schien mir immer in einen Art Trance Zustand zu sein und bekam nur noch wenig mit. Nachdem er ausgerutscht und auf den Kopf gefallen war und im Krankenhaus auch noch mit einer Lungenentzündung zu kämpfen hatte, war fast alles aus. Er saß bei einem Besuch nur noch in seinen Rollstuhl und wimmerte. Es war einfach schrecklich mit anzusehen, wie ein geliebter Mensch leiden musste. Auch muss ich sagen, das ich ihn mir immer wieder in den letzten 8 Jahren noch mal am leben gewünscht hätte. Einfach um etwas von ihn zu erfahren, zu lernen, denn vorher hab ich ihn nicht so zu schätzen gewusst, wie er es verdient hätte.


    @noRkia
    Es ist schwachsinnig, alle Religionen in einen Topf zu werfen. Wann hat man z.B. im Buddhismus Hexenverbrennungen oder sonstiges verlangt?



    Allgemein finde ich Religionen schon überaus sinnvoll. Auch wenn, vor allem beim Christentum, die Lehren zunehmend von Leuten, die nur Macht und Geld interessierte, ausgenutzt wurden.
    Religionen bestehen schon fast so lange, wie es den „intelligenten Menschen“ gibt. Früher konnte man sich eben nicht alles erklären und man versucht mit Götterbildern einen Grund nennen zu können.
    Der Tod fällt auch in diese Sparte. Man weiß nicht was passiert, man hat Angst und so kommen eben bestimmte Vorstellungen zustanden, was nach dem Tod passieren könnte.

    Mir gefällt die Vorstellung, in irgendeiner Form immer wiedergeboren zu werden. Ganz einfach deshalb, weil man so dem "Nichts" und in gewisser Weise auch dem "Endgültigen" entgehen könnte.

    Man hat ja auch schon über verschiedene Leute berichtet, die kurzzeitig Tod waren. Die einen sahen ein Weises Licht, andere Fragmente ihres Lebens.
    Wieder andere behaupten wiedergeboren worden zu sein und können sogar Einzelheiten aus dem ihren früheren Leben nennen, die nach einstigen Verwarnten sogar als wahr eingestuft wurden.
    Inwiefern man solchen Meldungen glauben schenken darf... wer weiß.
    Sicher weiß man es nur, was passiert, wenn es soweit ist.



    Selbstmord. Ich muss zugeben, dass ich in meinem Leben schon einpaar Mal dran gedacht hab. Es gibt einfach bestimmte Situationen, wo man einfach keinen Sinn mehr sieht. Erst bestimmte, kleine, aber wichtige Erlebnisse können einen wieder aufheitern.
    Jedoch wär ich wohl zu feige, so etwas zu tun, außer es scheint etwas zu sein, das man nicht doch irgendwie abwenden/bekämpfen könnte. Doch das ist in erster Linie Situationsbedingt.

    Was ich jedoch falsch finde, ist, dass man viele Selbstmörder, die ihren Selbstmordversuch überlebt haben, in die Klapse steckt. Ich mein, nur weil sie selbst nicht mit ihren Leben klar kommen, sind sie nicht gleich verrückt. Sie haben es aufgegeben, dass ihnen etwas Positives passieren könnte. Wie sollte man ihnen in einer Klapse zeigen, dass es durchaus noch Alternativen gibt, abgeschottet von der Welt, eingesperrt und auf Drogen gesetzt?


    Man lebt, man stirbt. Man verliert alles, was man hatte. Im Prinzip ist jede Anstrengung, jede Mühe umsonst.
    Auf dein einen Seite sollte man sich das klar machen, denn das was man macht, zählt zumindest im Leben und wenn man sich den Tod an sich eher bewusst ist, ist es vielleicht auch möglich intensiver zu Leben. Es wird einen bewusst, wie sinnlos manche Dinge sind. Die Zeit, die man dafür aufwendet, hätte man auch sinnvoller investieren können etc.
    Zitat Zitat von Yuna
    Ich glaube, wenn man sich wochenlang nur damit beschäftigt was der Tod eigentlich ist, dass man dann wirklich einen "Knacks" im Kopf bekommen könnte.
    Stimmt auch so...

  3. #3
    Zitat Zitat von Waya Yoshitaka
    Genau so stelle ich es mir auch vor. Ich mein, im Schlaf hat man kein Bewusstsein, man kann gar nichts machen. Man ist einfach nicht existent. Aber genau dieses "Nichts" macht mir Angst.
    Also, dass man im Schlaf kein Bewußtsein hat und nichts machen kann, kann ich für mich nicht unterschreiben. Im Gegenteil! Ich träume sehr viel, manchmal weiss ich dass ich träume und kann den Traum sogar beeinflussen, kann mich allerdings nach dem Aufwachen schon bald nicht mehr an Einzelheiten erinnern - nur dass wieder mal die Post abging

    Den Tod betrachte ich eigentlich als den besten Freund des Lebens, genauso wie die Geburt. Die drei gehören untrennbar zusammen, werden allerdings gerne verdrängt. Manchmal habe ich sowieso den Eindruck, das Einzige was in unserer Kultur zählt, ist die Lebensspanne von 18 bis, sagen wir mal, 45. Kinder und Alte sind lästig (die Kinder wollen möglichst schnell groß werden und die Alten versuchen verzweifelt jung zu bleiben), den Tod klammert man komplett aus und Geburt ist auch irgendwie was Anrüchiges, was man am besten in weiss gekachelten Kliniken versteckt (naja, war vielleicht etwas überspitzt formuliert, heutzutage dürfen ja auch die Väter dabei sein und die Kinderlein dürfen nach der Geburt bei der Mutter bleiben - was sind wir fortschrittlich!)

    Darüber was danach kommt, kann man nur spekulieren, wenn man nicht selbst schon ein Nahtod Erlebnis hatte. Leute die so etwas hatten, haben komischerweise im allgemeinen keinerlei Zweifel mehr daran, dass der Tod nicht das Ende ist.
    Ich denke mir nur soviel:
    Variante 1, es ist aus: Wär ja nicht schlimm, denn dann ist es das Ende und man weiss sowieso nichts mehr.
    Variante 2, es gibt irgendwas: Diese Variante hats in sich, denn WAS gibt es? Sämtliche Religionen haben dazu ihre Fantasien, aber egal wie und was es ist, ich denke es kann nicht schaden sich zu Lebzeiten mit dieser Variante vertraut zu machen, denn stell dir vor du stirbst im festen Glauben, dass da nichts mehr ist und auf einmal ist da doch noch was! Ich persönlich finde es besser mal grundsätzlich mit allem zu rechnen, denn eine Überraschung wirds sowieso (falls nicht Variante 1 eintritt). Das ist übrigens auch ein triftiger Grund für mich warum ich nie Selbstmord begehen würde: Stell dir vor, du wachst im Jenseits auf und es heisst: Prüfung nicht bestanden und du kannst dein ganzes Sch***leben wieder von vorn anfangen

    Wovor ich WIRKLICH Angst habe ist nicht der Tod, sondern das Leben. Nämlich dann, wenn ich in eine Situation geraten sollte, die mich an einen Körper fesselt, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist und ich wie ein Baby voll und ganz von anderen Menschen abhängig bin. Dazu dann noch chronische Schmerzen und die Hölle ist perfekt!
    Und das ist nicht etwa ein krankhaftes Hirngespinst meinerseits, das gibts wirklich und ich habe es von der "gesunden" Seite her auch schon des öfteren indirekt und zweimal direkt erlebt.


    Liebe Grüße Gabi


    Ps.: wie man dem obenstehenden Posting entnehmen kann habe ich mir schon oft und umfassend über das Leben und den Tod Gedanken gemacht.

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