Naja, ich war viele, viele Jahre ein Einzelkind. Naja, vor zwei Jahren wurde mein Halbbruder geboren. Seit dem bin ich - wie könnte es anders sein - kein Einzelkind mehr.
Aber es war auch nicht sooo schlimm, eins zu sein. Okay, manchmal war man ein bissel alleine, wenn man niemanden weiter in der Familie zum Quatschen hatte, weil die Eltern mal außer Haus waren oder einfach nur beschäftigt waren. Dann hat man sich schon manchmal ziemlich alleine gefühlt. Aber mit der Zeit hat man da auch gelernt, mit seinen Problemen anders umzugehen und sie auf seine persönliche Art zu lösen. Dann gibt es ja noch ein Vorurteil, das sich viele bilden: Einzelkinder werden verwöhnt!
Ja, mit Sicherheit werden manche verwöhnt, aber ich bin davon überzeugt, dass es viele nicht werden. Eigentlich kann ich glaub' ich von mir behaupten, dass ich nicht allzu verwöhnt wurde. Jetzt gar nicht mehr. Wenn ich da mal jemanden betrachte, der jetzt immer noch Einzelkind ist und von voren bis hinten verwöhnt ist, naja...
Bsp.: Geschenk: Ein Laptop. Ich durfte mir keinen kaufen, wollte ich dann auch nicht mehr. Musste meinen PC dann aber selber bezahlen.
Bsp.: Wenn ich in mein Zimmer gehe, und diese Person gern mitnehmen möchte, dann gings doch mal: "Da muss ich ja aufstehen!"
Oder zu meinem Meerschweinchen: "Ihh, das ist viel zu groß!" <-- zu meiner Peach! Da versteh' ich keinen Spaß!
Tz... dann ist sie sich für vieles immer zu fein... und das nenn' ich verwöhnt. Wenn man sich von vorne bis hinten bedienen lässt.
Und ja, ich muss sagen: Ich hab' schon immer gern die Drecksarbeit von anderen gemacht, um ihnen zu helfen, und schon viele haben mir gesagt, dass ich viel zu rücksichtsVOLL bin. Naja, weil ich irgendwie immer helfen muss... noja, was anderes kann ich auch nicht verstehen. Sorry.
Aber ich denke durchaus, dass man Einzelkinder nicht verurteilen sollte.