Mein freund sucht ein gutes und einfaches Programm, womit man Spiele selber machen kann. Alerdings möchte er nicht RPG-Maker benutzen. Gibt es ein programm, was gut, kostenlos und einfach zu bedienen ist in internet down-zu-loaden ?
Mein freund sucht ein gutes und einfaches Programm, womit man Spiele selber machen kann. Alerdings möchte er nicht RPG-Maker benutzen. Gibt es ein programm, was gut, kostenlos und einfach zu bedienen ist in internet down-zu-loaden ?
Dein Freund, hmm? *zwinker*![]()
Naja, es gibt da einiges womit man theoretisch Spielchen erstellen können soll, allerdings in der Praxis sieht das anders aus. Entweder ist es dann ein simplex Geklicke, was ein schlechtes Erzeugnis bedeutet, oder es ist mit einer Programmiersprache/ Scriptsprache versehen sodass es wieder zu schwer für manche ist. Und warum sollte man eine Programmiersprache für ein spezielles solches Programm lernen, wenn es doch auch Sprachen gibt die nichts kosten (C/C++) und gute Erzeugnisse bringen? (Etwa in Verbindung mit OpenGL oder Direct X)
Zurück zu den Dingens-Zeugsda, da fällt mir namentlich nur folgendes ein:
- 3D Gamestudio
- Gamemaker 2000/pro
Gibt aber zweifelsfrei noch etliche weitere Sachen in der Art. Einfach mal googlen.
(Aus Erfahrung kann ich aber keines dieser Programme empfehlen.)
gcc und kwrite/kate sind zwei leicht zu bedienende Programme, mit denen man Spiele erstellen kann.
Du hast nicht gesagt, dass das Spieleerstellen als solches einfach sein muss, und von vorgefertigten Programmen halte ich (wie Sunny) nicht viel
Geändert von Lukas (11.06.2005 um 17:49 Uhr)
Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal (gut, einfach und kostenlos).Zitat
Nun wie du mqs Post entnehmen kannst, war deine Anfrage nicht sonderlich präzise formuliert. Aber aus eigener Erfahrung kann ich gcc und Kate eigentlich auch nur empfehlen =).
Ernsthaft:
Die Frage ist, was verstehst du unter gut und was unter einfach. Den RPG-Maker halte ich zB eigentlich für absolut idiotensicher, aber für alles andere als gut. Je nachdem wieviel du bzw. dein Freund bereit ist an Arbeit und eventuell Lernaufwand zu investieren gibt es verschiedene Möglichkeiten:
1. Gamemaker
Der GMaker ist vermutlich das, was du am ehesten suchst. Er ist nicht auf ein spezielles Genre festgelegt wie der RPG Maker, hat aber ein ähnlich simples Klick-Interfaces und zusätzlich eine eigene Skriptsprache. Dann gibt es ihn auch noch kostenlos, wobei für einige Zusatzfeatures eine Registrierung von Nöten ist, die 15€ kostet. Das beste ist, daß man selbst mit der kostenlosen Version sein Zeug verkaufen kann.
Nachteil ist, daß das Ding sowie die Spiele dann nur unter Windows laufen und der Maker selbst in seinen technischen Möglichkeiten doch beschränkt ist. (Also super-duper 3D Effekte sind damit eher unwahrscheinlich)
2. Blitzbasic
Ich behandele Blitzbasic mal als Vertreter der ganzen Basic-Devirate. Der Vorteil hier ist, du hast eine richtige Programmiersprache, wodurch die Möglichkeiten im Gegensatz zum GM deutlich ansteigen. Gleichzeitig bieten diese Sprache eine sehr simple Syntax und einen einfachen High-Level-Zugriff auf wichtige Bibliotheken wie DirectX. Dadurch erzielt man selbst als Anfänger relativ schnell sichtbare Erfolge.
Nachteil ist hier vor allem, daß man zur vollen Funktionalität die Sprache kaufen muss, wobei der Preis mMn sich aber noch im Rahmen befindet. Ob die neuste Sprache, BlitzMax, mit anderen OOP-Sprachen wie C++ mithalten kann, kann ich mangels Erfahrung nicht sagen, aber wenn würde ich zu BlitzMax und nicht zu einer der anderen raten.
3. C++ mit Engine
Ich habe hier mal die Irrlicht-Engine verlinkt. Bei dieser Variante benutzt du C++, was zwar einiges an Einarbeitung erfordert, aber letztendlich stehen dir damit nahezu alle Türen offen. Denn für C++ gibt es Unmengen an benutzbarem Code.
Die Irrlicht-Engine, die ich verlinkt habe, dient dir hier dabei eine 3D-Szenerie grafisch auf den Bildschirm zu bringen. Du lädst die Modelle aus gängigen Formaten, gibts einige Parameter an und die Engine übernimmt das Zeichnen für dich. Dadurch erspart man sich den, mMn mühsamen, low-level Zugriff auf OpenGL und/oder DirectX. C++ Compiler und Editoren gibt es kostenlos im Netz, ebenso ist die Irrlicht-Engine kostenlos. Auch Tutorials gibt es im Netz zuhauf. Kostenpunkt für diese Option also 0€, nur Wille und Zeit sollte man mitbringen, aber dann steht einem enorm viel offen.
Das hier wäre auch meine persönliche Empfehlung. Wenn man sich einmal in C++ eingewöhnt hat, möchte man die Syntax nicht mehr missen und die Möglichkeiten sind mit C++ wirklich nahezu unbegrenzt.
4. Pures C++
Die letzte Möglichkeit, wäre wirklich reines C++ zu nehmen, ohne auf Fremdengines zurückzugreifen. Erlaubt die maximale Kontrolle über das eigene Programm, der Aufwand steigt aber in die Höhe und vom Lerneffekt abgesehen, halte ich es für keine effiziente Lösung.
Fazit:
Das sind bei weitem nicht alle Möglichkeiten, aber mMn die erwähnenswertesten. Wenn du genauer spezifiert hättest, was du/dein Freund kann und was er bereit ist an Arbeit zu investieren und was er an Leistung erwartet, hätte man genauer darauf eingehen können.
Aber eines sollte dir und deinem Freund klar sein. Spieleentwicklung ist mit Arbeit verbunden, mit enorm viel Arbeit. Das eigene Spiel am Ende in den Händen zu halten kann ein sehr befriedigendes Gefühl sein, aber der Weg dorthin ist steinig. Programme können dich an die Hand nehmen, aber ein Spaziergang wird es nie, egal was du nimmst.
ähm sorry das ich es nicht so genau formuliert hab
Er sagte das er unter "gut" ein programm meint, was eine gute 3D Grafik erzeugt (mind. wie Gothic oder so)
Ich danke euch das ihr euch so viel mühe gemacht habt, mir so viel zum lesen zu gebenDanke auch für die vielen links, ich hoffe er (mein freund) wird damit glücklich^^
Habt ihr beide eigentlich eine Vorstellung, wie kommerzielle Spiele gemacht werden? So was wie Gothic schüttelt man nicht mal schnell aus dem Ärmel. So was erfordert jahrelange Arbeit. Gerade diese Engine muss ziemlich optimiert sein, weil sie riesige Gebiete verarbeiten muss. Ich würde sagen, dass ein Haufen Profis (also Leute, die dafür bezahlt werden und den ganzen Tag nichts anderes machen) etwa 2 Jahre braucht, um so eine Engine zu entwickeln.Zitat
Ich hoffe, du verstehst, dass so was nicht unbedingt kostenlos hergegeben wird. Die Lizenzkosten für solche Engines liegen meistens im fünf- oder sechsstelligen Bereich. Freeware Programme sind zwar in der Zwischenzeit auch schon auf einem ganz ordentlichen Level, können aber lange nicht alles, was im kommerziellen Bereich geleistet wird.
Überhaupt empfehle ich, erst mal mit einfachen Sachen im 2D Bereich anzufangen. Pong und Tetris sind immer wieder schöne Sachen für den Einstieg. Ein Spiel entwickelt sich nicht von selbst, auch wenn manche Leute denken, sie müssten nur ein paar Landschaften aus vorgefertigten Elementen zusammenklicken und ein paar Gegner reinsetzen.
Hier mal ein paar Punkte, was auf jeden Fall beachtet werden muss:
1. Wahl der Engine
2. Wahl der Libraries für Sound, Netzwerk und Input (Entfällt unter Umständen, je nachdem, wie viel man selber machen will und was die Engine von sich aus bietet)
3. Grafiken (Sowohl Modelle als auch Texturen) SELBER MACHEN, nicht irgendwo herholen.
4. Interface designen und programmieren
5. Gameplay ausarbeiten und programmieren (Dazu gehören auch so simple Sachen wie die Bewegung des Spielers oder das Aufrufen des Menüs)
6. Das ganze zusammensetzen
Das war noch lang nicht alles. Ich könnte hier noch eine ganze Weile weitermachen, aber das überlass ich den Profis. Von Marc Saltzman (Ich glaub, so schreibt er sich) gibt es ein gutes Buch: "Gamedesign - Die Geheimnisse der Profis". Das Buch ist voll mit Interviews mit Profis aus allen Bereichen des Gamedesigns. Meine Ausgabe ist zwar noch aus dem letzten Jahrtausend, aber sie hat mir oft gute Dienste erwiesen, wenn ich auf dem is-doch-alles-ganz-einfach-Trip war.
Für die Open Source-User gibt es folgende Variante:
Zugegeben, etwas benutzerfreundlicher könnte es sein, aber immerhin kann man innerhalb von nur fünf Jahren ein aufregendes Spiel fertigstellen, wie zum Beispiel Tux Racer und, und... Tux... Racer... äh... ja.Zitat
Um zum Topic zurückzukommen: Ja, ein Spiel in der Qualität zu schreiben erfordert bei Weitem mehr an Ressourcen, als dein Freund aufbringen kann. Er könnte sich aber den Quellcode zur Quake III-Engine ziehen, zu verstehen versuchen und ein Spiel damit machen - der Q3A-Quellcode wurde vor einiger Zeit unter eine Open Source-Lizenz (GNU GPL) gestellt.
Geändert von Ineluki (11.06.2005 um 02:48 Uhr)
Sicher? Soweit ich informiert bin, wurde das auf unbestimmte Zeit verschoben. Falls es jetzt doch schon so weit ist, würde mich das durchaus interessieren. Hat jemand nen Link?Zitat
Die Downloadseite von id führt die Q3A-Sourcen an. Ich verlinke mal nicht, von wegen Minderjährige und so.
Das war nicht meine ideeZitat von DFYX
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Probiers mal mit 3impact. Einem Programmiererstarter Kit. Leider kostet es 99$, hat dafür aber RagDoll und Radaufhängungen (z.B. Fahrzeuge) integriert.
Irgend ein Basic ist für riesen Welten zuständig, auch wenn diese vernebelt werden (afaik, Standarteinstellung?).
Wenn es z.B. um Gothci geht: Warum nicht einfach "Nur" ein Mod erstellen?
Btw. für UT200X gibt es Mods, die nichts mit Ballern zu tun haben (z.B. Marble Madness 3D, son komisches Rennspiel mit Gleitern, etc.)
Die Engines kann man Prima missbrauchen solange man das Spiel hat.
Man könnte sogar ein Rollenspiel mit der UEngine erstellen.(Kommt nicht Morrwind 4 mit UEngine?)
Dennis
--«Wir können alles schaffen, wir brauchen nur genug dressierte Affen» - infinite monkey theorem
@dennis_meckel: das mit gothic war bloß nen beispiel^^...so sollte es mind. aussehen...
gibt es eigentlich auch ein deutschsprachiges Programm ?
Ich weigere mich, die Frage zu beantworten (Nicht, dass ich die Antwort wüsste)
Wer Spiele programmieren will, muss Englisch verstehen. Ohne ordentliche Englischkenntnisse wird keiner, der was ernsthaftes machen will, weit kommen. Schon weil in Programmiersprachen alle Befehle englische Namen haben.
hehe, tja da wünsch ich mein freund viel spaß^^
Ich selber hab [größten teils] keine problemme mit English, ich lerne schließlich gerade HTML und C++. Ich bin jung, ich kann warten, bis ich dann am end effekt eine Honepage und selber Spiele erstellen kann. Mein Freund kann halt net warten und muss das schnell machen^^
Im Grunde macht das nicht viel Unterschied. Ich lese Englische Bücher und es ist nicht anders als wenn man ein deutsches liest (gut, einige Wörter muss man ab und zu nachschlagen, aber nach ein paar Minuten konzentriert man sich auf die Handlung und die Sprache ist recht egal.) Um zum Thema zurückzukommen: Es gibt weniges (gutes) Material zu PC's und deren Programmierung in deutscher Sprache und wenn doch sind sie nicht sehr gut übersetzt bzw. Fachbegriffe eingedeutscht. Programme an sich werden schon in Englisch geschrieben (als Beispiel der Minerva) um ihn der breiten Masse von Internetusern zur verfügung zu stellen und nicht nur den 41 Mio (?) Deutschen mit Internet [+ Österreicher und Schweizer halt noch).Zitat von arion
--Signature.
At first, ich hab nix gegen Englisch, ist ne geniale Sprache, aber das kann ich so nicht stehen lassen. Welche Sprache das Programm haben soll, hängt zumindest bei kommerziellen und (studentischen) Produkten, davon ab, wie der Kunde (Professor) es haben möchte.Zitat von Crash-Override
Allerdings hast Du natürlich recht, das Programme auf englisch, eine größere Zielgruppe haben, als deutsche...
--Ein Optimist ist in der Regel der Zeitgenosse, der am ungenügendsten informiert ist.
(John Priestley, engl. Schriftst. 1894 - 1984)
News zu Star Trek gefällig?
Da muss ich als Minervaprogrammierer widersprechenZitat
Es stimmt zwar, dass die MOMENTANE Version englisch ist, aber das Release wird mindestens in Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch erscheinen. Übersetzer für Japanisch werden noch gesucht.