Zitat Zitat
Gibt es ein programm, was gut, kostenlos und einfach zu bedienen ist in internet down-zu-loaden ?
Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal (gut, einfach und kostenlos).

Nun wie du mqs Post entnehmen kannst, war deine Anfrage nicht sonderlich präzise formuliert. Aber aus eigener Erfahrung kann ich gcc und Kate eigentlich auch nur empfehlen =).

Ernsthaft:
Die Frage ist, was verstehst du unter gut und was unter einfach. Den RPG-Maker halte ich zB eigentlich für absolut idiotensicher, aber für alles andere als gut. Je nachdem wieviel du bzw. dein Freund bereit ist an Arbeit und eventuell Lernaufwand zu investieren gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Gamemaker
Der GMaker ist vermutlich das, was du am ehesten suchst. Er ist nicht auf ein spezielles Genre festgelegt wie der RPG Maker, hat aber ein ähnlich simples Klick-Interfaces und zusätzlich eine eigene Skriptsprache. Dann gibt es ihn auch noch kostenlos, wobei für einige Zusatzfeatures eine Registrierung von Nöten ist, die 15€ kostet. Das beste ist, daß man selbst mit der kostenlosen Version sein Zeug verkaufen kann.
Nachteil ist, daß das Ding sowie die Spiele dann nur unter Windows laufen und der Maker selbst in seinen technischen Möglichkeiten doch beschränkt ist. (Also super-duper 3D Effekte sind damit eher unwahrscheinlich)

2. Blitzbasic
Ich behandele Blitzbasic mal als Vertreter der ganzen Basic-Devirate. Der Vorteil hier ist, du hast eine richtige Programmiersprache, wodurch die Möglichkeiten im Gegensatz zum GM deutlich ansteigen. Gleichzeitig bieten diese Sprache eine sehr simple Syntax und einen einfachen High-Level-Zugriff auf wichtige Bibliotheken wie DirectX. Dadurch erzielt man selbst als Anfänger relativ schnell sichtbare Erfolge.
Nachteil ist hier vor allem, daß man zur vollen Funktionalität die Sprache kaufen muss, wobei der Preis mMn sich aber noch im Rahmen befindet. Ob die neuste Sprache, BlitzMax, mit anderen OOP-Sprachen wie C++ mithalten kann, kann ich mangels Erfahrung nicht sagen, aber wenn würde ich zu BlitzMax und nicht zu einer der anderen raten.

3. C++ mit Engine
Ich habe hier mal die Irrlicht-Engine verlinkt. Bei dieser Variante benutzt du C++, was zwar einiges an Einarbeitung erfordert, aber letztendlich stehen dir damit nahezu alle Türen offen. Denn für C++ gibt es Unmengen an benutzbarem Code.
Die Irrlicht-Engine, die ich verlinkt habe, dient dir hier dabei eine 3D-Szenerie grafisch auf den Bildschirm zu bringen. Du lädst die Modelle aus gängigen Formaten, gibts einige Parameter an und die Engine übernimmt das Zeichnen für dich. Dadurch erspart man sich den, mMn mühsamen, low-level Zugriff auf OpenGL und/oder DirectX. C++ Compiler und Editoren gibt es kostenlos im Netz, ebenso ist die Irrlicht-Engine kostenlos. Auch Tutorials gibt es im Netz zuhauf. Kostenpunkt für diese Option also 0€, nur Wille und Zeit sollte man mitbringen, aber dann steht einem enorm viel offen.
Das hier wäre auch meine persönliche Empfehlung. Wenn man sich einmal in C++ eingewöhnt hat, möchte man die Syntax nicht mehr missen und die Möglichkeiten sind mit C++ wirklich nahezu unbegrenzt.

4. Pures C++
Die letzte Möglichkeit, wäre wirklich reines C++ zu nehmen, ohne auf Fremdengines zurückzugreifen. Erlaubt die maximale Kontrolle über das eigene Programm, der Aufwand steigt aber in die Höhe und vom Lerneffekt abgesehen, halte ich es für keine effiziente Lösung.

Fazit:
Das sind bei weitem nicht alle Möglichkeiten, aber mMn die erwähnenswertesten. Wenn du genauer spezifiert hättest, was du/dein Freund kann und was er bereit ist an Arbeit zu investieren und was er an Leistung erwartet, hätte man genauer darauf eingehen können.
Aber eines sollte dir und deinem Freund klar sein. Spieleentwicklung ist mit Arbeit verbunden, mit enorm viel Arbeit. Das eigene Spiel am Ende in den Händen zu halten kann ein sehr befriedigendes Gefühl sein, aber der Weg dorthin ist steinig. Programme können dich an die Hand nehmen, aber ein Spaziergang wird es nie, egal was du nimmst.