-
Puppet Vampire
00:35 – An Bord der „Punisher One“ auf dem Weg nach Tatooine:
Noch immer schmerzte die linke Schulter ein wenig; der verdammte Trandoshaner hatte ihm einen verdammten Durchschuss verpasst. Doch er hatte selber Schuld, schließlich hatte er den Schuss provoziert; taktisch gesehen war der Moment, in dem der Trandoshaner den Schuss gelöst hatte, für Xerofes perfekt gewesen…
Xerofes hatte sich gerade auf wenige Meter an die Gruppe genähert, als er auch schon eine barsche Begrüßung erhielt. „Stehen geblieben!“ hatte einer der Duros gerufen und bedeutungsvoll mit seinem E-11 herumgefuchtelt; nur eine hohle drohende Geste, wie Xerofes im Nachhinein feststellte, denn weder der Sprecher, noch sein Artgenosse konnte richtig mit der Waffe umgehen. Der Wookie, den der Kopfgeldjäger schon vom Weiten als gefährlich eingestuft hatte, knurrte bedrohlich, als Xerofes noch nicht zum Stillstadt gekommen war; nicht, dass das Knurren dem Zabrak in irgendeiner Weise Angst gemacht hätte, doch seine Erfahrung hatte es ihm gelehrt, lieber mitzuspielen, denn Wookies waren eine sehr unberechenbare Rasse und man wusste nie, was sie als nächstes tun würden. „Was wollt ihr?“ fragte Xerofes kalt, obwohl es ihm schon lange klar war, was seine Berufsgenossen von ihm wollten, nämlich das Einzige, was für einen Kopfgeldjäger wichtig war: Geld. „Dir hat niemand erlaubt, die Klappe auf zu reißen! Also schnauze oder du bist ein toter Mann!“schnauzte der andere Duros und zielte in einer, wie Xerofes fand, zu weit ausgeholten und auch viel zu offenkundigen Bewegung auf ihn. Mit unterdrücktem Grinsen hatte sich Xerofes auf das Spielchen eingelassen und geschwiegen, bis ihm der andere Duros wieder ansprach; es lief alles auf das Spiel „Guter Bulle, böser Bulle“ hinaus und das amüsierte den Zabrak ungemein. „Du scheinst heute einen guten Tag gehabt zu haben, Kumpel.“fing der Duros an, der als Erster das Wort an ihn gerichtet hatte. Mit einem stummen Nicken bestätigte der Angesprochene die Aussage und, um den ganzen noch Nachdruck zu verleihen, klimperte er etwas mit dem Beutel herum, in dem die neuen Credits steckten. Eine erste Provokation. „Wie szchön für dich…“ …“ begann nun eine andere Stimme zu zischen; die Stimme gehörte zu der vierten Gestalt, die Xerofes nicht genauer bestimmen konnte. Allem Anschein nach handelte es sich dabei um einen Trandoshaner, der mit einem Blaster in der Hand hinter den beiden Duros hervortrat und einen diabolischen Gesichtsausdruck aufgesetzt hatte. „Dann hazst du szicher nichtzs dagegen, deinen Gewinn mit unzs szu teilen, oder?“ ?“. Der Zabrak schüttelte lässig den Kopf und grinste dabei ein wenig und wieder klimperte er mit seinem Beutel mit den Credits. Die zweite Provokation. Der Trandoshaner verzog sein Gesicht ein wenig zu einer leichten Wutmaske. „Nicht? Wie szchade… für dich…“ zischte der Trandoshaner und gab seinen Männern ein Zeichen. Diese legten nun auf Xerofes an und der Wookie ließ ein markerschütterndes Brüllen vernehmen. Die Lage schien recht aussichtslos, doch Xerofes hatte seine Rettung bemerkt: einige Wachkräfte betraten gerade den Plan und nährten sich den Hangars. „Ihr scheint nicht gerade viel von eurem Handwerk zu verstehen, denn sonst würdet ihr nicht immer andere überfallen und ihnen das Geld abnehmen.“ grinste Xerofes und hatte damit das Fass zum überlaufen gebracht. Unter dem Wutgebrüll des Wookies feuerte der Trandoshaner einen gezielten Schuss ab, den der Zabrak nur durch ein geschicktes Abtauchmanöver gegen seine linke Schulter lenken konnte; leider durchschlug das Projektil seine Schulter und schleuderte ihn damit zu Boden. Doch Xerofes hatte den Augenblick des Schusse perfekt abgepasst; die Wachkräfte wurden aufmerksam und stürmten mit lauten Geschrei, dass alles auf „Feuer einstellen und auf den Boden legen!“ hinauslief und gezogenen Blastern auf die Gruppe zu, die mitten in der Vorwärtsbewegung auf Xerofes zu erstarrt waren. Diesen Augenblick hatte der Zabrak genutzt, war auf die Füße gekommen und mit hängender Schulter in den Hangar gestürmt; die Blasterschüsse schlugen hinter und neben ihm auf, doch Xerofes störte es nicht. Er rannte auf sein Schiff zu, dessen Rampe bereits runtergelassen war und schleppte sich in dieses hinein. Kurze Zeit später war das Schiff gestartet und hatte den Sprung in den Hyperraum gemacht.
Die Schulter hatte er verbunden und der Schmerz hatte mit der Zeit nachgelassen. Nun befand er sich auf den Weg nach Tatooine; was er dort genau wollte, wusste er nicht. Sein eigentliches Ziel, Nar Shadaa, konnte er nun für einige Zeit streichen, denn dort würden sich bald einige Kopfgeldjäger von Jutta den Hutten aufhalten und nur darauf warten, dass er seinen Kopf aus dem Schiff steckte. Daher hatte er sich für Tatooine entschieden; neben der Heimat dieses ominösen Skywalker, war Mos Eisley die perfekte Absteige für Schmuggler, Kopfgeldjäger und alle, die nicht gefunden werden wollten; also der perfekte Ort für Xerofes, so dachte er…
Berechtigungen
- Neue Themen erstellen: Nein
- Themen beantworten: Nein
- Anhänge hochladen: Nein
- Beiträge bearbeiten: Nein
-
Foren-Regeln