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Puppet Vampire
23:20 – Westbezirk von Bespin, in der Nähe der Hangar:
Zwar hatten sich seine Erwartungen bezüglich der eher mickrigen Bezahlung bewahrheitet, doch ebenso hatten sich seine Erwartungen bezüglich seiner „Überredungskünste“ für zutreffend erwiesen; um 35 000 Credits reicher und zwei erfüllten Aufträgen mehr auf seinem Konto schlenderte Xerofes zufrieden durch die mittlerweile nächtlichen Straßen der Wolkenstadt Bespin, von der er, seinem Versprechen nach, sofort verschwinden würde. Über seinen Sender hatte er seiner R4-Einheit bereits Anweisungen gegeben, die Systeme hochzufahren und das Schiff auf den Start vorzubereiten. Sein Ziel war, entgegen der Angaben die er Jutta gemacht hatte, nicht Nar Shadaa, sondern der Planet Tatooine, ein Wüstenplanet, eigentlich eher unbedeutend, jedoch durch einen Mann zu enormer Berühmtheit gekommen; dieser Mann hieß Luke Skywalker und war derjenige, so lauteten jedenfalls die Geschichten, der am Fall des Imperators beteiligt gewesen sein soll und der nun selbst den Orden der Jedi ins Leben gerufen hatte, dessen Akademie irgendwo auf Yavin 4 sein soll. Xerofes selbst hatte noch nie mit einem dieser Jedi zu tun und er legte auch keinen Wert darauf; Jedi sollten über die so genannte „Macht“ verfügen und damit undenkbares vollbringen können.
Mit einem Kopfschütteln vertrieb der Zabrak die Gedanken an die Jedi, ihre Fähigkeiten oder sonstigen mystischen Firlefanz und betastete mit der Hand den Beutel, in der sich sein jüngster Verdienst befand. Xerofes war nun beinahe bei dem Hangar angelangt, in dem sich sein Schiff, die „Punisher One“, befand, als er beobachtete, wie sich einige dunkle Gestalten vor dem Tor des Hangars bewegten. Aus irgendeinem Grund musste der Kopfgeldjäger grinsen; so lange wie er schon Kopfgeldjäger war, so lange war es so, dass es immer einen Auftraggeber gab, der sein Geld wieder zurück haben wollte, dass Xerofes ihm mehr aus der engen Tasche gezogen hatte. Und immer wieder wurden einige seiner Berufsgenossen dazu angeheuert, ihm das Geld abzunehmen oder ihn gleich zu töten, doch bisher waren sie immer alle erfolglos; alle bis auf einen sehr hartnäckigen Bothan, der ihn sogar auf drei weitere Planeten verfolgte, bis er ihn schließlich angriff. Der Angriff war nicht vom Erfolg gekrönt: der Botan hatte seinen Kopf verloren und Xerofes nur eine Narbe am rechten Oberarm zurück behalten. Wie die kommende Konfrontation ausgehen würde, wusste Xerofes zwar nicht, doch er hatte nicht vor, das soeben verdiente Geld schon wieder zu verlieren, geschweige denn sein Leben. In einer eher beiläufigen Handbewegung holte der Zabrak seinen Sender hervor und funkte seine R4-Einheit an.„R4. Mach das Schiff so weit startklar und gib die Daten von Tatooine ein. Wir werden hier recht schnell verschwinden müssen.“ flüsterte Xerofes und ließ den Sender wieder in seiner Robe verschwinden. Wie ein aus einer Gewohnheit heraus wanderten seine Hände an die Griffe seiner Vibroklingen. Wer auch immer die Kerle waren, die seine Abreise verhindern und ihm das Geld abnehmen wollten, sie würde ihr blaues Wunder erleben!
Mit ruhigen Schritten nährte sich Xerofes dem Hangartor und langsam nahmen die dunklen Gestalten genauere Konturen an. Einer von ihnen schien ein mächtiger Wookie zu sein, der Furcht einflößend und grimmig den Kopfgeldjäger entgegenblickte. Zwei andere waren Duros, von der Selben Art, wie der, den Xerofes vor gut einer Stunde aus dem Leben geholt hatte. Den vierten konnte der Zabrak nicht erkennen, doch das war irrelevant, denn schon allein der Wookie stellte schon eine beachtliche Bedrohung dar und stellte das primäre Ziel seiner Aufmerksamkeit dar. Mit seinem Blick auf das haarige Ungetüm fixiert, nährte sich Xerofes weiter dem Hangar…
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