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Ritter
So ziemlich alles von Dornenreich, hier mal ein paar Beispiele:
Reime faucht der Märchensarg
Es war einmal vor langer Zeit,
eine Wesenschar, zu träumen bereit.
Vor dunklen Burgen schauderte man,
von Feen schien man angetan.
Ein Leichtes war es Schätze zu finden,
weit leichter noch ein Herz in Rinden.
Schmale Pfade luden ein,
nur fort, weit fort von Haus und Heim.
Einst Wasserklänge Farne dachten,
als Märchen über Träume wachten.
Als Blüten der Wolke Blick entlohnten,
Nebel kaum ein Tal verschonten,
und überall noch Märchen wohnten.
Als der Gräser Grün für golden galt,
gaben Träume der Wahrheit Wohlgestalt.
Als Leben mehr als Dasein hieß,
als eine Hand den Sternen wies.
Eigenwach
Was zieht her von welken Nächten ?
Fühl' nun selbst, was diese Dir brächten,
was sie Dir bringen ... sie schon brachten.
[Das Ich nimmt wahr]
Stummes Dunkelsehen ... stolpernder Dunkelblick ...
[Die Natur vernimmt dies selbst]
ein menschähnlicher Riß in welker Nacht Gewand ...
[Ich]
tapfere Töne tummeln sich ... in dunkelwellenden Unbehagen ...
schattengroße Schwebeklänge ...
[Natur]
ein menschähnlicher Lauschepflock ...
in welker Nächte Schlummertanz...
[Ich]
blauschwere Süße ... gekostete Traumschleier ...
[Natur]
ein menschleiser Sog in welker Nächte Himmelhauch ...
[Ich]
nahegleitende Lauerlüfte ... hautzüngelnde Schlotterschergen ...
knochenströmendes Kältewehen ...
[Natur]
ein menschähnlicher Zittersplitter in welker Nächte grauem Wind ...
[Das Ich erkennt]
"Ich bin fassende Ungeduld
und oft erdachtes Zögern.
Sagbar Ich,
ein Mensch von welker Nacht Gestalt,
ein Mensch in seinem eig'nen Halt."
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