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Abenteurer
Soooo, ich hoffe ihr warted alle schon sehnsüchig auf die Fortsetzung, denn ich wede euch nicht damit verschonen.
Ich hab versucht das zu beachten was ihr gesagt (geschrieben) habt.
Ernüchternde Kritik ist wiederum erwünscht.
2.Der Gefallen
13.20 Uhr OAZ, Stadtkern Asahikawa
Eine stunde nachdem die drei Typen die Bar verlasen hatten.
“Und du willst das ich dir helfe?” fragte Sam, Jake, die Kurzform für Jakob, hatte ihm erzählt was der Grund für seinen Hilferuf gewesen war. Die Yakuza hatten, nachdem sie die anderen vier Inseln mehr oder weniger unter ihrer Kontrolle hatten, versuchen sich jetzt auch auf der nördlichsten zu etablieren. Jake und einige andere die sich nicht hatten einschüchtern lassen sträubten sich gegen die monatlichen Schutzgelder. Die Yakuza hatten wiederum angefangen die Besitzer einzuschüchtern, ein Wäschereibesitzer und zwei kleinere Barbesitzer waren schon gestorben, niemand hatte etwas gesehen.
“Ich will natürlich nicht das du dich großartig einmischst”, brachte Jake sein Argument der letzten halben Stunde vor, ”Du sollst nur für uns ein bisschen die Augen offen halten, wenn du hier anfängst Geschäfte zu machen.” Das verwunderte Sam ” Moment, was soll das denn bedeuten, ich bin hier um Urlaub zu machen, und dachte das es etwas simples wäre bei dem du mich brauchst, aber Bandenkrieg, davon hab ich zu Hause echt genug!” “Nein, kein Bandenkrieg, aber warum willst du hier keine Geschäfte machen, ich dachte du sucht immer nach einer Möglichkeit Geld zu verdienen?” fragte Jake. “Halt, halt, halt, ich bin nicht immer nur hinter Geld her! Und töten will ich eigentlich auch niemanden.” fuhr ihn Sam an. “Ach nein, und warum hast du dann dein Wunderköfferchen mit??” Sam sah unbewusst nach dem Aluminiumkoffer. “Hm, vielleicht aus Gewohnheit.” “GEWOHNHEIT? Du kannst mir nicht weiß machen wollen das du eine dreieinhalb Kilo schere Waffe zum Spaß mit dir rumschleppst!” “Das nicht, ich bin nur gern auf.. Ähm… Unannehmlichkeiten vorbereitet.” “Na gut mein Freund, da du nicht hier bist um Geschäfte zu machen, warum bist du dann hier, wo ich es nicht schaffe dich bei uns einzuspannen?” Sam antwortete, ziemlich trocken,” Entspannung.” “OK, schon klar, du wirst ein Zimmer brauchen, meld dich mal da.” sagte Jake und drückte Sam eine Adresse in die Hand. “Ach noch was bring diese Packet bitte für mich zur Post.” “Ich sagte doch das ich…” “Ganz ruhig, ist nicht gefährlich, ein Geschenk für einen Freund in der Heimat.” “Na klar!” Sam drehte sich um und verließ den Club. Auf dem Weg zum Hotel fiel ihm auf dass seine Digital Uhr einen bösen Hieb abbekommen hatte. Sie zeigte nur noch wirre Muster und die Anzeige hatte einen gewaltigen Sprung. Sams zog ein leidendes Gesicht. “Wenigstens funktioniert der mp3-player noch.” Kaum hatte Sam den Gedanken ausgesprochen verstummte Loyd Banks “Shit!” sagte er lauter als gewollt und zog sich die Speaker raus. Nach einem ereignislosem Fußmarsch und dem Fluchen über den nicht vorhandenen HipHop erreichte er das Hotel. Am Schalter empfing ihn eine Mitarbeiterin sehr formell, mit formellem Lächeln und formeller Begrüßung. Er nahm sich eins der weniger kostspieligen Zimmer und ging hinauf. Ein Wurf des Koffers aufs Bett und er war eingezogen. Er überlegte sich das ein Spaziergang sicher nicht schaden könnte und außerdem würde ihm das helfen sich in der fremden Stadt zurecht zu finden. Gedacht, getan und schon stand sein Entschluss fest. Sam schnallte sich die Waffe um, man konnte ja nie wissen, und steckte noch etwas Geld ein. Er verließ das Hotel und machte sich auf den Weg. Das Ganze war schwieriger als er sich vorgestellt hatte, und dass es langsam dunkel wurde bedeutete sicher das das Posthaus, was auch immer, schon geschlossen hatte. Er hatte Glück, es war noch geöffnet. Er betrat die Halle und hätte ob der Ehrlichkeit die hier jeder geradezu ausstrahlte schon kotzen können. Ohne sich mit Nettigkeiten aufzuhalten ging er zu einem Schalter und gab das Paket ab. Er musste ein Formular ausfüllen das, zu Sams Leidwesen, in Japanisch verfasst war. Es dauerte eine Weile bis er sich dem Postangestellten mit Händen und Füßen verständlich gemacht hatte. Dieser lächelte zwar die ganze Zeit sprach aber nur ein sehr gebrochenes Englisch mit grausamer Betonung und einem geradezu widerlichen Akzent. Das Ende vom Lied war das Sam auf den Schriebs zeigte und sagte “In Englisch!!” alles was er zu hören bekam war ein “Why don’t say that, Ashole!” Sam blieb der Mund offen stehen. Ohne weitere Worte füllte er das Schreiben aus und ging, konnte sich aber ein gemurmeltes ”Crazy japan, Prick!” nicht verkneifen.
Die Sonne färbte das Gebäude in ein helles Orange als Sam es verließ. Als er auf dem Bürgersteig stand und gerade dabei war sich seine Speaker wieder in die Ohren zu stecken hielt er inne. “Ach, mist, ohne Musik ist alles sinnlos!” Auf dem Weg zurück ins Hotel kam er an einem Elektrobedarf Laden vorbei. Kurzerhand entschloss er sich dass es doch die Gelegenheit war sich neue Kopfhörer zu kaufen, gesagt, getan! Als er bezahlen wollte strahlte die untergehende Sonne das Schaufenster hinter der Kasse an. Plötzlich legte sich ein Schatten auf Sams Gesicht, ein Wagen fuhr vor dem Fenster vorbei und aus den Fenstern ragten Maschinenpistolen. Die Kugeln die die Waffen ausspieen durchschlugen das Schaufenster, die Kasse und wenig verwunderlich, den Verkäufer. Sam ließ sich fallen, der Aufprall presste ihm die Luft aus den Lungen. Nach Luft schnappend kam er wieder auf die Beine und zog seine Waffe. Drei Schüsse auf den Wagen brachten ihm nicht mehr als kleine Löcher im Asphalt. Er stürmte aus dem Laden, musste aber gleich wieder in Deckung gehen da der Wagen gewendet hatte und mit ratternden Waffen wieder auf ihn zukam. Ohne lange zu überlegen warf er sich wieder durch die Tür und hastete zu Hinterausgang. Aus dem Wagen stiegen vier Gestalten und machten sich an die Verfolgung. Der Hinterausgang führte Sam in eine Gasse, an deren anderem Ende eine Leiter auf das Dach des flachen zweistöckigen Hauses führte. Seine Verfolger liefen an DVD’s und CD’s vorbei, nur um zu sehen wie er in der Gasse verschwand. Unterwegs legte Sam sich seinen Plan zurecht, er würde auf das Dach klettern und sich dort verbergen bis seine Verfolger aufgaben. Die Leiter war an vielen Stellen verrostet und Sams Jacke verfing sich in einer gebrochenen Sprosse. Unter lautem fluchen riss er sie ab. Das kostete ihn zu viel zeit und seine Verfolger sahen wie er Richtung Dach kletterte. Einer von ihnen stieg ohne zu zögern auf die Leiter und folgte ihm. Er holte Sam ein und bekam ein Stück der zerrissenen Jacke zu fassen. Sam ließ die Jacke von seinen Schultern gleiten und der Japaner, der sich daran festgehalten hatte fiel seinen Kollegen entgegen. “Runter kommen sie alle!” sagte Sam mit einem Anflug von Galgenhumor. Auf dem Dach angekommen stand ihm schon die nächste Überraschung bevor, Es gab hier oben keine Deckung, nichts, nur das niedrige Stück Mauer, das über die Fläche des Daches Stand.
Geändert von West Coast (08.04.2005 um 19:37 Uhr)
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