Hm. Es ist ein Unterschied, ob die Evolution, das "Wirken der Natur" letzendlich einen Sinn hat oder jedes einzelnen menschliche Leben. In meinen Augen vermenschlichst du die Natur auch zu sehr, wenn du sagst, dass sie viel Aufwand betreibt und ihr das menschliche Konstrukt der Logik zuschreibst. Über die Millarden Jahre gab es immer wieder genetische Mutationen und es haben sich diejenigen durchgesetzt, deren Veränderungen von Vorteil waren. Ich möchte nicht soweit gehen, dahinter eine Logik oder eine höhere Macht zu sehen. Du sagst Satormacht es ich einfach, wenn er jeglichen Sinn leugnet. Machst du es dir nicht auch einfach, wenn du behauptest es gäbe auf jeden Fall einen Sinn, den unser menschlicher Geist nur nicht in der Lage ist zu erfassen?Zitat von dem ganz normalen Dante
Ich gehe auch in die Richtung von Sator wenn ich mich frage, warum der Mensch glaubt, in allem einen Sinn finden zu müssen. Bezogen auf das Leben vielleicht deswegen, weil es dem Menschen ein unerträglicher Gedanke ist, dass sein Leben tatsächlich keinen Sinn hat. Wir fühlen uns doch gleich als etwas wichtiges und besseres, nehmen wir die Position des Zahnrades im Getriebe ein, das zwar klein aber unentbehrlich ist für das Funktionieren des großen Ganzen. Also IMO macht das Leben genau so viel Sinn, wie wir ihm zumessen. Selbstverständlich hören wir da nicht bei uns auf. Führt ein Obdachloser auf der Straße ein sinnloses Leben? Aus Gesellschaftsperspektive vielleicht, aus "Naturperspetive" auf keinen Fall. Und warum beim Menschen aufhören? Wie steht es mit Würfelquallen, Schleimpilzen und Nacktmullen?
Also entweder wissen wir nicht um den höheren Sinn des Lebens oder es gibt keinen. In beiden Fällen können wir aufhören drüber zu reden. Der Ausdruck "Sinn" in Verbindung mit Leben stört mich eh unheimlich. Man kann sich eine Aufgabe suchen, eine Funktion übernehmen und das dann "Sinn" taufen wenn man möchte. Das machts aber auch nicht richtiger.

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