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Ritter
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass pure Selbstlosigkeit nicht wirklich existiert. Selbst wenn wir selbstlos jemandem helfen, tun wir das doch, weil wir es wollen, also auch aus einer Art von Egoismus heraus.
Wenn man den Begriff Egoismus so definiert, dass man etwas für "sich selbst" tut, ist es also nicht unbedingt etwas Schlimmes. Manchmal hilft man jemandem damit, dass man selbst etwas will. Man möchte der alten Frau über die Straße helfen, eine Gegenleistung verlangt man nicht; war es nun "Egoismus", weil man ihr ja helfen wollte, oder war es das nicht, denn sie war ja diejenige, die davon profitiert hat?
Überhaupt handelt man doch aus eigenem Willen. Sogesehen ist jede einzelne Handlung, sogar so etwas Banales wie Atmen egoistisch. Davon dass man selbst atmet, hat der Nachbar gar nichts. Vermutlich nimmt man es nur nicht als Egoismus wahr, weil ja auch niemand zu Schaden kommt.
Ich würde mir jetzt die Frage stellen, ob eine Handlung erst dann egoistisch ist, wenn man anderen damit schadet oder ob es bereits Egoismus ist, etwas im eigenen Interesse zu tun. Jedenfalls denke ich nicht, dass man etwas nur aus Selbstlosigkeit tut, während man durchaus recht oft aus Egoismus handelt.
Andere Sachen sind z. B. Höflichkeitsformen, die hier bereits angesprochen wurden; ich würde da zustimmen, auch an die hält man sich doch, weil man dasselbe von anderen erwartet.
Ein bisschen konfus formuliert, aber ich weiß nicht recht, wie ich's anders sagen soll...
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