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  1. #1
    Zitat Zitat von Square
    Eigentlich sind die Rechten wie Terroristen. Umso mehr wir sie erwähnen, desto besser geht es ihnen.
    Ich denke, einfach schweigend abzuwarten, was passiert ist auch keine Alternative. Aber im Grunde hast du Recht, daraus, dass sie im Moment so stark im Gespräch sind, können sie sicher Vorteile ziehen.

    Zitat Zitat von Rübe
    Durch die Sensibilisierung Deutschland würde ich jetzt aber prognostizieren, dass die Rechtsextremen einer Minderheit bleiben und nie wieder ein Machtpotential wie in den 30er Jahren erhalten werden.
    Ja, ich denke auch, das eine derartige Entwicklung eher unwahrscheinlich ist. Aber so ist es nach Kriegen immer. Nach dem 30-jährigen Krieg gab es 100 Jahre lang kaum kriegerische Auseinandersetzungen. Niemand konnte sich vorstellen, dass die Menschen nochmal auf die dumme Idee kommen, Krieg in ähnlich großem Ausmaß zu führen. Ich denke, wenn man Kriegen überhaupt etwas positives abgewinnen kann, dann, dass die Menschen nach jedem Krieg ein wenig intelligenter sind.

    Aber zurück zum Thema.
    Ein Freund von mir meinte vor kurzem, er wolle NPD wählen, wenn er 18 wird. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Er war schon immer alles andere als konservativ, aber das hätte ich nicht von ihm erwartet. Eigentlich ist er ganz nett, er könnte keiner Fliege was zu Leide tun. Ich habe ihn gefragt, warum er für die Nazis stimmen will, aber er konnte mir keinen wirklichen Grund nennen. Dennoch blieb er bei seiner Meinung. Man darf ihn aber auch nicht immer ernst nehmen. Ich habe ihm daraufhin Ausschnitte aus dem NPD-Wahlprogramm vorgelesen (das ich immer dabei habe ... nein, war nur 'n Scherz. Ich soll in nächster Zeit ein Referat über Rechtsextremismus halten, deshalb hatte ich es zufällig dabei). Daraufhin meine er, dass er die Ansichten der NPD für in Ordnung halte. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Er klang so überzeugt.

    Zitat Zitat von Ghostface
    Ich denke ja eine Konfrontation würde zu einer "Blosstellung" dieser Leute führen.
    Damit jeder merkt was für nen Schwachsinn die von sich geben.
    Ja, vermutlich. Diese Leute würden sich mit ihren merkwürdigen Ansichten selbst demontieren.

  2. #2
    Zitat Zitat von elite_benny
    Ja, ich denke auch, das eine derartige Entwicklung eher unwahrscheinlich ist. Aber so ist es nach Kriegen immer. Nach dem 30-jährigen Krieg gab es 100 Jahre lang kaum kriegerische Auseinandersetzungen. Niemand konnte sich vorstellen, dass die Menschen nochmal auf die dumme Idee kommen, Krieg in ähnlich großem Ausmaß zu führen. Ich denke, wenn man Kriegen überhaupt etwas positives abgewinnen kann, dann, dass die Menschen nach jedem Krieg ein wenig intelligenter sind.
    Hmm, finde ich eher gefährlich, gerade so zu argumentieren. Bedenkt man, dass im Mittelalter keine Territorialkriege geführt wurden und dass der 30 jährige Krieg ein Religionskrieg war, ist das Beispiel meiner Meinung nach etwas ungünstig. Die Kriege, wie wir sie kennen haben ihren Ursprung ja im 19. Jahrhundert und dieses war bekanntlich von Kriegen geprägt. Und selbst nach dem 1.Weltkrieg, als niemand mehr einen Krieg wollte, dauerte es nur 20 Jahre, bis alles von vorne begann. Darauf folgten wieder 50 Jahre, in denen zum absoluten Krieg ein Funke gefehlt hätte und dessen Vorboten vor allem in Asien ins Scheinwerferlicht traten. Ich sehe den Grund, warum in Deutschland nie wieder rechtsextreme Parteien an die Macht kommen können viel eher im deutschen Trauma. Selbst 2 Generationen nach dem 2. Weltkrieg hat man das Gefühl, dass sich Deutschland immer noch schämt, das Wort Patriotismus (in anderen Ländern eine Tugend) wird stiefmütterlich behandelt, alleine weil etwas wie ein schlechtes Gewissen existiert. Zum Thema Krieg selber: Ja, einige positive Entwicklungen kann man Kriegen durchaus zuschreiben, auch wenn es schwer fällt. Viele technische Errungenschaften (interessantes Beispiel: Kugelschreiber) wären ohne Kriege erst viel später oder gar nicht entwickelt worden. Ausserdem profitieren die Fianzen gewisser Länder von Kriegen der Nachbaren, was bei WIederaufbau zu einer Gesammtaufwertung führen kann... ich betone, kann, nicht muss... Trotz allem sind die Kosten eines Krieges (und damit meine ich nicht rein monetäre Flüsse sondern auch Menschenleben) einfach zu hoch, als dass er als Mittel zu irgendwas dienen könnte. Ich entschuldige für den kurzen Exkurs.
    Nur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergängen. Diesen Weltschmerz kann er, so zu sagen, nur aushalten durch den Anblick der Seligkeit, die nachher vergütet.

    – Jean Paul: Selina oder über die Unsterblichkeit

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