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Thema: [ALT] Link´s Legacy #2 - The Adventure goes on

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Am nächsten Tag wachte Cruentus schon früh auf. Von der Sonne geblendet stolperte er die Treppe herunter in die Küche. Dort saß Raikyu bereits und frühstückte. Er wünschte Cruentus einen guten Morgen und fragte ihn nach seinen Plänen für den weiteren Tag.
    Wir werden wohl ein wenig in der Steppe auf die Jagd gehen. Es kann also eine Weile dauern bis wir wieder da sind.
    Schließlich kamen auch Kiro und Noya aus dem Schlafzimmer und nachdem sie sich angezogen hatten, machten sie sich auf den Weg gen Stadttor. Außerhalb von Kakariko schossen sie einige Knochengänger ab und erlegten ein paar wilde Tiere. Unterwegs trafen sie einige Wanderer, mit denen sie gemeinsam das erjagte Fleisch brieten und aßen. Sie hatten viel Spaß und die Zeit verflog wie im Fluge. Plötzlich fiel ihnen auf, dass die Sonne schon fast untergegangen war. So schnell sie ihre Füße tragen konnten, rannten sie zurück zur Stadt.
    Die meisten Bürger waren schon in ihre Häuser zurückgekehrt und die Straßen wirkten total leergefegt. Es war bitterkalt und die drei Freunde pressten ihre viel zu dünnen Mäntel dicht an ihren Körper, um nicht zu sehr zu frieren. Als sie endlich das Haus von Raikyu erreicht hatten, entfachten sie sofort ein Feuer im Kamin, um ein wenig Wärme zu erzeugen. Der erste, dem auffiel, dass etwas nicht in Ordnung war, war Noya.
    Wo ist mein Vater denn hin? Normalerweise ist er um diese Urzeit doch noch nicht im Bett. Vater? VATER?
    Doch niemand antwortete. Er stürmte die Treppe hinauf und riss die Tür von Raikyus Schlafzimmer auf, doch das Bett war leer und unbenutzt. Schweiß rann über sein Gesicht. Wo war der alte Mann nur hin? Dann hörte er von unten den Ruf Kiros.
    Noya! Komm runter! Hier ist etwas!
    Cruentus hielt ihm, als er aus dem Schlafzimmer kam, einen alten, zerknitterten Zettel entgegen. Darauf stand in hastig hingekritzelten Lettern eine Botschaft geschrieben.
    Zitat Zitat
    An Noyashi, meinen Sohn, und an Cruentus,
    ich habe wichtige Hinweise auf den gefunden, den ihr sucht.
    Kommt zum Friedhof! Dort erwarte ich euch. Ich muss euch etwas zeigen. Es ist äußerst wichtig.
    Raikyu II
    Was hat das zu bedeuten?
    Ich weiß es nicht, aber ich denke, wir werden alles erfahren, wenn wir zu ihm kommen. Folgt mir!
    Mit diesen Worten rannte Cruentus auch schon aus der Tür hinaus in die eisige Kälte der hyrulianischen Nacht.

  2. #2
    Rabe findet sich in einer Lichtung im Wald liegen,...
    Er sieht sich um und entdeckt zahlreiche Blumen und Pilze. Die Sonne scheint ihm ins Gesicht.
    Rabe betrachtet alles aufmerksam und entdeckt eine einzelne wunderschöne rote Blume. Er geht hin. Eine Rose? Rabe pflückt neugierig die Blume und bewegt, will daran richen.

    ???: Zertrete sie! Ich kann Blumen nicht ausstehen.

    Rabe dreht sich erschrocken um und sieht wieder die vermummte Gestalt, mit dem dunkelroten Licht unter der Kapuze.
    Rabe: Was tust du hier schon wieder?
    ???: Ich sagte doch ich komme wieder... Sie dir doch mal deine Rose genauer an!
    Rabe schaut verdutzt die Rose an und kann nichts entdecken. Doch plötzlich geschiet etwas furchtbares! Die Rose verfaulte schnell in seiner Hand und zerfiel in Staub. Er schreckt ließ er den Staub fallen, doch damit nicht genug. Dort wo Rabe mit seinen Füßen stand verfaulte auch alles und die Welle von Fäulnis verbreitete sich rasch. Rabe sah wie alles zu staub zerfiel. Die Blumen, das Gras, die Bäume,... Bis Rabe nichts mehr sah außer Einöde.
    ???: Herrlich!
    Rabe: Monster!
    ???: Du nennst mich ein Monster? Wenn du wüsstest,...
    Plötzlich brannte Rabes Brandmal, aber er achtete nicht sonderlich darauf. Er spürte nur Wut! Er merkte aber, dass er diesmal sein Katana mithat. Fest umschloss er den Griff und setzte zum Angriff an! Er läuft auf die Gestallt zu und versucht sie mit der Waffe zu durchboren. Doch kurz bevor es soweit ist löst die sich in Rauch auf. Rabe sah sich verstört um.
    Rabe: Wo bist du Dämon? Du Feigling stell dich!
    ???: Es ist dein Glück, dass ich nicht mit dir Kämpfe. Du würdest gut zu uns passen!
    Rabe drehte sich wieder einmal um und sieht Rauch der sich in die Gestallt zusammensetzt.
    Rabe: Ich will aber nicht zu euch gehöhren!!!
    ???: Warum brüllst du so? Das war eine höfliche Feststellung! Du weißt ja gar nicht, was du verpasst.
    Rabe: Dann sag es mir eben!
    ???: Wozu... Also ich frage dich wieder einmal! Schließt du dich uns an?
    Wieder verspürte Rabe das seltsame Gefühl in seinem Körper. Als würde in ihm ein Kampf stattfinden. Geist gegen Körper,..
    Rabe: ...
    ???: Wie kann man nur so unentschlossen sein? Ich werde dir wieder zeigen, was es bedeutet „Nein“ zu sagen!
    Die Gestallt hebt ihre Hand und zielt mit der flachen Hand auf Rabe.
    ???: Das wird dir helfen an mich zu denken! Ich werde wieder kommen.
    Die Gestallt lachte laut. Plötzlich verspürt Rabe enorme Kopfschmerzen. Er lässt sein Katana fallen und greift sich auf den Kopf. Der Schmerz ist einfach zu stark. Seine Augen tränten und er ging zu Boden. Wieder wollte er nur noch, dass es aufhört! Er verlor die Kontrolle über seinen Körper und er nahm das lachen der Gestallt nurmehr unscharf war. Langsam wurde es schwarz vor seinen Augen.

    Er riss die Augen auf und fand sich in einer Art Höhle wieder. Seine Hände und Füße waren gefesselt und sein Mund war geknebelt!
    Langsame Schritte hörte er,... Es waren mehrere Personen oder Wesen! Er wolte sich konzentrieren um mehr zu hören, aber er hatte starke Kopfschmerzen. Er schloss wieder die Augen und wartete ab...

  3. #3
    Draußen angekommen, wurden die drei Shiekah von einer stockfinsteren Dunkelheit überrascht. Kein einzeiger Stern war zu sehen, nicht mal der Mond war sichtbar, obwohl der Himmel frei von Wolken war.
    'Was geht hier vor?' Cruentus versuchte den Mond zu finden, ohne Erfolg.
    Plötzlich ertönte ein schrecklicher Schrei, der von Richtung Friedhof kam.
    'O nein, das war Vaters stimme!' sagte Noyashi, der sich ganz aufgebracht zu Cruentus wandte. 'Los schnell, wir müssen ihn finden bevor es zu spät ist.'
    Cruentus warf Kiro einen Blick zu, Kiro nickte und gab einen langen und lauten Pfeifton von sich. Schon erschien ein schwarzes Pferd, das majestätisch in ihre Richtung rannte.
    'Wir sehen uns am Friedhof.' ohne das Zeus anhielt, sprang Kiro auf ihn hinauf und verschwand in der nächtlichen Dunkelheit...

    Geändert von Ravana (21.03.2005 um 09:08 Uhr)

  4. #4

    Kakariko

    Ravana hatte einige Zeit auf den Goronen gewartet. Sie hatte einige Händler um die Mittagszeit in die Taverne gehen sehen und nach einer guten Weile, wie sie wieder heraus kamen. Sie war ungeduldig, sie hasste es, zu warten. Sie war es aus der Wüste gewohnt, sich ihren Tagesablauf selbst einzuteilen, und nicht, ihn nach anderen Personen zu richten.
    So nutzte sie die Zeit, ihren gewonnenen Spiegelschild zu bewundern. Er war sehr leicht und hatte eine so blankpolierte Oberfläche, dass man wirklich sein Spielgelbild darin betrachten konnte. Sie war verziert mit dünnen eingeritzten Linien, die das Wappen der Gerudo formten. Ravana war unendlich stolz darauf, dieses wunderschöne Stück gewonnen zu haben. Sie nahm sich vor, Bumara nach dem Schild auszufragen. Auch Bumara würde stolz sein, den Schild wieder im Besitz des Volkes der Gerudo zu wissen.
    Als Daru nach einer halben Ewigkeit, wie es ihr vorkam, noch immer nicht kam, wurde sie ungeduldig.
    Ravana wollte schon aufstehen und sich alleine auf den Weg machen, als sie den Daru, den Goronen, doch noch durch das Tor rollen sah. Als Daru sich aufrichtete, hatte sie den Eindruck, dass ihm seine Verspätung peinlich war, doch er sagte nichts.
    Unhöflicher Kerl, dachte sie und grüßte ihn ein wenig unwirsch.
    „Hoffentlich hast du dir Proviant besorgt, die Reise zum Tal der Gerudo ist lang und anstrengend“, sagte sie.
    Daru verzog ein wenig die Lippen und sagte mit seiner seltsamen tiefen Stimme: „Oh, keine Sorge. Wir Goronen finden überall etwas zu essen. Und besonders im Gerudo-Tal, wo es sehr felsig sein soll, wie man so hört.“
    Ravana überlegte, was er damit meinte und erinnerte sich dann daran, wie Milo vermutet hatte, dass Goronen Steine essen. Essen sie wirklich Steine? dachte sie entsetzt. Bah, dieses Volk ist wirklich seltsamer, als ich dachte...
    „Also schön, machen wir uns auf den Weg“ sagte sie schnell, um über ihre Verwunderung hinweg zu täuschen.

    Als sie das Gerudo-Tal verlassen hatte, war sie zur Lon-Lon-Farm gegangen, ein kleiner Umweg, wie sie in Kakariko erfahren hatte. Kara, die Frau, die sie am Tag nach der Schlacht versorgt hatte, hatte ihr gesagt, dass der kürzeste Weg zum Gerudo-Tal rechts an der Farm vorbei führte.
    Ravana hatte einen sehr guten Orientierungssinn, ohne den sie in der Wüste oft verloren gewesen wäre, und sie traute sich zu, problemlos den Weg zum Eingang zum Gerudo-Tal zu finden.
    Daru war im Gegensatz zu Milo ein ruhiger Typ, er sagte kaum etwas. Ravana war es Recht, sie wusste auch nicht, über was sie mit ihm reden sollte, und so gingen sie schweigend nebeneinander her.
    Als sie die steinerne Brücke über den Fluss erreichten, sagte Daru plötzlich: „Kennst du einen Kokiri namens Milo?“
    Ravana blieb stehen und starrte ihn überrascht an. Woher wusste er von Milo? Zögernd setzte sie sich wieder in Bewegung. Dieser Gorone war wirklich seltsam. Irgendwie schien ihr Triforce-Anhänger auf ihn zu reagieren, dann wollte er, dass sie ihn zum Tal der Gerudo begleitete, und nun wusste er auch von Milo...
    „Jaa,“ sagte sie langsam. „Ich kenne ihn. Bis vor kurzem hat er mich begleitet. Woher weißt du von Milo?“
    „Oh – ich war vor kurzer Zeit im Kokiri-Dorf, wo ich von einem verbannten Jungen gehört habe. Und eine Gerudo in Beleitung eines Kokiris spricht sich schnell herum in einem kleinem Land wie diesem.“
    Wie konnte Daru das Kokiri-Dorf betreten? fragte sich Ravna. Milo hatte ihr gesagt, dass niemand außer den Kokiri das Dorf und überhaupt den ganzen Wald betreten konnte. Bestimmt log Daru sie an. Niemand konnte in das Dorf. Sie ließ sich nichts anmerken und sagte: „Leider musste ich Milo in Hyrule zurücklassen. Er hat dort eine Lehre bei einem Gastwirt begonnen. Aber erzähl mir doch vom Kokiri-Dorf. Leben dort wirklich nur Kinder? Wie sieht es dort aus?“
    Und Daru begann zu erzählen – von den vielen kleinen Kokiri, von denen jeder eine Fee besaß, von dem satten grün, das die vorherrschende Farbe in den Wäldern war, von leise gluckernden Bächen und umherschwirrenden Insekten.
    Gespannt hörte Ravana ihm zu. So, wie er erzählte, war Daru wirklich dort gewesen, und der Wald hörte sich an wie die Beschreibung des Paradieses. Sie konnte Milo nun verstehen, warum er so traurig gewesen war bei dem Gedanken, seine Heimat nie wieder zu sehen.

    Als die Sonne die fernen Felswände am Rand der Steppe erreichte und langsam hinter ihnen verschwand, hatten die beiden ungleichen Reisenden schon gut die Hälfte des Weges durch die Steppe geschafft. Zu ihrer Linken lag in einiger Entfernung auf einem felsigen Hügel die Lon-Lon-Farm, ein paar Gehstunden entfernt.
    Bis sie den Eingang zum Gerudo-Tal erreichen würden, wäre es wahrscheinlich schon nach Mitternacht, und so schlug Ravana vor, hier ein Lager für die Nacht aufzuschlagen. Ein großer runder Felsen, neben dem einige dicke Büsche wuchsen, erwies sich als ideal. Ravana breitete ihren Umhang auf dem weichen Gras aus, setzte sich darauf und aß eine paar Happen von ihrem Proviant. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie Daru, sie wollte sehen, ob er tatsächlich in den Felsen hineinbeißen würde, wurde aber enttäuscht. Er setzte sich nur auf den Boden und rollte sich zusammen.
    Merkwürdige Wesen, diese Goronen, dachte sie achselzuckend und wickelte ihren Umhang um sich.

    Die Nacht verlief ohne Zwischenfall. Nur einmal wachte Ravana auf, weil sie in der Nähe seltsam trippelnde Schritte gehört hatte. Sie hatte sich aufgerichtet und in die Dunkelheit gespäht. Ihr war, als hätte sie in Richtung der Schritte zwei rote Punkte auf Augenhöhe gesehen, und ihr war es kalt über den Rücken gelaufen, doch kurz darauf waren die Schritte verklungen und Ravana hatte sich wieder hingelegt. Knochengänger... Milo hatte ihr davon erzählt. Er hatte sie auch noch nie gesehen, doch Balon hatte ihm haarsträubende Geschichten von wandelnden Skeletten in der Steppe erzählt...
    Am nächsten Morgen wachte sie ausgeruht aus, und auch Daru sah recht gut gelaunt aus. So konnten die beiden ihren Weg zum Tal der Gerudo fortsetzen.

  5. #5
    Bonny erhob sich und richtete ihren Blick nicht von zuffels neuem Bogen ab. Auch zuffel stand
    auf und sie sah, wie die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.
    "Sonnenuntergänge sollte man sich in Hyrule nie entgehen lassen "
    hatte damals zuffels Mutter zu ihr gesagt. Aber sie hatte Recht. Diese Sonnenuntergänge waren einfach atemberaubend.
    "Warst du schonmal auf der Lon Lon - Farm?" fragte zuffel Bonny schließlich. "Wir könnten ja morgen einen kleinen Abstecher zu dieser machen, wird bestimmt lustig, was meinst du?". Bonny nickte stumm.
    "Interessiert es dich denn nicht, wer die ganze Zeit denn hinter dir her war oder es immer noch ist?" fragte sie.
    "Doch natürlich interessiert mich das!" entgegnete zuffel. "Ich möchte ja auch unbedingt wissen, wer mir etwas Böses will..."
    "Aber?"
    "Nichts aber!"
    "Ich verstehe nicht, wie du nur so leichtsinnig mit deinem Leben umgehen kannst!"
    "Nun übertreib' aber mal nicht! Mir ist ja noch nichts passiert!"
    "Könnte aber doch!". zuffel schnaufte laut.
    "Bonny... es ist wirklich richtig lieb von dir, dass du dir solche Sorgen um mich machst, aber glaub' mir, ich pass' schon auf mich auf, mir passiert so schnell nichts!". zuffel blickte zuversichtlich zu Bonny hinüber. Doch Bonny überkam ein schlechtes Gefühl. Sie spürte ganz genau, dass zuffel etwas zustoßen würde, wenn sie nicht auf Bonny hören würde...

  6. #6
    Cruentus fühlte sich total überrumpelt von den seltsamen Ereignissen, die in den letzten Minuten in Kakariko vor sich gingen. Er fragte sich, was mit Raikyu los war und warum er mitten in der Nacht auf dem Friedhof war. Nachdem sie das letzte Stückchen panisch gerannt waren, erreichten sie endlich das Tor, dass aus Kakariko hinaus und in das Reich der Toten führte.
    Auf dem Friedhof war die Stimmung noch düsterer und unangenehmer als noch in der Stadt. Kein Tier kroch über die Gräber, nicht einmal der alte Totengräber machte heute seinen Rundgang. Dann entdeckten sie Raikyu. Er hockte keuchend über einem Haufen Knochengänger. Sie mussten ihn angegriffen haben, als er hier auf die beiden gewartet hatte. Aber der alte Shiekah wusste sich durchaus zu wehren. Noya rannte bereits zu ihm den Hügel hinauf. Er wirkte sehr erleichtert, endlich seinen Vater wiedergefunden zu haben. Er musste sich wohl sehr um ihn gesorgt haben.
    Noyashi, Nein, das ist eine Fall...
    Das letzte Wort blieb ihm im Halse stecken, als er sah, wie sein Sohn, von magischen Energiestößen durchzuckt, ruchartig zu Boden fiel. Cruentus, der die Szene von Weitem beobachtet hatte, konnte hoch am Himmel und sich nun langsam herabsenkend schon den entdecken, der für all das verantwortlich war: Lapis!
    Ganz in schwarz gekleidet kam der triumphierend grinsende Shiekah auf Cruentus zu. Erst jetzt fiel diesem der leblose Körper Kiros auf, der in einer abgeschiedenen Ecke des Platzes lag und ebenfalls von leuchtenden magischen Energien gefesselt war. Er hatte seine beiden Freunde ins Verderben gestürzt. Nur wegen ihm mussten sie jetzt hier leiden. Aber er würde nicht einfach so aufgeben. Er würde kämpfen und die Ehre der Shiekah so gut es ging verteidigen. Doch dazu musste er erst einmal an Lapis herankommen. Der schwebte nämlich immer noch in zwei Meter Höhe über dem Erdboden und lachte freudig seinen Neffen an.
    Wie du siehst, Cruentus, gibt mir dieses Artefakt unglaubliche Macht. Ich herrsche sogar über die Elemente. Und ich werde mithilfe dieser Macht die Shiekah wieder an die Macht bringen und wir werden über alle minderwertigen Völker Hyrules herrschen. Du könntest zu meiner Rechten sitzen, Cruentus. Du könntest mein Nachfolger werden, die ganze Welt regieren. Aber leider hast du dich ja gegen mich gestellt. Ich gebe dir also noch eine letzte Chance. Schließ dich mir an!
    Zornig fletschte Cruentus die Zähne.
    Niemals werde ich mich dem Mörder meiner Eltern unterwerfen. Ich werde dich töten.
    Lapis lächelte müde.
    Was willst du? Mich töten? Wie stellst du dir das denn vor? Ich bin zu mächtig für dich. Außerdem bist du durch die kürzliche Schlacht noch viel zu geschwächt um zu kämpfen. Versuch doch, mich zu bezwingen! Ich werde es dir beweisen.
    Das war zu viel für Cruentus. Blind vor Wut stürzte er auf seinen Onkel zu. Sein Schwert über dem Kopf schwenkend, wollte er nur noch töten. Lapis töten. Das war das Ziel, das er vor Augen hatte, das einzige Ziel. Doch Lapis, der inzwischen auf den Boden zurückgekehrt war, machte einfach nur einen Schritt zur Seite, sodass Cruentus stolperte und sich den Kopf aufschlug. Blut tropfte von seiner Stirn und ließ seinen Hass nur noch wachsen. Er würde dieses Monster umbringen und niemand konnte ihn davon abbringen. Erneut rannte er los, doch diesmal war er vorbereitet auf Lapis Tricks und stieß sein Schwert statt nach vorne zur Seite. Doch der wich erneut aus, diesmal nach hinten. Er ließ Cruentus einfach nicht an ihn rankommen. Immer wieder stieß der junge Shiekah zu und immer wieder wich der Ältere ihm aus. Schließlich war er so erschöpft, dass er einfach zu Boden sackte.
    Ich hoffe, du hast nun erkannt, dass ich der Mächtigere von uns beiden bin. Du kannst mich nicht besiegen. Und nun werde ich dich töten, damit du mir nicht mehr im Weg stehst. Verabschiede dich von deinen Freunden, Neffe! Du wirst sie so schnell nicht wieder sehen.
    Der dunkle Schiekahfürst hob seine Hand und eine blaue Flamme glühte in ihr auf. Cruentus wurde von dem grellen Licht geblendet und konnte kaum noch die Augen geöffnet halten. Die Erschöpfung übermannte ihn. Er wollte nur noch schlafen. Nicht mehr gestört werden, seine Ruhe haben, schlafen... schlafen... Durch einen plötzlichen Aufschrei, der von Lapis kam, schreckte er wieder hoch. Unübersehbar ragte eine Klinge aus seinem Bauch, die von Lapis' Blut rötlich glänzte. Ein weiteres Schwert rang durch seinen Hals. Cruentus verstand die Welt nicht mehr. Dann entdeckte er die beiden jungen Krieger, die die Klingen in der Hand hielten. Ein Shiekah und ein Horrorkid, nein, kein Horrorkid, denn im Herzen war auch er ein Shiekah, standen zufrieden lächelnd hinter dem schwarzgekleideten Mann. Lapis musste die Gefahr, die von Noya und Kiro ausging, unterschätzt und seinen Zauber aufgehoben haben, um sich voll und ganz auf seinen Neffen konzentrieren zu können. Das war der entscheidende Fehler, den er begangen hatte. Jetzt erkannte Cruentus, was sowohl Lapis als auch er selbst immer übersehen hatten: Wenn man in Gefahr ist, kann man sich immer auf seine Freunde verlassen. Jetzt kam auch Raikyu von hinten angehumpelt und gesellte sich zu ihnen. Mühsam erhob sich Cruentus. Leise und kaum hörbar murmelte Noya, während er sein Schwert angeekelt aus seinem Gegner herauszog: Für die Ehre der Shiekah! Jetzt stimmten auch die anderen mit ein und riefen in die Stille der Nacht hinaus:

    Für die Ehre der Shiekah!

    Plötzlich zerfiel Lapis' zuckender Körper zu Asche.
    Jetzt ist er also weg. Er wird nie wieder die letzten verbliebenen Shiekah in Gefahr bringen können.
    Doch Raikyu schüttelte den Kopf.
    Sei dir da nicht zu sicher Cruentus. Sein Körper mag zwar verschwunden sein, aber wer weiß zu was er noch fähig ist.
    Erst jetzt entdeckte Kiro das glänzende Stück Metall, das zwischen der Asche lag. Er stolperte zu dem Haufen hinüber und nahm das kleine Stück heraus. Cruentus kam bereits auf ihn zu.
    Das nehme ich jetzt an mich. Das muss so schnell wie möglich zum Tempel gebracht werden. Ich werde mich so bald wie möglich auf den Weg machen. Ich nehme an, du begleitest mich wieder, Kiro?
    Natürlich, was glaubst du denn? Ich kann dich doch nicht so schutzslos in die Wildnis hinauslassen.
    So war die Ehre der Shiekah vorerst gerettet und die vier, die wohl zu den Letzten gehörten, die von diesem Volk noch übrig waren, gingen müde nach Hause.

  7. #7
    Während der Wald weiter starb und die Fäulnis sich anschickte, über die Grenzen des Reichs des Deku Baumes zu fallen, wanderte ein verwirrter Villon umher und stützte sich scher auf seinen Stab. Er versuchte krampfhaft die letzten Stunden wieder in sein Gedächtnis zu rufen um sich darüber im Klaren zu sein, warum im alles in der Welt der Wald starb und wie er aus dem Tempel gekommen war. Gedanken daran zu verschwenden, wieder umzukehren und Nachforschungen anzustellen, wäre unklug und, Villon fühlte es geradezu, auch recht tödlich. Aber er musste eines wissen. Warum konnte er sich nicht an die Begebenheiten im Wassertempel und im Waldtempel erinnern? Warum waren immer Lücken in seinen Erinnerungen, wenn es um etwas mit den Weisen ging?

    Villon dacht nach und achtete nicht auf seinen Weg. Gefahr war ihm fremd, das wusste er nun, und daher brauchte er sich auch nicht zu fürchten, da es nichts zu fürchten gab. Seit das Dreieck aufgetaucht war, hatte sich sein Leben verändert und ihn viele Probleme bereitet. Seitdem klebt mehr Blut an seinen Händen, als es üblich war und das ständige Gewissen, etwas lauere in seinem Nacken, konnte einen geradezu wahnsinnig machen. Nachdenklich blickte er auf das Dreieck in auf seinem Handrücken und runzelte die Stirn. Was war das Ding? Und wieso ausgerechnet schwarz? Die meisten Dreiecke hatten das Triforce als Vorbild und waren daher auch Golden. Seines jedoch war schwarz, bestand aus einer Unmengen, sich bewegenden Anzahl aus Worten, die Wärme ausstrahlten und Villon in diese Form gequetscht hatten. Es stand außer Frage, dass es nichts Gutes sein konnte. War es jedoch Böse, wer hatte es erschaffen und zu welchem Zweck? Fragen auf die Villon keine Antworten hatte und die ihn wohl noch so manche Nacht den Schlaf rauben würden. Beinahe sehnsüchtig glitten seine Gedanken ab und kehrten an den Ort zurück, den er Heimat nannte und an dem er viele, vielleicht zu viele Jahre seines Lebens verbracht hatte: Das Gerudotal, die Wüste und der Wüstenkoloss. Villon stockte, als er sich klar darüber wurde, das es wieder etwas gab, von dem er nicht wusste, wann und ob er es jemals herausfinden könnte. Er war kein Gerudo, da brauchte man nur einmal aufzuschauen um es zu erkennen. Die Gerudo hatten ihn adoptiert und ihn der Obhut einer alten, dem Wahnsinn nahen, Frau überlassen. Nun, sie war keine sehr freundliche Person gewesen, jedoch hatte sie sich um den Jungen gekümmert. Die Frage war also: Woher kam er? Wer waren seine Eltern und was war er? Villon schüttelte den Kopf in Angesicht der vielen Fragen, die er sich immer stellte und nie eine Antwort darauf gefunden hatte. Er fühlte sich meistens allein und generell einsam, doch das Dreieck, so ungern er es auch zugab, gab ihm Geborgenheit. Und das verursachte mehr als einfaches Unbehagen.

    Er bog gerade um einen Baum und blickte sich verwirrt um. Es gab zwar kaum, bis nichts, was ihm gefährlich werden konnte, doch vor einer Sache konnte die Macht des Dreiecks ihn nicht schützen. Egal wie sehr man an die Wüste gewöhnt war und wie viele Stunden man allein im Wüstenkoloss verbracht hatte, man wusste immer wo was war und man konnte alles erreichen, wenn man einfach nur geradeaus ging. Irgendwann kam man immer irgendwohin. Die Wüste war grenzenlos gewesen, verschluckte Träume und Luxus, lies nur den eigenen Willen und das eigene Leben übrig, wenn man es sich verdiente. Hier im Wald jedoch... Neben Bäumen soweit das Auge reichte, gab es auch noch alle möglichen Tiere und Laute, Schatten die sich bewegten und niemals verharrten. Hier war die Welt niemals so, wie sie einige Sekunden davor noch war. Ein Lidschlag, dann sah man eine völlig neue Welt, mit neuen Möglichkeiten, neuen Gefahren und neuen Farben. In einer solchen Welt war es unmöglich, das zu finden, was man finden wollte. Oder mit anderen Worten: Villon hatte sich verirrt. Ihm kamen einige Details bekannt vor, doch verschwammen diese sehr schnell in den Schatten. Er stützte sich auf seinen Stab, runzelte wieder die Stirn und blickte sich um. Sein Blick streift alle möglichen Bäume und Pflanzen, lässt keinen Zweifel Platz und vermittelte mit ungeheuer Härte die Realität, die Villon immer noch mitten im Nirgendwo lies und ihm keine Möglichkeit zeigte, seinen Weg wiederzufinden. Er brauchte wohl Hilfe, doch sah er sich wieder mit einem Problem konfrontiert. Seine Gelenke wurden langsam steif. Zähneknirschend wurde ihm bewusst, dass er seine Verteidigung vernachlässigt und den Wald unterschätzt hatte.
    Langsam schleppte sich Villon weiter und versuchte sich auf etwas zu konzentrieren, dass nichts mit Pflanzen und Starre zu tun hatte. Mehrere Bilder kamen ihm in den Sinn, die alle fließendes Wasser zeigten und Villon verhöhnten; Durst brannte in seiner Kehle. Jedoch war Villon nicht unbedingt gwillt den durst zu löschen, da er ihn auf andere Gedanken brachte und das Wasser in seinen Gedanken die Starre fortzuspülen vermochte. Er spürte wie seine Gliedmaßen wieder geschmeidig wurden und entdeckte alsbald eine Lichtung, die ihn bekannt erschien. Ein selbstsicheres Lächeln erschien auf seinem kindlichen Gesicht und die Vorfreude, aus diesem schrecklichen Wald herauszukommen, lies ihm schier Flügel wachsen. Er rannte los, stolperte über einige Wurzeln, doch rappelte sich gleich wieder auf, setzte seinen Weg fort und konnte es nicht erwarten, diesen Wald endlich hinter sich zu lassen.

    Er war so euphorisch, dass er den Schemen nicht sah, der plötzlich hinter einem Baum hervortrat und ebenfalls recht verwirrt wirkte. Ohne eine Möglichkeit seine Geschwindigkeit drosseln zu können, sauste Villon direkt in den Schemen hinein. „Hey, mal langsam, ja?“ sagte die Gestalt als sie sich wieder voneinander getrennt und aufgestanden waren. Der Fremde sah Villon überrascht an. „Hm, seltsam. Ich dachte Kokiri können den Wald nicht einfach so verlassen. Das weißt du doch, oder?“ Der Mann wirkte einen Moment lang unentschlossen, doch dann begannen sich seine Augen zu weiten, als er den Stab in Villons Hand sah und die schwache magische Aura des Kindes wahrnahm. Schlagartig veränderte er sich und ein eigentümliches Grinsen erwachte in den Mundwinkeln des Fremden. „So ist das also. Zeig dich in deiner wahren Gestalt, wenn du dich traust. Einem Shiekah kannst du nichts vormachen, Magier.“ Er betonte das letzte Wort sehr, beinahe als würde er es verächtlich ausspucken. Villon konnte seiner Überraschung nicht Herr werden und wich einen Schritt zurück. „Los, ich warte und habe nicht den ganzen Tag.“ Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah herablassend auf Villon. Dieser hatte sich von seinem Schrecken erholt und wieder ein gefasstes Gesicht zur Schau gestellt. Anstalten sich zu verwandeln machte er jedoch nicht. „Hör zu, ok? Ich weiß, dass du es warst, der den Hylia See vergiftet hat. Ich weiß auch, dass du dafür verantwortlich bist, was gerade mit diesem Wald geschieht. So eine lächerliche Verkleidung kann dich unmöglich vor mir verstecken, also zeig endlich dein wahres Gesicht!“ Der Mann machte einen Schritt auf Villon zu, der wie angewurzelt da stand. Sein Blick war in weite Ferne gerichtet und seine Augen waren leer. Ein Wort, welches der Fremde aussprach, rief ungeheure Wut in ihm hervor. Irrationaler und völlig unangebrachter Zorn brandete in Villon auf und seine Hand verkrampfte sich um den Stab. Ein Gedanke genügte und die Verwandlung wurde aufgehoben. Er wuchs schnell in die Höhe, verlor seine Hautfarbe und nahm seine alte, unheimliche Gestalt an. Seine perlgrauen Augen schienen in einem karmesinroten Feuer zu brennen, als er den Fremden ansah und mit seinem Stab auf ihn zeigte. Der Mann vor ihm runzelte die Stirn, löste sich aus seiner Haltung und begab sich in eine Position, aus der er entweder angreifen oder fliehen konnte. Doch bei dem Lächeln in seinem Gesicht war klar, dass er von seinen Fähigkeiten mehr als überzeugt war. „Nimm den Zahnstocher weg, ja? Mach mich nicht wütend, sonst...“ Plötzlich musste Villon lachen. Es war ein ehrliches, freudiges Lachen, dass jener Boshaftigkeit angehörte, die nur die wirklich Intelligenten Menschen aushecken konnten. „Sonst was? Verwandelst du mich dann in Schaschlik? Oder doch eher in eine Kröte? Haben deine Shiekahvorfahren eigentlich schon das Feuer entdeckt, Welpe?“ Der Fremde war verwirrt. Ein bisschen Respekt und gar Furcht hatte er erwartet. Jeder hat Respekt vor einem Shiekah. Doch dieser Mann vor ihm, der nun immer nöher kam und mit einer Leidenschaft sprach, die Bäume dazu bewegen könnte, sich selbst anzuzünden, war etwas neues für Shiro. „Du willst also wissen, warum ich den Wassertempel vergiftet, den Weisen gemeuchelt und die Existenz der Zoras gefährdet habe?“ Shiro wich zurück. Der Hass in den Augen Villons machte ihm Angst. Er hasste selbst, aber sein Hass hatte einen Grund, war nicht von einer solchen Sinnlosigkeit wie der, der in den Augen des Mannes vor ihm brannte. Bei dem Gedanken zögerte Shiro etwas und betrachtete die Augen seines Gegenübers genauer. Er machte beinahe einen Sprung zurück als er plötzlich Schatten und Wahnsinn im Blick des Mannes sah. Shiro war klar: Dieser Mann war im Kopf nicht alleine. Mindestens eine Wesenheit teilte sich dem Platz mit einem ehemals menschlichen Verstand.

    Der Stab sauste auf Shiros Gesicht zu und hielt einige Zentimeter vor den Augen an. Shiro hatte nicht mit den Wimpern gezuckt und nun war ihm auch klar, dass hier etwas schief lief. „Ja, ich will es wisse.“ sagte er ruhig und unterdrückte den plötzlich aufwallenden Wunsch, Villon an die Kehle zu springen. „Weil ich es wollte.“ Shiro stockte. Die Stimme hatte sich für einen Moment völlig anders angehört. Wesentlich älter und... böser. Shiro hatte das Gefühl, dass Krankheit und Leid aus dem Mund des Mannes sprachen und wurde sauer. Wollte dieser ihn verspotten? Sollte Shiro etwa erstaunt sein? Wollte er ihn beeindrucken, wie ein kleines Kind auf dem Marktplatz? Das ging zu weit. „Oh, ich verstehe. Natürlich, was für ein Grund. Und du hast natürlich auch vor, ganz Hyrule zu übernehmen, oder?“ Shiros Stimme troff vor Spott. „Und was hast du als nächstes vor? Hm? Etwa einen Angriff auf Kakariko, oder so was? Ich bitte dich. Weil ich es wollte... So einen Schrott habe ich ja schon lange nicht mehr gehört.“ Villon aber lächelte noch und ging einen weiteren Schritt auf Shiro zu. „Nein, ich werde Hyrule nicht unterwerfen, keine Sorge. Sowas machen nur Anfänger. Ich, mein Kleiner, werde Hyrule einfach nur zerstören. Und mit dir fange ich an, dreckiger Shiekah!“ Damit schmetterte Villon seinen Stab auf den Boden, sodass die Flammen des Topas auf den Boden übergingen und, wie ein Fluss aus Feuer, auf Shiro zurannten. Schneller als Shiro reagieren konnte, schossen Hände aus Flammen und Sand aus dem Boden, packten den Shiekah und hoben ihn in die Luft. Die Flammen waren zwar nicht heiß, doch scheuerten sie an der Haut und ätzten sich langsam durch die Kleidung. Shiro verlor bei weitem nicht die Beherrschung, sondern suchte ruhig nach einer Lösung und wehrte sich dennoch nach Leibeskräften. Plötzlich verschwand die Sonne, Licht wurde unterdrückt und die Laute des Waldes verstummten derart abrupt, dass die Stille ohrenbetäubend war. Shiro fühlte Kälte, wie sie schlimmer nicht hätte sein können und gleichzeitig versuchte Feuer seine Lungen zum explodieren zu bringen.

    Der Shiekah konnte gegen die Finsternis aus Villons Handrücken nichts unternehmen. Irrationaler Hass verstärkte die dunklen Kräfte des Dreiecks und drückte langsam zu. Der wabernde Kokon der Dunkelheit, der Shiro umschloss, erstarrte langsam, verfestigte sich und drückte zu, gewillt, jeden Funken Leben aus dem Körper zu pressen. Doch ein leichtes Wispern, nicht mehr als ein heiseres Flüstern, drang noch aus dem Kokon und drang an Villons Ohr: „Der Schattentempel... Ich .... helfen...“ Villon stockte. Der Tempel war ebenfalls nicht leicht zu erreichen und die verhasste Macht der Shiekah schütze ihn vor Villons Teleport. Er brauchte wohl doch jemanden, der ihm helfen könnte. Villon zuckte mit der rechten Hand zurück und riss den beinahe Steinharten Kokon Mühelos von dem Shiekah, der heftig keuchend nach Atem rang und sich die Handgelenke rieb. Villons Augen funkelten immer noch im Hass, doch seine Stimme war wieder die Seine. „Ach ja? Du willst mir helfen? Vielleicht bist du doch klüger als du aussiehst...“ murmelte er vor sich hin und setzte sich auf einen Stein. Der Stab schrumpfte um besser in die nun wieder kindliche Hand zu passen. Die Augen eines Kokiris waren auf Shiro gerichtet, als dieser sich aufrappelte.

  8. #8
    Am Morgen gingen Bonny und Zuffel ind Kakariko Mietstall.Dort wollten sie sich Pferde leihen.Bonny gab einen wertvollen Dolch als Pfand.Zuffel die Kette die ihr Bonny geschenkt hatte.Mit den Pferden machten sie sich auf den Weg.Beide hatten den Bogen und Köcher auf dem Rücken,man wüsste ja nie.Nach einem Tagesritt kamen sie auf der Farm an.Immer wieder sah Zuffel einen schwarzen Schatten herum huschen.An der Farm:
    Z:"Bonny ich habe was gesehen"
    B:"Und was?"
    Z:"Eine schwarze gestalt"
    B:"Reite schonmal rein,ich bleibe hier draußen."
    Zuffel schaute Bonny an,als wrde sie sagen Bist du verrückt?! Bonny nickte nur grinsend.Zuffel verschwand."Wo immer du auch bist und was du willst weiß ich nicht!Zeig dich!",rief sie durch die Halbe Steppe.Hinter ein paar Bäumen tauchte eine Gestalt auf...

  9. #9
    Kiro und Cruentus lagen in ihren Betten, es war alles still. Nach dem, was in dieser Nacht geschehen war, wollte keiner von ihnen irgendetwas sagen. Kiro, der lange die Decke angestarrt hatte, brach schließlich das Schweigen.
    'Wir müssen morgen so früh wie möglich losgehen.'
    Cruentus antwortete nur mit mit einer Art grunzen.
    'Willst du diesen Noya mit nehmen?'
    Dieses mal setzte sich Cruentus aufrecht.
    'Ich denke, ich werde ihn nicht fragen, doch ich denke auch, dass ich ihn nicht auhalten werde, wenn er mitkommen will.'
    Kiron der aufgestanden war und zum Fenster ging, antwortete besorgt.
    'Er sollte besser hierbleiben, Cruentus, und du weisst das, seinem Vater geht es nicht gut. Wenn sich niemand um ihn kümmert, dann wird er sicherlich bald sterben, nach dem, was Lapis ihm angetan hat.'
    'Du hast Recht, aber was sollen wir tun? Er sorgt sich sicher um seinen Vater, doch Raikyu wird ihm sagen, dass er nichts hat. Er will doch auch, dasa Noya mit uns auf Reisen geht, genau wie sein Grossvater wollte, dass Raikyu I auf Reisen geht. Er sagte immer: "ein richtiger Shiekah sollte niemals sein ganzes Leben an einem Platz dahin leben, er sollte auf Reisen gehen und Abenteuer erleben".'
    'Dann wäre es das Beste, wenn wir sofort aufbrechen, Cruentus. Wir haben kein Gepäck, darum können wir mühelos von hier verschwinden.'
    Cruentus strich sich die Haare aus dem Gesicht. 'Aber wir können doch nicht einfach so gehen, ohne uns zu verabschieden.'
    'Ich weiss, schreib einen Brief. Danke ihm für alles und nun lass uns gehen.'
    'Aber...'
    'Cruentus, glaub mir, es fälllt mir genau so schwer wie dir, aber wir müssen. Denke an Raikyu!'
    'Na gut.'
    Cruentus kritzelte etwas auf ein Blatt Papier und ließ es auf seinem Bett liegen, danach packte er seine Sachen zusammen und sie verschwanden durch das Fenster in die Dunkelheit.

    Geändert von Ravana (28.03.2005 um 15:21 Uhr)

  10. #10
    Auf dem Weg zum Eingang des Gerudo-Tales begann Ravana langsam, Daru zu schätzen. Er hatte viel von der Welt gesehen, war sogar im legendären Land Termina gewesen und erzählte ihr von seinen Abenteuern. Gespannt hörte sie zu, was er alles zu berichten hatte und merkte gar nicht, wie die Zeit verging. Sie wunderte sich zwar ein wenig darüber, dass Daru nicht sagte, warum er so viel reiste, doch sie nahm an, dass er eben eine unruhige Natur war und nicht lange an einem Ort bleiben konnte.
    Gegen Mittag schließlich wurde der Boden felsiger und das überall in der Steppe wachsende Gras wurde spärlicher. Es war nicht mehr weit zum Gerudo-Tal, und kurz darauf erreichten die beiden eine felsige Schlucht, die steil nach oben auf ein Plateau führte. Das Gras war inzwischen ganz dem Felsboden gewichen, und Ravana bemerkte, wie Daru sich sehr interessiert umsah.
    Endlich breitete sich das Felsplateau vor den beiden aus. Ravana war hier schon einmal gewesen und konnte sich daran erinnern, wie beeindruckt sie von der wundervollen Aussicht gewesen war, und sie bemerkte stolz, wie auch Daru sich überrascht umsah.
    Der Himmel war blau, die Sonne schien und es wehte wie fast immer ein leichter Wind in der Steppe. Die Luft war klar und man konnte viele Meilen weit sehen. In der Ferne im Norden erhob sich der dunkle Kegel des Todesbergs, im Osten nicht allzuweit entfernt war der große Fels zu sehen, auf dem sich die Lon-Lon-Farm befand.
    „Vom Todesberg aus hat man bestimmt auch eine tolle Aussicht, oder?“ fragte Ravana Daru.
    Der antwortete erst nicht, schüttelte dann den Kopf und sagte: „Nein, eigentlich nicht. Man sieht nur tief unten im Tal Kakariko, aber die Steppe ist nicht zu sehen, weil Felsen die Sicht versperren. Wahrscheinlich könnte man sie vom höchsten Punkt des Kraters sehen, aber dort ist es zu gefährlich.“
    Von dort oben müsste man ganz Hyrule überblicken können, dachte Ravana begeistert. Wie gerne würde sie diese Aussicht einmal erleben...
    Während Daru sich noch umsah, nestelte Ravana in ihrem ledernen Tragebeutel herum und holte schließlich ein faustgroßes Stück vom Fladenbrot hervor, das sie in Kakariko gekauft hatte. Nachdenklich kaute sie darauf herum. Sie nahm sich vor, zum Todesberg zu reisen, sobald sie die Gerudo wieder verlassen hatte.

    Kurz darauf gingen die beiden weiter. Daru war sehr still geworden und schien keine Lust mehr auf ein weiteres Gespräch zu haben. Auch Ravana war mit ihren Gedanken beschäftigt. Ihr Triforce-Anhänger hatte während der Rast wieder heftig vibriert, und sie glaubte, dass Daru gesehen hatte, wie sie es sorgenvoll mit der Hand umschlossen hatte. Der Gedanke, dass Daru etwas über das Triforce wusste, war ihr durch den Kopf geschossen, doch Daru hatte sich sonst nichts anmerken lassen.
    Irgendwann am späten Nachmittag hörte Ravana das erste Mal wieder ein leises Rauschen, das nach kurzer Zeit immer lauter wurde. Sie wusste, was sie erwartete – der Zora-Fluss, der mehrere hundert Schritt in die Tiefe stürzte und eine tiefe Schlucht in das Gerudo-Tal gegraben hatte.
    Daru sagte nichts, entweder, er hörte das Rauschen nicht, oder es interessierte ihn nicht – oder er wollte nichts sagen.
    Als die beiden schließlich um eine felsige Ecke bogen, sahen sie erst das Wasserbecken, das man mit Hilfe eines breiten Brettes überqueren konnte und dann die wackelige Brücke, die sich über die tiefe Schlucht spannte.
    Ravana ging vorsichtig an den Rand der Schlucht und warf einen Blick auf den riesigen, laut rauschenden Wasserfall zur Rechten. Tief unten, am Grund der Schlucht, toste das Wasser grünlich in Richtung Hylia See und Ravana erfasste wieder die Angst bei dem Gedanken, die Schlucht über diese wackelige Brücke überqueren zu müssen.
    Daru ließ sich nichts anmerken, vielleicht hatte er als Gorone, der in Gipfelnähe des höchsten Berges des Landes keine Angst vor der Höhe...

  11. #11
    Ihr habt doch wohl nicht geglaubt, ihr könntet euch einfach so mitten in der Nacht davonschleichen, oder?
    Aus einer finsteren Ecke neben dem Haus trat eine Gestalt hervor: Ein junger Shiekah.
    Ich werde euch natürlich begleiten. Mein Vater kann auf sich selbst aufpassen. Er ist auch der Meinung, dass ich mit euch kommen sollte.
    Cruentus hatte schon mit so etwas gerechnet, aber diese Worte jetzt tatsächlich aus Noyas Mund zu hören, erstaunte ihn dennoch. Der Junge konnte nicht mitkommen. Er war zu jung und zu unerfahren. Und genau das sagte Cruentus ihm auch. Doch wie erwartet wimmelte Noya ihn ab.
    Ich bin zu jung und zu unerfahren? Du bist doch selbst nur wenige Monate älter als ich. Was hast du schon an Erfahrung, was ich nicht habe.
    Du weißt genauso gut wie ich, dass wir vollkommen unterschiedlich aufgewachsen sind und ausgebildet wurden. Während du noch mit deinen Freunden im Sandkasten gespielt hast, habe ich schon gelernt, was die beste Methode ist, einem Moblin den Kopf abzuschlagen.
    Noya wirkte gereizt.
    Verdammt noch mal, Cruentus! Natürlich bin ich ausgebildet. Oder glaubst du, mein Vater hätte mir gar nichts beigebracht? Auch ich habe die hervorragende Kampfausbildung eines alten Shiekah genossen. Du solltest dich nicht so hochmütig fühlen, nur, weil du der Sohn eines Shiekahfürsten bist.
    Kiro schenkte ihm einen verwunderten und überraschten Blick.
    Ein Shiekahfürst? Seit wann das denn? Das hast du mir ja noch gar nicht erzählt.
    Es war nicht wichtig, fertigte Cruentus ihn ab. Dann wandte er sich wieder Noya zu. Du hast doch gar keine Ahnung, was dich dort draußen erwartet. Kümmer dich um deinen Vater und dann trainiere deine Kampffertigkeiten. Ich bezweifle, dass du schon in der Lage bist, den alten Mann zu besiegen. Habe ich Recht?
    Der junge Shiekah schwieg. Es fing an, zu regnen und Cruentus bereute es, sich so lange aufhalten lassen zu haben.
    Bei den Shiekah bei denen ich aufgewachsen bin, bemerkte Cruentus spöttisch, galt eine Ausbildung erst dann als beendet, wenn der Schüler mächtiger war als der Meister. Nur so war gewährleistet, dass die Macht der Shiekah wuchs und nicht schrumpfte. In deinem Fall sollte es genauso sein. Wenn einige Zeit vergangen ist, werde ich zurückkehren. Und dann werde ich erneut entscheiden, ob du stark genug bist. Vielleicht werde ich dich dann mitnehmen. Ich verspreche es dir.
    Noya blickte nachdenklich zu Boden. Dann hörte er hinter sich stöhnende Laute. Raikyu musste plötzlich starke Schmerzen bekommen haben. Verängstigt schaute der Junge über die Schulter zurück zum Haus. Seine Kleidung war total durchnässt und er erweckte einen erbärmlichen Eindruck.
    Geh' und hilf deinem Vater!, bat Cruentus ihn. Noya nickte, erst vorsichtig, dann immer entschlossener. Mit festen Schritten lief er zur Haustür zurück. Auf der Schwelle blieb er noch einmal stehen und drehte sich um.
    Leb wohl, Cruentus! Ich werde dich nicht vergessen. Dann verschwand er hinter den Mauern der alten Shiekahbehausung. Cruentus konnte sich eine Träne nicht verkneifen. Er würde ihn auch nicht vergessen. Oh nein, das würde er nicht. Er war erstaunt über sich selbst. ungläbig, dass er selbst in der Lage war, solche Gefühle zu zeigen, dass er solche Gefühle überhaupt hatte. Es hatte sich wirklich einiges in seinem Leben geändert, seit er an jenem Morgen sein Lager in der Steppe verlassen hatte. Doch jetzt war nicht die Zeit darüber nachzudenken. Sie mussten so schnell wie möglich den Tempel erreichen. Das war jetzt ihr oberstes Ziel. Sie durften es nicht aus den Augen verlieren.
    Kiro, der die Szene scheigend beobachtet hatte, gesellte sich zu ihm. Gemeinsam rannten sie durch den strömenden Regen Richtung Steppe, neuen Abenteuern entgegen.

  12. #12

    Seltsame Höhle

    Die Schritte wurden lauter und sie halten ein wenig in der Höhle. Rabe spürte, dass er eine Beule auf seinem Hinterkopf hatte, aber dagegen konnte er ja nichts machen,... Die Schritte hörten plötzlich vor ihm auf. Eine weibliche Gerudo Stimme sagte...
    Gerude: Das ist ein netter Fang den wir hier gemacht haben! Was meinst du Krag?
    Die zweite Person kam ihm verängstlicht und nervös vor und die Stimme erinnerten ihn an das Wesen, das vor seinem ungewolltem Abtreten vor ihm schreiend davon lief.
    Krag: Ja,ja,... ein wahrlich netter Fang den wir da haben, aber könnte er nicht gefährlich werden?
    Gerude: Der? Hör auf zu scherzen! Wenn der noch einmal Anstalten macht, brate ich ihm wieder eines mit meinem Hammer über seinen Kopf!
    Jetzt wurde ihm einiges klar,... Die Gerude hatte ihm diese Beule verpasst und steckt mit dieser dürren Gestallt unter einer Decke! Konzentriert hörte er ihnen weiter zu...
    Krag: Aber Felin hast du nicht sein Schwert gesehen?
    Felin: Ja ist es nicht wunderbar? Dafür bekommen wir in zum Beispiel in Kakariko einige Rubine und in seinem Beutel sind ja auch noch ein paar.
    Krag: Stell dir vor du hättest in der Höhle gegen ihn kämpfen müssen! Er sieht nicht gerade schwach aus und er...
    Felin: Spar dir die nächsten Sätze! Komm lass uns lieber nach vorne gehen um Rubine zu zählen!
    Mit lauten Schritten, die immer leiser wurden entfernten sie sich wieder... Vorsichtig machte Rabe die Augen wieder auf und erspähte vor ihm eine Pfütze und einen Tisch. Langsam richtete er sich auf um zu sehen was auf dem Tisch ist. Als er es sah erschrak er fasst und währe beinahe wieder umgekippt! Auf dem Tisch waren mehrere Gläser, die mit Korken sorgfältig verschlossen waren. In einige waren Früchte drinnen und eingelegte Insekten, doch in einem kauerte eine Fee im Glas und schlief. Es schoss ihm gleich durch den Kopf: „Melina!“ Lange wartete er nicht ab und befreite seine Hände mit einem kleinen Feuerball, der sie Seile durchbrannte.

  13. #13
    Die schwarze Gestalt näherte sich Bonny.Entschuldige Zuffel! schoss es ihr durch den Kopf.Sie ritt mit dem Pferd,das sie sich gemietet hatte,zurück nach Kakariko.In Kakariko gab Bonny das Mietpferd zurück und erhielt ihren Bogen zurück.Sie ging dann die Treppe zur Steppe runter."Zuffel,ich komme bald zurück",sagte sie leise und ging die Treppe wieder hoch.Oben sezte sie sich an die Eiche die mitten in Kakariko stand.Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und blieb still so sitzen.Alles um sie herum war still,Kakariko war wie leer gefegt."Warum fühl ich mich jetz so leer?",fragte sie sich in Gedanken.Sie stand wieder auf.Ein paar blonde strähnchen hangen ihr ins Gesicht,das störte sie kaum.Dann sezte sie sich wieder hin und spielte auf ihrer Okarina.

  14. #14
    Währenddessen Bonny ihr Pferd in Kakariko wieder "abgab", stand zuffel nun schon eine ganze Weile auf der Lon Lon - Farm.
    "Wo bleibst du denn nur?" fragte sie sich selbst.
    Ihr Pferd hatte sie bereits in den Stall zurückgebracht und nun entschloss sie, vor dem Eingang der Lon Lon - Farm auf Bonny zu warten.
    Doch sie kam einfach nicht.
    "Wo kann sie nur sein? Sie wird doch wohl nicht etwa dieser Gestalt hinterher geritten sein...?". zuffel zuckte und blickte hastig in den Himmel.
    "Oh mein Gott... Bonny... was machst du denn nur? Dir könnte etwas zustoßen!". Sie starrte in die Weiten der hylianischen Steppe, die am frühen Abend besonders schön waren und machte sich wie so oft in letzter Zeit riesige Vorwürfe. Sie hatte das Gefühl, dass sie Bonny die ganze Zeit enttäuschen würde. Bonny half zuffel wo sie nur konnte und das war gewiss nicht selbstverständlich, und was machte zuffel? Ihretwegen begab sich Bonny immer wieder in Gefahr.
    "Ich kann das nicht zulassen!" flüsterte sie.
    Sie rannte über die hylianische Steppe auf Kakariko zu.
    "Vielleicht ist sie ja hier!?"

  15. #15
    Schnell hatte Rabe sich mit Hilfe des Feuerballs aus seinen Fesseln befreit. Er versuchte zaghaft aufzustehen, aber seine Knie gaben nach wie Brei. Er musste sich seinen Schädel halten, weil die Kopfschmerzen stärker wurden. Er stürzte und er kniete auf dem kalten Steinboden der Höhle. Das Wasser in einer Pfütze durchnässte sein rechtes Hosenbein. Er hatte Glück, dass der Lärm seine Feinde nicht auf ihn aufmerksam machte. In seiner Verfassung hatte er nicht viele Vorteile gegen seine Angreifer, sondern eher enorm viele Nachteile. Das einzige was seiner Situation jetzt helfen könnte wäre eine gelungene Flucht, aber ob es so weit kommen sollte stand in den Sternen...
    Mit der wenigen Kraft die ihm noch blieb richtete er sich auf und ging langsam und schwanken nach vorne zu dem Tisch. Er musste sich konzentrieren damit sein Blick nicht immer unscharf wurde. Es schien ihm eine Ewigkeit, aber er gelang doch noch dorthin. Mit beiden Händen stützte er sich ab und keuchte stark. Er schwitzte so stark, dass seine Schweißperlen im 10 Sekundentackt auf den Boden tropften. Rabe raffte sich zusammen klopfte leicht an das Glas in dem Milina schlief. Müde öffnete sie ihre Augen und sah sich schlaftrunken um. Als sie Rabe erspähte war sie sofort wieder hellwach. Sie klopfte zurück auf das Glas und ihr Mund formten die Wörter „Hilf mir!“. Rabe verstand sofort, aber dasselbe konnte er genau so gut auch ihr sagen. Er nahm so vorsichtig wie er konnte die Flasche und zog den Korken. Milina schwirrte sofort aus ihrem gläsernen Gefängnis heraus. Er lehnte sich an eine Felsenwand und setzte sich voller Erschöpfung nieder.
    Rabe: Was zur zugefrorenen Hölle ist los mit mir...
    Milina setzte sich auf seine Schulter und unterhielt sich leise mit ihm.
    Milina: Ich bin ja so froh das du hier bist! Die beiden Halunken hätten mich am Ende noch an eine Kräuterhexe verkauft und die mich dann an was weiß ich wen! Schnell las uns von hier verschwinden!
    Jetzt wurde ihr soeben bewusst in welcher schlechten Verfassung Rabe eigentlich war und beorgt sah sie ihn an. Rabe blickte sie mit einem schmerzerfüllten Blick an und die kleine Fee verstand.
    Milina: Du kommst nicht mit?
    Rabe: Du siehst ja wie es mir geht! Geh du alleine und hohle Hilfe.
    Milina: Nein! Die zwei könnten sonst etwas schlimmes mit dir tun, weil du mir zur Flucht geholfen hast. Das kann ich nicht verantworten! Du kommst mit egal was passiert!
    Rabe: Wenn du meinst, aber gib mir dann nicht die Schuld wenn alles schief läuft!
    Seinen Umständen entsprechend lächelte er sie an. Milina verstand, dass er auch in so einer Situation noch scherzen konnte.
    Rabe: Wo ist mein Katana?
    Milina schwirrte von seiner Schulter und seine Augen folgten ihr. Weit schwirrte sie nicht denn gleich vor ihm lehnte sein Katana auf der feuchten Wand. Weit war es ja nie von ihm entfernt gewesen, aber gerade so damit er es gefesselt nicht sehen konnte. Sein Blick wanderte zurück zum Tisch. Darauf lag seine Korinoko und auch sein Lederbeutel mit den wenigen Rubinen. Daneben auch ein Edelstein. Er fühlte mit seiner Hand sich auf die Brust und merkte, dass seine Halskette und somit der Splitter auch noch an ihrem Platz war. Mühselig richtete er sich wieder auf, nahm seine Sachen vom Tisch und dazu noch den Edelstein. Ein schwachen Grinsen huschte über sein Gesicht. Alles was ihm gehörte war noch da. Der Flucht stand somit nichts mehr im Wege. Er ging den anderen Weg, der gegenüber der Richtung lag in der die Dürre Gestalt und die Gerude gingen.
    Milina flog langsam vor ihm und leuchtete schwach die Höhle aus. Sein Katana hielt er zittrig in den Händen und war so gut er konnte für einen plötzlichen Angriff bereit. Wieder schien ihm der Weg nach Draußen eine ganze Ewigkeit zu sein. Nach einigen Minuten der Angst und Ungewissheit sah er endlich Tageslicht, besser gesagt das Licht der Sonne die gerade unterging. Sie hatten Glück, dass es wirklich der Weg nach draußen war. Sie waren am Eingang einer Höhle des Todesberg. Zu den Füssen des Berges konnten sie Kakiriko sehen. Sie stiegen den Berg hinab und gingen schließlich zu Tarios Taverne in Kakiriko. Mühsam öffnete Rabe die Tür und ging hinein zur Theke und legte ein paar Rubine auf den Tresen.
    Tario: Nah Rabe wo warst du denn?
    Rabe: Nicht jetzt Tario nur ein Zimmer bitte!
    Tario: Na gut, hier ist der Schlüssel zum dritten Zimmer. Es ist frei...
    Er drückte ihm den Schlüssel in die Hand und sah ihn verdutzt an. Tario sieht nur selten einen so erschöpften Menschen. Er sah Rabe und Milina nach, wie sie sich die Treppe hinaufschleppen. Gerade wollte er einen Scherz machen und ihm nachrufen, dass er für Milina auch noch etwas Extra berechnen muss, aber er ließ es sein...
    Im dritten Zimmer angekommen ließ sich Rabe auf sein Bett fallen und wollte schon die Augen schließen, als Milina ihm noch etwas sagen wollte.
    Milina: Hat dich ein einziger Schlag auf den Hinterkopf so geschwächt?
    Rabe: Ich denke nicht... Ich glaube mein Alptraum hat etwas damit zu tun...
    Milina: Ein Alptraum? Erzähl!
    Rabe: Jetzt nicht...
    Milina: Morgen?
    Rabe: Nein und auch nicht Morgen!
    Milina: Jetzt sei nicht so! Sag es mir!
    Rabe: Nur wenn du mir sagst warum und wo du warst als ich und Daru dich vermissten!
    Milina: Nein das sage ich nicht,... Das verstehst du nicht,...
    Rabe: Dann lass mich in Ruhe, ich erzähl dir meinen Alptraum nicht!
    Milina: Eins noch: Ich sehe mich jetzt um während du schläfst. OK?
    Rabe: Ja tu das... Gute Nacht...
    Milina: Ja... Gute Nacht
    Kaum hatte er das gesagt schlief er auch schon ein. Milina sah in an, das schon fast mütterlich und flog zur Tür hinaus... Sie wollte schon wissen, was Rabe da geträumt hat, aber ihr Geheimnis wollte sie auch nicht preisgeben. Bevor sie ging, flog sie noch Kerze und machte sie mit einem kleinen Windstoß ihrer Flügel aus. Sie schwirrte hinunter in die Taverne um sich ein wenig umzuhören...

  16. #16
    Noch immer langte, der am Boden liegende, Shiro nach Luft.
    Fassungslos schaute er den Kokiri vor ihm an. Er hätte mich fast getötet. Es hat nicht mehr viel gefehlt. Er, ein Shiekah, wäre hier im Wald einen Tod gestorben, der völlig sinnlos war, vollkommen unehrenhaft.
    "Du.... "
    " Was...ich?"
    " Verspotte mich nicht!", zischte der Shiekah. Der Schrecken verging und machte einem kalten Hass platz, den Shiro lange nicht mehr verspürt hatte. Einen Hass, der den auf die verdammten Verräter seines Volkes zu übersteigen schien. Er richtete sich zu seiner vollen Größe auf und die Luft um ihn herum schien dunkler zu werden. Es war die uralte Austrahlung seines Volkes, die jeden Shiekah auf dieser Welt umgab. Bevor die erbärmlichen Hylianer zu Macht aufstiegen, was ihnen ebenfalls nur imt Hilfe dieser mächtige Rasse gelang, hatten die Shiekah bereits lange auf dem Antlitz der Welt gewandelt. Sie hatten unübertroffene Mengen an Wissen zusammengetragen und respektierten die Natur und ihre ganze Umwelt. So kam es, dass sie mit der Zeit enger verbunden waren mit dieser Natur. Während die beschränkten Menschen, in der Natur nur Ressourcen für ihre absolut sinnlosen Kriege und Konflikte sahen, betrachteten die Shiekah die ganze Welt mit anderen Augen. Sie erkannten den Geist und das Leben in allem was existiert und waren ihrer Umgebung stärker bewusst und verbunden. So kam es nach dieser unermesslich langen Zeitspanne ihrer beider Existenzen, dass die Natur anfing auf die ihr so treuen SHiekah zu reagieren. Was die Menschen heutzutage als die unheimliche schwarze Kunst des vergehenden Volkes bezeichnete, war eine von den SHiekah unbeabsichtigte Reaktion der Natur auf ihren Gemütszustand. Freuten sie sich, so schien die Luft um sie klar zu sein und die Sonne schien heller zu scheinen. Das Gras federte mehr und hatte eine wunderbare Farbe. Doch waren sie erzürnt, so wurde die Luft um sie bedrückend und teilweise stickig. Und fast immer wurde es dann um sie dunkler, weshalb die Menschen die Shiekah mieden und sie fürchteten. Mit der Zeit hatten die Shiekah in ihrer Weisheit erkannt, dass sie diese Naturphänomene steuern konnten, mit ihrer natürlichen Magie, was sie von da an immer taten.
    Eben diese Ausstrahlung machte sie Shiro zu Nutzen, damit sein Auftreten wirkungsvoller war. Er ahnte, dass er in wenigen Minuten sterben würde. Er würde diesen Magier provozieren und dieser würde sie wieder in seine wahre Form verwandeln. Und dann würde dieser vollkommene Hass wieder an Licht treten und ihn vernichten. Doch er würde sich diesmal wehren. Mit allen ihm zu Verfügung stehenden mitteln würde er sich wehren und dabei auch zum ersten Mal seit....damals....seine natürlichen magischen Fähigkeiten nutzen. Er wusste sie waren nichts weiter als ein Witz gegen diese Macht, die der Magier inne hatte, aber das war egal. Er würde heute sterben: Kämpfend, ehrenvoll, als ein großer der Shiekah! Der Gedanke erfüllte ihn vollend und machte jeden Gedanken an Angst oder gar Flucht zu nichte.
    " Wie kannst du es wagen einen Shiekah anzugreifen? Was meinst du wer du bist, dass du diesen heiligen Wald betritst und ihn durch deine Anwesenheit entweihst?"
    Sein Gegenüber runzelte die kleine Stirn. " Ich habe dich nicht angegriffen, doch wenn du mich nicht vorbei lässt......" Shiros wunderbare Gedanken verschoben seinen Tod mit einem Mal zu einem anderem Zeitpunkt. Eine unerwartete innere Ruhe nahm von ihm Besitz. Die Luft wurde wieder normal. " Er erinnert sich nicht.", dachte er. Der Magier erinnerte sich nicht an das, was sich noch vor wenigen MInuten abgespielt hatte. Er erinnerte sich nicht daran, dass er Shiro beinahe getötet hätte. Doch Shiro konnte sehen, dass der angebliche Kokiri nicht erstaunt war ihn zu sehen. Er schien zu wissen wer er war, so merkwürdig es auch war. Und außerdem war da immernoch der Hass in seinen Augen.....Dieser Magier hasste ihn, auch wenn er nicht wusste, dass er schon versucht hatte ihm das Leben zu nehmen. Doch er schien wieder Herr seiner selbst zu sein: Das Wesen, was unverkennbar in ihm hauste, hatte sich zurückgezogen. Doch SHiro konnte mit Sicherheit sagen, dass es noch da war, auch wenn er es nicht mehr spürte. Als er an die Worte und den grausamen Hass in den Augen des MAgiers dachte, an all diesen Wahnsinn, die Schatten in seinem Geiste, konnte der Shiekah einen Schauer nicht unterdrücken. "So etwas habe ich noch nie gesehen, oder davon gehört......." Er betrachtete den Kokiri und sagte dann einfach nur: "Gehen wir. Die Reise wird Zeit in Anspruch nehmen." Mit diesen Woten drehte er sich um und ging ohne ein weiteres Wort zum Waldende. Er wusste, dass der Magier iihm folgte. Er schien auch Bescheid zu wissen, was Shiro ihm versprochen hatte. Der Schattentempel.....
    Es war notwendig gewesen, um sein Leben zu verlängern. Er hatte sich bereits auf der Verfolgung des Magiers Gedanken über die einzelnen Tempel gemacht. Er war fasziniert von diesem Wesen, was hinter ihm herging und eine so bedrohende Macht hatte. Dieses Wesen, was nicht alleine war in seinem Kopf....Deshalb würde er ihm den Tempel wirklich öffnen. Er wollte mehr wissen. Es gab so viele Fragen. Doch ob er es wirklich schaffen würde diesen unvergleichbaren Tempel zu öffnen? Er war von anderer Natur als der sagenumwobene Waldtempel.....bedrohlicher, dunkler. Wahrscheinlich war die dortige Macht sogar größer und stärker, als die im Tempel des Waldes. Denn der Schattentempel war in einer Zeit errichtet worden, als die SHiekah noch eine unvergleichliche Machtstellung inne hatten und über gewaltige magische Kräfte verfügten. Er versuchte die Gedanken zumindest für einige Zeit fortzuschieben. Er war verwirrt und müde. Wie lange war es her, seit er eine solche Verwirrung gespürt hatte? Sein ganzes Leben hatte sich seit seiner rückkehr aus Termina verändert. Er hatte sein schwächeres Selbst besiegt und hatte mit seiner Vergangenheit abgeschlossen. Und nun das. Etwas großes bahnte sich....etwas unvorstellbares.....
    Er merkte kaum, wie sie aus em Wald heraustraten, doch er spürte einen plötzlichen magischen Schub hinter sich. Als er sich umdrehte, war die Überraschung nicht ganz so groß. Vor sich sah er keinen Kokiri mehr, sondern jenes seltsame Geschöpf, was ihn zuvor im Wald angegriffen hatte. Diese unheimliche Gestalt sah nicht in seine Richtung, sondern an etwas, was neben ihm, hinter einem Busch war. Was nun folgte erstaunte Shiro dann doch. Ein schwarzer Koloss schoss plötzlich neben dem Busch hervor und verbeugte sich vor dem Magier. Shiro trat etwas zögernd einen Schritt näher und besah sich den Koloss genauer. Irrte er sich, oder war er aus schwarter Erde oder SAnd? Ein Golem also.....umso erstaunte war Shiro als dieser nun anfing zu sprechen. Er hatte noch von keinem Golem gehört der sprechen konnte, geschweige denn überhaupt dafür in Frage kam.

    Wie ich sehe seid ihr erfolgreich gewesen Meister. Dann drehte er sich zu Shiro um.

    Ein Shiekah? Hat er mit dem Schattentempel zu tun?

    " Es hat schon seine Richtigkeit Kweros. Dieser Shiekah wird mit uns nach Kakariko kommen." Er wandte dich direkt an Shiro. " Das ist Kweros. Er wird uns innerhalb kurzer Zeit nach Kakariko bringen. Und jetzt komm! Ich will endlich los."
    Der Magier wandte sich wieder Kweros zu, der daraufhin tief einzuatmen schien....um einen Augenblick später seine Brust zu öffnen.
    Shiro betrachtete das Bild, das sich ihm bot. Er musste sich wohl an alles mögliche gewöhnen, wenn er mit diesem seltsamen Wesen unterwegs war. Er trat an den Koloss heran. " Ich steige bestimmt nicht in dein innerstes, Golem. Trag mich auf den Schultern, oder ich werde zu Fuß mitkommen."
    "Tu was er sagt, Kweros", ertönte es aus der immernoch offenen Brust. Kweros nickte und schien sich einen Moment vorzubeugen. Bevor Shiro jedoch aufstieg ging er an die Öffnung im Körper des Golems und blickte dem Magier in die Augen. " Wie soll ich dich nennen?",fragte er, wobei seine Stimme ihre gewohnte Kälte annahm. Der andere schaute ihn hasserfüllt an. " Nenn mich Villon." Shiro wandte sich ohne eine weitere geste ab sagte aber: " Mein Name ist Shiro." Dann stieg er geschickt auf die rechte Schulter des Golems, setzte sich und verschränkte die Arme vor der Brust. Kweros schloss seine Brust wieder und setzte sich in Bewegung: Er war schneller, als SHiro es erwaret hatte. Die Landschaft änderte sich ziemlich schnell und bald war der Wald hinter einem Hügel verschwunden.
    "Nun ist zumindest das Rätsel der Fußspuren gelöst",dachte Shiro. Die großen und gleichmäßigen Spuren,die er in der Steppe gesehen hatte, waren die von Kweros. Am Waldrand hatte er dann wieder Villons normale SPuren entdeckt, die aber endeten. Die kleinen Spuren, die er gesehen hatte, kamen von Villon in seiner Gestalt als Kokiri.
    Nachdenklich blickte Shiro nach unten, wo er förmlich den Hass spüren konnte, der ihm entgegenkam. Wer ist das nur? Woher hat er diese Macht? Und was ist das nur für ein Wesen in ihm? Ein Wesen, das alle Tempel aufsucht und fürchterliche Dinge heraubeschwört....Der Shiekah dachte an sein gefühl von vorhin. Dass sich etwas großes anbahnte...
    Er seufzte. "Worauf habe ich mich da eingelassen?", dachte er abschätzend. DAnn richtete er seine Gedanken, auf den vor ihnen liegenden Schattentempel.

  17. #17
    Das Herz von zuffel raste wie verrückt und sie fühlte, dass es Bonny genauso ging.
    "Was zum Teufel war denn das?" fragte zuffel ängstlich.
    "Du zuffel, ich würde es dir sofort sagen, wenn ich es nur wüsste...". Bonny schluckte schwer. Sie standen an der Eiche und schauten in die gruselige Leere, die die beiden umgab.
    "Ich werde dich kriegen!" wisperte Bonny.
    "Hast du was gesagt, Bonny?" fragte zuffel.
    "Ähm nei, nein... ich hab' nur...". Bonny verschlug es mitten in ihrem Satz die Stimme. Auch zuffel hatte jetzt deutlich mehr Angst als zuvor bekommen.
    Denn auch zuffel hatte bemerkt, was Bonny gehört hatte. Ein angsteinflößendes Knacken... nicht im Baum... nicht über ihnen... sondern scheinbar hinter ihnen. zuffel und Bonny vernahmen eiliges Laufen, wenn nicht schon Rennen. Es war nicht zu überhören und es war bereits sehr nah.
    "Wer verdammt nochmal ist denn da!!!???". zuffels Stimme ging so sehr in die Höhe, dass es schon fast ein Schreien war. Doch die beiden bekamen keine Antwort... stattdessen kam das Laufen immer näher und zuffel geriet immer mehr in Panik. Sie blickte zu Bonny hinüber. Ihr rannen Schweißperlen über die Stirn, man sah ihr an, dass sie schreckliche Angst hatte, doch auch zuffel packte die Angst. Sie klammerte sich an Bonny und flüsterte ihr zu, was sie denn jetzt bloß machen könnten. Doch Bonny zuckte nur mit den Schultern und entgegnete:
    "Tut mir leid, zuffel, aber ich weiß es nicht. Wir müssen uns aber trotzdem verdammt schnell etwas einfallen lassen, sonst geht es bald zu Ende mit uns...!"
    Man konnte das Flackern in Bonnys Stimme hören.
    "Wie sollen wir uns denn in so kurzer Zeit etwas einfallen lassen? Diese Gestalt könnte jeden Moment..." zuffel stockte.
    "zuffel? Was ist mit dir? Was..." auch Bonny brach ab. Blitzschnell drehte sich zuffel nach hinten und wollte einen Überraschungsangriff starten. Doch der Feind war zu schnell. zuffel spürte nur noch einen stechenden Schmerz und sank zu Boden. Bonny stand wie angewurzelt da und konnte sich nicht vom Fleck rühren. Sie starrte dem Feind genau in die Augen...

  18. #18
    Bonny zitterte wie verrückt"Lass..Lass sie ja in Frieden!",sagte sie laut,zitternd,doch fest.Sie wagte nicht näher zu gehen,stattdessen zog sie ihren Bogen und spannte einen Pfeil auf die Sehne."Komm näher und ich schieße!"Abschätzend schloss sie etwas die Augen.Es kam nur ein kaltes Lachen von der Gestalt"Närrin",sagte die verhüllte Gestalt,statt zuffel näherte sie sich die Gestalt Bonny.Sie stolperte Rückwerts.Zuffel bitte,wach auf! bettelte sie in Gedanken als sie am Baum stehen blieb,sie verharrte.Sie spürte eine kräftige Hand an ihrem Hals.Er fing an sie zu würgen.Nach einer weile fiel sie ebenfalls zu Boden...

  19. #19
    Cruentus saß an einem kleinen Lagerfeuer, mitten in der hylianischen Steppe. Kiro schlief bereits. Vorsichtig stocherte er mit einem Ast in den Flammen herum. Um ihn herum war nichts als Stille und Finsternis. Er liebte diese Atmosphäre, die aufkam, wenn man sich mitten in der Nacht in der Wildnis befand. Jeden Moment konnte ein Monster aus der Dunkelheit hervorspringen. Gefahr lag in der Luft und man musste jederzeit bereit sein, seine Waffe zu ziehen.
    Er zog seine beiden Kurzschwerter aus dem Rucksack. Der Rabe und das Symbol, das Cruentus nicht zuordnen konnte. Jetzt erkannte Cruentus, dass das Zeichen einer Schlange sehr ähnlich sah. Das passt zu Lapis, dachte er sich. Aber die Schlange stellte keine Gefahr mehr da. Der Rabe hatte sie wie einen mickrigen Wurm aus ihrem Versteck gezogen und gefressen. Und dank Noya und Kiro würde sie nie wieder zurückkommen. Cruentus betrachtete den Raben genauer. Er war in grauen geschwungenen Linien und mit Gold unterlegt in das Heft des Schwertes eingraviert worden. Er war für Cruentus ein Symbol für Ehre und Tapferkeit der Shiekah.
    Was für ein schönes Schwert!
    Cruentus wirbelte herum, die Klinge schützend vor sich haltend. Dann erkannte er, wer ihn angesprochen hatte. Hinter einem Baum trat ein seltsamer Mann hervor. Er trug einen grauen Mantel, der ihn in der Dunkelheit fast unsichtbar machte und hatte harte shiekah-typische Gesichtszüge. Ein Shiekah? Wie konnte das sein? Schon wieder ein Shiekah, dabei galt sein Volk doch als ausgerottet. Er musste träumen. Dessen wurde er sich noch sicherer, als er das Symbol entdeckte, das die Gestalt auf dem Hemd trug: Ein Rabe!
    Ich bin hier um dir etwas mitzuteilen. Ein alter Mann wird dir begegnen. Traue ihm nicht! Er ist ein Diener des Bösen. Gib ihm auf keinen Fall das Artefakt. Auch wenn er sich dir als Freund darstellt, glaube ihm kein Wort!
    Wer seid Ihr?, fragte Cruentus zögerlich.
    Das weißt du, antwortete der Mann mit leiser aber sehr sicherer Stimme, forsche in deinem Herzen!
    Plötzlich hörte Cruentus hinter sich Blätter rascheln. Er fuhr herum und entdeckte... ein Kaninchen, dass durch die nahegelegene Baumgruppe hoppelte. Er atmete erleichtert auf. Als er sich wieder umdrehte, war der seltsame Mann verschwunden. Verwirrt setzte er sich wieder an seinen Platz am Feuer. Kiro erzählte er von diesem Vorfall nichts.

  20. #20
    Nach einiger Zeit kam zuffel wieder zu Bewusstsein. Sofort rappelte sie sich auf und blickte sich suchend nach Bonny um. zuffel konnte nichts sehen, denn sie befand sich in einem sehr düsteren Raum. Doch sie konnte schwache Umrisse von einer Gestalt vernehmen. Nur einen einzigen Meter lag Bonny von ihr entfernt, aber zuffel konnte nicht zu Bonny hinüber laufen, denn sie war zu schwach aufzustehen. Als sie dann versuchte ihren Arm auszustrecken, merkte sie, dass es ihr nicht gelang, denn sie war angekettet. Panisch rüttelte zuffel an der Kette, doch es tat sich nichts. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit und sie konnte sehen, dass auch Bonny angekettet bewusstlos auf dem Boden lag.
    "Bonny, wach auf!" rief zuffel, doch scheinbar war Bonny zu schwach und zu müde, um ihr zu antworten. zuffel drehte sich in die andere Richtung und starrte ebenfalls an eine Sandsteinwand. Dieses Gemäuer erinnerte sie wie an das der Gerudo - Festung, doch sie fand es unmöglich, dass sie sich dort befanden.
    Erschöpft lehnte sich zuffel an die Wand und starrte auf den Boden. Er war feucht und eiskalt.
    "Wo sind wir hier nur gelandet?". Es musste doch irgendetwas geben, was zuffel tun könnte, doch in ihrer misslichen Lage gab es nichts, womit sie Bonny und sich helfen konnte. Sie konnte also nur abwarten bis Bonny zu Bewusstsein kommt.

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