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Thema: Science-Fiction - Empfehlungen?

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  1. #1
    @elite_benny:

    Zitat Zitat
    Danke für die Tipps, aber die meisten Bücher, die du ansprichts habe ich bereits gelesen. Fahrenheit 451 haben wir im Englisch-Unterricht als Film gesehen. Muss aus den 70er Jahren stammen (Es wirkt irgendwie lächerlich, wie man mit den beschränkten technischen Mitteln dieser Zeit versucht hat, die mit Raketenrucksäcken fliegenden Polizisten darzustellen ).
    "The Stand - Das letzte Gefecht" von Stephen King habe ich auch vor kurzem gelesen. Naja, vor kurzem ist gut, es war in den letzten Sommerferien. Das Buch hat mir auch gut gefallen.
    Danke, hab gern geholfen

    Ich weiss natürlich nicht so genau, wie dein Geschmack ist. Es gibt ja schliesslich auch im Sci-Fi-Genre Unterschiede. So gibt es technische Sci-Fi, "historische" Sci-Fi, psychologische Sci-Fi...

    Aber jemand hat es bereits angesprochen: Isaac Asimov. Ein Buch von ihm habe ich bereits erwähnt: Foundation. Ich weiss nicht, ob du dieses bereits gelesen hast, doch du solltest am besten die ganze Trilogie lesen. Und dann wirst du merken, dass viele andere Autoren von Asimov abgeschaut haben (So George Lucas, sein Planet Coruscant als Galaxis-Hauptstadt entspricht Trantor in den Foundation-Büchern). Nun ist aber Asimov sehr speziell, denn neben den Foundation-Büchern hat er auch den sogenannten Roboter-Zyklus geschrieben, wo er die berühmten Grundregeln der Robotik erfunden hat (1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen töten oder verletzen 2. Ein Roboter muss jedem menschlichen Befehl gehorchen, ausser dies würde Gesetz 1 widersprechen 3. Ein Roboter muss sich selber schützen, ausser dies würde Gesetz 1 oder 2 widersprechen). Später, als er schon alt war, vereinigte er die beiden Zyklen, was einige Diskussionen unter seinen Fans auslöste.

    Dann natürlich Frank Herbert mit "Dune". Ein absolut genialer, meiner Meinung nach zeitloser Klassiker. Am besten liest du dort auch alle sechs Bücher: Dune, Dune Messiah, Children of Dune, God-Emperor of Dune, Heretics of Dune, Chapterhouse: Dune. Frank Herbert wollte eigentlich einen siebten, abschliessenden Roman schreiben, starb aber vorher. Sein Sohn Brian Herbert hat den Entschluss gefasst, diesen siebten Roman noch zu schreiben. Mal schauen, ob er dies erreicht hat.

    Die Dune-Bücher sind weniger technologisch. Das auch, aber es ist nicht der Kernpunkt. Sie sind sehr psychologisch, mythisch und historisch. "Historisch" in dem Sinn, dass sie sich mit der Geschichte an sich und den damit zusammenhängenden Fragen beschäftigen (so, wie man die Geschichte lenken und formen könnte, welche Faktoren sie beeinflussen). Psychologisch, da sie vor allem um Menschen gehen und wie sie denken, handeln und fühlen. Und mythisch, weil Frank Herberts Charaktere über Fähigkeiten verfügen, die wir als "übernatürlich" bezeichnen würden (die er jedoch zu erklären versucht) und weil seine Geschichten praktisch ständig nur um Prophezeiung und Vorhersehung drehen.

    Und dann wäre noch Stanislaw Lem. Ich empfehle dir "Solaris" und "Fiasko" zu lesen, meiner Meinung nach seine interessantesten Bücher. "Solaris" ist ein sehr psychologischer Sci-Fi, der sich um die menschliche Psyche und Erstkontakt dreht. Vor allem um die Fähigkeit des Menschen, fremde Wesen zu verstehen (oder eben grad nicht). "Fiasko" ist eigentlich schon fast ein sozial-politischer Roman, der sich um die Entdeckung einer ausserirdischen Zivilisation dreht, welche in einer ähnlichen Situation wie die USA und Sowjetunion verfangen ist und sich am Schluss auch selber auslöscht (auch die Menschen tragen ein wenig Schuld daran). Lem lebte ja in Polen während des Kalten Krieges. Diesen Roman kann man durchaus als seine Kritik an der Politik und Gesellschaft seiner Zeit auffassen.

  2. #2
    Zitat Zitat von Darnoc
    Und dann wäre noch Stanislaw Lem. Ich empfehle dir "Solaris" und "Fiasko" zu lesen, meiner Meinung nach seine interessantesten Bücher. "Solaris" ist ein sehr psychologischer Sci-Fi, der sich um die menschliche Psyche und Erstkontakt dreht. Vor allem um die Fähigkeit des Menschen, fremde Wesen zu verstehen (oder eben grad nicht). "Fiasko" ist eigentlich schon fast ein sozial-politischer Roman, der sich um die Entdeckung einer ausserirdischen Zivilisation dreht, welche in einer ähnlichen Situation wie die USA und Sowjetunion verfangen ist und sich am Schluss auch selber auslöscht (auch die Menschen tragen ein wenig Schuld daran). Lem lebte ja in Polen während des Kalten Krieges. Diesen Roman kann man durchaus als seine Kritik an der Politik und Gesellschaft seiner Zeit auffassen.
    Lem ist IMO schlichtweg genial. Allerdings sind seine Bücher wirklich mehr Futurologisch/Psychologisch orientiert als wirkliche Hard-SF.
    "Also sprach GOLEM", z.B. handelt von der geitstigen Entwicklung eines KI's und dürfte wohl die vernünftigste Schilderung einer Überlegenen intelligenz sein, die bisher zu Papier gebracht wurde. Ein Übermächtiger, superintelligenter KI, der am Ende viel besseres zu tun hat, als sich noch mit seinen menschlichen Schöpfern abzugeben.

    "Frieden auf Erden" basiert auf ähnlichem prämiss, allerdings ging es in diesem Buch darum, das man die gesamte irdische Aufrüstungsindustrie mit KIs automatisierte und auf den Mond verlegt hat. Aus politischen Gründen schickt man den Kosmonauten Ijon Tichy auf den Mond um herauszufinden, wie weit die Entwicklung dort schon gekommen ist. Trotz raffiniertester Ausrüstung findet er nichts, oder er kann sich zumindest bei seiner Rückkehr an nichts erinnern, da ihm auf dem Mond der verbindenende Stamm zwischen seiner linken und seiner Rechten Gehirnhälfte gekappt wurde. Im Hauptteil des Buches versucht der nun leicht Schizophrene Kosmonaut dann mit verschiedenen Methoden zugang zu seiner anderen Gehirnhälfte zu bekommen, um zu erfahren was ihm auf dem Mond zugestoßen ist.

    "Robotermärchen" sind, wie der Titel schon andeutet, eine Reihe von Robotern für Roboter verfasste Märchen. Schräg und extrem unterhaltsam.

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