Mir gefallen die vielen einen Klang beschreibenden adjektive, vorallem zu Beginn des Textes ("Scheppernd", "Kommentar des ärgerlichen Briefschlitzes", "Schlappen klopfen" [...]). Die Formulierung "so als ob noch keiner sich über die neusten Nachrichten informiert hätte und schmeißt sie in den Müll" empfinde ich als ein wenig umständlich zu lesen und würde wenigstens das "so" entfernen. Des Weiteren ist auch dieser Satz irreführend, da sich ja noch niemand "über die neusten Nachrichte informiert" hat.
Den Text habe ich als Kritik an die Nachbarn des Herrn Schmidts verstanden. Dieser ist eindeutig hilfsbedürftig (da der Name Schmidt ein ganz gewöhnlicher ist, könnte das ein Hinweis auf die hohe Anzahl der Hilfsbedürftigen in Deutschland sein) und dennoch wird er von seinen Nachbarn nicht unterstützt. Der Satz " Er ist blind und taubstumm.", bei dem übrigens ein Leerzeichen zu viel ist, ist imo deshalb nicht ganz am Schluss, weil das Ende die Erklärung über die Nachbarn ist, welche das Ziel der Kritik sind. Anstatt dem armen, und vorallem einsamen, Mann zu helfen, hängen sie ein Schild an dessen Tür "um nicht immer die monatlich auftauchenden Vertreter verärgert darauf hinweisen zu müssen, dass er doch nicht öffnet nach zehnminütigem Klingeln." Die Wörter "verärgert" und "müssen" signalisieren hier die schnelle Aggression bei den Nachbarn und ihre Unfähigkeit zu helfen. So hab ich's verstanden.





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