Hmh, ich seh da schon eine Legitimation für die unterschiedliche Emotionalisierung beim 11.9. und nun bei der Flutkatastrophe in Ost-Asien.
Das Ding ist, dass man in diesem Falle nicht wirklich enttäuscht sein kann, "das Menschen soetwas tun können". Man kann nicht an Menschlichkeit zweifeln weil keine Menschen hinter diesem "Anschlag" stehen, sondern Physik.
Dies hier hat auch nichts mit Ungerechtigkeit zu tun, sondern mit ambitionsloser Tektonik.
Dieses Unglück steht eher unter dem Motto "Shit happens..." als "Oh mein Gott, wie können Menschen, anderen Menschen soetwas antun."

Sicherlich schlimm für die betroffenen Leute, aber es gibt da draußen Vorgänge bei denen es sich lohnen würde, würden sich Leute dafür interessieren und sich darüber aufregen das soetwas geschieht, da man es verhindern könnte, im Gegensatz zu einem Erdbeben.

Allerdings, so sag ich ganz klar, ist es natürlich auch sinnvoll sich nun auch für die Katastrophe in Ost-Asien zu interessieren. Denn Spenden und Hilfe brauchen die Menschen dort nun in der Tat.
Nur wirkliche Betroffenheit, spühr ich weniger. Tut mir leid. Aber ich bin ohnehin recht emotionsfrei bei Dingen die mich nicht direkt betreffen.
Nennt es Egozentrik, ich nenn es Selbstschutz bzw. angebohrenes Persönlichkeitsattribut.