Montag, 31.1.05

- Sebastian Müller
- Jan Siedhoff
- Robert Ludewig
- Sebastian Jantz

- ziemlich durchwachsen heute
- eigentlich wollte ich mich heute an zwei neue Lieder herantasten, die ich letzte Woche geschrieben habe, aber sowohl Jan als auch Sebastian haben interesse bekundet, früher Schluss machen zu wollen ...daher habe ich sie erstmal nur in den 7/8 Takt eingewiesen, den sie bei dem einen Lied brauchen ...Jan hat sich dabei zunächst äußerst plump angestellt und erst, als ich es schon aufgegeben hatte, angefangen das zu spielen, was er sollte ...Sebastian kam mit dem 7/8 erstaunlicherweise sofort zurecht, auch wenn wir's nicht mehr richtig spielen konnten
- als erste richtige Aktivität kann man heute das spielen der drei Lieder "react on my convulsions", "fanbox" und "silence, delayed" bezeichnen ...die haben wir dann auch bis zum Erbruch gespielt und wurden dabei immer schlechter ...das einzige Lied, was wir auf Dauer nicht komplett versaut haben, war "silence, delayed", bei dem Rob' demnächst versuchen wird, am Ende etwas auf unserem sexy verstimmten Klavier zu spielen ...die Töne habe ich ihm schon heute gezeigt, aber wir kamen dann nicht mehr zum üben, denn nachdem Jan und Sebastian weg sind, haben wir was anderes gemacht:

>> "on the hill again" ...komplett neue Version ...die alte ist da zwar noch mit drin und zu erkennen, aber mit dem Popsong vom letzten Album hat das garnichts mehr zu tun ...es geht zwischen 8 und 10 min und hat tausende von Unterabschnitten ...der Text besteht jetzt aus drei Teilen, bei denen der alte Text der Mittelteil ist, den ich singe ...davor und danach hat Rob' noch jeweils einen Teil geschrieben und singt dann seinerseits diese ...der Text hat sich dadurch von einfacher Melancholie zu einem... ich möchte es mal "Einsamkeitsepos" nennen, entwickelt ...es ist schon jetzt ein sehr gutes Lied und ich bin gespannt, wie es mit Bass und Schlagzeug klingen wird (und wie lange die beiden brauchen, um es hinzubekommen) ...ich habe auch wiedermal Recycling betrieben und den von mir innig geliebten Mittelteil von "humble" reingebaut

>> "but you still can use your feet" ...auch eine komplett neue Version ...auch endlos lang ...das ist das 7/8 Takt Lied, was ich weiter oben erwähnte ...hat außer dem Text überhaupt nichts mehr mit der alten Version zu tun ...bei dem Lied ist heute ein komplettes Novum eingetreten: zum wirklich allerersten mal wurde der Liedaufbau komplett an den Text angepasst und nicht umgekehrt (ich habe das auch gleich festgehalten und an die Wand geschrieben) ...dabei herausgekommen ist ein richtig schönes Rockmonster, welches wir am Mittwoch in Komplettbesetzung spielen wollen ...Rob' meinte noch, dass wenn man meinen Anfangsgitarrenpart samplen würde, es wie Underworld klingen würde ...vielleicht verfolgen wir diesen Gedanken noch weiter, wenn wir die großen Boxen im Raum haben

>> "coffee street" ...japp, schonwieder eine komplett neue Version ...auch wieder endlos lang ...das, was ich letzte Woche noch als "Piano-Intro" bezeichnet hatte, ist nun ein wunderbares Stück Musik, bei dem Rob' die Strophe und ich den Refrain singe ...es ist für normale Hörgewohnheiten wahrscheinlich zu lang und im Verhältnis dazu zu abwechslungslos, aber ich liebe es genau so ...außerdem hat es mir noch nie so Spaß gemacht zu singen und ich glaube, das werde ich in Zukunft öfters tun, weil ich Gefallen an meiner Stimme gefunden habe, wenn ich etwas tiefer singe ...der Text von "coffee street" hat auch wieder Anlass zum Lachen gegeben, denn einer unserer "Band-Running-Gags" (Copyright Rob') ist das Vertauschen von "sense" und "key" im Refrain, was Rob' mit einem "sense, key, sense, key" so herrlich unterschreicht hat, dass ich mitunter wegen Lachens abbrechen musste

- Stichwort lachen: Rob' und ich haben heute wieder eine Menge Scherze betrieben, von denen fast alle auf die Kosten der beiden anderen gingen, was umso schöner war, als Sebastian dann einmal nicht verstanden hatte, was Rob' meinte, woraufhin Jan dann über Sebastian gelacht hat ...ja, ich glaube, heute waren die lustigsten Proben (wir haben tatsächlich einige Minuten damit verbracht, die Band gedanklich in eine SitCom zu übertragen)