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Provinzheld
Cruentus spuckte die Staubschicht aus, die sich auf seiner Zunge angesammelt hatte. Dieser Tunnel war seit sehr langer Zeit nicht benutzt worden. Und das war auch gut so, denn so erinnerte sich niemand mehr an ihn und Cruentus konnte ihn unbemerkt benutzen. Überall hingen Spinnweben an den nur von seiner Fackel beleuchteten Wänden. Der Shiekah musste husten, als er eine weitere Schicht Staub einatmete. Zum Glück waren die Wände sehr dick und ließen keinen Laut nach draußen auf die bewachten Schlossflure. Er tastete sich schon eine ganze Weile durch die Finsternis, als er plötzlich einen schwachen Lichtschimmer erkennen konnte. Und tatsächlich wurde dieser, je näher Cruentus kam, immer mehr zu der deutlichen Umrandung eines Ausgangs. Er betätigte einen Schalter am Boden und die Wand, die sich als Rückseite eines Gemäldes herausstellte, fuhr zur Seite. Und Cruentus stand im Privatgemach des Königs.
König Dardanos wirkte entsprechend schockiert, als plötzlich ein Shiekah in Gerudokleidung in seinem Zimmer stand. Das wollte Cruentus ausnutzen und drohte dem Mann, indem er seinen Bogen auf ihn richtete. "Kein Wort oder du bist tot. Glaub nicht, dass ich vor einem Mord zurückschrecke, nur weil du der König bist." Cruentus hielt nicht viel von Königen. In seinen Augen waren sie alle gleich: überheblich, faul und arrogant. Er wollte das hier schnell hinter sich bringen. "Antworte auf meine Fragen und ich lasse dich vielleicht am Leben." Das hatte er nie vorgehabt. Er würde seinen Plan durchziehen, ob der König ihm antwortete oder nicht. "Was weißt du über einen Mann, der sich "der allmächtige Diener der Göttinnen nennt und wo kann ich ihn finden?"
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