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Thema: [ALT] Link´s Legacy #1

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Los komm, wir holen ihn da raus!
    Sie stand auf und fragte ihn:
    Wie sollen wir da rein kommen?
    Kannst du mit mir mithalten?
    Ich...ich weiss nicht. Ich versuche es.
    Na gut dann los. Wir müssen lautlos sein! Also mach keine zu grossen Geräusche okay?
    Sie nickte mit dem kopf, und sie fingen an zu rennen. Kiro war überrascht, wie schnell sie lief. "Hylianer!" dachte er. Sie werden einfach unglaublich wenn es um Freunde geht!
    Er lachte still in sich hinein.
    Du hast mir noch nicht deinen Namen verraten. Meiner ist Kiro der Shiekah.
    Ich heisse Bonny!
    Schöner Name!
    Bonny war sehr uberascht. Sie hätte nie gedacht das ihr ein Shiekah helfen würde, einen ihrer Freunde zu befreien.
    Kiro war sehr überrascht, dass keine Wachen am Tor standen. Dann fiel ihm plötzlich ein, dass es sicher Shiro war. Seine Vermutungen waren richtig, er sah Shiro bei der Zugbrücke rechts abbiegen. Als sie ihn fast einholten, sah Kiro, dass er nicht ganz bei der Sache war und überholte ihn.
    Streng dich nicht an, ich hole gleich einen da raus, dein kleiner Zorafreund kann ja mitkommen!
    Sie rannten weiter ohne auf die Reaktion Shiro's zu warten. Er überlistete die anderen Wachen sehr leicht, und kam schliesslich am Kerker an.
    Ist es der da?
    Ja
    Kiro war überrascht, dass der Zora nicht mehr da war. Mit einem Schlag brach er das Schloss auf.
    Los komm schnell
    sagte er zu dem anderen. Und sie verschwanden aus dem Schloss. Wieder war er überrascht.
    Shiro nicht mehr anzutreffen.

    Geändert von one-cool (08.12.2004 um 17:34 Uhr)

  2. #2

    Ort: Gerudofestung

    Am darauffolgenden Mittag saß Ravana auf dem Dach der Festung und dachte nach. Lange hatte sie sich diesen Morgen mit Bumara unterhalten.
    Ihre Mutter Nabira war die jüngere rebellische Tochter der früheren Gerudo-Anführerin Naboru gewesen und hatte im Alter von 18 Jahren das Gerudotal verlassen, sehr zum Unmut ihrer Mutter und der anderen Frauen. Bumara sagte, dass sie das Leben unter Frauen satt gehabt habe und die Welt sehen wollte. Drei Jahre später kam sie zurück, hochschwanger und vom Leben enttäuscht.
    Sie war die Geliebte des letzten Königs Dardanos Gustavson I. gewesen und wurde von ihm verstoßen, als sie schwanger wurde. Die Menschen am Hof hatten sie verachtet, weil sie eine Gerudo war, und in Hyrule war sie auch nicht weit herumgekommen. Nicht mal in der aufstrebenden Stadt Kakariko war sie gewesen.
    Das Kind kam zur Welt und Nabira war im Kindbett gestorben, wahrscheinlich wollte sie auch gar nicht mehr weiterleben und die Schande ertragen.
    Der König war zwar ein freundlicher Mann gewesen, doch er war auch egoistisch und wollte kein Kind aufziehen, das nicht von seiner rechtmäßigen Gemahlin war. Schon gar kein Gerudo-Kind. Als Nabira ihn weinend anflehte, sie nicht zu verstoßen, wies er sie darauf hin, dass erst vor wenigen Jahrzehnten ein Gerudo seinen Vorgänger verraten hatte und die Welt in Chaos und Unglück gestürzt hatte. Niemals wollte er wieder Vertrauen in einen Angehörigen dieses Volkes setzen, und schon gar nicht wollte er ein Kind, das zur Hälfte seinen Ursprung bei einem Diebesvolk hatte.

    Blass hatte Ravana sich diese Geschichte angehört. Niemals hatte sie sich Gedanken über ihre Eltern gemacht, und nun hatte sie erfahren, dass ihre Eltern egoistisch und närrisch gewesen waren.
    Ihre Mutter war schon lange tot, und ihr Vater auch, wie Bumara sagte. Der neue König, Dardanos Gustavson II. sei nicht von solchen Vorurteilen behaftet und regiere Hyrule mit fester, aber gütiger und voraussehender Hand. Alle Völker seien vor seinen Augen gleich.

    Ravana hatte Bumara den Grund ihres Kommens erzählt, von ihren Träumen über das Schloss und ihr Gefühl, dass mit dem Wüstenkoloss etwas nicht stimme.
    Bumara war ebenfalls sehr besorgt. Sie wusste über einige Dinge Bescheid, und hatte Spione unter allen Völkern.
    Ein Bote hatte ihr vor wenigen Tagen berichtet, dass auf einer großen Farm in der Hylianichen Steppe aus unerfindlichen Gründen alle Rinder gestorben waren, aber niemand wisse genaueres.
    Sie erzählte Ravana auch, dass auch sie das Gefühl habe, dass sich in der Wüste etwas geändert habe.
    „Vor vielen Jahren,“ hatte sie gesagt, „hatten wir einen Mann bei uns, der sich sehr gut mit Magie auskannte. Zunächst war er sehr wichtig für uns und genoss hohes Vertrauen, doch mit der Zeit zog er sich in seine Gemächer zurück, wo er seltsame Dinge mit seinen magischen Künsten bewerkstelligte. Unsere Frauen bekamen Angst vor ihm und mieden seine Umgebung, und schließlich verließ uns dieser Mann, er ging in die Wüste. Wir alle waren erleichtert, ihn los zu werden, doch ich hatte kein gutes Gefühl dabei, ihn unbeaufsichtigt herumstreifen zu lassen.“
    Bis vor kurzem habe sie nichts mehr von dem Mann, den sie alle als „Wüstengeist“ kannten, gehört und hatte schon im Stillen gehofft, dass er einfach verschwunden war. Doch in den letzten Tagen dachte sie oft an ihn und wusste irgendwie, dass Wüstengeist nicht tot ist, sondern im Gegenteil, so mächtig sei wie nie zuvor und dass er seine Kräfte womöglich nicht für Gutes einsetze.

    Ravana wurde immer bleicher, als sie das hörte. Sie hatte gleich an den Wüstenkoloss und dessen seltsame Aura der Angst gedacht... Bis vor kurzem hatte sie vielleicht nur wenige hundert Schritt entfernt von diesem Magier gelebt, und es war ihr nicht direkt aufgefallen. Sie hatte Bumara gefragt, ob die Gerudokriegerinnen nicht den Wüstenkoloss aufsuchen können und Wüstengeist dazu zwingen, seine Machenschaften aufzugeben, doch Bumara hatte den Kopf geschüttelt und traurig gesagt: „Nein. Niemand kennt den Weg zum Wüstenkoloss. Es gibt keinen Weg. Wir würden vielleicht alle verdursten, ehe wir dort ankämen. Wir kennen uns nicht so sehr in der Wüste aus wie du, Nichte. Und selbst, wenn wir bis zum Wüstenkoloss kommen würden, würde Wüstengeist uns wahrscheinlich nur auslachen und uns wieder zurück schicken. Nein, wir können nichts machen, und es ist auch nicht unser Schicksal, etwas zu tun. Die Götter haben das alles in der Hand und werden es so richten, wie es sein soll. Uns bleibt nur, abzuwarten.“

    Zuletzt hatte Bumara ihr angeboten, bei den Gerudo zu bleiben und zu lernen, wie eine Gerudo zu kämpfen. Doch Ravana hatte abgelehnt. Sie wollte immer noch zum Schloss, und am nächsten Tag würde sie aufbrechen.
    Bumara aber schenkte Ravana einen kleinen Krummsäbel, den sie vor Jahren einmal von einem dankbaren Goronen geschenkt bekommen hatte. Sie sagte, dass sie Ravana beibringen wolle, diesen Säbel todbringend zu nutzen, wenn sie das nächste Mal vorbeikäme, und Ravana dankte ihr.
    Für den Teppich konnten die Gerudo jedoch nichts tun. Sie empfahlen ihr, bei einer Hexe in Kakariko vorbeizugehen und sie nach magischen Teppichen zu befragen.

    Einerseits hatte Ravana Angst vor den Ereignissen, die vielleicht noch kommen mochten, aber andererseits fühlte sie sich lebendig wie schon lange nicht mehr. Hier hatte sie Menschen gefunden, die sich für sie interessierten, die ihr halfen und mit ihr wie mit einer erwachsenen Frau redeten.
    Sie hob Bumaras Säbel auf, der neben ihr lag und sah ihn sich an. Er war aus sehr hartem Stahl geschmiedet, ein sehr gutes Stück eines sehr guten goronischen Schmiedes. Er lag leicht in ihrer Hand, und seine Klinge war so scharf, dass sie ein Stück Stoff allein bei Berührung zerteilen konnte.
    Ehrfürchtig strich sie mit dem Finger über die flache Klinge und betrachtete ihr Spiegelbild. Man hatte ihr die Haare ein wenig zurechtgestutzt und ihr neue, saubere Kleidung gegeben.
    Ravana war versucht, doch noch einige Tage bei den Gerudo zu bleiben und sich wenigstens die Grundkenntnisse anzueignen, wie sie mit einer solchen Waffe umgehen musste. Es war schade, diesen wunderschönen Säbel mit sich herumzutragen und nicht zu wissen, wie er zu verwenden ist – womöglich würde er ihr sogar gestohlen werden, da sie nicht wusste, wie sie ihn zur Verteidigung einsetzen könne..

    Sie stand auf und ging mit langsamen Schritten wieder zurück zu der Öffnung zu ihrem Raum.

  3. #3

    Hylianische Steppe

    „Da seid ihr ja endlich, ihr Tunichtgute!“ rief ihnen Balon schon aus hundert Schritt entgegen.
    Milo und Ravana waren den ganzen Tag durch die Steppe gewandert und waren jetzt endlich bei der Farm angekommen, wo Balon sie Pfeife rauchend empfing.
    Ravana dachte an Milos Spielereien auf der Kuh kurz nachdem sie morgens losgegangen waren und musste lächeln. Seitdem waren sie aber recht gut vorangekommen und hatten nur einmal kurz Halt gemacht.
    Und Milo, der anfangs wie ein Wasserfall geredet hatte, war mit der Zeit damit zufrieden, auf einem langen Grashalm herumzukauen und hin und wieder vom Rücken der Kuh aus nach Fliegen zu schlagen.
    Als sie nun bei Balon angekommen waren, starrte dieser Milo, der noch immer auf einer der beiden Kühe saß, böse an und sagte barsch: „Runter von der Kuh, aber sofort. Die soll Milch geben, und nicht von einem Bengel wie dir zuschanden geritten werden.“
    Milo sprang vom Rücken der Kuh und sah Balon beleidigt an. „Hätte die Kuh mich nicht getragen, wären wir noch lange nicht hier. Und sieh doch mal, was sie für Prachttiere sind!“
    Balon musterte die beiden großen Tiere und nickte. „Ja, schön gemacht. Bring sie gleich in den Stall, Junge, und gib ihnen Futter und Wasser. Sollen sich wohlfühlen, vielleicht klappts dann auch schon bald mit dem Bullen...“
    Murmelnd und an der Pfeife nuckelnd setzte sich Balon in Bewegung und ging zur Farm hinauf. Ravana und Milo folgten ihm, und sie lachte leise darüber, wie Milo Balons schwerfälligen Gang nachzuahmen versuchte.

    Ravana half Milo dabei, die Kühe zu versorgen. Während sie einen Arm voll Heu holte, sagte sie: „Hast du den fliegenden Teppich schon vergessen? Ich hätte gedacht, dass du nur noch an den Teppich denkst. Oder war es das Bier, das dich so davon beigeistert hat?“
    Milo, der die beiden neuen Kühe mit Stroh abrieb, sagte: „Aaach ... Der Teppich wär schon toll. Aber muss nicht sofort sein. Das Geld können wir uns auch zusammensparen, wenn wir Balon mit seinen Kühen helfen.“
    Bei Balon bleiben?? Niemals. Dieser mürrische, geizige Kerl würde uns höchstens einen Hungerlohn bezahlen, dachte Ravana.
    Sie sagte: „Ja, mal sehen. Ich mach mich jedenfalls morgen auf den Weg zum König. Wär schon toll, wenn du mitkommen würdest, hab mich echt dran gewöhnt, Gesellschaft zu haben!“
    Lächelnd sah sie Milo an, der sie ebenfalls angrinste. Die beiden waren auf ihrer kleinen Reise gut miteinander zurecht gekommen und waren Freunde geworden.
    „Na klar würde ich gerne mitkommen, hoffe nur, dass Balon kein großes Theater macht deswegen. Ich bin seine beste Kraft“ sagte er stolz und warf sich in die Brust.

    „Du willst WAS?“ schrie Balon und sein Gesicht nahm eine gefährlich rote Tönung an. „Zum König gehen? Als ob der König einen Bengel wie dich oder eine abgerissene Gerudo sehen wollen wird. Das ist ja lachhaft!“
    Während sie zu dritt ein kleines Mahl zu sich nahmen, hatte Milo Balon vorsichtig von seinen Plänen erzählt. Zuerst hatte Balon sie beide ausgelacht, dann war er wütend geworden, hatte mit der Faust auf den Tisch gehauen und seine Stimme wurde lauter.
    Jetzt rief er: „So hast du dir das also gedacht. Kommst halb verhungert hier her, schläfst den halben Tag und frisst dich voll, und dann haust du wieder ab, mit dieser Göre da?“ Wütend deutete er auf Ravana.
    Ihr war der Ausbruch Balons ziemlich peinlich. Ohne sie wäre Milo gar nicht auf die Idee gekommen, weggehen zu wollen, und nun saß sie an Balons Tisch und aß seinen Käse, während Balon Milo wegen ihr anschrie.
    Vorsichtig sagte sie: „Wie wäre es denn, wenn wir eine Ladung Milch mitnehmen und sie der königlichen Küche verkaufen? Bestimmt zahlen sie sehr gut für deine Milch...“
    Balon stierte sie an, sein Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig. „Ja, das wäre eine Idee.“ sagte er nachdenklich. „Müsste sowieso bald mal wieder hin, so spar ich mir einen Weg... Aber nicht, dass ihr euch mit dem Geld aus dem Staub macht!“ sagte er mit einem drohenden Blick auf Ravana.
    „Also gut, ihr kriegt das Fuhrwerk und 50 Flaschen Milch, die verkauft ihr der obersten Köchin des Schlosses. Dafür kriegt ihr wahrscheinlich so um die .... 500 Rubine...“
    Ravana warf Milo einen ungläubigen Blick zu. So viel Geld für ein bißchen Milch? Dafür konnten sie den Teppich reparieren lassen und sie konnte sich die schöne Triforce-Kette kaufen, die sie auf dem Markt in Kakariko gesehen hatte... Aber nein, es war ja nicht ihr Geld, sie mussten es Balon zurück bringen. Schade...
    Dieser hatte in der Zwischenzeit weitergeredet. „... in einer Woche wieder hier sein und mir das Geld bringen. So könnte das klappen...“
    Milo strahlte. Er hatte soeben eine Woche Urlaub bekommen. Doch er fragte: „Und das Fuhrwerk? Das brauchst du doch hier sicherlich in der Zeit, oder?“
    „Hmmm“ brummte Balon. „kann Jakob, mein anderer fauler Helfer, mitbringen. Der treibt sich grad sowieso in den Freudenhäsuern in der Stadt herum.“
    Was sind denn Freudenhäuser? fragte sich Ravana. Hört sich interessant an...
    „Schön,“ sagte sie. „Und was kriegen wir dafür, dass wir andauernd so weite Wege gehen und was für dich erledigen?“
    Balons Gesicht wurde wieder leicht rötlich. „Was zu essen und für heute nacht ein Dach über dem Kopf“ sagte er mit gepresster Stimme. „Also gut, weil ihr so gut Kühe gekauft habt, könnt ihr das restliche Geld behalten. Jetzt gibt’s aber nix mehr, ich geh jetzt schlafen. Hab hart gearbeitet, im Gegensatz zu euch, das könnt ihr mir aber glauben...“
    Sobald Balon grummelnd die Treppe nach oben in sein Gemach gegangen war, lachte Ravana Milo an.
    „Toll, was? Jetzt brauchen wir morgen nicht wieder so weit laufen, sondern kriegen ein Fuhrwerk. Und wir kriegen Geld und wir haben eine Woche Zeit, uns die Stadt anzusehen!“
    Milo nickte und trank einen Schluck aus seinem Becher.
    Mit Milchbart im Gesicht blickte er danach wieder auf. „Endlich erlebe ich mal ein Abenteuer, und ich werde den König sehen! Vielleicht stellt er mich als Soldat ein? Kuck nicht so, ich kann echt gut mit meiner Schleuder umgehen!“

    Nachdem sie den Tisch aufgeräumt hatten, richtete sich Ravana wieder ihr Lager auf dem Heuhaufen im Raum. Milo hatte gesagt, dass er in einem Schuppen schlief.
    Morgen würde sie endlich vor dem Schloss stehen!

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