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Thema: [ALT] Link´s Legacy #1

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Haus des Bürgermeisters - Unruh Stadt/Termina

    Doran schlief schon eine ganze Weile, er hatte ja auch eine Menge durchgemacht.
    Doch Daru konnte nicht schlafen. Die Dinge, die Doran ihm erzählt hatte,
    beschäftigten ihn.
    Was will dieser Fremde von meinem kleinen Bruder ?
    Warum hat das Dreieck an seinem Hals geleuchtet, so wie bei mir vor ein paar Tagen ?

    Tausend Dinge gingen ihm durch den Kopf.
    Er stand auf und ging runter ins Esszimmer des Hauses.
    Es waren noch ein paar Reste vom Abendessen übrig und so
    setzte er sich und aß, während er weiter nachdachte.
    Daru aß zwar lieber Donnerblumen, aber er war nicht wählerisch.
    Inzwischen war der Bürgermeister ins Zimmer getreten und hatte
    sich neben Daru gesetzt.

    BGM : Was bedrückt dich, mein Sohn ?
    Daru : Die ganze Geschichte bedrückt mich.
    Wir haben ihnen ja alles erzählt, aber eines habe ich euch allen verschwiegen.
    Ich wollte nicht, dass Doran es erfährt.
    BGM : Nun sag es schon !
    Ich seh doch, dass es raus muss.
    Daru : Schon gut.
    Sie sagten doch, dass das Dreieck auf Dorans Hals geleuchtet
    hat. Meines hat auch geleuchtet und das etwa zur gleichen Zeit.
    Ich weiß nicht, was das zu bedeuten hat.
    BGM : Vielleicht gibt es eine besondere Verbindung
    zwischen euch. Da kommt bei Geschwistern schonmal vor.
    Daru : Nein Nein !
    Das kann es nicht sein. Wir haben es ihnen nicht erzählt, aber
    Doran ist nicht mein richtiger Bruder. Ich fand ihn, als er noch ganz klein
    war und brachte ihn ins Dorf. Keiner konnte sich erklären, woher
    er kam. Da er soviel Ähnlichkeit mit mir hatte, zog mein Großvater
    ihn auf. Doran weiß darüber Bescheid. Aber aus diesem Grund
    kann es keine solche Verbindung sein.
    Ich muss es herausfinden. Hören sie ! Ich werde heute nacht gehen.
    Bitte sagen sie Doran nicht was wir hier besprochen haben.
    Ich habe das Gefühl, dass dieser Fremde etwas weiß, darum werde
    ich alleine nach ihm suchen.
    BGM : Ich kann dich sehr gut verstehen.
    Du musst deinen Weg gehen, mein Junge.
    Ich werde Doran nichts sagen, aber nimm noch etwas Proviant mit.
    Daru : Vielen Dank.

    Und so brach Daru erneut auf, diesmal ohne seinen Bruder.
    Er wusste nicht, dass Doran die gleichen Sachen durch den Kopf gingen.
    Daru war müde, doch er konnte jetzt noch nicht schlafen.
    Zuerst musste er weit genug weg sein.
    Er lief die ganze Nacht, bis zu einem Gebirge. Es war kalt dort
    und er war totmüde. Also suchte er nach einer Höhle, in der
    er die Nacht verbringen konnte. Nach kurzer Zeit fand er eine Hütte.
    Er betrat sie und war erstaunt. Scheinbar hatte sie einem Goronen
    gehört. Anscheinend einem Schmied. Aber dies war ihm alles egal.
    Schon nach wenigen Minuten war er eingeschlafen.

    Geändert von Eisbaer (30.11.2004 um 10:01 Uhr)

  2. #2
    Doran erwachte am nächsten Morgen und die ersten Sonnenstrahlen fielen schon durch das Fenster das sich neben seinem Bett befand.
    Daru und er waren gestern hierher gekommen, um einen Rastplatz für die Nacht zu finden.
    Sie waren zusammen auf die Suche nach dem unheimlichen Fremden gegangen, um endlich mehr über ihn herauszufinden. Doran richtete sich halbwegs sicher auf und lies seinen Blick durch das Zimmer streichen. Als sein Blick auf das Bett seines Bruders fiel, war ihm das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, das Bett war leer, verlassen, als hätte nie jemand dort geschlafen.
    Mit einem Satz war Doran auf den Beinen, ballte die Fäuste und schrie einmal laut auf:
    " Daru"
    Es liefen ihm warme Tränen über seine Wangen und er konnte nur schwer ein Schluchzen unterdrücken. Er war gegangen, aber warum nur? Doran wusste es nicht.
    In diesemm Moment kam der Bürgermeister herein, um nachzusehen, woher der Schrei kam.
    Er musterte Doran, blickte dann zu Boden und Doran sagte in barschem Ton:
    " Wo ist er?"
    Der Bürgermeister wandte seinen Blick und starrte Doran mitten ins Gesicht.
    " Er machte sich zum Strand der Zoras auf, um jemanden zu verfolgen."
    Doran griff neben das Bett in dem er die Nacht verbracht hatte, um seinen Hammer zu nehmen, schnallte ihn sich auf den Rücken und sprengte aus dem Zimmer ohne sich bei dem Bürgermeister zu bedanken.
    Als er for der Haustür stand, wandte er sich nach rechts und verlies die Stadt gen Westen.

    Es war schon Abend geworden , als Doran den matten Schein eines Feuers wahrnahm.
    Wer konnte das sein ?
    Doran zog es vor erst einmal abzuwarten. Er verbarg sich hinter einem kniehohen Busch und von Zeit zu Zeit warf er einen Blick über ihn um zu erkennen was sich dahinter
    befand. Die ersten Versuche blieben ohne erfolg, denn er konnte zwar eine Schwarze, rundliche Gestalt wahrnehmen, dennoch war das Gesicht des Fremden nicht zu sehen.
    Doran lies sich ein weiteres Mal mit einem Seufzer in die Hocke sinken, doch genau in diesem Moment kam ein leichter Wind auf und das Licht der Flammen gaben das Gesicht des Fremdenfrei.
    Es war Daru, der sich gerade an eienm gerösteten Stück Fleisch zu schaffen machte.
    Sie mussten reden.

  3. #3
    Raziel war jetzt schon 2 Tage in Hyrule auf der Flucht. Warum wollte Shiro nicht mit ihm reden. Er wusste gnau das Shiro ihn beobachtete. Ihm blieb keine Wahl. Lange konnte er sich in Hyrule nicht mehr verstecken. Er beschloss zu gehen. Irgendwann wird Shiro schon kommen. Aber was wenn nicht. er hatte noch so viele Fragen. Er machte sich auf den Weg zum Tor. Da fiel ihm ein das es von Wachen nur so dort wimmeln wird.
    Shiro wo bist du?

  4. #4
    Er kam schlaftrunken bei den beiden an und sagte:
    Oh man, so lange hab ich schon seit Jahren nicht mehr geschlafen! Hat wohl an den Tönen deiner okarina gelegen. Du spielst echt gut!
    Er schaute auf Daven der auch ziemlich schläfrig wirkte.
    Wo liegt denn das Haus deiner Eltern, und wie Bonny schon fragte... Was suchst du da?
    Das sag ich euch, wenn wir da sind... und jetzt los!
    Und sie gingen los...

    Geändert von one-cool (08.12.2004 um 16:41 Uhr)

  5. #5

    In der Höhle von Cruentus

    Cruentus öffnete sein linkes Auge. Als er merkte, dass die Sonne bereits in den hintersten Bereich seiner kleinen Höhle schien, öffnete er auch das andere und stand langsam auf. Er hatte schlecht gechlafen. Wieder diese Albträume. Immer wieder die gleichen Bilder. Ganondorf auf dem Thron von Hyrule. Moblins in den Häusern. Überall Tod. Immer wieder Tod. Er konnte es nicht mehr sehen.
    Er kannte seine eigene Rolle in der Schreckensherrschaft Ganondorfs. Er hatte maßgeblich zu diesen Morden beigetragen. Und nicht nur das. Er war ein sehr hochgestellter Diener des finsteren Herrschers gewesen. Er wollte das alles vergessen. Einfach seine Vergangenheit auslöschen. Und dennoch schämte er sich nicht wirklich für seine Taten.
    Er war mit dem Tod aufgewachsen und kannte kein anderes Leben. Seit er mit neun Jahren sein Volk verlassen hatte und zu den Gerudos gegangen war, war er nicht mehr Cursor, der Schiekah, sondern er war nur noch Cruentus, der Mörder. Er hatte immer diesen Namen getragen. Und er würde ihn immer tragen. Das wusste er. Denn er wollte nicht aufhören zu morden. Doch jetzt mordete er nur noch, wo er es für richtig hielt.
    Nachdem er seine Sachen zusammengesucht hatte, machte er sich auf den Weg zu seiner Auftragsstelle. Er hatte viele dieser Stellen, wo die Leute Aufträge für ihn hinterlassen konnten. Er entschied dann, ob er sie annnahm oder nicht.
    Einige Briefe waren tatsächlich vorhanden. Die meisten waren uninteressant: Erbschleicher, die ihre Mutter umbringen lassen wollten, irgendwelche Irren, die den König tot sehen wollten, ein paar totale Spinner, die sowieso die ganze Menschheit vernichten wollten...nichts, was ihn interessierte. Aber da war doch was dabei: Ein Mitglied der Wache von Hyrule, der durch seine sadistische Vorgehensweise einen Gefangenen getötet hatte: den Bruder des Auftraggebers. Dieser Mann schien es verdient zu haben, zu sterben. Cruentus packte seine Sachen. Er musste sich auf den Weg machen. Auf nach Hyrule.

  6. #6
    2 Tage waren seit der Befreiung Raziels vergangen. 2 Tage, in denen er mit sich selbst rang. Nun, da es soweit war mit dem Zora zu sprechen schien ihn irgendetwas davon abzuhalten. Was war es? War es vielleicht eine unbestimmte Beunruhigung? Beunruhigung darüber, wie das Gespräch verlaufen würde.
    In einem Moment der Schwäche, als er unaufmerksam war und sich sein schwaches Ich in ihm zu sehr geregt hatte, hätte er beinahe die Melodie, die Raziel ihm mitgegeben hatte gespielt. Er konnte sich jedoch gegen den Wunsch auflehen. Er wollte diese Melodie nicht spielen...um nichts auf der Welt.
    2 Tage waren vergangen...2 Tage, in denen er hauptächlich in der Zitadelle der Zeit war und über seine Vergangenheit und seine Zukunft sann. Wa sollte er nur tun? Wie kam es dazu, dass er so lange benötigte, um eine Entscheidung zu fällen?
    2 Tage, um zu dem Schluss zu kommen, dass er mit dem Zora sprechen würde. Ihn zu finden würde nicht schwer werden. Shiro würde einfach am Ausgang der Stadt warten. Dann musste sich entscheiden, wie stark ihn der Zora beeinflussen konnte.....dann musste die Entscheidung über seine zukünftige Gesinnung fallen....

  7. #7
    Leicht wurde Bonny rot und lächelte dann.
    Danke, für das Lob!

    Schaute dann wieder beide abwechselnd an.
    Ich dachte, Shiekas wären Ausgestorben, bist du der einzigste?, fragte sie Kiro Neugierig, sie hatte viel über Shiekas gehört, aber noch nie einen, außer Kiro gesehn.

  8. #8
    Eine feuchte Hand strich über Twinkles Wunde. Es war ein sehr angenehmes Gefühl, da die Hand sehr kühl und glitschig war. Als die Hand sich langsam von Twinkles Wunde entfernte, merkte er, dass sie eine Art Creme über die Wunde gestrichen hat. Anfangs war diese Creme auch sehr angenehm, doch dann begann sie plötzlich zu brennen. Twinkle schreckte nach oben und wollte die Creme wegwischen, aber es brennte immer weiter. Er fletschte die Zähne aneinander. Die Hand drückte leicht gegen Twinkles Stirn und schon fiel er wieder ins Bett. Das Brennen wurde langsam milder. Twinkle wusste nicht wo er war. Langsam öffnete er die Augen, doch ein grelles Licht hinderte ihn daran etwas zu erkennen. Er hielt sich die Hand vor die Augen und versuchte nach vorne zu schauen. Langsam wurde die Umgebung deutlicher. Er sah eine Person vor ihm stehen, doch er konnte nicht erkennen wer oder was es war, da er immer noch sehr undeutlich sah. Langsam sammelte sich sein Sehvermögen wieder. Er kniff die Augen zusammen und sah einen Zora. Die Flossen des Zoras waren ungewöhnlich lang, aber das waren auch schon wieder alle Unähnlichkeiten die ihn von einem anderen Zora trennten. Aber er wusste immernoch nicht genau wo er war. Er sah sich um und sah viel Wasser. Es war aber kein See oder das Meer zu sehen. Er war mitten in einem Zimmer. Der einzige Ort mit Zoras und Wasser in einem Zimmer war die Schädelbucht. Doch wie kam er hierher?
    Er versuchte aufzustehen, doch die Wunde machte sich immer noch bemerkbar. Das Brennen hat inzwischen aufgehört. Der Zora schritt auf Twinkle zu.
    Wie geht er dir?, fragte der Zora mit erhobener Stimme.
    Doch Twinkle schenkte seiner Frage wenig beachtung.
    Wie komme ich hierher?
    Ich habe dich am Meer gefunden. Du warst schwer verwundet. Es ist ein Wunder das du überhaupt noch lebst. Ich habe dich sofort in unser Reich gebracht um dich zu versorgen. Du hast nun 3 Tage lang geschlafen.
    Jede andere Person würde jetzt wahrscheinlich ausrassten, da sie 3 Tage lang geschlafen hat, aber Twinkle war es ziemlich egal. Er hatte es ja nicht eilig. Er wusste ja nicht mal wo er hinsollte.
    Ich habe dich sofort zu unserem König gebracht...
    Euer König? Wer ist er?
    Das ist nicht von belangen.
    Twinkle ging auf den Zora zu.
    Es wäre keine gute Idee, dich mit mir anzulegen.
    Es wäre keine gute Idee, in deinem jetztigen Zustand einen Kampf anzufangen. Ohne deine zwei Krummsäbel könntest du sowieso nicht viel ausrichten.
    Verwirrt starrte Twinkle um sich.
    Meine Krummsäbel. Wo sind sie? Gib sie mir sofort zurück!
    Der Zora hohlte aus und schlug Twinkle mit der Faust in den Bauch. Twinkle zuckte zusammen.
    Ich sagte doch du sollst dich nicht mit mir anlegen. Deinen Krummsäbeln geht es gut. Ich gebe sie dir zurück sobald die Zeit gekommen ist. Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen. Der König meinte, wenn dann soll ich mich um dich sorgen, da er nichts für Gerudos übrig hat. Also habe ich dich hierhergebracht und dich versorgt.
    Twinkle wusste nicht was er sagen sollte. Er hat sein Leben einem Zora zu verdanken. Twinkle öffnete seinen Mund und der Zora meinte ein leises Danke gehört zuhaben.

  9. #9

    Hyrule - In einer der vielen Gassen

    DAven merkte das Bonny sich mehr und mehr für Kiro interessierte und sich mit ihm unterhielt. Ihn störte es nicht. Er war die letzten Jahre immer allein gewesen und hatte niemanden. Es war zwar schön sich mal mit jemandem unterhalten zu können aber in diesem Moment war es ihm gleichgültig.
    Mit seiner rechten Hand fuhr er sich durchs Haar. Schmerzhaft zog es in seinem Handrücken. Schnell steckte er seine Hand wieder unter den Umhang.

    Schnellen Schrittes ging er auf die nächste Abzweigung zu und verschwand im Schatten der Häuser. Er überlegte ob es richtig war einfach zu gehen doch er kam zu keinem vernünftigen Gedanken. Immer wieder sah er die schrecklichen Bilder aus seinem Traum.

    Wieder schmerzte seine rechte Hand. Stärker als zuvor

    Geändert von Shadow-runner (01.12.2004 um 17:10 Uhr)

  10. #10
    Ich blick wanderte wieder zu Daven.
    Ist alles Ok? oder warum bist du so still?

    Sie stellte sich neben ihn und lächelte leicht.
    Du kannst mir es ruhig sagen, wenn was los ist!
    Sie sah in den Himmel, es war wieder nacht. Müde gähnte sie und schaute weiterhin Daven an.
    wenn wir zu deinem Elternhaus wollen, dann jetz!

  11. #11
    Die Neugier schließlich siegte seine schlichte Neugier.
    Er nahm eine kleine Okarina aus einer verborgenen Tasche und sah sich das Blatt mit den Noten an. Die Melodie kannte er nicht...er fragte sich, was wohl passieren würde...
    Doch egal was es war, er würde es meistern. Er hatte nicht vor sich übermäßig beeinflussen zu lassen. Er musste einen Strich ziehen, zwischen sich und den Zora und dazu gehörte auch das Ausprobieren der Melodie.
    Er setzte die Okarina an die Lippen und spielte....
    DIe Melodie hatte einen ruhigen und recht hübschen klang, der sehr zu dem Klang seiner Okarina passte. Am Rande seines Bewusstseins fragte er sich, wie es wohl mit dem Keyboard des Zoras geklungen hätte.
    Zeit für andere Gedanken blieb ihm nicht, denn als er im nächsten moment die Okarina von seinem Mund nahm, hatte er ein seltsames Gefühl. Ihm wurde warm und dann wieder kalt und er bekam einen leichten Brechreiz. Überall um ihn her schien plötzlich blendedes Licht zu sein, obwohl er sich wie immer im Schatten befunden hatte und dann sah er eine Abbildung von Raziel vor sich. In kalter Wut wollte er etwas sagen, doch die Gestalt drehte sich um und schien augenblick ihre Form zu verändern. Sie schien auseinander gezogen zu werden und innerhalb von Sekunden stand Shiro vor einer Karte von Hyrule. Über dem Punkt der für die Schlossstadt Hyrule stand, leuchtete ein Licht.
    " Ich werde dir helfen, aber nur wenn du willst!", ertönte Raziels Stimme.
    Shiro schnaupte verächtlich. Nicht schon wieder dieser Quatsch! Es musste jetzt aufhören. Er trat auf die Karte zu und schien von einem Wirbel erfasst zu werden.
    Er hatte schon eine Ahnung, wo er am Ende herauskommen würde......

  12. #12

    Auf dem Weg nach Hyrule

    Es war bereits dunkel geworden, als Cruentus sein Nachtlager aufschlug. Er hatte sich eine kleine Felsnische gesucht, weit weg vom Weg, um möglichst Kontakt mit anderen Leuten zu vermeiden. Er liebte die Einsamkeit. In keiner anderen Umgebung konnte man so gut nachdenken. Nachdenken, das tat er oft, seit der Veränderung, die damals in ihm vorgefallen war. Aber mit dem Nachdenken kamen auch die Erinnerungen. Er hätte den alten Mann damals töten sollen. Einfach ein Messer aus seinem Gewand zaubern und der alte Mann hätte seinen letzten Atemzug getan, bevor er auch nur aufschreien konnte. Aber er hatte es nicht getan. An jenem verhängnissvollen Abend:

    Er hatte wie üblich in seinem Lager gesessen, als ein Bote seines Meisters aufgetaucht war. Ein neuer Auftrag. Davon gab es in jener Zeit genug. Doch dieser Auftrag war etwas besonderes: Er sollte einen jungen Mann töten, der dem Meister irgendwie gefährlich geworden war. In der zitadelle der Zeit, so hieß es, würde er ihn finden. Erkennen sollte er ihn an der Kleidung: Er würde herumlaufen, wie einer dieser Zwerge aus dem Wald. Kokiri, oder so ähnlich. Als er sich gerade auf den Weg hatte machen wollen, war dieser Typ aufgetaucht. Ja, auftauchen war das richtige Wort, denn er stand plötzlich mitten im Raum ohne jede Vorwarnung.
    Alter Mann: Dein Meister hat dir einen Auftrag gegeben, der den Göttinen missfällt.
    Cruentus: Ich weiß nicht wovon du sprichst. Ich bin nur ein Nomade und habe keinen Meister.
    Alter Mann: Du brauchst mich nicht zu belügen. Ich weiß alles über dich, Cursor.
    Cruentus: Wieso nennst du mich Cursor? Woher weißt du...?
    Alter Mann: Du hörst mir nicht zu. Ich sagte doch, ich weiß alles. Und ich bin gekommen, dich davon abzuhalten zu tun was du tun willst. Göttinnen, gebt mir die Kraft, ihn aus dieser Welt zu bannen.
    Cruentus: Was tust du da? Wer bist du überhaupt?
    Alter Mann: Ich sperre dich in eine andere Welt. Du wirst lange schlafen. Und wenn du aufwachst, wird dein Leben nicht mehr dasselbe sein. Ich bin dein Schicksal. Ich bin das gebündelte Wissen dieser Welt. Ich bin der allmächtige Diener der Göttinnen. Und nun schwinde aus dieser Welt und hoffe, das sie besser sein wird, wenn du zurückkommst.

    Cruentus konnte noch sehen, wie die Gestalt des Alten sich in Luft auflöste. Dann war alles schwarz. Er konnte nicht ahnen, dass sein nichterfüllter Auftrag für den Sturz seines Herrn sorgen sollte. Als er viele Jahrzehnte später in der Zitadelle der Zeit erwachte, ahnte er noch nichts von dem, was ihn erwartete. Er hielt den alten Mann für einen Traum, aus dem er gerade aufgewacht war, doch als er sah, wo er war, bekam er Angst. Er floh. Er wollte nur noch weg aus dieser fremden Welt. Fliehen. Das war alles woran er gedacht hatte. Inzwischen hatte er sich an diese Welt gewöhnt und seinen Beruf als Mörder wieder aufgenommen. Das ist Vergangenheit, dachte Cruentus. Es ist alles nicht mehr wichtig. In dieser Nacht hatte er wieder den Traum von Ganondorfs Rückkehr und der schmerzhaften Folter, die er für seinen Verrat zu bezahlen hatte.

  13. #13
    Kiro ging zu den beiden.
    Könntet ihr bitte damit aufhören immer umher zu rennen? Daven, du wolltest doch zu deinem Elternhaus gehen oder? Also lasst uns gehen, wenn es ginge!
    Sie schauten ihn verwundert an und fingen an zu lachen.
    Daven: Okay okay lass uns gehen!
    Kiro: Wieso lacht ihr? Denkt ihr es ist lustig euch immer so hinterherzuhinken, ohne zu wissen, warum ihr einander weg rent?
    Bonny: Sorry Kiro.
    Obwohl sie sich entschuldigte, lachte sie immer noch!

    Geändert von one-cool (08.12.2004 um 16:43 Uhr)

  14. #14
    Bonny zügelte nun ihr lachen
    Nochmals entschuldigung, Kiro!

    Sie hatte nurnoch ein breites Grinsen auf den Lippen das schnell wieder verschwand. leicht grinsend und sah beide abwechselnd an.
    Ich geh ein bisschen in die Steppe, ich komm dann wieder!
    sie ging richtung Steppe und überquerte die Zugbrücke, sezte sie an den Fluss und spielte ein bisschen mit dem Wasser, während sie in den Himmel sah.

    Geändert von Sternschnuppe (01.12.2004 um 18:51 Uhr)

  15. #15

    Ort: Gerudofestung

    Ravana ging in ihren kleinen Raum zurück und blieb unschlüssig stehen. Weiterziehen und die Chance, mit dem Säbel umgehen zu lernen verpassen oder einige Tage hier bleiben und riskieren, zu spät zum Schloss zu kommen?
    Aber den Traum vom Schloss und der schrecklichen Dunkelheit hatte sie nicht mehr gehabt, seit sie den Wüstenkoloss verlassen hatte.
    Vielleicht kam der Traum auch nur durch die Beeinflussung ihrer Gedanken durch den Wüstenkoloss...

    Nein, sie hatte noch immer das Gefühl, zum Schloss gehen zu müssen. Doch es war nicht mehr so drängend...
    Ravana entschied sich, sich die Festung und die Umgebung anzusehen. Über die Frage, ob sie noch einige Tage hierbleiben sollte, konnte sie während des Rundganges nachdenken.
    Sie war so froh, einmal Menschen um sich zu haben, und es interessierte sie, wie diese Menschen miteinander lebten. Sie wollte sehen, was die Gerudo den ganzen Tag machten, und sie wollte auch einen Blick in die legendäre Trainigsarena werfen, in der der sagenhafte Held Link vor Jahrzehnten seine Kraft und seinen Mut bewiesen hatte.

    Ravana ging zum Vorhang, der ihren kleinen Raum vom Flur trennte, schob ihn beiseite und trat auf den Flur. Inzwischen konnte sie sich den Weg zur Küche merken.
    Die Küche war bei den Gerudo eine Art Versammlungsort, wo normalerweise immer jemand anzutreffen war. Hier trafen sich die Gerudo auch morgens und nachmittags zu den täglichen Mahlzeiten.
    Als Ravana die Küche betrat, war nur die Köchin anwesend, die trotz ihrer Tätigkeit sehr schlank war. Sie hatte auf dem großen Tisch mehere Säckchen mit Kräutern und Zutaten stehen und mischte im Moment ein gelbliches Pulver unter einige große Stücke rohes Fleisch.
    Ravana ging auf die Frau zu und fragte: „Steht die Trainingsarena jedem offen? Ich würde sie mir gerne ansehen...“
    Die Frau hielt inne und schien zu überlegen. Schließlich wischte sie sich die Finger an ihrer Hose ab, an der schon einige weitere Flecken zu sehen waren.
    Sie sagte: „Ja, sie steht jedem Gerudo offen. Aber ich würde dir nicht raten, dort hin zu gehen, denn es gibt gefährliche Wesen dort, die du nur besiegen kannst, wenn du eine gewisse Erfahrung und auch einige Waffen hast.“
    Sie nahm eines der Säckchen mit Gewürzen und stellte es auf ein Regal hoch oben an der Wand. Während sie sich hinaufstreckte, sagte sie: „Mein Name ist Karantana und bin eine der besten Kämpferinnen unter den Gerudo. Ausgenommen natürlich Bumara.“
    Sie lächelte und Ravana fragte überrascht:
    „Du kämpst? Ich dachte, du wärest die Köchin und deine Waffen sind Kochlöffel und Töpfe..!“
    Karantana lachte laut auf. „Jede Gerudo ist gefährlicher als drei Soldaten des Königs zusammen. Hast du das nicht gewusst? Und ich stamme von einer der gefürchteten Gerudowächterinnen ab, die schon seit Urzeiten für die Verliese in der Festung zuständig sind – selbst, wenn wir keine Gefangenen haben!“
    Ravana lächelte. Wie kam sie auf den Gedanken, dass eine Gerudo sich damit zufrieden zu geben, Essen zu kochen? Erst jetzt viel ihr auf, dass Karantana an jedem Bein einen Säbel hängen hatte, anstatt wie die meisten Gerudo nur einen.
    Karantana hatte ihren Blick bemerkt. „Ja,“ sagte sie, „ich beherrsche auch die Wirbelattacke, die bei den Menschen so gefürchtet ist. Ich habe noch eine Stunde Zeit, bis mein Dienst als Köchin wieder benötigt wird. Komm mit, ich zeige dir ein paar Techniken!“
    Man sah ihr an, dass sie jeden Grund wahr nahm, ihre beiden Säbel in die Hand zu nehmen und damit die Luft zu zerschneiden. Während sie noch sprach, hatte sie sich schon umgedreht und war auf eine Treppe zugegangen, die zu einer der vielen Türen nach außen führte.
    Ravana dachte daran, dass sie sich eigentlich umsehen wollte, doch wenn ihr schon jemand bereitwillig etwas zeigen wollte, nahm sie diese Chance natürlich an. Sie folgte Karantana die paar Stufen hinauf und ging durch die Türöffnung nach draußen.
    Sie standen auf einem der vielen Dachterassen der Gerudofestung, und diese Terasse war besonders weitläufig. Hier konnten sich gut und gerne alle Gerudo der Festung aufhalten, ohne, dass es Gedränge gegeben hätte.
    Ravana stellte sich an die Wand, um Karantana nicht im Weg zu sein.

    Diese begann auch gleich mit ihren Übungen. Blitzschnell hatte sie ihre beiden Säbel gezogen, sich in eine hockende Stellung begeben und die Säbel wie einen Schild vor sich hingehalten.
    Sie rief Ravana zu: „Siehst du, wenn ich meine Säbel so halte und meine ganze Kraft in die Arme gebe, kann sogar ein Gorone mit einer großen Axt mich nicht erreichen. Die Säbel sind sehr stabil, es ist noch nie geschehen, dass einer abgebrochen wäre!“.
    Ravana nickte erstaunt.
    Karantana war inzwischen in eine abwartende Position gegangen. Sie hob ihren rechten Arm waagerecht vor ihr Gesicht, den Säbel fest umklammert. Den linken Arm hatte sie schräg nach hinten ausgestreckt und trippelte mit federnden Schritten auf der Stelle, bereit, auf ihren imaginären Feind loszugehen.
    Plötzlich sprang sie nach vorne und ließ die Säbel in einer schneidenden Bewegung vor sich hin und herfahren. Ravana bemerkte, dass die Säbel nicht willkürlich bewegt wurden, sondern harmonisch in einem Bewegungsablauf, der sich immer wiederholte, während Karantana mit federnden Schritten sich nach links, rechts und vorne bewegte.
    Nach wenigen Sekunden begab sie sich wieder in die Abwehrstellung und holte ein paar mal tief Atem. Plötzlich machte sie wieder einen Satz nach vorne, während sie mit dem rechten Arm weit nach oben ausholte und ließ dann den Säbel mit einem lauten Pfeifen vor sich niedersausen.
    Ravana schauderte, ein Feind wäre mit diesem Schlag sauber halbiert worden... Während sie noch fasziniert die abwärts-Bewegung mit dem Säbel verfolgte, holte Karantana schon mit dem linken Arm weit nach hinten aus, drehte sich mit der Hüfte so weit es ging ebenfalls nach hinten, brachte den rechten Säbel mit einer fließenden Bewegung von unten wieder auf Schulterhöhe, stieß einen lauten, hohen Schrei aus und wirbelte plötzlich durch die Luft und kam auf der anderen Seite der Terrasse wieder auf dem Steinboden auf.
    Ravana konnte kaum fassen, was sie gesehen hatte. War Karantana grade eben wirklich geflogen? Es sah so aus, sie hatte nur noch einen roten Wirbel gesehen, mit zwei tödlichen Klingen, die fast schon einen Kreis bildeten...

    Und schon kam Karantana ein wenig außer Atem auf sie zu. „Siehst du,“ sagte sie, „das grad war die Wirbelattacke. Es gibt kaum jemanden, der ihr schnell genug ausweichen kann! Dafür ist sie aber auch nicht ganz einfach zu lernen. Hier, nimm meinen Säbel!“
    Ein wenig aufgeregt nahm Ravana den Säbel entgegen und wog ihn in der Hand.
    Karantana sagte: „Nur wir Verlieswächterinnen, die wir auch die Leibwachen der Anführerin sind, kämpfen mit zwei Säbeln. Einer ist schon gefährlich genug, damit kann man sich eine ganze Bande Wegelagerer vom Leib halten, wenn man es richtig kann! Nun halte den Säbel schräg nach oben vor dein Gesicht – nein, ein wenig höher – so.“ Sie machte mit dem anderen Säbel die Bewegung vor und Ravana versuchte, sie nachzumachen. Sie merkte, wie ihr Blut in Wallung kam und die Kampeslust sie erfasste, als sie den Säbel auf diese Weise vor sich hielt.
    „So kannst du Schläge abwehren,“ sagte Karantana. „Einem Goronen solltest du mit nur einem Säbel vielleicht nicht gegenübertreten – die sind ganz schön stark,“ erklärte sie zwinkernd, „aber du kannst damit einige sehr harte und eigentlich tödliche Schläge abfangen, das Schwert des Gegners nach unten leiten – siehst du, so – und dann selbst zu einem unerbittlichen Schlag ausholen – so.“
    Während sie sprach, führte sie den Säbel langsam in den beschriebenen Bahnen, und Ravana machte sie nach und wurde dann immer schneller.
    Karantana nickte. „Ja, so muss das dann aussehen. Die Wirbelattacke kann ich dir nicht beibringen, zumindest noch nicht.. Aber ein paar andere sehr gefährliche Tricks. Sieh mir genau zu und mach mir nach!“

    Geändert von Ravana (02.12.2004 um 13:10 Uhr)

  16. #16

    Am Schlosstor von Hyrule

    Dicke Mauern umgaben das mächtige Schloss von Hyrule, indem das Ziel von Cruentus wartete. Das Tor wurde von zwei Soldaten in voller Rüstung bewacht. Treue Diener des Königs und vermutlich auch nicht korrupt. Der König wusste wen er einstellte. Sie dienten nur ihm. Sie verteidigten die Hylianer. Und sie hassten die Gerudo. Auch wenn er ein Shiekah war trug er doch die Kleidung des Wüstenvolkes. Sie würden ihn nie vorbei lassen. Doch sie hatten ihn noch nicht gesehen. Er hatte sich hinter einem Baum versteckt und die Lage sondiert. Durch das Tor zu kommen war unmöglich, es musste also eine andere Möglichkeit geben. Damit hatte er gerechnet und sein Seil mitgenommen. Dieses band er an einen Pfeil und schoss diesen über die Schlossmauer. Unbemerkt von den Wachen zog er sich die Mauer hoch. Doch auch oben auf den Wehrgängen patroullierten Soldaten. Mit einem gewagten Sprung stürzte er sich runter in den Garten. Von da aus schlich er sich ins Kellergewölbe.
    Es war feucht hier unten. Feucht und dunkel. Und es stank. Skelette lagen in den hinteren Ecken der Zellen und verwesten langsam. Dies war der einzige Ort, der noch an Ganondorfs einstige Herrschaft erinnerte. Und am Ende des Ganges stand ein Tisch, an dem zwei Männer in Rüstung Karten spielten, erhellt von einer flackernden Kerze. Und einer von ihnen musste der Beschreibung in dem Brief nach Vulturius, sein, sein Opfer. Langsam und lautlos schlich er sich an. Nur der Dunkelheit hatte er es zu verdanken, dass die beiden ihn noch nicht entdeckt hatten. Seine schwarze Maske hatte er schon vorm Tor aufgezogen. Er wollte den anderen nicht töten. Dazu gab es keinen Grund. Er würde ihn nicht erkennen. Aber sicher war sicher. Er legte einen Pfeil an die Sehne und spannte den Bogen. Er zielte genau. Seine Finger waren verschwitzt. Die Sehne rutschte ihm langsam weg. Der zweite Wachposten wollte schreien, aber der Schrei blieb ihm in der Kehle stecken, als er sah wie der Pfeil, der mit einer unglaublichen Durchschlagskraft sein Ziel traf, seinen Kollegen an die Wand drückte und ihn dort festnagelte. Dem Mann wurde schlecht, als er sah, wie dem Toten das Blut aus dem Bauch quoll. Cruentus nutzte seine Chance. Mit donnernden Schritten näherte er sich der Wache, packte sie am Kragen und drückte sie gegen die Wand. "Willst du, dass ich dich hier neben deinem Kumpel aufhänge", blöffte er den verängstigten Mann an. Der nickte schnell, während er zitterte, wie verrückt. "Dann wirst du also den Mund halten?" Er bekam keine Antwort. Der Kopf des Mannes hing schlaff herab. Er war tot. Herzinfarkt. Er hatte ihm zu große Angst gemacht. Das wollte er nicht. Er fühlte sich schlecht und schuldig. Aber jetzt musste er wieder raus aus dem Schloss. Er stürmte also zum Eingang, doch weiter kam er nicht, denn er wurde von einem Trupp Soldaten abgefangen.

    Geändert von one-cool (02.12.2004 um 16:52 Uhr)

  17. #17
    Als der Körper des Zoras schlaff zu Boden fiel und Villons Atem sich wieder beruhigte, erkannte er zum ersten Mal wo er sich wirklich befand. Überrascht riss er die Augen auf und blickte geschockt auf den Leichnam vor sich. Hektisch blickte er sich um und überprüfte ob noch eine Person in dem Raum war, doch fand er nur Leere. Er umklammerte seinen Stab fester und fragte sich angespannt, was er getan hatte. Was war in ihn gefahren, dass er dem Weisen so was antun konnte? Sein Handeln war bar jeglicher Logik und die Grausamkeit war mehr als übertrieben gewesen. Schaudernd sah Villon die vielen Löcher im Körper des einstigen Weisen des Wassers und bemerkte das viele Blut, das langsam aber sicher den Weg ins Wasser fand und es rötlich färbte. Villon wollte einen Schritt nach hinten machen, doch etwas hielt ihn. Sein Körper versagte den Gehorsam und blieb an Ort und Stelle. Villon wollte sich gegen den eisernen Griff der unsichtbaren Macht wehren, doch gelang es ihm nicht und gegen seinen Willen richtete sich seine rechte Hand auf. Er ballte eine Faust und betrachtete das Dreieck, das nun von einer blasse Korona umhaucht war. Villon starrte fassungslos darauf und versuchte zu verstehen was gerade geschehen war. Er konnte sich nur schemenhaft Erinnern und selbst die Schemen waren verschleiert und nicht klar. Dennoch war etwas passiert, da bestand gar kein Zweifel.
    Plötzlich fing das Dreieck wieder an zu pulsieren. Doch diesmal war es anders als sonst. Es war nicht mehr drohend und unheilvoll, auch erwartete es nun scheinbar nichts mehr. Es war, und da gab es kein besseres Wort, wirklich fröhlich. Es war ein angenehmes Pulsieren und Villon entspannte sich leicht. Die wohltuende Wärme, die aus dem Dreieck in seinen Körper strömte, umfing ihn und lies ihn die Vorahnungen vergessen, die eben noch sein Denken dominiert hatten. Zwar nagten Zweifel an seinem Verstand, doch er ignorierte sie weitgehend. Er konzentrierte sich viel lieber auf die Wärme, die nun wie ein See um ihn herum rauschte und mit sanften Wogen forttrug u nd so war es auch nicht verwunderlich, dass er nicht merkte, wie sein Körper, befreit von seinem Geist, sich dem Beckenrand näherte und den Topas seines Stabes ins Wasser tauchte. Unbewusst machte Vilolon von seinem Talent gebrauch und rief die Geister an, die in diesem Tempel hausten. Er forschte nach einem bestimmten und erreichte bald, dass dieser Kontakt mit ihm aufnahm.

    „Der Zora mag zwar Warnungen ausgegeben haben, doch das wird nichts mehr nützen. Die Prophezeiung der Geister wird bald war und Ganondorfs Erbe kann beginnen...“

    ... flüsterte Villon vor sich hin, jedoch war seine Stimme nicht die seine. Sie klang viel kälter und schien aus weiter Ferne zu kommen, sodass ein Dritter wohl den Eindruck erlangt hätte, dass etwas mit Villon spricht und nicht Villon selber. Der Topas flammte auf und färbte das Wasser in ein herrlich bernsteinfarbenes Becken. Die kristallklaren Fluten wurden zusehends Trüber und die helle bernsteinfarbene Note dunkelte sich immer mehr ab. Manchmal war es so, als huschten Wesen durch das Wasser, verschwanden allerdings sofort wieder, wenn sie noch reines Wasser berührten.

    „Torek, mein Bruder, wache über diesen Ort.“

    Ein tiefes Grollen war zu hören, als Villon den Geist eines alten Dämons in das Wasser leitete. Das Wasser, einst blau und klar, war nun tief Schwarz und giftige Dämpfe fingen bereits nach kurzer Zeit an, Villons Kleidung anzugreifen. Das Ohr vermochte klagende Stimmen zu vernehmen und dem Auge erlaubte man einen Schreckensblick, sollte man in das Wasser schauen. Mitten im dem Meer aus Schwärze, schwammen zwei riesige Augen, feuerrot mit giftgrüner Pupille, schwammen sie unabhängig von einander im Pool. Das Schwarze Wasser aus der Arena verband sich mit dem normalen Wasser in Tempel und nach erschreckend kurzer Zeit konnten nur noch die Fackeln etwas Licht in die Finsternis bringen, bevor sie unter den Säuredämpfen vergingen. Villon jedoch ballte wieder eine Faust und lies das Dreieck einen Schild um sich herum aufbauen. Er hatte noch etwas in diesem Gebäude zu erledigen. Und je mehr Villon darüber nachdachte, desto mehr Sinn machten die Worte der Geister, die sein Schicksal offenbart hatten.

  18. #18

    Hyrule - In einer der Gassen

    Daven lehnte sich gegen eine der Häuserwände. In den engen
    Gassen war es dunkler und dreckiger als auf dem Marktplatz.
    Hier war nicht viel von dem vielen Geld der Königsfamilie zu sehen.
    Einige der Fasaden sahen schon ziemlich alt und dreckig aus. Die
    Leute legten eben nicht so viel Wert darauf das die Häuser in
    den Gassen sauber sind. Es ist wichtiger den Marktplatz und das
    Schloss sauber und vornehm aussehen zu lassen.

    Er strich sich wieder die langen, dunkelblonden Haare aus dem Gesicht,
    und wischte sich mit dem linken Handrücken über die Stirn. Er schwitze
    ziemlich obwohl er sich kaum Körperlich angestrengt hatte. Er redete
    sich ein, er sein noch geschafft von seinem kurzen aber heftigen
    Aufenthalt im örtlichen Gefängnis.
    Ob es dem Zora wohl gut geht, dachte
    er und setzte an weiter zu laufen.
    Er wollte nach seinem heimlichen Verschwinden nicht von Bonny und
    Kiro eingeholt werden. Ehrlich gesagt war es ihm auch lieber alleine
    in das Haus seiner Eltern zu gehen und sich dort umzusehen. Sollten sie
    doch machen was sie wollten.

    Aufgeregt erreichte er das Haus vor dem er einige Tage zuvor schon
    einmal stand. Diesaml musste er hinein. Nochmal konnte er sich
    nicht drücken.
    Die Aufregung wurde stärker. Es war keines Wegs eine freudige Aufregung
    sondern ... mehr eine fürchterliche Gewissheit über das was ihn hinter
    diesen Mauern erwarten würde. WIeder spürte er einen stechenden Schmerz
    in seiner rechten Hand und auch sein Herz schlug schneller.
    Er nahm die Kaputze seines Umhanges ab und streckte die Hand in Richtung
    Türgriff aus. Er erinnerte sich an die "Worte" seines Großvaters die
    ihm der Wind zu geflüstert hatte.
    Ob es wirklich sowas wie Schicksal gibt ?,
    dachte er wärend er den Eisernen Bügel hinunter drückte und feststellen
    musste das die Tür verschlossen war.
    Er drückte etwas kräftiger gegen die alte aber massive Eichentür doch nichts
    rührte sich.
    Er ging ein paar Schritte zurück, nahm Anlauf und sprang mit seiner rechten
    Schulter gegen die Tür. Er spürte eine leichte Bewegung in der Tür und
    einen stechenden Schmerz in seinem Arm. Erneut nahm er Anlauf und diesmal
    gab die Tür seinen, für einen Hylianer, überdurchschnittlichen Kräften nach.
    Seine Schulter scherzte immer doller doch er versuchte es zu unterdrücken.

    Die Tür schwand leicht in den Angeln hin und her. Vorsichtig drückte er
    sie auf und blickte in einen dunklen Korridor. Es roch leicht süßlich.
    Lansam setzte er einen Fuß auf dem hölzernen Fußboden, ging hinein
    und verschwand langsam im dunkel des Gangs.

  19. #19

    Alte Hütte nahe dem Goronenschrein

    Daru wurde von den Sonnenstrahlen geweckt.
    Alles erinnerte ihn hier an zuhause. Nur war es
    zuhause nicht so kalt. Bestimmt lebten hier Goronen.
    Er konnte im Schnee die Spuren von Goronen sehen
    und so folgte er den Spuren.
    Es war keine gute Nacht gewesen.
    Das Feuer war schon früh ausgegangen und
    Daru war mehr als nur kalt.
    Er hätte sich wärmer anziehen sollen.
    Doch nun war es zu spät, um umzukehren.
    Nach ein paar Stunden hatte er die Spitze des Berges erreicht.
    Er kam in eine Gegend, die zwar aussah wie ein Dorf,
    doch er konnte niemanden sehen. Trotzdem war er sich ziemlich
    sicher, die Anwesenheit anderer Goronen in der Nähe zu spüren.
    Dann erkannte er, dass es sich bei den merkwürdigen Gebilden
    um Gebäude handelte. Aber wer wohnte dort ?

  20. #20
    Da Daven ging, dachte er sich, dass es für ihn keinen Grund mehr gab, hier zu bleiben.
    Mit einem Ruck war er auf einem Dach und verschwand. Er wusste nicht wohin, doch nach ein paar Sekunden entschied er sich, wieder ihn die Verlorenen Wälder zurückzukehren.
    Er überquerte die Steppe so schnell wie der Wind. Er war sich nicht mehr sicher, ob er nun sterben würde, falls er ihn die Verlorenen Wälder ging, da er seit langem nicht mehr dort war. Eigentlich war es ihm ja auch egal.

    Als er ankam, füllte er eine Wärme in ihm
    Endlich wieder zu Hause. Ich gehöre hier her, nirgend wo anders. Alleine fühlt man sich immer besser.

    Er ging langsam durch den Wald, nun war er sich sicher, dass er auch da er lange Zeit nicht hier war stirbt.
    Doch wieso?, das war eine Frage, die ihn immer plagte.
    Er lief lange durch den Wald ohne überhaupt zu wissen wohin.
    Kiro? Bist du das?
    Nein, das kann nicht sein! dachte Kiro Ich bilde mir das nur ein.
    Kiro, halt, ich bin's!
    Kiro drehte sich um und konnte nicht glauben was er sah. Auf dem Gesicht des Kokiri erschien ein Lächeln und Kiro lachte auch. Er rannte zum Kokiri und umarmte ihn.
    Wie hast du es geschafft, da draußen zu überleben?
    Ich weiss nicht. Ich bin an sehr vielen Plätzen gewessen. Als ich wieder in den Kokiri Wald ging, sagte man mir, dass du gerade in die Wälder gegangen bist um auch die Welt zu entdecken. Seitdem suche ich dich hier!
    Was, du suchst mich schon seit 9 Jahren?
    9 Jahre schon? Die Zeit ist so schnell vergangen.
    ICh wollte dich etwas fragen. Keiner kann in den Verlorenen Wäldern überleben, wieso konnte ich es?
    Wieso du überleben konntest? Kiro hör mir nun gut zu!
    Ich hab dich nicht gefunden, deine Mutter gab dich mir! Sie sagte, du seist etwas besonderes. Die Zeichnung auf deinem Rücken, das ist ein besonderes Zeichen der Shiekah.
    Es erlaubt dir, durch alle Welten ohne irgendeine Gefahr zu reisen, es ist sozusagen ein Schutz. Es ist das...

    Plötzlich verschwand er.
    NEEEEEEEEEEEEEEINNNN!!!! Bitte komm zurück, bitte!
    Er spürte etwas, das langsam an seiner Wange runter fiel, es war eine Träne!
    Als sie auf den Boden fiel, hörte er ihn sprechen.
    Du findest die antwort nur in dir! Geh dorthin, wohin dein Herz dich führt!
    Wo mein Herz mich hin führt! sagte Kiro.
    Ja genau, wo mein Herz mich hin führt!
    Er rannte, so schnell er konnte, er fühlte sich so befreit. Er rannte aus der Steppe, er rannte und rannte. Er folgte seinem Herz...

    Geändert von Ravana (08.12.2004 um 17:39 Uhr)

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