Uns schon wieder öffnet sich die Tür. "Soviel ist sonst in zwei Wochen nicht los" denkt Anja noch bei sich, als ein weiterer Mann das Lokal betritt.
Er ist recht groß und schlank. Im Gegensatz zu den letzten paar Ankömmlingen, wirkt er ziemlich normal, abgesehen davon, dass er gleichzeitig ein Schwert an seinem Gürtel, und einen Zweihänder auf seinem Rücken trägt.
Ohne sich um die anderen Gäste zu kümmern, geht er auf Anja zu, die gerade mit einigen Flaschen beladen aus der Küche kommt, und spricht sie an: "Entschuldigung, kann ich schnell einen Krug Bier bekommen? Ich will heute noch zur Goronenhöhle, aber wenn ich nichts zu trinken bekomme, dreh ich bald durch!"
Anja, davon überrascht, dass sich anscheinend auch noch ein paar weniger raubeinige Gesellen einfinden, zapft ihm schnell sein Bier, und versucht ein Gespräch in Gang zu bringen: "Was wollt ihr den von den Goronen?"
"Sagen wirs mal so: Ich hab mit einem gewissen Goronen ein Hühnchen wegen eines mangelhaften Zweihänders zu rupfen!"
Als er nach dem Griff des Schwertes auf seinem Rücken greift, beginnt es in der Taverne in allen Ecken zu rascheln. Mit einem selbstmitleidigen Lächeln zieht er eine etwa zwanzig Zentimeter lange, abgebrochene Klinge aus der Scheide. In die Gäste kommt wieder Ruhe. Anja, die schon einige solcher Klingen zu Gesicht bekommen hat, meint: "Von Medigoron, oder?", woraufhin ihr Gast nur nickt. "Wenn ihr einen Rat wollte," fährt sie fort, "solltet ihr es bei Biggoron versuchen. Er ist ein wesentlich besserer Schmied, und seine Langschwerter halten in der Regel sehr lange."
"Vielen Dank, vielleicht werde ich es mal versuchen." Sprichts, trinkt aus, legt einige Rubine auf den Tisch, und marschiert wieder zur Tür hinaus.
"Ich hab ihn nicht mal nach seinem Namen gefragt", geht Anja noch durch den Kopf, bevor die nächste Bestellung durch die Taverne schallt, und sie sich wieder ihrer Arbeit zuwendet.