Wie sich ein guter Porno liest, weiß ich aus dem einfachen Grund nicht, da mich das Genre nicht interessiert und ich noch keinen (anderen?) Porno gelesen habe. Daher erkläre ich nun nicht, was einen Porno ausmacht, sondern erkläre, dass dieser Porno kein guter war, da er mich weder erregt, noch interessiert, sondern eher gelangweilt hat.Zitat von Vaughan
Konsequent war es, das zweifle ich nicht an - aber konsequent heißt ja nicht unbedingt gut. Ich hatte auch schon erwähnt, dass diese Konsequenz vielleicht wichtig für die Charaktere ist, den Leser, oder zumindest mich, aber langweilt.
Wenn mir der Protagonist ausführlich schildert, wie weit er den Finger in den Anus seiner Freundin schieben muss um Kot-Reste unter seinen Fingernägeln zu finden, finde ich das nicht mehr ernst zu nehmen. Wenn der Autor dadurch zeigen wollte, wie versessen seine Charaktere sind, ist es dennoch ins lächerliche abgedriftet.Zitat
Aber ist das Schema "Mein-Leben-ist-langweilig-also-such-ich-mir-was-extremes" denn so viel anspruchsvoller? Die Charaktere hätten genauso gut Extremsportarten ausüben können, nur das da dann der sexuelle Aspekt gefehlt hätte. Und welche Entdeckung meinst du? Sex mit Autos oder etwas in dem Bereich kommt für mich nicht in Frage, dafür bin ich zu zufrieden mit meinem alltäglichen Leben, falls du das meintest. O_oZitat
Das Suchen nach Extremen gab es in Fight Club beispielsweise auch, nur hat es mir da (auch im Buch von Palahnuik) eindeutig besser gefallen, weil's besser verpackt war.
Habe nun "tot." von Stephen King und Kafkas "Brief an den Vater" gelesen.
Der" Brief an den Vater" von Kafka war extrem intensiv und für das Textverständnis der anderen Kafka-Texte von großer Wichtigkeit. Ich spiele momentan mit dem Gedanken mir noch die Tagebücher zu kaufen und zum Beispiel "Das Urteil" noch einmal zu lesen. Ich finde die Gestalt Kafkas sehr interessant und unheimlich traurig. Traurig, dass er im selben Brief indem er Felice Bauer fragt, ob sie ihn heiraten will, ihr gleich Gründe nennt, warum sie ihn nicht heiraten sollte. Oder die Balkon-Szene aus seiner Kindheit von der wohl die meisten Kafka-Leser mal gehört haben. Alles in allem eine tolle und sehr persönliche Lese-Erfahrung.
Der dritte Teil von Kings Reihe hat mir besser als die ersten beiden gefallen, die spannenden Szenen haben die langweiligen bei weitem überwuchert, lediglich die extrem langsame Reise vom Jungen in die Welt des Revolvermannes war langatmig. Mir gefallen weiterhin die Gespräche des Ka-Tets am besten und beginne zu merken, wie die Redewendungen sich in mein alltägliches Denken einbürgern.![]()
Im Moment lese ich den vierten Teil "Glas" und bin auf Rolands weitere Vergangenheit gespannt. ^^




















