Habe nun Narziß und Goldmund von Hermann Hesse, Krieg der Welten von H.G. Wells und Ein Sommernachtstraum von Shakespeare gelesen.

Narziß und Goldmund ist ein unglaublich tolles Buches, das Beste was ich bisher von Hesse gelesen habe. Es ist sehr schön beschrieben und spricht unterschiedliche Themen an die allesamt genial und differenziert dargestellt werden. Meiner Meinung nach ist es für Hesse-Verhältnisse bei den Themen auch sehr abwechselnd, es war auf keinen Fall das Standard-Prinzip das ein besonderer Mensch Probleme beim Umgang mit "normalen" Menschen hat. Außerdem eines der wenigen Bücher, bei denen ich wirklich mit dem Protagonisten mitgefiebert habe.

Krieg der Welten hat mir gut gefallen. Es war interessant, aber stellenweise ein wenig langatmig. Positiv empfand ich die Vergleiche zwischen der Konfrontation der Außerirdischen mit den Menschen und die Konfrontation zwischen den Menschen und den Tieren. Alles in allem eine ziemlich gute Kritik an der damaligen und auch heutigen Gesellschaft und ihren Moralvorstellung, allerdings war das Ende nun wirklich blöd. Es mag zwar als Pointe eine Existenzberichtigung haben, aber der Spannungskurve wird es nicht gerecht, da hätte man noch viel mehr draus machen können, schade drum.

Ein Sommernachtstraum empfand ich am Anfang als ein wenig seltsam und auch nicht sonderlich gut. Aber nach etwa einem Drittel hat es mir gut gefallen und gegen Ende hatte ich wirklich Spaß beim Lesen. Das Ende im Theater mit Zettel und Co. erinnert mich ein wenig an das Konzept von Mystery Science Theatre 3000 The Movie.

Im Moment lese ich "Das Majorat" von E.T.A. Hoffmann, bis jetzt gefällt es mir ganz gut.