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Habe nun "Fräulein Else" von Schnitzler, "Die Zeitmaschine" von H.G.Wells, "Klein Zaches, genannt Zinnober" von E.T.A. Hoffman und "Tote ohne Begräbnis" und "Bei geschlossenen Türen", "Die ehrbare Dirne", "Die Fliegen" und "Die schmutzigen Hände" von Sartre gelesen.
Ich hatte lange nichts mehr von Schnitzler gelesen und jetzt frage ich mich warum eigentlich. Fräulein Else hat mir ausgesprochen gut gefallen, die Darstellung des jungen Mädchens ist genial gelungen und wirkt noch 80 Jahre später glaubwürdig, nachvollziehbar und realistisch. Sehr spannend, sehr intelligent - grandios! Mal sehen was ich noch von Schnitzler finde.
"Die Zeitmaschine" von Wells hätte imo auch ein vielfach so dickes Buch werden können, viele potentielle Themen wurden nur angeschnitten. Des Weiteren hätte ich mir noch eine Vertiefung des sozialen Konfliktes und dessen Entstehung zwischen den Eloi und den Morlock gewünscht. Die im Buch vorhandenen Gedanken waren interessant (und die Geschichte damals revolutionär!), hätten aber ausgeweitet werden können. Ich hätte es beispielsweise klasse gefunden, wenn die Morlocks, die der Protagonist wegen ihrer animalischen und aggressiven Art verachtet die wahren Menschen gewesen wären, die mit der Zeit von einer anderen Rasse, den Eloi, versklavt wurden. Hätte aber vielleicht die Theorie über die verschiedenen Bürgerschichten kaputt gemacht. Wie nun auch immer, ein gutes Buch.
"Klein Zaches, genannt Zinnober" war ein nettes Buch, mit einigen feinen Szenen, aber letztendlich auch nicht mehr. Die ersten drei bis vier Kapitel erschienen mir noch sehr vielversprechend, danach wurde es aber ein wenig "gewöhnlich" und unspektakulär, da erschien mir "Der goldene Topf" phantastischer und durchdachter. Nicht schlecht, aber auch nichts besonderes.
Die Stücke von Sartre (3 der von 5) die ich gebraucht in einem Sammelband für 2€ auf dem Bücherbummel in Düsseldorf gekauft habe, waren wirklich toll! Das erste Stück, "Bei geschlossenen Türen" ist meisterhaft. Genial wie die Charaktere ihr Leben gegenseitig zur Hölle machen, was mit dem berühmten Zitat "Die Hölle, das sind die anderen." gipfelt. Sehr kreative Idee, sehr gut dargestellt - würde ich gerne mal auf der Bühne sehen. Das zweite Stück von Sartre "Tote ohne Begräbnis" hat mich durch seine klaustrophobische Atmosphäre überzeugt, die einfach Spannung pur ist und dem Leser gleich das Bild einer möglichen Bühnengestaltung in den Kopf setzt. Sehr spannend mit guten Dialogen und durchdachten Story-Wendungen. Die anderen haben mir auch sehr gut gefallen, bin jetzt aber zu faul für ausführlicheres. ^^
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